
Vorbericht: 1. FC Magdeburg - 1. FC Kaiserslautern
Neustart nach dem Trainer-Hammer
Rund 57 Stunden nach der Demission von Dirk Schuster tritt der 1. FC Kaiserslautern beim 1. FC Magdeburg an. Mit vielen Fragezeichen im Reisekoffer.
Einblicke: Oft bereitet man sich als Autor weit im Voraus auf einen Vorbericht vor und fragt sich während einer Woche: Was kann ich zu einem Spiel in Magdeburg denn schreiben? Schließlich sind beide Teams in den vergangenen Spielzeiten mehrfach aufeinander getroffen, meist war es tabellarisch auf Augenhöhe. Seinen ganz großen Reiz hat das Spiel nicht, auch wenn es für beide Vereine natürlich um wichtige Punkte geht. Was die eingangs erwähnte Ideenfindung betrifft, hat der FCK am Donnerstag (nach langer Zeit mal wieder) etwas nachgeholfen. Dirk Schuster musste seinen Trainerposten räumen und ein Nachfolger ist Stand Samstagmorgen noch nicht in Sicht. Vor und nach dem Spiel in Magdeburg wird sich entweder Oliver Schäfer oder Niklas Martin den Fragen der Journalisten stellen, denn die beiden werden die Mannschaft am Samstag als gleichberechtigte Interimschefs betreuen. Anpfiff ist um 20:30 Uhr.
Was muss man zum 15. Spieltag wissen? Hier sind die wichtigsten Vorab-Informationen:
Der FCK: Ausgangslage und Personal
Nun, die Ausgangslage ist klar. Nach drei Niederlagen in Serie braucht der 1. FC Kaiserslautern dringend Punkte, um nicht vor der Winterpause noch richtig dick in den Tabellenkeller zu rutschen. Nach den Freitagsspielen beträgt der Vorsprung auf den Tabellen-16. nur noch zwei Punkte. Ob Schäfer zusammen mit Martin und Torwarttrainer Clauß Veränderungen in der Startelf vornimmt? Alles offen! So spekulierte die "Rheinpfalz" am Freitagabend, dass es gut möglich sei, dass Andreas Luthe wieder im FCK-Tor stehe. Die Mannschaft reist aufgrund der anstehenden Englischen Woche erst am Samstagmorgen per Flugzeug nach Magdeburg.
Boris Tomiak fehlt aufgrund seiner Roten Karte noch ein Spiel. Ragnar Ache ist ebenso wie Aaron Opoku im Reha-Training, der wieder voll belastbare Afeez Aremu hat noch Rückstand. Alle drei dürften für das Spiel am Samstag noch keine ernsthafte Option sein, aber ebenso wie Tomiak vielleicht für Dienstag gegen Nürnberg oder auch den darauffolgenden Samstag gegen Hertha.
Der Gegner: Ausgangslage und Personal
Der 1. FC Magdeburg startete gut in die Saison und holte aus den ersten fünf Spielen elf Punkte und lag ungeschlagen auf Platz 3. Doch eine Negativserie von neun Spielen mit nur einem Sieg ließ die Mannschaft von Trainer Christian Titz dem Tabellenkeller immer näher kommen. Der Trend konnte erst am vergangenen Wochenende durch ein 2:0 bei Schlusslicht Osnabrück erneut unterbrochen werden. Aktuell liegt der FCM zwei Punkte hinter dem FCK auf Platz 13.
Der meist auf der "Sechs" aufgebotene Daniel Elfadli ist nach einer Rot-Sperre zurück und dürfte auch gleich wieder in der Startelf stehen. Nicht mit dabei sein können dagegen Mohammed El Hankouri, der ehemalige Lautrer Keeper Julian Pollersbeck sowie Jason Ceka, Jean Hugonet und Eldin Dzogovic.
Frühere Duelle
Von bisher acht Partien gegeneinander gewann Magdeburg drei, der FCK eine. In der vergangenen Saison hieß es in einer wilden Partie auf dem Betze am Ende 4:4, im März dieses Jahres verloren die Roten Teufel das Rückspiel nach schwacher Leistung mit 0:2. Das waren auch die bislang einzigen Duelle beider Teams in Liga 2.
