Neuigkeiten und Pressemeldungen zum 1. FC Kaiserslautern.

Beitragvon Thomas » 18.02.2021, 18:00


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Interview mit Aufsichtsratskandidat Valentin Helou
"Der Verein braucht ganz klare Leitbilder"


Valentin Helou ist von Beruf Projektentwickler - und er sieht auch beim 1. FC Kaisers-lautern großen Bedarf für eine Weiterentwicklung. Im DBB-Interview erklärt der 43-Jährige, wie er seine Ideen im Aufsichtsrat platzieren möchte.

Steckbrief:

Name: Valentin Helou
Alter: 43
Wohnort: Kleinmachnow
Beruf: Projektentwickler
FCK-Mitglied seit: 2017

Interview:

Der Betze brennt: Valentin Helou, die Roten Teufel stecken weiter in der sportlichen Krise - was ist in den vergangenen 14 Monaten schiefgelaufen beim 1. FC Kaiserslautern?

Valentin Helou (43): Die Fehler, welche zur sportlichen Krise geführt haben, sind nicht nur durch die Events der letzten 14 Monate zu erklären. Wir haben grundsätzlich das Problem, dass wir es einfach schon über Jahre hinweg nicht schaffen, Konstanz und Klarheit in unsere sportliche Entwicklung zu bekommen. Ständige kostenintensive Personalrochaden verhindern, dass man eine sportliche Basis aufbauen kann. Es wird eine neue Mannschaft aufgebaut, diese erfüllt die Erwartungen nicht, dann wird einmal mehr der Trainer gewechselt, welcher dann wieder alles von vorne neu aufbauen will. Dann werden Spieler nachgekauft, am besten von der Bank eines Zweitligisten, die dann wieder den Karren aus dem Dreck ziehen sollen. Folgend werden aber die Erwartungshaltungen nicht erfüllt und der Trainer wieder entlassen. Natürlich passiert dies auch aus wirtschaftlichen Druck, der dadurch kommt, dass man in einer Liga spielt, in der man organisch finanziell so einfach eben nicht überleben kann. Wir hoffen jedes Jahr, dass eine neu zusammengestellte Mannschaft nun endlich den großen Durchbruch erzielen kann. Aber das kann eben nicht so schnell funktionieren. Dinge müssen sich entwickeln, und dies passiert nur, indem man kontinuierlich einen Weg beschreitet und diesen weiterentwickelt. Das passiert bei uns leider seit Jahren nicht.

Der Betze brennt: Sie treten als neuer Bewerber für den FCK-Aufsichtsrat an. Stellen Sie sich den Vereinsmitgliedern daher doch bitte zunächst kurz vor: Welche beruflichen Qualifikationen bringen Sie mit, was muss man privat von Ihnen wissen, welchen Bezug haben sie zum FCK?

Helou: Mein Bezug zum FCK? Ich habe auf dem Betze meine besten Freunde kennengelernt, viele außerordentlich schöne und emotionale Momente erlebt, aber auch unglaublich viel Kummer erfahren. Nun lebe ich ja schon seit einigen Jahren nicht mehr im Einzugsgebiet des FCK und habe auch einige Jahre im Ausland hinter mir, aber der Bezug zu meiner Heimat kam immer durch die Menschen und Erlebnisse, die ich beim FCK kennenlernen und erleben durfte. Auch in meiner Zeit, in der ich in Texas oder New York gelebt habe, habe ich den Betze verfolgt und bin sogar häufiger auch zu Spielen eingeflogen. Für mich war der FCK immer eine Stütze und ein Teil meines Lebens.

In den USA habe ich erst studiert und wurde dann dort Firmenberater. In dieser Funktion habe ich mich mit der Optimierung und Restrukturierung von Firmen, Abteilungen oder Prozessen, vor allem in der Automobilindustrie, beschäftigt. In den letzten Jahren in den USA veränderte ich meine Ausrichtung etwas und habe dann den Deutsche MidCap in den USA bei M&A Projekten betreut. Seitdem ich nun in Deutschland lebe, bin ich im Immobiliensektor Projektentwickler und auch Teil des Familienunternehmens, in welchem ich mit meinem Vater gemeinsam Projekte im medizinischen Bereich und nun auch in der Erstellung von Recycling-Anlagen international umsetze.

Persönlich bin ich getrennt lebend und Vater von drei Kindern, die die Hälfte ihrer Zeit bei mir verbringen.

"Die Grabenkämpfe machen mich als Fan müde"

Der Betze brennt: Im Jahr 2017 hatten Sie schon einmal für den Aufsichtsrat kandidiert, bei der Nachwahl 2019 dann nicht mehr, nun treten Sie wieder an. Was motiviert Sie dazu, diese schwierige Aufgabe - nicht nur die Wahl, sondern dann auch die tatsächliche Gremienarbeit - noch einmal in Angriff zu nehmen?

Helou: In 2017 war die Situation eine andere - wir befanden uns im freien Fall und standen am unteren Ende der 2. Bundesliga. Die Finanzlage war prekär, allerdings war eine Insolvenz aufgrund der sportlichen Bestrafung die damit einhergegangen wäre undenkbar. Damals war meine Motivation einfach, die Ärmel hochkrempeln und mit Sofortmaßnahmen den freien Fall zu stoppen.

