Neuigkeiten und Pressemeldungen zum 1. FC Kaiserslautern.

Beitragvon Thomas » 20.01.2019, 17:10


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200 Fans diskutierten mit den FCK-Bossen

Beim 1. FC Kaiserslautern hat am Sonntagnachmittag erstmals nach vier Jahren wieder eine größere Fanversammlung stattgefunden. Rund 200 FCK-Anhänger debattierten zwei Stunden lang mit den Geschäftsführern Bader und Klatt.

Hauptgesprächsthemen waren die Suche nach Investoren, die vereinsinternen Querelen der letzten Wochen und die Sorgen um die Lizenzerteilung. Finanz-Geschäftsführer Michael Klatt stellte klar: "Die Lizenz-Unterlagen werden von uns am 01. März eingereicht. Das heißt aber nicht, dass wir bis dahin alle unsere Probleme (nämlich die für nächste Saison benötigten 12 Mio. Euro; Anm. d. Red.) gelöst haben müssen." Das Zeitfenster zur Erfüllung möglicher DFB-Auflagen laufe demnach bis zum 31. Mai.

Vom zurzeit in der Diskussion stehenden Aufsichtsrat waren zwar alle fünf Mitglieder bei der Fanversammlung anwesend, wurden aber trotz Aufforderung einzelner Fans nicht in die Runde mit einbezogen. Sport-Geschäftsführer Martin Bader sagte hierzu: "Wir wollen die Querelen hinter verschlossenen Türen klären."

Die anwesenden Fans appellierten in ihren Wortmeldungen mehrfach an eine konstruktive Zusammenarbeit in der Vereinsführung, denn: "Wie soll eine Mannschaft erfolgreich arbeiten, wie soll ein Investor von einem Verein überzeugt werden, wenn so viel Streit von innen und von oben entfacht wird?"

Ein ausführlicher Bericht zur Fanversammlung folgt heute Abend auf Der Betze brennt.

Quelle: Der Betze brennt


Ergänzung, 20:52 Uhr:

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Im Blickpunkt: Fanversammlung beim 1. FC Kaiserslautern
Angeregte Diskussionen im Fritz-Walter-Stadion


Rund 200 Fans diskutierten am Sonntagmittag mit den Bossen des 1. FC Kaiserslautern über die aktuelle Situation des Vereins. Zur Investorensuche wollten sich die Geschäftsführer Klatt und Bader aber weiter nicht konkret äußern.

Durch die Medienberichte über ein mögliches Engagement des russischen Sport-Investors Michail Ponomarew beim FCK war dieses Thema natürlich das Vorherrschende der Fanversammlung. Ein Fan wollte wissen, warum immer wieder Interna aus dem Verein nach außen dringen. Sport-Geschäftsführer Bader entgegnete, dass Journalisten auch nur ihren Job machen würden und ihm auch nicht daran gelegen sei, dass interne Dinge rauskommen. "Was diese Investorensache angeht, war Florian Pick im Trainingslager am nächsten Morgen beim Frühstück bei mir und hat gefragt, wie es weitergeht. Dabei sollten sich die Jungs auf solche Themen gar nicht konzentrieren müssen. Allgemein reden wir momentan zu wenig über Fußball." Auch deshalb hatten die Verantwortlichen in Absprache mit Trainer Sascha Hildmann im Rahmen des Trainingslagers eine interne Veranstaltung einberufen, um die Spieler über die aktuelle Situation zu informieren: Die Spieler müssen sich demnach keine Sorgen machen, die laufende Saison sei definitiv bis Juni finanziell abgesichert und so auch vom DFB bestätigt.