Fan-Infos
Im Vorverkauf wurden 2.585 Karten für den Gästeblock verkauft. Bis Freitag waren insgesamt bislang 24.800 Tickets für das Spiel abgesetzt. Wer noch dabei sein will, kann es in der DBB-Kartenbörse probieren. Auch in den Tageskassen, ein Zuschlag von 2,50 Euro wird dort erhoben, gibt es ab zwei Stunden vor dem Anpfiff noch Sitzplatz-Restkarten für den Gästeblock. Alle Infos zur Anreise und sonstige organisatorische Hinweise hat der FCK auf seiner Website veröffentlicht.
O-Töne
FCK-Geschäftsführer Thomas Hengen: "Es geht um professionelles Arbeiten, keine Bequemlichkeiten. Wir sind ein ambitionierter Verein. Es geht aber um Strukturen, um Kontrolle im Spiel. Wenn man 3:0 führt, muss man auch mal ein Spiel über die Zeit bringen. Wir sind nicht die beste Mannschaft der Liga, aber wir haben einen ordentlichen Kader. Es geht um Nachhaltigkeit und den nächsten Entwicklungsschritt."
FCM-Trainer Christian Titz: "Ein Trainerwechsel beim Gegner verändert ein Stück weit die Vorbereitung. Ich glaube aber nicht, dass wir zu viele neue Dinge bei Kaiserslautern sehen werden. Wir gehen von denen Dingen, die wir gesehen haben und konzentrieren uns sowieso immer auf uns selbst."
Daten und Fakten
Voraussichtliche Aufstellung:
1. FC Magdeburg: Reimann - Piccini, Elfadli, Heber - Bockhorn, Krempicki, Condé, Bell Bell - Amaechi, Schuler, Atik
Es fehlen: Ceka (Bänderriss im Sprunggelenk), El Hankouri, Hugonet (beide Trainingsrückstand), Dzogovic (Muskelverletzung), Pollersbeck (Entzündung im Kreuzdarmbein)
1. FC Kaiserslautern: Krahl (Luthe) - Elvedi, Kraus, Touré - Zimmer, Niehues, Raschl, Puchacz - Ritter (Klement) - Tachie, Boyd
Es fehlen: Ache (Reha nach Bänderriss), Opoku (Reha nach Knieprellung), Tomiak (Rot-Sperre)
Quelle: Der Betze brennt / Autor: Florian Reis
Vorherige Meldungen ab 28.11.2023:

Samstag, 20:30 Uhr: Nächste Chance in Magdeburg
Am Samstagabend steigt das "Top-Spiel" zweier Underperformer. Der vor ein paar Wochen noch als Spitzenmannschaft gehandelte 1. FC Kaiserslautern tritt beim 1. FC Magdeburg an, der nach gutem Start ins untere Drittel durchgereicht wurde.
Es war der 2. September, als die Magdeburger die spekakulärste Partie der bisherigen Zweitliga-Saison ablieferten: Zuhause 6:4 gegen Bundesliga-Absteiger Hertha und damit verbunden der Sprung auf Tabellenplatz 3. Danach gab es nur noch zwei Siege gegen die Liga-Schlusslichter Braunschweig und Osnabrück, dazwischen sogar vier Niederlagen in Folge. Ähnlich schlimm wie der FCK also, könnte man mit böser Zunge behaupten, der seit dem kurzzeitigen Sprung an die Tabellenspitze am 6. Oktober nach dem 3:1 gegen Hannover nur noch im DFB-Pokal für Begeisterung sorgte: Ein Punkt aus den letzten fünf Spielen steht zu Buche. So reist nun der Tabellen-11. zum -13. ins Heinz-Krügel-Stadion, wo zur Primetime unter Flutlicht gespielt wird. Der noch nicht sehr große historische Vergleich der beiden Traditionsvereine: Bisher acht Duelle, davon vier Unentschieden auf dem Betze sowie in Magdeburg ein Auswärtssieg und drei Heimerfolge.
Wer ist einsatzbereit, wer wird spielen? Dreier-/Fünfer- oder Viererkette?
Wer spielt? Neuzugang Almamy Touré lieferte in der zweiten Halbzeit gegen Kiel (0:3) ein zumindest solides Debüt und wird nach einer weiteren Trainingswoche trotz Rückstand ein Kandidat für die Startelf sein. Schritte nach vorne macht auch der als defensiver Abräumer dringend benötigte Afeez Aremu, der aber wohl noch ein paar mehr Einheiten braucht. Sturmtank Ragnar Ache (Reha nach Bänderriss) hofft bald wieder ins Training einsteigen zu können und wird bis dahin weiter schmerzlich vermisst. Ein letztes Mal gesperrt fehlt außerdem mit Boris Tomiak der bisher beste Defensivspieler der Roten Teufel. Offen bleibt zunächst, ob das Trainerteam nochmal auf eine Viererkette in der Abwehr setzt oder wieder zur Dreier-/Fünferkette zurückkehrt. Einen ersten Eindruck darüber sowie allgemein über die Stimmung im Team können sich interessierte Fans beim öffentlichen Training verschaffen: Am Mittwoch ab 10:00 Uhr auf Platz 4 neben dem Fritz-Walter-Stadion.