Heute ist die Situation anders: Die ersten Investoren wurden gefunden, das Insolvenzverfahren ist abgeschlossen und auch zum Thema Stadion gibt eine Vereinbarung (deutliche Pachtreduzierung bis mindestens Sommer 2022; Anm. d. Red.). Die notwendigen Sofortmaßnahmen sind abgeschlossen.

Nun steht eine Weichenstellung und Optimierung an. Es existieren noch klare Defizite - der e.V. hat hohe Verbindlichkeiten, der FCK scheint in sich zerrissen, die sportliche Entwicklung ist nicht nachhaltig und Ausgaben und Ertrag stehen nicht im Verhältnis. Langfristig muss das Thema Stadion gelöst werden.

Was mich allerdings am meisten bewegt, ist, dass man als Fan stetig enttäuscht wird. Personalrochaden, Grabenkämpfe, Verdächtigungen und Diffamierungen machen mich als Fan einfach müde. Es ist wichtig, dem Fan Vertrauen zurückzuzahlen, indem man Professionalität, Gemeinschaftssinn, Handeln zum Wohle des Vereins und eine transparente Kommunikation mit den jeweiligen Beweggründen, warum von Vereinsseite auch mal kontroverse Entscheidungen gewählt worden sind, pflegt.

Bei der Nachwahl bin ich im Übrigen nicht angetreten, da ich hinter dem "Team Merk" stand.

Der Betze brennt: Bei der Wahl geht es um eine bevorstehende Amtszeit von knapp drei Jahren. Was sind die größten Baustellen in diesem Zeitraum und was hat in ihrer "To-do-Liste" die höchste Priorität? Wie lautet Ihr persönlicher Drei-Jahres-Plan für den FCK?

Helou: Grundsätzlich ist ein Aufsichtsrat dazu da das Handeln der offiziellen Vertretung des Vereins zu beaufsichtigen und die Weichenstellung für eine langfristig positive Entwicklung des Vereins zu setzen.

Wir müssen sicherstellen, dass der FCK sich organisch selber finanzieren kann. Auf der Ausgabenseite muss effizient geplant werden. Wir haben im Vergleich einen hohen finanziellen Aufwand und wenig Ertrag. Eines muss klar sein - kein Unternehmen kann überleben, wenn es sich nicht mittelfristig organisch finanzieren kann.

Allerdings wird dies nicht zu erreichen sein, wenn wir nicht ganz klare Leitbilder, was die sportliche Ausrichtung im Verein spiegelt, einführen. Der FCK muss eine klare Idee haben, welchen Fußball er spielen will und welchen Charakter man haben muss, um beim FCK spielen zu dürfen. Dies sollte sich bis in die Jugendmannschaften durchsetzen. Die Werte unseres FCK müssen sich hier wiederfinden, und diese sind: Kampf, Ehrlichkeit und Gemeinschaft.

In der Vereinsstruktur müssen wir genau diese Werte vorleben. Wir haben in unserer Existenz immer davon gelebt, dass sich Fans und Mitglieder mit dem FCK identifizieren konnten. Die Fans waren der FCK, sie waren Kapital, Arbeitskraft, Motivation, Spektakel und die Lebensader des Vereins. Nun entfernt sich die Struktur des FCK davon und es scheint, dass genau diese Lebensader nicht mehr Teil der Geschichte sein soll. Das Herz des FCK muss auch eine Stimme in der KGaA haben.

Und wenn wir über die Seele des Vereins sprechen, dann können wir die Thematik Stadion nicht außen vor lassen. Das Fritz-Walter-Stadion ist unsere Hochburg, unsere Heimat. Und diese Heimat muss wieder zur Festung des FCK werden und nicht weiterhin eine Belastung bleiben. Klar träume ich davon, dass das Fritz-Walter-Stadion mittelfristig wieder dem FCK gehört, aber dafür müssen einfach unglaublich viele Interessen vereint werden. Träumen darf man, und an der Realisierung dieses Traumes muss jetzt angefangen werden zu arbeiten.

"Das Stadion gehört in die Hand des Vereins"

Der Betze brennt: Sie haben das Thema gerade angeschnitten: Schon bei Ihrer Kandidatur 2017 sagten Sie sinngemäß, dass der FCK das Fritz-Walter-Stadion nicht als Last, sondern als Chance begreifen müsste - auch begründet durch Ihre berufliche Sichtweise als Projektentwickler. Unter Ihrem Pseudonym "vhelou77" gehen Sie dazu auch gerne mal in die konstruktive Diskussion im DBB-Forum. Jetzt sind wir im Jahr 2021 und gefühlt gibt es immer noch keine Langfrist-Vision für den "Betze". Wie bewerten Sie die Lage, wo würden Sie welche Maßnahmen empfehlen?

Helou: Im Jahr 2017 sah ich den Fall des FCK auch als Chance, was das Stadion angeht. Ich hoffte, dass allen Beteiligten klar sein müsste, dass eine vertragliche Umstrukturierung notwendig ist.

Nun ist die 3. Liga Gewohnheit. Doch ist das Konstrukt Stadiongesellschaft genauso in der Existenz bedroht, wie der FCK selbst. Die momentane Koexistenz ist vergleichbar mit einer toxischen Beziehung.