Weiter keine detaillierten Informationen zu möglichem Investor

Ein Fan pochte auf konkrete Informationen zum Namen Ponomarew. Dazu wollte sich Finanz-Geschäftsführer Michael Klatt aber nicht äußern: "Ich kann erst etwas vermelden, wenn die Tinte trocken ist - und das ist sie momentan noch nicht." Kritik mussten sich die Verantwortlichen zur Personalie des abberufenen Vorstandsvorsitzenden Rainer Keßler und zum Umgang des Aufsichtsratsvorsitzenden Patrick Banf mit FCK-Hauptsponsor Harald Layenberger anhören. An die Adresse von Bader ging der Vorwurf, er habe zu lange an Ex-Trainer Michael Frontzeck festgehalten. Fans, die am Anfang der Saison noch das Kapital des Vereins gewesen seien, seien plötzlich als die Schuldigen an der sportlichen Misere dargestellt worden.

Klatt ließ durchblicken, dass sich der Klub nach der Ausgliederung im Juni und der Gründung der FCK GmbH & Co. KGaA im September 2018 die Suche nach Investoren im Vier-Säulen-Modell deutlich einfacher vorgestellt hatte. Auch die Fans konnten bisher noch nicht investieren, was laut Klatt mit der nicht vorhandenen Finanz-Historie der neuen GmbH zusammenhänge. Unterstützung bekam er von einem Fan, der sagte, dass es nicht gerechtfertigt sei, Klatt anzugreifen. Jener müsse nur die Fehler seines Vorgängers Fritz Grünewalt ausbaden.

Klatt gab zudem einen Einblick in den Verlauf der Investorensuche: "Zuerst kontaktiert man natürlich die Unternehmen in der Pfalz, aber da gab es nur geringes bis gar kein Interesse." Anschließend habe man dann geprüft, wer im Fußball aktiv ist und sich verschiedene Netzwerke angeschaut. "Am Ende ist das eine Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen. Man muss da dann genau selektieren", so Klatt.

Ein weiterer Kritikpunkt war die Option der Zwischenfinanzierung. Diese würde über drei Jahre laufen. Klatt stellte klar, dass man sich damit zwar keine Lösung, aber weitere Zeit für selbige erkaufen könnte. Langfristig wollen die Verantwortlichen den FCK über Eigenkapital finanzieren. Martin Bader fügte an: "Wir arbeiten jeden Tag daran, dass wir das hinbekommen. Wir sind guter Dinge, dass wir die Lizenz bekommen und dann ein vernünftiges Budget im Sportbereich aufstellen können." Die Lizenzierungsunterlagen muss der FCK am 1. März beim DFB einreichen, „das heißt aber nicht, dass wir bis dahin alle unsere Probleme gelöst haben müssen“, sagte Klatt. Bis 31. Mai bleibt danach noch Zeit, um nachzubessern.

Dass bei der Diskussion kein Mitglied des Aufsichtsrats mit auf dem Podium saß, wurde aus dem Publikum mehrmals kritisch angemahnt. Der FCK-Fanbeauftragte Christoph Schneller erklärte dazu, dass man keine zweite Jahreshauptversammlung haben wollte. Bader fügte an, dass man Fragen direkt an die betreffenden Personen aus dem Aufsichtsrat, der bei der Veranstaltung komplett anwesend war, stellen könne. Die Querelen im Verein wolle man aber hinter verschlossenen Türen klären.

Bader äußert sich zur sportlichen Situation

Neben den wirtschaftlichen Problemen war auch die sportliche Situation der Roten Teufel Thema bei der Fanversammlung. Sport-Geschäftsführer Martin Bader gab einen Einblick über die Arbeit im Trainingslager in Spanien. Dort habe man der Mannschaft gesagt, "dass auf dem Platz eine Truppe stehen muss, die sich für den Klub zerreißt." Bader schloss seine launige Rede mit einer Botschaft, die dem Team mitgegeben wurde: „Der Verein hat zwar wirtschaftliche Probleme, die Jungs sollen sich aber auf das Sportliche konzentrieren. Jeder Einzelne trägt seinen Teil dazu bei, um am Ende als Team erfolgreich zu sein.“ Trainer Sascha Hildmann habe in Spanien an taktischen Optionen gearbeitet, unter anderem an einer Dreierkette. Der Coach selbst war nicht anwesend, weil er sich laut Auskunft von Bader den kommenden Gegner Großaspach in einem Testspiel anschaute.