Quelle: Der Betze brennt
Weitere Links zum Thema:
- Übersicht: Kompletter Team-Status des 1. FC Kaiserslautern
Ergänzung, 29.11.2023:
Gegner-Check Magdeburg: Ein Kontrahent auf Augenhöhe
Nach der jüngsten Pleiteserie blickt der 1. FC Kaiserslautern erstmal nach unten. Mit dem 1. FC Magdeburg trifft er nun auf ein Team, das als nächstes an ihm vorbeiziehen könnte. Oder andersrum ausgedrückt: Einen Gegner auf Augenhöhe.
Anspruch und Wirklichkeit: Vor rund anderthalb Jahren stieg Magdeburg gemeinsam mit dem FCK in die 2. Bundesliga auf. Die anschließende Spielzeit der Mitteldeutschen verlief konträr zu der der Pfälzer: Der FCM startete schwach und fand erst in der Rückrunde zu dem forschen Angriffsspiel zurück, das ihn in der 3. Liga ausgezeichnet hatte - und ihn rettete. Am Ende schaffte das Team von Trainer Christian Titz den Klassenverbleib souverän, schloss auf Rang 11 ab. Trotz eher bescheidenen Möglichkeiten, sich dafür ein angemessenes Personal zusammenkaufen zu können, wollen die Magdeburger auch in dieser Saison den Titz'schen Idealen von einem dominanten, anspruchsvollen Offensivspiel treu bleiben, und das sah zu Beginn richtig gut aus. Drei Siege und zwei Remis nach fünf Spieltagen, als Höhepunkt ein 6:4 gegen Hertha BSC. Dann die Ernüchterung: Acht Partien ohne Sieg, zuletzt vier Niederlagen in einer Serie, die erst am vergangenen Wochenende mit einem 2:0 beim Tabellenletzten Osnabrück gestoppt werden konnte. Zwischenzeitlich hatte Sport-Geschäftsführer Otmar Schork sogar schon eine der branchenüblichen "Der Trainer steht nicht zur Disposition"-Reden zu halten, die in Magdeburg ernster genommen werden dürfen als bei anderen Vereinen. An Titz’ Stuhl wird sobald nicht gesägt, zu überragend ist seine Bilanz, seit der gebürtige Mannheimer den FCM im Februar 2021 auf Rang 18 der 3. Liga übernahm. Die Gründe, die für den Einbruch angegeben werden, hat man auch anderswo schon gehört: Zu viele Abwehrfehler, zu schlechte Verwertung eigener Chancen, fehlendes Spielglück und zweifelhafte Schiedsrichter-Entscheidungen.
Die Neuen: Für den zu Erstligist Bochum abwandernden Moritz-Broni Kwarteng, den Shootingstar der vergangene Runde, floss über eine Million Euro in die Kassen, so dass der Verein im Sommer mal in Ablösen investieren durfte: In Ahmet Arslan, im vergangenen Jahr Torschützenkönig bei Drittligist Dresden, und Innenverteidiger Andi Hoti, der aus Freiburg kam, einen Teil seiner Junioren-Jahre aber bei Inter Mailand verbrachte. Bislang aber kommen diese vermeintlichen Königstransfers meist nur von der Bank, ebenso wie der ablösefrei aus Bayreuth geholte Alexander Nollenberger. Gut eingeschlagen hatte dagegen der Franzose Jean Hugonet, der aus Lustenau kam, ab dem 7. Spieltag aber mit einer Adduktorenverletzung ausfiel und erst vor kurzem wieder das Training aufgenommen hat. Der Ex-HSV’ler Xavier Amaechi durfte zuletzt in Osnabrück zum ersten Mal von Beginn an ran. Fast nur noch eingewechselt wird auch Tatsuya Ito, der im Sommer fest verpflichtet wurde. Vergangene Saison hatte der Flügel-Floh noch als Leihgabe dem FCK das Leben schwer gemacht. Nichts mit einem Stammplatz als Nummer 1 wurde es für den Ex-Lautrer Julian Pollersbeck, der aus Lyon nach Magdeburg kam. Er sollte sich mit Stammkeeper Dominik Reimann einen Zweikampf um den Posten im Kasten liefern, hatte diesen aber zunächst verloren. Mittlerweile fällt er wegen Rückenproblemen aus.