Das Stadion gehört in die Hand des Vereins. Ich spreche nicht von dem Gesamtareal, sondern vom Stadion und den sportlichen Einrichtungen. Allerdings bedeutet dies, dass die Stadt wohl größere Abschreibungen vornehmen und Verluste, die sich vor allem aus der Stadionfinanzierung ergeben, realisieren müsste. Dies kann man nicht erwarten und dem Steuerzahler auch nicht zumuten. Auch ein externer Stadion-Investor bringt Risiken für den FCK.

Die Finanzierungsstruktur zu entlasten geht nur, indem man alle Werte des Areals hebt. Eine Lösung kann eine städtische Entwicklungsgesellschaft sein. Es kann aber auch nicht sein, dass der FCK bei einer Stadion-Übernahme für alle Belastungen der Stadiongesellschaft haftet und die Stadt diese dann verbleibenden Grundstücke lastenfrei erhält. Auch muss man den Bebauungsplan nochmal anfassen.

Es gibt auch andere Konzepte, wie zum Beispiel das Gründen einer vereinsnahen Stadion-Holding. Diese könnte sich aus lokalen Investoren und Fans zusammensetzen. Die entstehende Fritz-Walter-Stadion Holding kann so sichern, dass das Stadion nur im Interesse des FCK genutzt wird.

Dies alles ist jedoch hoch komplex und politisch. Grundvoraussetzung für alles ist die sportliche Entwicklung und die damit verbundene finanzielle Gesundung des FCK.

Der Betze brennt: Ein wichtiges Thema sind vor allem in der 3. Liga auch die Investoren. Der FCK hat diese Saison das erste große Stück seiner Anteile verkauft (33 Prozent für 11 Millionen Euro; Anm. d. Red.). Wie haben Sie die Investoren-Debatten von außen verfolgt? Und an welcher Stelle des sogenannten Vier-Säulen-Modells sehen Sie den FCK, welche Schritte müssen nun als nächste folgen?

Helou: In meiner Erfahrung investieren Geldgeber dort, wo sie sich eine Rendite erwarten und wo sie das Vertrauen haben, dass mit ihren Geldern nachhaltig umgegangen wird. Im Fußball ist natürlich das Thema Rendite nicht nur fiskalisch zu sehen, sondern es geht auch sehr viel um Prominenz, Ansehen, Werbefähigkeit, Markenerkenntlichkeit et cetera.. Hier haben wir einen enormen Aufholbedarf. Die Art und Weise, wie die Investoren-Diskussionen geführt worden sind, waren nicht würdig für den FCK.

Grundsätzlich hat man sich für das Vier-Säulen-Modell entschieden. Allerdings stört es mich, dass man als Außenstehender immer wieder den Eindruck hat, dass die hochgelobte Fan-Säule eben nicht öffnen möchte. Für mich ist dies eklatant wichtig, denn diese ist das einzige Vehikel, wie man das Mitglied und den Fan in die KGaA einbindet. Ich verstehe nicht, warum wir die Menschen, die diesen Verein nun seit über 100 Jahren geprägt, aufgebaut und unterstützt haben genau jetzt zum Zuschauer degradieren wollen. Die Fan-Säule ist für mich die Basis unserer Struktur und sollte unantastbar sein.

Es gilt aber nicht, mit dem Finger zu zeigen, sondern anzupacken. Erst einmal muss jeder Handelnde sich vor Augen führen, dass es sich hier um ein Investieren zum Wohle des FCK handelt und dass das gemeinsame Ziel eine langfristige positive Entwicklung des FCK ist. Trotzdem müssen wir uns bewusst sein, dass jeder Investor Eigeninteressen einbringt, die sich nicht mit der langfristigen Ausrichtung des Vereins decken. Deswegen sind klare Entscheidungskriterien für Investoren-Beteiligungen festzulegen und zu befolgen.

Auch ist es eklatant wichtig, sicherzustellen, dass das Eigenkapital, welches eingesammelt wird, nicht mit panischen Investitionsverhalten verbrannt wird.

"Ich fühle mich verpflichtet mitzuhelfen, die Negativspirale zu stoppen"

Der Betze brennt: Abschließend möchten wir Sie gerne um ein Plädoyer in eigener Sache bitten: Wie würden Sie Ihre Kandidatur zusammenfassen und weshalb sollten die FCK-Mitglieder Ihnen am 26. Februar ihre Stimme geben?

Helou: Ganz ehrlich - was ich in den letzten Jahren alles gelesen habe, von Menschen, die in einem persönlichen Plädoyer davon gesprochen haben, was sie nun alles für die FCK-Familie tun und erreichen werden. Es geht doch gar nicht um mich, sondern um den FCK. Was ich mir vorstelle und wie ich die jetzige Situation bewerte habe ich dargelegt. Wenn ein Mitglied etwas mehr über meinen persönlichen Werdegang wissen möchte, kann man mich gerne kontaktieren. Ich bin sowohl auf Facebook als auch über dieses Forum erreichbar. Ich habe genau wie alle diese Negativspirale miterlebt und fühle mich verpflichtet, dass diese endlich gestoppt wird.

Der Betze brennt: Besten Dank für das Gespräch und viel Erfolg bei den Wahlen!

