
Vorbericht: 1. FC Kaiserslautern - 1. FC Nürnberg
Kampf und Leidenschaft fürs Viertelfinale!
Flutlicht, DFB-Pokal, fast ausverkaufter Betze. Gegen den 1. FC Nürnberg muss dieser Hexenkessel beim Debüt von Dimitrios Grammozis für den 1. FC Kaiserslautern ein entscheidender Faktor sein.
Es waren mal wieder harte, anstrengende, aber auch emotionale Tage für den FCK und seine Fans. Niederlage, Trainerentlassung, Niederlage, Jahreshauptversammlung, neuer Trainer. Im Pokalspiel gegen den derzeit auch nicht gerade formstarken Club müssen alle diese Gefühle kanalisiert werden. Nämlich in positive Energie. Das Fritz-Walter-Stadion ist nahezu ausverkauft und was dieser Fußball-Tempel für eine Wucht entfalten kann, muss man sicher keinem mehr erzählen. Aber: Die über 45.000 FCK-Fans können das am Abend mit lautstarkem Support wieder untermauern. Schreit die Mannschaft in die nächste Runde des DFB-Pokals. Zeigt, dass ihr bedingungslos hinter ihr steht. Auf jeden Fall 90 Minuten, wenn es sein muss auch länger!
Was muss man zum Achtelfinale des DFB-Pokals wissen? Hier kommen die wichtigsten Vorab-Informationen:
Der FCK: Ausgangslage und Personal
Der 1. FC Kaiserslautern geht mit dem neuen Trainer Dimitrios Grammozis, aber auch mit vier Liga-Niederlagen im Rucksack in das Duell mit den Franken. Erstmals seit zehn Jahren können die Roten Teufel wieder ein Viertelfinale im DFB-Pokal erreichen. Dass dazu viel mehr passen muss als zuletzt - die Defizite müssen hier nicht noch einmal aufgezählt werden -, dürfte klar sein. Da erinnert man sich doch lieber an die bisherigen Pokal-Auftritte zurück, nämlich das 5:0 zum Auftakt in Koblenz und das spektakuläre 3:2 am rappelvollen Betze gegen Erstligist Köln.
Auf welches Personal Grammozis bei seinem Debüt an der Seitenlinie setzt, ist offen. Alles durcheinanderwürfeln wird der 45-Jährige aber nicht. Nur Aaron Opoku fehlt verletzt. Boris Tomiak kann und wird nach seiner Sperre wieder spielen. Auch Afeez Aremu und Ragnar Ache dürften nach wochenlanger Verletzungspause wieder im Kader stehen, Ache ist als - möglicherweise entscheidender? - Joker eingeplant. Im Tor könnte Grammozis auf die Routine von Andreas Luthe setzen, den er aus gemeinsamen Bochumer Zeiten kennt und schätzt.
Der Gegner: Ausgangslage und Personal
In den vergangenen beiden Zweitliga-Spielen hagelte es für den 1. FC Nürnberg geradezu die Gegentore. Sage und schreibe neun Mal musste Keeper Christian Mathenia hinter sich greifen. Einem 1:4 in Karlsruhe folgte am Wochenende ein 0:5 zuhause gegen Düsseldorf. Aber ähnlich wie der FCK werden die Nürnberger auch darauf setzen, dass nun erstmal ein anderer Wettbewerb ansteht. Das Achtelfinale erreichte die Mannschaft von Trainer Cristian Fiel durch Siege gegen Oberneuland (9:1) und Rostock (3:2 nach Verlängerung).
Neben den Langzeitverletzten droht für die Partie auch Jens Castrop auszufallen, der Mittelfeldspieler hat muskuläre Probleme. Ob Fiel aufgrund des Debakels vom Samstag Veränderungen in der Startelf vornimmt, ließ er ebenso wie Lauterns Grammozis noch offen.
Frühere Duelle
Zwar trafen beide Vereine in der Historie schon 71 Mal aufeinander. Im DFB-Pokal gab es aber erst ein Duell. In der 2. Runde der Saison 2019/20 gewann der unterklassige FCK mit 6:5 nach Elfmeterschießen: Lauterns Lennart Grill hatte mit einem kapitalen Bock in der 90. Minute die Verlängerung verursacht, ehe er später mit einem gehaltenen Elfer doch noch zum Held wurde. Beim FCN stand zu diesem Zeitpunkt verletzungsbedingt Feldspieler Enrico Valentini im Kasten. Der Trainer des FCK hieß Boris Schommers. In der aktuellen Saison standen sich beide Mannschaften schon in der 2. Liga gegenüber. Am 2. September siegten die Roten Teufel mit 3:1.
Fan-Infos
Bis Montagvormittag waren rund 48.300 Karten für das Spiel abgesetzt, das Spiel ist im Heimbereich ausverkauft. Tageskassen werden nicht geöffnet. Der Club wird von rund 4.000 Anhängern begleitet. Über Fan-Aktionen in der Westkurve wird gegebenenfalls wie üblich im Stadion mit Flyern, Plakaten und Ansagen informiert. Haut alles raus fürs Viertelfinale!
Wer noch dabei sein will, kann es mit guten Chancen noch in der DBB-Kartenbörse probieren. Aufgrund der frühen und nebenbei auch ziemlich fanunfreundlichen Anstoßzeit mitten im Feierabendverkehr kann es zu einem starken Verkehrsaufkommen kommen, daher ist die frühzeitige Anreise empfohlen. Straßensperrungen auch für Fußgänger rund um den Elf-Freunde-Kreisel können laut Polizei "nicht ausgeschlossen werden". Die Bahn setzt aus allen Richtungen zusätzliche Züge ein, die im Falle einer Verlängerung oder Elfmeterschießen auch warten sollen (nähere Details hier). Alle weiteren organisatorischen Hinweise hat der FCK auf seiner Website veröffentlicht. Das Fritz-Walter-Stadion öffnet um 16:00 Uhr seine Pforten.