Die Formation: Christian Titz lässt zwischen einem 3-4-3 und einem 4-3-3 hin und her switchen. Für die Formationswechsel sorgt der Sechser, der sich immer wieder zwischen die Innenverteidiger fallen lässt. Zuletzt übernahm Silas Gnaka diese Rolle, gegen Lautern aber ist Daniel Elfadli nach einer Rot-Sperre wieder einsatzbereit - und der gilt als Magdeburgs nächster Shootingstar, der HSV soll bereits dran sein. In der Innenverteidigung vor Keeper Reimann haben sich Daniel Heber und Cristiano Piccini festgespielt, die Außenverteidiger-Positionen besetzen in der Regel Herbert Bockhorn und Leon Bell Bell, der einst in Kaiserslautern sämtliche Junioren-Teams durchlief. Im zentralen Mittelfeld erwarten die Gäste mit Kapitän Amara Condé und Connor Krempicki alte Bekannte. Auf den Flügeln plagen den FCM Verletzungssorgen, seit sich nach Mohammed El Hankouri auch Jason Ceka verletzte, der ebenfalls schon so manchem Roten Teufel Alpträume bescherte. In Osnabrück kam Amaechi über rechts, während links Baris Atik zauberte. Im Sturmzentrum hat der einstige Lautrer NLZ-Spieler Luca Schuler weiterhin die Nase vor dem Niederländer Luc Castaignos. Torgefährlich sind beide. Schuler hat schon fünf Mal, Castaignos drei Mal getroffen.
Zahlenspiele: Das Torverhältnis der Magdeburger präsentiert sich nach 14 Spieltagen ausgeglichen. 23 erzielte Treffer sind ein eher guter Wert - der FCK hat zwei mehr auf dem Konto. 23 kassierte Buden sind ein eher mäßiger Wert, allerdings immer noch fünf weniger, als Lautern bislang gefangen hat. Dirk Schusters Team ist gut beraten, mit dem Kopf sein Glück zu versuchen. Die Pfälzer sind immer noch die Mannschaft, die die meisten Kopfballduelle gewinnt, und das, obwohl Spezialist Ragnar Ache seit dem 10. Spieltag ausfällt. Sie haben auch schon sieben Treffer per Kopf erzielt, Magdeburg dagegen erst zwei, aber schon fünf gefangen. Einsame Spitze sind die Titz-Fußballer nach wie vor am Boden. Mit 60 Prozent Ballbesitz im Schnitt hängen sie sogar die beiden Top-Teams aus Hamburg ab. Dabei hat Innenverteidiger Heber sich ligaweit als bester Passspieler aus der letzten Linie profiliert. Und gerade aufgrund seiner Lautrer Vergangenheit müssen wir noch einen herausheben, der noch nie in einer "Kicker"-Rangliste auftauchte, in einem Punkt aber absolute Spitze ist: Leon Bell Bell zieht die meisten Sprints in der Zweiten Liga an. 424 hat "Bundesliga.de" bereits gezählt, fast 100 mehr als bei Lauterns fleißigstem Sprinter Tobias Raschl.