Abschließend noch ein Hinweis in eigener Sache: Zugunsten unserer Berichterstattung rund um das FCK-Auswärtsspiel gegen Ingolstadt legen wir nun eine Pause in der Interview-Serie zur Aufsichtsratswahl ein. Ab Montag geht es dann weiter mit den Antworten der noch verbleibenden sechs Kandidaten.

Quelle: Der Betze brennt | Autoren: Thomas Hilmes, Gerrit Schnabel

Weitere Links zum Thema:

- Komplette Interviewserie: Die Kandidaten zur Aufsichtsratswahl am 26. Februar 2021
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)



Beitragvon Thomas » 18.02.2021, 18:01


Bevor die Forumsdiskussion startet, noch ein präventiver Hinweis des Moderatoren-Teams: Wir sind dankbar für jeden Kandidaten, der sich um das sicher nicht einfache Amt im FCK-Aufsichtsrat bewirbt, und auch für die Bereitschaft zum Interview hier auf DBB. Deshalb bitten wir noch mal ganz besonders um einen respektvollen Umgang miteinander und mit allen Kandidaten - kritische Nachfragen und Anmerkungen sind natürlich legitim, aber immer auch dran denken, wir sind alle zusammen FCK-Fans!
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)



Beitragvon LDH » 18.02.2021, 18:25


Dieses Interview überzeugt mich bisher am meisten. Endlich sagt mal ein Kandidat was in seinen Augen die Dinge sind die man anpacken muss.
Sehr gut finde ich, dass endlich mal jemand öffentlich sagt wie unverständlich die nicht geöffnete Fansäule ist! Und auch die Stadionfrage muss gelöst werden. Es redet aktuell kaum jemand drüber. Aber das holt uns schneller ein als uns lieb ist.

Vor allem hat er erkannt, man kann sich ein Plädoyer sparen kann. Jetzt wird es nicht lange dauern bis sich jemand über seinen Wohnort beschwert.
Marlon Ritter: „Anscheinend sind wir doch schlechter als wir denken“.



Beitragvon Allievi89 » 18.02.2021, 18:35


Klingt recht solide. Interessant sind die Ausführungen zum Stadion und Kompetenz können wir hier sicher gebrauchen...



Beitragvon ExilDeiwl » 18.02.2021, 18:47


Ich habe das Interview jetzt einmal gelesen und werde das wohl auch noch mal tun (müssen). Und ich muss sagen, dass mein Eindruck offen gestanden eher genau andersrum ist. Mich hat es nach dem ersten Lesen nicht überzeugt. Aber ich muss zugeben, dass ich voreingenommen bin und vielleicht gerade nicht fit genug bin, um das Interview mit der gebotenen Aufmerksamkeit und Neutralität zu lesen. Werde ich heute Abend sicher noch einmal versuchen. Mal sehen, ob es mich dann überzeugt...



Beitragvon Mathias » 18.02.2021, 18:59


Solide ist das Wort, Allievi. In jedem Fall aber besser als dieser norddeutsche Kandidat, der ohnehin keine Böcke hat.

Aber es kommen noch sechs Kandidaten. Um die bisherigen Vier nun mal sacken zu lassen, ist die gegebene Spieltagspause eine willkommene Geste.

Für die, die es interessiert: hier findet ihr vhelou77's DBB-Profil -> memberlist.php?mode=viewprofile&u=31287
Weil Depressionen echt scheiße sind, schau Dir das Video an. (Quelle: br.de)
Kümmert Euch um Eure Freunde!



Beitragvon LM2608 » 18.02.2021, 19:46


Meiner Meinung nach eine sehr angenehme und erfrischende Vorstellung.
Jemand der sich selbst nicht zu wichtig zu nehmen scheint und trotzdem konkrete Lösungsvorschläge präsentiert zum Beispiel in Sachen sportliche Ausrichtung, Fan-Säule und Stadion.



Beitragvon Schdolberhannes » 18.02.2021, 19:47


Also ich habe jetzt schon ein Problem: Wir haben mit Remy, Helou (den ich 2017 schon auf dem Zettel hatte), Fuchs (der als einziger verbliebener Sportler einfach sein muss) und Koblischeck (bei treffpunkt-betze.de) schon 4 Kandidaten, die aus meiner Sicht sich gut verkauft haben und auch gut in den Aufsichtsrat passen würden.
Da aber Merk, Kessler und Weimer wahrscheinlich als Favoriten angesehen werden können, wird es wirklich eine interessante Wahl! Aber warten wir ab, wie sich die anderen Kandidaten vorstellen.



Beitragvon Rickstar » 18.02.2021, 19:58


LDH hat geschrieben:Dieses Interview überzeugt mich bisher am meisten. Endlich sagt mal ein Kandidat was in seinen Augen die Dinge sind die man anpacken muss.
Sehr gut finde ich, dass endlich mal jemand öffentlich sagt wie unverständlich die nicht geöffnete Fansäule ist! Und auch die Stadionfrage muss gelöst werden. Es redet aktuell kaum jemand drüber. Aber das holt uns schneller ein als uns lieb ist.