Zum Ende der Veranstaltung stellte sich dann noch das Fanbündnis 1. FC Kaiserslautern vor. Ein Ziel des Zusammenschlusses aus 25 Fanclubs ist es unter anderen, die gefühlte Trennung von "normalen" Fans und Ultras zu durchbrechen. So solle möglichst jeder FCK-Fanclub im Stadion erreicht werden. Auch in schwierigen sportlichen Zeiten will das Fanbündnis der Fels in der Brandung sein. Seit dessen Gründung im Juli 2017 gab es schon verschiedene Aktionen, zuletzt den ausverkauften Sonderzug nach München kurz vor Weihnachten.

Quelle: Der Betze brennt
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)



Beitragvon dauerkartenbesitzer » 20.01.2019, 18:11


Der Verein zerfleischt sich selbst von Innen. Was ist aus diesem Traditionsclub geworden? nur noch bla bla bla und leere Worte sonst nichts



Beitragvon Hephaistos » 20.01.2019, 18:11


dauerkartenbesitzer hat geschrieben:Der Verein zerfleischt sich selbst von Innen. Was ist aus diesem Traditionsclub geworden? nur noch bla bla bla und leere Worte sonst nichts



Mittlerweile auch Tradition bei uns.



Beitragvon ChrisW » 20.01.2019, 19:58


Es sind aber auch die schwierigsten Themen, die je ein Aufsichtsrat beim FCK zu stemmen hatte. Gebe ich mich einem Großinvestor hin, der Macht an sich reißen wird, aber den Verein retten könnte... oder leihe ich mir Geld, verschulde mich weiter und hoffe darauf, dass irgendwann der Turnaround kommt? Beide Szenarien könnte Tod oder Gladiolen bedeuten. Von außen betrachtet, kann ich beide Sichtweisen der Aufsichtsräte verstehen. Schlimm ist halt, dass diese Querelen nach außen getragen werden, weil es für uns Pfälzern schwierig ist, äfach mol die Gosch zu halle! Ich persönlich glaube nicht, dass man mit dieser Mannschaft oder Teilen dieser Mannschaft in der nächsten Saison sicher aufsteigen kann. Mit der Pump-Sache werden wir auch weiterhin keine großen Sprünge machen können und höchstwahrscheinlich im nächsten Jahr auch nicht aufsteigen. Dazu ist die aktuelle Mannschaft zu schlecht zusammen gestellt und auch 1-2 Verstärkungen in diesem Sommer werden keinen weiter bringen. Demnach wird die Insolvenz spätestens nächstes Jahr kommen. Mit dubiosem Investor riskiert man zwar das 1860 Szenario, aber es könnte auch positiv laufen. Denn wenn da oben mal wieder konkurrenzfähiger Fußball geboten wird, ist es die Fanbase, die den Unterschied zu vielen anderen Hungertuch Vereinen macht. Banf vertraut wahrscheinlich auf seinen Sportchef und die anderen nicht. Sie hoffen, dass das Geld irgendwann die Tore schießt.



Beitragvon FCK58 » 20.01.2019, 20:14


@ChrisW
Im Prinzip ist das gar keine schwierige Entscheidung. Eher eine vernünftige Risikoabwägung.
Stell´dir einfach einmal vor, du hängst am Abgrund und stehst kurz vorm Absturz. Was machst du da? Versuchst du im free climbing über die Wand zu kommen, mit der guten Chance auf einen Absturz oder lässt du dir lieber doch ein Seil von jemandem zuwerfen, den du absolut nicht riechen kannst und bei dem dir die Haare schon zu Berge stehen, wenn du nur an das "Danke" danach denkst?
Mit dem Darlehen hast du eine einzige Patrone und wie das in den letzten Jahren mit dem "all in" bei uns lief, dass wissen wir doch alle.
Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.
Hermann Hesse