O-Töne
FCK-Trainer Dimitrios Grammozis: "Wir dürfen nicht den Fehler machen, alles auf links zu drehen. Dafür haben wir auch keine Zeit. Es wird darum gehen, wie man die individuellen Fehler abstellen kann. Ich hoffe, dass die Mannschaft ein, zwei Dinge umsetzen kann, die wir ihnen an die Hand geben."
FCN-Trainer Cristian Fiel: "Ich vergesse nicht, was die Jungs vor ein paar Wochen schon gezeigt haben. Dass bei dieser jungen Truppe ein Spiel dabei sein wird, was katastrophal ist, dessen war ich mir bewusst. Jetzt geht es auf den Betzenberg vor eine große Kulisse. Das werden wir so angehen, damit wir ins Viertelfinale einziehen können."
Daten und Fakten
Voraussichtliche Aufstellung:
1. FC Kaiserslautern: Luthe (Krahl) - Elvedi, Touré, Tomiak - Zimmer, Niehues (Kraus), Raschl, Puchacz - Ritter (Klement) - Tachie, Boyd
Es fehlen: Opoku (Knieprobleme)
1. FC Nürnberg: Mathenia - Gyamerah, Marquez, Gürleyen, Brown - Schleimer, Flick - Goller, Uzun, Okunuki - Hayashi
Es fehlen: Hungbo (Reha nach Adduktorenverletzung), Lawrence (Muskelverletzung), Schindler (Rückstand nach Kreuzbandriss), evtl. Castrop (muskuläre Probleme)
Quelle: Der Betze brennt / Autor: Florian Reis
Vorherige Meldung ab 04.12.2023:

Grammozis plant mit Ache und vielleicht Luthe im Pokal
Einen Tag vor dem DFB-Pokal-Achtelfinale gegen den 1. FC Nürnberg hat sich der neue Trainer des 1. FC Kaiserslautern vorgestellt. Auf Dimitrios Grammozis wartet ein fast ausverkaufter Betze und die Rückkehr von Ragnar Ache. Gibt es einen Wechsel im Tor?
"Beide Mannschaften wollen dieses Spiel nutzen, um die letzten Ergebnisse wieder vergessen zu machen", blickt der direkt volle Pulle ins Tagesgeschäft einsteigende Grammozis auf seine erste Aufgabe als FCK-Coach voraus (Dienstag, 18:00 Uhr, Fritz-Walter-Stadion, auch live in der ARD). Nürnberg ist ebenso wie Kaiserslautern in einer Krise, verlor am Wochenende 0:5 gegen Düsseldorf und davor 1:4 gegen Karlsruhe. Für seine Roten Teufel sieht Grammozis nach dem 1:4 in Magdeburg und dem 0:3 gegen Kiel erstmal eine defensive Stabilisierung geboten, sagt aber auch: "Stabilität bedeutet nicht immer Passivität. Es geht jetzt darum: Wie kann man die individuellen Fehler abstellen? Das hat auch etwas damit zu tun, wie kompakt man auf dem Spielfeld zusammensteht. Damit kann man viele Fehler abstellen. Es ist aber auch eine mentale Frage. Wir müssen eine gute Mischung zwischen kompaktem Stehen und trotzdem Aktivität finden. Wir wollen uns nicht hinten einigeln, sondern zeigen, dass wir hier zuhause spielen, vor unseren eigenen Fans."
Tomiak, Ache und Aremu einsatzbereit - Kehrt Luthe ins Tor zurück?
Grammozis möchte logischerweise den Vorteil gegenüber dem Gegner nutzen und im Voraus noch keinen allzu großen Einblick in personelle oder taktische Überlegungen geben. Er deutet lediglich an: "Wir haben wenig Zeit. Und die Jungs haben sich in dem bisher gespielten System auch wohlgefühlt." Sicher ist jedenfalls, dass Boris Tomiak nach abgesessener Rot-Sperre wieder in die Mannschaft zurückkehren und in der Innenverteidigung oder im zentralen Mittelfeld beginnen wird. Im Kader wird auch wieder Torjäger Ragnar Ache stehen, der nach seinem Bänderriss aber zunächst "nur" als Joker eingeplant ist. Auch Mittelfeld-Abräumer Afeez Aremu ist nach überstandener wieder einsatzbereit. Möglich ist außerdem ein Wechsel im Tor von Julian Krahl zu Andreas Luthe, den Grammozis aus gemeinsamen Zeiten in Bochum kennt und aufgrund seiner Erfahrung laut eigener Aussage sehr schätzt.
Bislang sind 48.299 Karten abgesetzt, davon 3.700 an Gästefans. Das Fritz-Walter-Stadion wird also wieder fast oder sogar komplett ausverkauft sein. Schiedsrichter ist der 44-jährige Polizeibeamte Patrick Ittrich vom Mümmelmannsberger SV (Hamburg).
» Zum Video: Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg
Alle weiteren Informationen zum FCK-Spiel gegen Nürnberg folgen morgen im ausführlichen Vorbericht auf Der Betze brennt. Weitere Zitate und Infos zur Vorstellung von Dimitrios Grammozis folgen außerdem im Laufe des Tages.
Quelle: Der Betze brennt
Weitere Links zum Thema:
- Übersicht: Kompletter Team-Status des 1. FC Kaiserslautern

