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Buchholz äußert sich:

Buchholz äußert sich: "Das ist absoluter Unsinn"


Dieter Buchholz, regionaler Investor und Ex-Aufsichtsratsvorsitzender des 1. FC Kaiserslautern, hat sich in einem Offenen Brief zu den Vorwürfen gegen seine Person geäußert. Er wehrt sich gegen Behauptungen von Fans, dass er die Freistellung Gerry Ehrmanns an die "Bild" durchgesteckt habe, und kritisiert einen Kommentar des "SWR".

"Das ist absoluter Unsinn, wieder wie so oft eine bösartige Erfindung. Ich erfuhr von Gerrys Kündigung durch einen Anruf am Sonntag in der Mittagszeit, als alle Medien schon darüber berichtet hatten", schreibt Buchholz zu den Vorwürfen in Sachen "Bild". Zudem geht er auf Investorengespräche ein, über die im Umfeld immer wieder diskutiert wird, sowie auf die von ihm unterstützten Kandidaten bei der vorletzten Aufsichtsratswahl. Aufhänger seines Offenen Briefs ist jedoch der aktuelle Kommentar von SWR-Reporter Bernd Schmitt, an den Buchholz schreibt: "Herr Schmitt soll doch einmal erklären, wann, wo und wie ich Fäden ziehe und wie ich Macht ausübe."

Die heutige Mitteilung von Dieter Buchholz im Wortlaut:

Offener Brief von Dieter Buchholz zum Kommentar von Bernd Schmitt, SWR hinsichtlich der Trennung des 1. FC Kaiserslautern von Gerry Ehrmann - Bericht: Die letzte Ikone stürzt

Liebe Mitglieder, liebe Fans des 1. FCK,

Schmitt schreibt: "Er ließ sich vor den Karren spannen, ließ sich instrumentalisieren, er gilt als enger Vertrauter des ehemaligen Aufsichtsratsvorsitzenden Dieter Buchholz" und weiter "Es war Gerry Ehrmann, der in Buchholz' Auftrag öffentlich Werbung machte für Aufsichtsratskandidaten, die Buchholz in den Verein schleusen wollte."

Hierzu stelle ich fest, ich wollte niemanden in den Verein schleusen, ich wollte Leute gewinnen, Unternehmer, die bereit sind, sich für den Verein einzubringen, d.h. bei der JHV zu kandidieren. 2017 war der Verein insolvenzgefährdet, zu den Aufsichtsratssitzungen wurde gelegentlich ein Jurist hinzugezogen, um sicherzugehen, dass man keine Insolvenzverschleppung begeht.

Einige langjährige Mitglieder hatten mich angesprochen und gebeten, ich sollte doch ein Team zusammenstellen: Wenn es geht Unternehmer oder auch Juristen, die sich wirtschaftlich gut auskennen, den Verein retten sollten und im Insolvenzfall wissen, wie man das sinnvoll abwickelt, sodass eventuell eine Weiterführung des Vereins noch möglich wäre.

Ich sprach damals sieben "hochkarätige" Unternehmer und Wirtschaftsfachleute an, um sie für die Kandidatur zu gewinnen. Bis auf Bruno Otter und Wolfgang Rotberg sagten alle ab, teils wegen der prekären Wirtschaftslage und teils wegen dem schwierigen Umfeld. Jochen Grotepaß und Patrick Banf sprachen mich deswegen damals an und sagten, sie möchten kandidieren. Paul Wüst gehörte damals auch dazu, aber aufgrund interner Diskussionen mit anderen Kandidaten, kandidierte er alleine außerhalb der Gruppe.

Gerry Ehrmann, mit dem ich seit ca. 20 Jahren befreundet bin, hatte diese Aktion verfolgt, miterlebt und mich gefragt, ob er mithelfen kann. Aus arbeitsrechtlichen Gründen riet ich ihm davon ab. Allerdings war ein Jurist, Arbeitsrechtler, der Meinung, Gerry ist nicht nur Angestellter des Vereins, er ist ja auch Mitglied und als solches steht es ihm zu - wenn er der Meinung ist, es gibt Personen, die dem Verein helfen können, diese auch zu unterstützen.

Was hat das Essen mit Flavio Becca, so wie Schmitt schreibt, jetzt mit der Kündigung von Gerry Ehrmann zu tun?

Hierzu ist festzustellen: Flavio Becca lud über einen Vermittler die komplette Gruppe der Erstzeichner am 06.05.2019 nach Luxemburg ein. Einige konnten nicht, zum Beispiel Dr. Theiss war zu diesem Zeitpunkt in China, Herr Nardi hatte einen wichtigen geschäftlichen Termin, daher bat man mich zusammen mit Axel Kemmler die Einladung wahrzunehmen. Becca wollte die Erstzeichnergruppe kennenlernen, feststellen inwieweit man im Sinne des Vereins eventuell zusammenarbeiten könnte. Im Übrigen kam Becca zweimal nach Homburg zu einem Gegenbesuch zu der Säule II.