Ja, sehe ich auch (fast) so. Fuchs hat mich wegen des Sportlichen, was für mich einfach immer auf Top 1, Top 2 und Top 3 vor allen anderen Themen steht, noch ein wenig mehr abgeholt.
Fraglich ist jetzt nur, ob man sich Expertise in der Projektentwicklung, Immobilientheme, etc. nicht auch einfach von externen Beratern reinkaufen kann im Fall der Fälle, anstatt jetzt noch den dritten Wirtschaftsexperten im Rat sitzen zu haben. In Kleinmachnow hat er es nicht weit bis zu Bushido. Vielleicht kann man über die Conection auch gleich noch ne neue (aggressive) Hymne abstauben... ;-)



Beitragvon Betzefan1977 » 18.02.2021, 20:10


Hallo liebe FCK-Fans.
Ich arbeite seit über 10 Jahren als Angestellter mit Herrn Helou in Berlin zusammen, seit dem sind unter der Führung von Herrn Helou viele Projekte erfolgreich realisiert worden. Wir haben gemeinsam, dass wir beide Fans des FCK sind, ich komme gebürtig aus der Vorderpfalz.
Was Herr Helou sagt, meint er auch, und er würde bei einer erfolgreichen Wahl alles für den Verein tun, um ihn dahin zu bringen, wo er einst war, in die 1. Liga.
Ich wünsche ihm jetzt schon viel Glück und Erfolg dabei.
Georg Clemenz



Beitragvon weißherbschtschorle » 18.02.2021, 20:17


Warum Bushido wenn wir einen Marc Forster haben? Warum wir einen Experten in Projektentwicklung haben sollten: Sagt euch Kaiserkarre noch was? Da brauchts du im Vereine einen Experten,der die Interesse des FCK vertritt,den das Stadion Thema kommt mit Wucht auf den FCK zu.
Schorle,schon Goethe wußte warum:
Wasser allein macht stumm,das zeigen im Bach die Fische.
Wein allein macht dumm,siehe die Herren am Tische.
Da ich will keins von beiden sein,trink ich Wasser gemischt mit Wein. :teufel2:



Beitragvon Rickstar » 18.02.2021, 20:31


@weissherbstschorle: natürlich brauchst du einen (!) Experten in Immobereich. Aber eben auch nur einen, aus meiner Sicht. Sonst reden die Herren wieder eine ganze saison über fussball nur am Rande.



Beitragvon weißherbschtschorle » 18.02.2021, 20:56


@Rickstar:
Wir haben ja jetzt einen Sport-Vorstand.Der sollte das regeln und uns schnellstmöglich in die 2.Liga führen. Ob der das kann,kannst du als AR an der Tabelle ableiten,da mußt du nicht selbst mal Torschützenkönig gewesen sein. :lol:

Ansonsten;wen haben wir noch im Bereich Projektenwicklung.
Remy wird sich mit der Umstrukturierung beschäftigen müssen,
Merk als Grüsse-August,
Kessler im e.V.
Weimer ??
Schorle,schon Goethe wußte warum:
Wasser allein macht stumm,das zeigen im Bach die Fische.
Wein allein macht dumm,siehe die Herren am Tische.
Da ich will keins von beiden sein,trink ich Wasser gemischt mit Wein. :teufel2:



Beitragvon Lonly Devil » 18.02.2021, 21:27


weißherbschtschorle hat geschrieben:Ansonsten;wen haben wir noch im Bereich Projektenwicklung.
...

Was macht der nochmal im üblichen Berufsleben und wofür soll DAS für einen Fußballverein gut sein?
https://www.youtube.com/watch?v=48grx-7 ... H-y_g9MkxO
Zitat: "Willst Du Unkraut dauerhaft vermeiden, musst Du die Wurzel ausreißen."
Gott mag gewisse Machenschaften eventuell vergeben, ICH NICHT!



Beitragvon weißherbschtschorle » 18.02.2021, 22:55


Lonly Devil hat geschrieben:
Was macht der nochmal im üblichen Berufsleben und wofür soll DAS für einen Fußballverein gut sein?


Berechtigte Frage,kein Fußballverein braucht einen Projektentwickler,
nur wir sind auch hier kein normaler Fussballverein.

Wir sind in einem Stadionfinanzierungs-Konzept vertraglich eingebunden,daß uns immer wieder zwingt,mit der Stadt die Miete neu zu verhandeln oder 3,2 Mio Euro zu zahlen.
Und die Stadt hat ein Projekt namens Kaiserkarre in der Schublade und auch bei der 2. Stadtratsitzung bezüglich Mietminderung präsentiert.
Das kommt wieder und da ist es vielleicht gut,einen Experten zu haben,der die Schwächen aufzeigt o. die Interessen des FCK vertritt.
Schorle,schon Goethe wußte warum:
Wasser allein macht stumm,das zeigen im Bach die Fische.
Wein allein macht dumm,siehe die Herren am Tische.
Da ich will keins von beiden sein,trink ich Wasser gemischt mit Wein. :teufel2:



Beitragvon Lautern-Fahne » 18.02.2021, 23:23


Unaufgeregt, sachlich, mehrere ür den Verein wichtige Themen angesprochen (Fansäule, Stadion) und NICHT auf die aktuellen Verantwortlichen "geschännt", sondern direkt ZUSAMMENARBEIT angekündigt. Das er auf ein selbstdarstellerisches Plädoyer verzichtet hat, macht ihn mir sympathisch. Kein großkotziges Gehabe einfach nur ein sachlicher Schaffer. Ein super Interview :daumen: Das war wirklich eine Freude zu lesen. Meine Stimme hat der Mann!