Beitragvon Ratinho17 » 20.01.2019, 20:18


Mir gefällt der Herr Klatt mit seiner besonnenen und sehr ehrlichen Art richtig gut. Er verkörpert insbesondere die Werte, die unserem Verein so gut zu Gesicht stehen. Ein bisschen weniger Drama und mehr Zuversicht sollte doch möglich sein.
in good times FCK and especially in bad times FCK forever
We will come back-better than ever



Beitragvon Solingerteufel » 20.01.2019, 20:20


der aufsichtrat hat solch eine entscheidung überhaupt nicht zu treffen. er beaufsichtigt nur ob alle regeln und gesetze eingehalten werden und lässt sich evtl bericht erstatten wir eine entscheidung eines verantwortlichen abgewägt wurde, wenn mal eine getroffen wird. so war das mal gedacht. bei uns führt der aufsichtrat verhandlungen mit investoren, unfassbar.
als nächstes brauchen wir einen aufsichtrat der den aufsichtrat kontrolliert und beaufsichtigt. was für ne lachnummer...
streite dich nie mit einem dummkopf, es könnte sein das die zuschauer den unterschied nicht bemerken (mark twain)



Beitragvon sifal36 » 20.01.2019, 20:28


Solingerteufel hat geschrieben:der aufsichtrat hat solch eine entscheidung überhaupt nicht zu treffen. er beaufsichtigt nur ob alle regeln und gesetze eingehalten werden und lässt sich evtl bericht erstatten wir eine entscheidung eines verantwortlichen abgewägt wurde, wenn mal eine getroffen wird. so war das mal gedacht. bei uns führt der aufsichtrat verhandlungen mit investoren, unfassbar.
als nächstes brauchen wir einen aufsichtrat der den aufsichtrat kontrolliert und beaufsichtigt. was für ne lachnummer...


Ja so sieht es aus auf dem Betze, hoffentlich wird morgen in dem Maulwurfnest richtig aufgeräumt. es müßte doch eigentlich klar sein, welche Rechte und Pflichten der Haufen da oben hat. Demnächst verhandeln sie noch mit der Bank und entscheiden über Spieler Einkäufe. Kein Wunder wenn die Presse über uns Witze macht.



Beitragvon Lonly Devil » 20.01.2019, 20:30


ChrisW hat geschrieben:Es sind aber auch die schwierigsten Themen, die je ein Aufsichtsrat beim FCK zu stemmen hatte.
... ...

Seit wann ist ein Aufsichtsrat für das aktuelle Geschäft zuständig?

Die haben die Entscheidungen der Vorstände zu überwachen, dass diese zum Wohle des Vereins und nach dessen Richtlinien getroffen werden.
Der größte Schuft im Land, ist und bleibt der Intrigant.
https://www.youtube.com/watch?v=VYpd-2buQc0



Beitragvon Michimaas » 20.01.2019, 20:44


was machen die Aufsichtsräte auf einer Fanversammlung, wenn sie von den Geschäftsführern die Schnauze verboten bekommen.
Es wird Zeit, dass jedem der Herren ( Aufsichtsräte und Geschäftsführer) mal eine Stellenbeschreibung in die Hand gedrückt und erklärt wird, das ist ja sowas von peinlich....



Beitragvon ExilDeiwl » 20.01.2019, 21:04


Solingerteufel hat geschrieben:der aufsichtrat hat solch eine entscheidung überhaupt nicht zu treffen. er beaufsichtigt nur ob alle regeln und gesetze eingehalten werden und lässt sich evtl bericht erstatten wir eine entscheidung eines verantwortlichen abgewägt wurde, wenn mal eine getroffen wird. so war das mal gedacht. bei uns führt der aufsichtrat verhandlungen mit investoren, unfassbar.
als nächstes brauchen wir einen aufsichtrat der den aufsichtrat kontrolliert und beaufsichtigt. was für ne lachnummer...