In der Zeit unseres Besuchs fand in dem Raum, in dem wir waren, kein Telefonat von Becca mit Littig statt, allerdings erzählte Becca von einer WhatsApp-Nachricht mit herabwürdigenden Äußerungen zu seiner Person, welche Littig angeblich versendet hätte. Übrigens ist Littig nicht zum Rücktritt gezwungen worden. Es war seine persönliche Entscheidung.

Der Vorwurf von Bernd Schmitt, dass Gerry in meinem Namen Werbung für Becca machte, ist lächerlich, frei erfunden und wird wie auch andere Passagen des Kommentars einer presserechtlichen Prüfung unterzogen.

Nun noch ein Satz zu Becca: Wenn meine Informationen stimmen, hatte Becca mit dem Verein die Verhandlungen final abgeschlossen und man hatte sich auf einen Wert von 45 Mio. Euro geeinigt. Ein oder zwei Tage vor der geplanten Unterzeichnung ist Jürgen Kind zurückgetreten, der ja gefordert hatte, Martin Bader sofort zu entlassen. Ich bin überzeugt davon, das war der Knackpunkt in den Verhandlungen mit dem Investor Flavio Becca.

Außerdem schreibt Bernd Schmitt: "Buchholz übt immer noch Macht aus beim FCK, zieht im Hintergrund viele Fäden, ist Sponsor und Investor in Personalunion und nimmt Einfluss."

Herr Schmitt soll doch einmal erklären, wann, wo und wie ich Fäden ziehe und wie ich Macht ausübe.

Der ganze Kommentar ist tendenziell oberflächlich und von einer öffentlich-rechtlichen Medienanstalt hätte ich wirklich besseren Journalismus erwartet.

Übrigens wird in einigen Foren spekuliert bzw. unterstellt, ich hätte den Medien die Kündigung von Gerry Ehrmann "gesteckt". Das ist absoluter Unsinn, wieder wie so oft eine bösartige Erfindung. Ich erfuhr von Gerrys Kündigung durch einen Anruf am Sonntag in der Mittagszeit, als alle Medien schon darüber berichtet hatten. Die Kommentare in den Medien verwundern mich doch sehr, besonders dass Gerry mit Schommers Differenzen hatte. Noch im Wintertrainingslager rief Gerry mich an und bat mich, einen Termin für Schommers mit Giuseppe Nardi festzuzurren. Schommers wollte mit Nardi wegen einem Homburger Spieler sprechen, der eventuell zum 1. FCK gepasst hätte. Am 23.01.2020 waren Gerry, Schommers, Kemmler und ich mit Herrn Nardi im Oh!lio, hatten einen tollen Abend, hervorragendes Essen und Trinken und beste Stimmung. Von Differenzen habe ich absolut nichts gemerkt.

Etwas ist für mich klar: ob sich Gerry etwas zu Schulden hat kommen lassen oder nicht, egal was passiert, Gerry und ich bleiben Freunde!

Liebe Mitglieder,

ich bin seit 15.02.1990 Mitglied, auf den Betzenberg gehe ich schon seit meinem 14. Lebensjahr. Seit ca. 2009 habe ich rund 3 Mio. Euro als Sponsor in den 1. FCK investiert, ich war auf Bitten von Herrn Nardi einer der Erstzeichner damals, um ein Zeichen zu setzen für andere und um zu verhindern, dass der Verein verramscht wird. Wir haben uns jetzt mit unserer "regionalen Gruppe" wieder überlegt, wie wir dem Verein in dieser bestimmt schwierigen Situation helfen können, so haben wir dem Verein mittlerweile eine Investition zwischen 3,5 und 4 Mio. Euro angeboten - allerdings natürlich auch an Bedingungen geknüpft.

Ich weiß auch selbstverständlich, dass bestimmte Personen ständig im Hintergrund gegen mich agieren und auch andere aufhetzen - hätten sie doch wenigstens den Mut und den Anstand mir selbst etwas ins Gesicht zu sagen.

Liebe Mitglieder, liebe Fans,

ich hoffe, wir kriegen alle zusammen mit unserem Verein noch einmal die Kurve.

Wenn das alle wirklich wollen, gelingt es auch.

Herzliche Grüße
Dieter Buchholz

Dieter Buchholz

Quelle: Der Betze brennt

Weitere Links zum Thema:

- Gerry Ehrmann ist nicht mehr Torwarttrainer des FCK (Der Betze brennt)
- Ehrmann: "Es ist traurig, aber nicht zu ändern" (Der Betze brennt)
- Der FCK nimmt Stellung zur Ehrmann-Freistellung (Pressemeldung FCK)

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