Toppmöller nennt Gründe für Rücktritt
Klaus Toppmöller hat gegenüber dem SWR erstmals über die Gründe für die Aufgabe seiner Ämter beim 1. FC Kaiserslautern geredet. Der Klub-Vorstand habe finanzielle Zusicherungen nicht eingehalten, die für Transfers notwendig gewesen seien, erklärte Toppmöller.
Toppmöller war gestern nach nur sechs Wochen als Aufsichtsratsmitglied und sportlicher Berater beim Fußball-Zweitligisten zurückgetreten. In seiner ersten öffentlichen Stellungnahme nach seinem Aus beim FCK sagte Toppmöller der SWR-Nachrichtensendung "Rheinland-Pfalz aktuell", er sei zurückgetreten, weil finanzielle Zusicherungen des Vorstandes zur Verwirklichung von Transfers nicht eingehalten worden seien. Zu Spekulationen, er sei gegangen, weil der 1. FCK an Trainer Kjetil Rekdal festhält, erklärte Toppmöller, das Gegenteil sei der Fall. Der Vorschlag, mit dem Norweger weiter zusammenzuarbeiten, sei von ihm ausgegangen und einstimmig angenommen worden. Dass er selbst den Trainerposten übernehmen würde, sei für ihn nie ein Thema gewesen. (...)
Quelle und kompletter Text:
http://www.swr.de/sport/-/id=1208948/ni ... index.html
Toppmöller wollte Rekdal gar nicht entlassen
Klaus Toppmöller erläutert erstmals die Gründe seines Rückzugs als sportlicher Berater des 1. FC Kaiserslautern: Durch die wankelmütige und unprofessionelle Klubführung sah er seine Glaubwürdigkeit gefährdet. Die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit Trainer Kjetil Rekdal sei nicht der Grund gewesen. (...)
Der in den 70er Jahren mit 108 Toren in 204 Bundesligaspielen zum FCK-Idol aufgestiegene Toppmöller sah offenkundig seinen guten Ruf gefährdet durch den Schlingerkurs des FCK. Die Vereinsführung hatte Toppmöller im November mit allen Kompetenzen für den sportlichen Bereich ausgestattet und mit der Suche nach Verstärkungen für die Rückrunde beauftragt. Als er nun die unterschriftsreifen Verträge mit den von ihm in seiner Funktion als georgischer Nationaltrainer betreuten Levan Tskitishvili und Zurab Meneshashvili vorlegte, machte die Führung nach Worten Toppmöllers einen Rückzieher. “Ich reise seit vier Wochen im Auftrag des Vereins durch die Gegend, bringe Verträge unter Dach und Fach und am Ende wird alles kurz vor Vertragsabschluss über den Haufen geworfen”, sagte Toppmöller am Freitag während eines Aufenthalts in Georgien. “Nachdem die finanziellen Zusicherungen seitens des Vorstandes, die zur Verwirklichung dieser Transfers erforderlich waren, nicht eingehalten wurden, habe ich mich zum Rücktritt entschlossen. Da leidet meine Glaubwürdigkeit.”
Zugleich widersprach der 56 Jahre alte Ex-Trainer von Bayer Leverkusen den kursierenden Gerüchten, dass er die Entscheidung des Vorstands für eine weitere Zusammenarbeit mit Trainer Kjetil Rekdal nicht habe mittragen wollen und deshalb seinen Posten quittiert habe. Toppmöller berichtigt diese Darstellung nun aber ganz entschieden: “Ich war derjenige, der dem Vorstand ans Herz gelegt hat, mit Rekdal weiterzuarbeiten”, sagt Toppmöller. “Ich hatte Rekdal auch offen davon informiert, dass ich im Auftrag des Vorstands für alle Fälle andere Trainerkandidaten ansprechen solle. Ich war bei der Sache immer fair. Punkt. Aus.”
Inkompetente FCK-Führung
Bauckhage bestätigt Toppmöllers Darstellung weitgehend. “Toppmöller hat nie gegen Rekdal gearbeitet und ist auch dem eisntimmigen Vorstandsbeschluss pro Rekdal gefolgt”, sagt Bauckhage. “Er hat persönliche Gründe für seinen Abschied genannt, darüber genauer zu spekulieren verbietet sich mir.” Diese Gründe sind freilich für den FCK wenig rühmlich. Toppmöller lässt die Verantwortlichen des Klubs mit seinem Rücktritt als inkompetene Führung erscheinen, auch wenn er nun “das gute Verhältnis zu den Herren” betont. (...)