@LonelyDevil
M&A Projekte sind Firmenkäufe. Wenn Helou sich von der Arbeit her damit auseinandergesetzt hat weis er, wie Investoren ticken. Sollte er sich im Immobilienbereich mit Gewerbeimmobilien beschäftigen, gilt dasselbe.



Beitragvon Betze_FUX » 19.02.2021, 06:46


Für mich sind hier schon wieder zu viele Denkfehler drin.
Einen Mann im AR zu haben der diese Expertise hat (oder auch andere) kann gut sein.
Aber: führt der dann Gespräche mit der Stadiongesellschaft?
Ist der dann auch im Stadtrat und redet mit?
Macht der dann Termine mit pot. Investoren?

Nicht dass ich ihm das nicht zutraue!

Aber als *Aufsichtsrat*?! Einem Kontrollgremium?!
mMn kann er einen GF beraten.
Aber der Tenor der hier durchkommt, das selbst tun wäre doch wieder der gleiche shyce den wir jetzt wirklich zur Genüge hatten/haben.
"In Kaiserslautern immer auf die übertriebene Erwartungshaltung zu verweisen, ist vollkommener Quatsch. Ich vermisse es, dass man die Fans als Faktor begreift, mit dem Erfolg zu schaffen ist." - Kalli Feldkamp



Beitragvon Studrumer » 19.02.2021, 07:06


Was mich etwas stutzig macht ist der Beitrag von BetzeFan1977. Gestern Profil erstellt und direkt hier kommentiert...?!
:doppelhalter: Für Lautern fahr' ich um die Welt, von Timbuktu bis nach Bielefeld! :doppelhalter:



Beitragvon Betze_FUX » 19.02.2021, 08:52


Studrumer hat geschrieben:Was mich etwas stutzig macht ist der Beitrag von BetzeFan1977. Gestern Profil erstellt und direkt hier kommentiert...?!


Irgendwann meldet sich jeder Forumsschreiber zum erstenmal an :D
und wenn er jetzt noch n kleines Incentive bekommt, ist das doch schön :D :love:

Est ist ja auch durchaus möglich dass das was er schriebt stimmt und er es einfach nur gut meint.

Wenn ich mich daran erinnere was da bei den letzten Wahlen so abgegangen ist...ouhauerha! da ist so ein Statement doch pillepalle
"In Kaiserslautern immer auf die übertriebene Erwartungshaltung zu verweisen, ist vollkommener Quatsch. Ich vermisse es, dass man die Fans als Faktor begreift, mit dem Erfolg zu schaffen ist." - Kalli Feldkamp



Beitragvon Mathias » 19.02.2021, 09:20


Den Beitrag von BetzeFan1977 sehe ich ebenfalls wirklich nicht als "Problem" an.
Ich für meinen Teil stehe Helou nach Lesen des Interviews positiv gegenüber
Weil Depressionen echt scheiße sind, schau Dir das Video an. (Quelle: br.de)
Kümmert Euch um Eure Freunde!



Beitragvon Miggeblädsch » 19.02.2021, 09:22


Studrumer hat geschrieben:Was mich etwas stutzig macht ist der Beitrag von BetzeFan1977. Gestern Profil erstellt und direkt hier kommentiert...?!


Was macht dich daran stutzig? Er schreibt doch klar in seinem Beitrag, dass er ein Angestellter von Herrn Helou ist und hier Werbung für seinen Chef machen will.
Irgendwann geht's los



Beitragvon Lautern-Fahne » 19.02.2021, 10:30


Betze_FUX hat geschrieben:Für mich sind hier schon wieder zu viele Denkfehler drin.
Einen Mann im AR zu haben der diese Expertise hat (oder auch andere) kann gut sein.
Aber: führt der dann Gespräche mit der Stadiongesellschaft?
Ist der dann auch im Stadtrat und redet mit?
Macht der dann Termine mit pot. Investoren?

Nicht dass ich ihm das nicht zutraue!

Aber als *Aufsichtsrat*?! Einem Kontrollgremium?!
mMn kann er einen GF beraten.
Aber der Tenor der hier durchkommt, das selbst tun wäre doch wieder der gleiche shyce den wir jetzt wirklich zur Genüge hatten/haben.


https://www.youtube.com/watch?v=v0uoI7jvhPY

Herr Remy teilt das meiner Meinung nach in seinem Interview sauber auf. Ein Aufsichtsrat hat sich aus dem operativen Tagesgeschäft herauszuhalten. Themen wie Ticketpreise, Spielerverpflichtungen oder die Farbe der Trikots sind nicht sein Aufgabengebiet. Die Veräußerungen von Anteilen hingegen schon (siehe Minute 6:30-8:00 des Videos). Dem muss von Seiten des Aufsichtsrats zugestimmt werden. Da erwarte ich, dass der AR/Vertreter des AR den Investor wenigstens einmal getroffen hat und sich mit diesem auch über sein Konzept ausgetauscht hat. Wenn der Aufsichtsrat einen Vertrag mit jemandem zustimmen würde, den er niemals sah, wäre das für mich grob fahrlässig. Die Entscheidung, ob ein Herr Petersen, ein Herr Becca oder Mister x den FCK aufkauft ist nicht mehr operatives Tagesgeschäft, sondern strategisch. Mit den Konsequenzen lebt der FCK über Jahre hinweg. Aktuelles Beispiel ist Uerdingen. Den Vertrag setzt der AR nicht auf, muss den meines Erachtens aber unterschreiben.