Welche Entscheidung hat der Aufsichtsrat nicht zu treffen? Die, ob ein Investor bei uns einsteigen darf oder nicht? Ich glaube da irrst Du. Der Verkauf von Anteilen in substanzieller Höhe gehört aufgrund der Summe zu den zustimmungspflichtigen Handlungen, die die Geschäftsführung nicht alleine treffen darf, sondern für die sie sich im Beirat (besteht derzeit ausschließlich aus Aufsichtsratsmitgliedern) holen muss. Das war schon zu Vereinszeiten so und ist jetzt. It Sicherheit nicht anders. Das ist übrigens übliche Vorgehensweise...



Beitragvon Betze_FUX » 20.01.2019, 21:08


War der verhandelbar Aufsichtsrat zu der Zeit nicht interrims in der GF ?
Es geht NICHT MEHR um den FCK!
Es geht NICHT MEHR um das Erbe Fritz Walters!

MEMENTO MORI FCK



Beitragvon ExilDeiwl » 20.01.2019, 21:11


Er war zweiter Vereinsvorstand. Nicht GF der Kapitalgesellschaft.



Beitragvon Betze_FUX » 20.01.2019, 21:21


Und als solcher dürfte er diese Verhandlungen führen, oder?
Es geht NICHT MEHR um den FCK!
Es geht NICHT MEHR um das Erbe Fritz Walters!

MEMENTO MORI FCK



Beitragvon ExilDeiwl » 20.01.2019, 21:44


Kann ich offen gestanden nicht sagen. Veräußert werden doch Anteile der KG. Diese wird durch die GmbH verwaltet. Insofern würde ich sagen, dass die Handlungshoheit in der GmbH liegt. Die GF wiederum muss sich für Geschäfte ab einem gewissen Umfang die Freigabe im Beirat holen. Ob der Verein als 100% Besitzer der GmbH & Co KG a.A. Investoren für die GmbH & Co KG a.A. suchen darf... Vom Grundsatz her würde ich ja sagen, dass die Suche koordiniert stattfinden sollte. Und auch dass alle an einem Strang ziehen sollten. Inzwischen haben wir aber Ausnahmezustand. Klatt und Banf haben die Prioritäten scheinbar anders gesetzt, als die Mehrheit des AR es für richtig empfinden (Zwischenfinanzierung, statt Investor Ponomarew). Die Gespräche zwischen Littig und Ponomarew liefen aber schon früher. Keine Ahnung, wie weit der AR da sdchon zerstritten war...



Beitragvon Flo » 20.01.2019, 21:54


Hier kommt noch unserer Bericht der heutigen Fanversammlung:

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Im Blickpunkt: Fanversammlung beim 1. FC Kaiserslautern
Angeregte Diskussionen im Fritz-Walter-Stadion


Rund 200 Fans diskutierten am Sonntagmittag mit den Bossen des 1. FC Kaiserslautern über die aktuelle Situation des Vereins. Zur Investorensuche wollten sich die Geschäftsführer Klatt und Bader aber weiter nicht konkret äußern.

Durch die Medienberichte über ein mögliches Engagement des russischen Sport-Investors Michail Ponomarew beim FCK war dieses Thema natürlich das Vorherrschende der Fanversammlung. Ein Fan wollte wissen, warum immer wieder Interna aus dem Verein nach außen dringen. Sport-Geschäftsführer Bader entgegnete, dass Journalisten auch nur ihren Job machen würden und ihm auch nicht daran gelegen sei, dass interne Dinge rauskommen. "Was diese Investorensache angeht, war Florian Pick im Trainingslager am nächsten Morgen beim Frühstück bei mir und hat gefragt, wie es weitergeht. Dabei sollten sich die Jungs auf solche Themen gar nicht konzentrieren müssen. Allgemein reden wir momentan zu wenig über Fußball." Auch deshalb hatten die Verantwortlichen in Absprache mit Trainer Sascha Hildmann im Rahmen des Trainingslagers eine interne Veranstaltung einberufen, um die Spieler über die aktuelle Situation zu informieren: Die Spieler müssen sich demnach keine Sorgen machen, die laufende Saison sei definitiv bis Juni finanziell abgesichert und so auch vom DFB bestätigt.