Quelle und kompletter Text:
http://www.welt.de/sport/article1485043 ... assen.html
FCK-Urgestein Toppmöller
"Zusammen ging es nicht"
Klaus Toppmöller wollte dem 1. FC Kaiserslautern helfen die Krise zu überwinden. Nach nur sechs Wochen ist damit Schluss. Er spricht mit dem Tagesspiegel über die Hintergründe.
Herr Toppmöller, Sie haben Ihren Aufsichtsratsposten beim FCK nach nur sechs Wochen ehrenamtlicher Tätigkeit niedergelegt. Was waren die Gründe für Ihren plötzlichen Abschied?
Ich wollte meinen guten Namen nicht weiter beschädigen.
Was heißt das genau?
Ich reise seit vier Wochen im Auftrag des Vereins durch die Gegend, bringe Verträge mit drei Spielern unter Dach und Fach ...
...unter anderem mit den von Ihnen als georgischer Nationaltrainer betreuten Levan Tsikitishvili und Zurab Menetshashvili ...
... und am Ende wird alles kurz vor Vertragsabschluss über den Haufen geworfen. Nachdem die finanziellen Zusicherungen seitens des Vorstandes nicht eingehalten wurden, habe ich mich zum Rücktritt entschlossen. Da leidet meine Glaubwürdigkeit.
Es wurde aber gemutmaßt, dass Sie Ihre Aufgabe hingeschmissen haben, weil der Vorstand Ihren Vorschlag einer Trennung von Trainer Kjetil Rekdal verworfen habe?
Das ist Blödsinn. Der Vorstand hat vielmehr auf meinen Vorschlag hin an Rekdal festgehalten. Ich habe Rekdal die ganze Zeit den Rücken gestärkt und ihm offen mitgeteilt, dass der Vorstand mir aufgetragen hat, für alle Fälle mit möglichen Nachfolgekandidaten zu sprechen.
Es gab auch Gerüchte, dass Sie selbst das Traineramt übernehmen wollen.
Was eine Unverschämtheit ist. Das haben Zeitungen wie meine Heimatzeitung „Trierischer Volksfreund“ und die „Allgemeine Zeitung Mainz“ rein spekulativ behauptet. (...)
Quelle und kompletter Text:
http://www.tagesspiegel.de/sport/Bundes ... 26,2443857
„Nicht mit mir Schlitten fahren"
Fußball: Toppmöller aufgebracht
KAISERSLAUTERN (osp). Einen Tag nach seinem Rücktritt als Aufsichtsrat und ehrenamtlicher Sportlicher Berater des abstiegsbedrohten Fußball-Zweit-Bundesligisten 1. FC Kaiserslautern hat Klaus Toppmöller in einem Telefonat mit der RHEINPFALZ über die Hintergründe seines plötzlichen Rückzugs gesprochen: „Ich habe dem FCK-Vorstand am Mittwoch zwei unterschriftsreife Verträge von Spielern vorgelegt, mit denen ich einig war. Außerdem war ich mit einem Stürmer klar. Dann hieß es vom Vorstand, das ginge so nicht."
Er sei sechs Wochen lang intensiv für den FCK unterwegs gewesen, habe verhandelt - unter anderem mit den georgischen Mittelfeldspielern Levan Tskitishvili (31) und Zurab Menteshashvili (27). Die beiden hätten ihm zugesagt. „Die haben dann zwei, drei Wochen nur auf mein Okay gewartet", sagt Toppmöller, „ich lasse doch nicht mit mir Schlitten fahren."
FCK-Vorstandssprecher Hans-Artur Bauckhage betonte gestern: „Es ging bei den vorliegenden Verträgen nicht um das Ob, sondern um die Konditionen. Die sollten noch mal nachverhandelt werden." Nach RHEINPFALZ-Informationen ging es bei Tskitishvili um einen Zweieinhalbjahres-Vertrag.
Toppmöller sagte, er sei es gewesen, der dem Vorstand am Mittwoch vorgeschlagen habe, an Trainer Kjetil Rekdal festzuhalten und ihm drei gestandene Spieler zu verpflichten: „Ich habe meine Aufgabe als Sportchef beim FCK vom ersten Tag an darin gesehen, Spieler zu holen, die dem Verein im Abstiegskampf helfen." Die von ihm angebotenen Spieler hätten „von 0 bis 100.000 Euro" Ablöse gekostet. Nach „Toppis" Rückzug will der FCK möglichst bis Januar einen neuen Sportdirektor installieren, sagte Aufsichtsratschef Dieter Buchholz: „Wir haben keine Zeit zu verlieren."
Bis dahin ist Rekdal für die Suche nach Verstärkungen zuständig. Er verspricht: „Wir führen schon Gespräche, stecken die Köpfe zusammen und werden im Januar handeln. Wir holen diesmal die Richtigen."
KONZOKH
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