Dasselbe Thema hast du beim Thema Stadion. Der FCK unterschrieb einen Vertrag, der ihn in jeglicher Hinsicht benachteiligt. Sollte es je zu einer Neuverhandlung kommen (was vor einem Jahr vom Herrn Merk mal in den Raum geworfen wurde) erwarte ich, dass AR, respektive Beirat, aufgrund des Volumens den Vertrag absegnen müssen. Die sollen sich nicht im offiziellen Gespräch mit der Stadt streiten. Das ist Aufgabe der GF/evtl. auch der Vorstände des e.V. Genauso ist die Kritik des Jörg Wilhelm, dass er als Jurist nicht die Verhandlungen über die Insolvenz führen durfte, falsch. Es war als AR nicht sein Job mit der Stadt zu verhandeln, sondern die des Herrn Voigt und des Insolvenzverwalters.
Aber wenn AR/ oder Beirat einen Vertrag unterzeichnen müssen, dürfen sie ihn auch zurückweisen wenn sie merken, dass der FCK über den Tisch gezogen und langfristig geschädigt wird.

In letzter Zeit habe ich das Gefühl, dass hier nur in Extremen gedacht wird. Entweder darf der AR überall mitreinreden und soll gestalten oder er soll sich verbarrikadieren und darf ja nicht mit der Außenwelt oder irgendwem anders über irgendwas reden. Und wenns Schiff sinkt, muss der AR es sinken lassen. Weil Satzung. Aber keins von beidem ist irgendwie praktikabel.



Beitragvon Miggeblädsch » 19.02.2021, 10:43


Meine Einschätzung:

Valentin Helou spricht hier ein paar Punkte an, die natürlich eine gewisse Relevanz für den FCK besitzen oder besessen haben, aber der Zug inzwischen abgefahren ist. Alle diese Punkte sind nicht neu, und wurden nicht zuletzt in diesem Forum bereits kreuz und quer diskutiert. Manche Punkte besitzen immer noch eine Relevanz und bei diesen Punkten muss man sich die Frage stellen, inwiefern Herr Helou dort etwas konstruktives einbringen könnte. Andere Punkte besitzen aus meiner Sicht derzeit keine Relevanz mehr, da sehe ich den Zug als abgefahren an, jedenfalls bei den inzwischen geschaffenen Tatsachen. Da befürchte ich, dass Herr Helou die Sache völlig falsch einschätzt und damit bei den Mitgliedern unerfüllbare Hoffnungen weckt.

Punkt 1:
"Wir müssen sicherstellen, dass der FCK sich organisch selber finanzieren kann. Auf der Ausgabenseite muss effizient geplant werden. Wir haben im Vergleich einen hohen finanziellen Aufwand und wenig Ertrag. Eines muss klar sein - kein Unternehmen kann überleben, wenn es sich nicht mittelfristig organisch finanzieren kann."

Um auf diese Erkenntnis zu kommen, muss man wahrlich kein BWL-Studium absolviert haben. Es ist auch nicht ersichtlich, was er unter "FCK" versteht. Den e.V.? Die KGaA? Da zudem folgend keinerlei konkreter Lösungsansatz geboten wird, wie er die Ausgaben minimieren will, bleibt Punkt1 ein Fall für's Phrasenschwein.

Punkt 2:
"Der FCK muss eine klare Idee haben, welchen Fußball er spielen will und welchen Charakter man haben muss, um beim FCK spielen zu dürfen. Dies sollte sich bis in die Jugendmannschaften durchsetzen. Die Werte unseres FCK müssen sich hier wiederfinden, und diese sind: Kampf, Ehrlichkeit und Gemeinschaft"

Diese Aussage ist natürlich richtig, aber sie hätte auch von jedem Foristen hier getätigt werden können. Da stelle ich mir die Frage: Was genau kann Herr Helou tun, um ein solches sportliches Konzept quer durch den Verein umzusetzen? Die Antwort ist einfach: Absolut gar nichts. Dies ist nun die Aufgabe von Thomas Hengen und seinen Mitarbeitern im sportlichen Bereich. Ich wäre bereits heilfroh, wenn andere Köche wie Markus Merk und Fritz Fuchs nicht allzu tief in der Suppe des neuen GF Sport herum rühren würden und jetzt will Herr Helou, ein Mann ohne Fußballsachverstand da auch noch mitreden? Kann er nicht und darf er nicht. Somit ist Punkt2 ein weiterer Punkt für's Phrasenschwein.

Punkt 3:
"Nun entfernt sich die Struktur des FCK davon und es scheint, dass genau diese Lebensader nicht mehr Teil der Geschichte sein soll. Das Herz des FCK muss auch eine Stimme in der KGaA haben"

Same here! Diese Aussage ist richtig und jedes Mitglied wird sie gerne lesen. Aber wie genau sich Herr Helou das vorstellt, lässt er offen. Im Vergleich dazu bietet zb. J.B.Remy an dieser Stelle mit einem Präsidialsystem einen konkreten Lösungsansatz, wie man so etwas umsetzen kann, während bei Herrn Helou nur die Aussage als leere Worthülse verbleibt. Somit ist Punkt3 ebenfalls im Phrasenschwein gelandet.