Weiter keine detaillierten Informationen zu möglichem Investor

Ein Fan pochte auf konkrete Informationen zum Namen Ponomarew. Dazu wollte sich Finanz-Geschäftsführer Michael Klatt aber nicht äußern: "Ich kann erst etwas vermelden, wenn die Tinte trocken ist - und das ist sie momentan noch nicht." Kritik mussten sich die Verantwortlichen zur Personalie des abberufenen Vorstandsvorsitzenden Rainer Keßler und zum Umgang des Aufsichtsratsvorsitzenden Patrick Banf mit FCK-Hauptsponsor Harald Layenberger anhören. An die Adresse von Bader ging der Vorwurf, er habe zu lange an Ex-Trainer Michael Frontzeck festgehalten. Fans, die am Anfang der Saison noch das Kapital des Vereins gewesen seien, seien plötzlich als die Schuldigen an der sportlichen Misere dargestellt worden.

Klatt ließ durchblicken, dass sich der Klub nach der Ausgliederung im Juni und der Gründung der FCK GmbH & Co. KGaA im September 2018 die Suche nach Investoren im Vier-Säulen-Modell deutlich einfacher vorgestellt hatte. Auch die Fans konnten bisher noch nicht investieren, was laut Klatt mit der nicht vorhandenen Finanz-Historie der neuen GmbH zusammenhänge. Unterstützung bekam er von einem Fan, der sagte, dass es nicht gerechtfertigt sei, Klatt anzugreifen. Jener müsse nur die Fehler seines Vorgängers Fritz Grünewalt ausbaden.

Klatt gab zudem einen Einblick in den Verlauf der Investorensuche: "Zuerst kontaktiert man natürlich die Unternehmen in der Pfalz, aber da gab es nur geringes bis gar kein Interesse." Anschließend habe man dann geprüft, wer im Fußball aktiv ist und sich verschiedene Netzwerke angeschaut. "Am Ende ist das eine Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen. Man muss da dann genau selektieren", so Klatt.

Ein weiterer Kritikpunkt war die Option der Zwischenfinanzierung. Diese würde über drei Jahre laufen. Klatt stellte klar, dass man sich damit zwar keine Lösung, aber weitere Zeit für selbige erkaufen könnte. Langfristig wollen die Verantwortlichen den FCK über Eigenkapital finanzieren. Martin Bader fügte an: "Wir arbeiten jeden Tag daran, dass wir das hinbekommen. Wir sind guter Dinge, dass wir die Lizenz bekommen und dann ein vernünftiges Budget im Sportbereich aufstellen können." Die Lizenzierungsunterlagen muss der FCK am 1. März beim DFB einreichen, "das heißt aber nicht, dass wir bis dahin alle unsere Probleme gelöst haben müssen", sagte Klatt. Bis 31. Mai bleibt danach noch Zeit, um nachzubessern.

Dass bei der Diskussion kein Mitglied des Aufsichtsrats mit auf dem Podium saß, wurde aus dem Publikum mehrmals kritisch angemahnt. Der FCK-Fanbeauftragte Christoph Schneller erklärte dazu, dass man keine zweite Jahreshauptversammlung haben wollte. Bader fügte an, dass man Fragen direkt an die betreffenden Personen aus dem Aufsichtsrat, der bei der Veranstaltung komplett anwesend war, stellen könne. Die Querelen im Verein wolle man aber hinter verschlossenen Türen klären.