Fazit: Vierer- oder Dreier-/Fünferkette? Das Thema ist eigentlich ausgelutscht, ohnehin fehlt es dem FCK-Team, wie das 0:3 gegen Kiel gerade zeigte, in erster Linie an Spirit, um wieder in die Spur zu finden. Da sind Formationsfragen zweitrangig. Gegen Magdeburg hat die Kettendiskussion allerdings eine gewisse Tradition. In der vergangenen Runde sorgte Trainer Dirk Schuster im Hinspiel nach einem 1:3-Rückstand mit der Umstellung von Vierer- auf Dreier-/Fünferkette für einen Umschwung, der zu einem zwischenzeitlichen 4:3 und schließlich zu einem 4:4 führte. Im Rückspiel probierte er es gleich mit Dreierkette, allerdings ohne positiven Effekt, der FCK verlor sang- und klanglos mit 0:2. Und diesmal? Klassischerweise wird gegen einen Drei-Mann-Sturm mit echten Flügelstürmern die Viererkette empfohlen. Mit der hat Schuster es auch jüngst gegen Kiel mal wieder eine Halbzeit lang versucht. Hendrick Zuck machte da als Linksverteidiger nach langer Pause allerdings nicht den besten Eindruck. Wenn Viererkette, wäre vielleicht Erik Durm eine Überlegung wert. Der ist vor einer gefühlten Ewigkeit, eigentlich in einem anderen Leben, als Linksverteidiger mal Nationalspieler geworden. Als Dreierkette wäre die Besetzung denkbar, die auch in der zweiten Hälfte gegen Kiel auf Platz stand:. Von rechts nach links Touré - Kraus - Elvedi. Und in diesen trüben Zeiten, in denen sich der Blick wieder nach unten richten muss, wäre vielleicht eine Rückkehr zum "Schusterball" der vergangenen Runde angezeigt. Tief, kompakt und konzentriert stehen, so konnte man "Ballbesitzmannschaften" wie den HSV zur Verzweiflung treiben. Gegen die Magdeburger allerdings sieht die Bilanz eher traurig aus: Der letzte und einzige Sieg im Wettbewerbsfußball glückte dem FCK im Mai 2020. Da verzeichnete Magdeburg 65 Prozent Ballbesitz, das entscheidende Tor aber schoss der Lautrer André Hainault nach Vorarbeit von Florian Pick - ausgerechnet zwei ehemalige Magdeburger.
Quelle: Der Betze brennt
Ergänzung, 01.12.2023:
Schäfer und Martin coachen in Magdeburg - Ache fehlt
Seit Donnerstag überstrahlt beim 1. FC Kaiserslautern die Trainersuche alles andere, aber es wird auch noch Fußball gespielt. Für die Samstagabendpartie beim 1. FC Magdeburg stellen interimsmäßig die Co-Trainer die Mannschaft auf und ein.
Oliver Schäfer und Niklas Martin werden als gleichberechtigtes Trainerteam im Spiel Eins nach Dirk Schuster verantwortlich sein. Wer die TV-Interviews und die Pressekonferenz nach dem Match am Samstag (20:30 Uhr, Heinz-Krügel-Stadion, auch live auf Sport1) absolviert, wird erst vor Ort entschieden. Außerdem gehören Torwartcoach Andreas Clauß, Team-Manager Florian Dick und Videoanalyst Marvin Manske zum Team ums Team für die Aufgabe beim Tabellen-13. "Die sind voll im Thema, kennen die Mannschaft und haben unser vollstes Vertrauen", erklärt FCK-Geschäftsführer Thomas Hengen. Am Trainings- und Spieltagsablauf werde sich mit Blick auf Magdeburg somit nichts grundsätzliches ändern. Ob der neue Chefcoach schon bis zum übernächsten Spiel, am Dienstag im DFB-Pokal gegen Nürnberg, gefunden ist, kann oder will Hengen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beantworten.
Ache und Opoku noch im Reha-Training, Tomiak letztmals gesperrt
Die übliche und eigentlich für den gestrigen Donnerstag um 13:00 Uhr mit Dirk Schuster geplante Pressekonferenz vor dem Spiel fällt aufgrund der dynamischen Entwicklungen dieses Mal aus. Die Mannschaft samt Interimstrainern macht sich am Samstag per Flugzeug auf den Weg nach Sachsen-Anhalt. Nicht mit dabei sind laut FCK-Auskunft gegenüber Der Betze brennt neben dem ein letztes Mal gesperrten Boris Tomiak auch weiterhin Ragnar Ache und Aaron Opoku. Beide befinden sich noch im Reha-Training nach ihren Verletzungen, wobei insbesondere bei Ache das Comeback zumindest in Sichtweite ist. Afeez Aremu befindet sich wieder im Mannschaftstraining, hat aber noch zu viel Rückstand.
Der FCK hat 2.585 Karten an mitreisende Fans verkauft. Schiedsrichter ist der 46-jährige Bankkaufmann Marco Fritz vom SV Breuningsweiler (Württemberg).
Alle weiteren Informationen zum FCK-Spiel in Magdeburg folgen am Samstagmorgen im ausführlichen Vorbericht auf Der Betze brennt.
Aktualisierung, 19:30 Uhr: Ob Oliver Schäfer oder Niklas Martin als Interimscheftrainer auf dem Spielberichtsbogen und bei den Interviews erscheint, steht entgegen der ersten Verlautbarungen doch noch nicht fest und wird erst am Samstag in Magdeburg entschieden.
Quelle: Der Betze brennt