Punkt 4:
"Das Stadion gehört in die Hand des Vereins"

Aahh... da isses ja, mein Lieblingsthema. 8-)
Selbstverständlich wäre es der Königsweg gewesen, das Stadion wieder ins Anlagevermögen des FCK zu bringen. Dies müsste jedoch bei realistischer Einschätzung unter folgenden Voraussetzungen geschehen: Erstes dürfte der Kaufpreis nicht höher sein als der sogenannte "Teilwert", also dem Wert, den das Stadion tatsächlich hat. Zweitens müssten die Verbindlichkeiten der Stadiongesellschaft aus der von Stadt und Land gleichermaßen vergeigten Stadionfinanzierung auch in dieser verbleiben, also nicht vom FCK übernommen werden. Dass dies völlig unrealistisch ist, da die Stadt über die Teilwertabschreibung einen riesigen Verlust einfahren würde, haben sowohl OB Weichel, der auf den Buchwert als Verkaufspreis besteht, als auch das Land klar signalisiert. Im Rahmen der Planinsolvenz hätte man die Stadt ein letztes Mal unter Druck setzen können, indem man den Pachtvertrag als unangemessen angefochten hätte, aber nur Prof.Wilhelm hatte das auf dem Schirm und wurde kaltgestellt.
Meiner Meinung nach erweckt Herr Helou hier falsche Hoffnungen bei den Mitgliedern, dieser Zug ist abgefahren. Es gäbe nur eine Möglichkeit, wie das Stadion wieder in den Besitz des FCK (hier die KGaA) gelangen könnte: Einen wirklich großen, dicken Fisch als Ankerinvestor gewinnen, der dann dieses Thema nochmal angeht. Und wie das konkret gelingen soll, dazu hat Herr Helou wiederum keine Ideen. Und selbst, wenn das gelingen sollte, wird der große, dicke Fisch seine eigenen Projektentwickler mitbringen und wohl kaum auf die Expertise von Herrn Helou zurückgreifen.
Zu Punkt4 könnte ich wahrlich ein Buch schreiben, die Aussage von Herrn Helou läuft bei mir unter "Fata Morgana" und landet daher ebenfalls im Phrasenschwein.

Punkt 5:
"Die Fan-Säule ist für mich die Basis unserer Struktur und sollte unantastbar sein"

Ja, auch diese Aussage ist richtig und die Fans und Mitglieder werden sie gerne lesen und mit Beifall beklatschen. Aber: Die Fan-Säule wurde damals aus dem guten Grund nicht geöffnet, weil die KGaA vor der Insolvenz stand. Nun wird sie aus dem Grund nicht geöffnet, weil der FCK e.V. vor der Insolvenz steht. Und da genügt es einfach nicht zu sagen: "Wäre prima, wenn die Fan-Säule öffnen würde" Da muss vielmehr ein konkreter Lösungsansatz kommen, wie man zunächst einmal die Insolvenzgefahr des e.V. beheben muss, damit die Fan-Säule überhaupt erst geöffnet werden kann!! Um es kurz zu machen: Punkt5 => Phrasenschwein.

Fazit:
Oberflächlich gelesen denkt sich der Leser: Wow, da spricht der Helou aber mal genau die richtigen Punkte an. Vertieft betrachtet muss man allerdings erkennen, dass substanziell die Lösungsansätze fehlen. Solche Vorschläge wie eine Fan-Holding-Gesellschaft zum Erwerb des Stadions sind reine Luftschlösser, die mit den Hoffnungen der Fans spielen.
Sicherlich wird Valentin Helou meinen Beitrag hier lesen. Wenn er ihn nicht nur als Genörgel vunn de Miggeblädsch abtut, sondern meine Kritik aufgreift und in seiner Rede konkrete Lösungsvorschläge bieten kann, lasse ich mich gerne überraschen. Sollte er allerdings dieses Interview mehr oder weniger als Rede wiederholen, ohne seine Aussagen mit Inhalten zu füllen, gibt es von mir leider keine Stimme.
Irgendwann geht's los



Beitragvon ExilDeiwl » 19.02.2021, 12:13


Ach @Miggeblädsch, da hab ich gestern Abend etwas übermüdet geschrieben, dass mich das Interview von Helou nicht sonderlich überzeugt und ich es noch einmal lesen müsste, um meine Zweifel entweder besser greifen zu können - oder um sie zu revidieren. Und dann kommst Du mit diesem Beitrag um die Ecke „geblädscht“ und formulierst das sauber aus, was mir nur so schwammig durch den Kopf gegangen war. Vielleicht bis auf Punkt 4, denn der geht noch tiefer, als ich es vermutlich analysiert hätte. Ums kurz zu machen: Danke! :daumen:

Und auch hier von mir ein „ja“: Helou könnte mich durchaus auch noch überzeugen, dann müsste da aber wirklich mehr zu erkennen sein, wie er die bemängelten Punkte gerne angehen möchte. Da sehe ich bisher Remy am weitesten vorne.



Beitragvon Miggeblädsch » 19.02.2021, 13:31


ExilDeiwl hat geschrieben:.... Ums kurz zu machen: Danke! :daumen: ....


@ExilDeiwl: Bitte schön. Man hilft sich schließlich gerne unter Galliern :prost:
Irgendwann geht's los




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