Bader äußert sich zur sportlichen Situation

Neben den wirtschaftlichen Problemen war auch die sportliche Situation der Roten Teufel Thema bei der Fanversammlung. Sport-Geschäftsführer Martin Bader gab einen Einblick über die Arbeit im Trainingslager in Spanien. Dort habe man der Mannschaft gesagt, "dass auf dem Platz eine Truppe stehen muss, die sich für den Klub zerreißt." Bader schloss seine launige Rede mit einer Botschaft, die dem Team mitgegeben wurde: „Der Verein hat zwar wirtschaftliche Probleme, die Jungs sollen sich aber auf das Sportliche konzentrieren. Jeder Einzelne trägt seinen Teil dazu bei, um am Ende als Team erfolgreich zu sein.“ Trainer Sascha Hildmann habe in Spanien an taktischen Optionen gearbeitet, unter anderem an einer Dreierkette. Der Coach selbst war nicht anwesend, weil er sich laut Auskunft von Bader den kommenden Gegner Großaspach in einem Testspiel anschaute.

Zum Ende der Veranstaltung stellte sich dann noch das Fanbündnis 1. FC Kaiserslautern vor. Ein Ziel des Zusammenschlusses aus 25 Fanclubs ist es unter anderen, die gefühlte Trennung von "normalen" Fans und Ultras zu durchbrechen. So solle möglichst jeder FCK-Fanclub im Stadion erreicht werden. Auch in schwierigen sportlichen Zeiten will das Fanbündnis der Fels in der Brandung sein. Seit dessen Gründung im Juli 2017 gab es schon verschiedene Aktionen, zuletzt den ausverkauften Sonderzug nach München kurz vor Weihnachten.

Quelle: Der Betze brennt
Bild



Beitragvon Hephaistos » 20.01.2019, 22:13


Ein Fan pochte auf konkrete Informationen zum Namen Ponomarew. Dazu wollte sich Finanz-Geschäftsführer Michael Klatt aber nicht äußern: „Ich kann erst etwas vermelden, wenn die Tinte trocken ist - und das ist sie momentan noch nicht.“


Ist es ein Fehler oder hat Klatt tatsächlich so gesagt? Dass nach swr und Rheinpfalz auch kicker diese Informationen übernommen hat, müßte an der Sache was dran sein und mit dem so gesagten Satz würde Klatt das indirekt bestätigen.



Beitragvon Betze_FUX » 20.01.2019, 22:22


Ich habe glaub man sollte da nicht so einen Wert drauf legen . Wenn man live ins Mikro spricht kommt man das ein oder andere Bindewort auch ohne tieferen Sinn.....
Es geht NICHT MEHR um den FCK!
Es geht NICHT MEHR um das Erbe Fritz Walters!

MEMENTO MORI FCK



Beitragvon Oktober1973 » 20.01.2019, 22:30


es wird immer skurriler
vor 1 Std hat die Bild geposted:

https://www.bild.de/sport/fussball/fuss ... .bild.html

Fakt ist, dass P. Banf nicht gesprochen hat in der Nordtribüne.

Nun wird das nächste Fass bezüglich Hr. Littig aufgemacht, nachdem bis heute Mittag frei nach MF nur PB auf der Lichtung stand.

Die nun berufenen Geschäftsführer tuen gut daran, ihren Job weiterhin m.E. heute nachmittag sichtbar, nach bestem Wissen und Gewissen weiter auszuführen.
Wenn MK und MB auf die Idee kommen, besser zwischen den Bäumen spazieren zu gehen, anstatt morgen zur Arbeit zu kommen, können wir den Laden direkt dicht machen.

Das könnte ich mir als Szenario vorstellen, wenn der AR indirekt Entscheidungen anweisen würde.
Das gehört intern diskutiert und abgewogen.
Sicherlich gibt es aus allen Richtungen Begehrlichkeiten bezüglich einer schnellen Lösung, bestimmt auch von der Stadiongesellschaft.

MK ist der einzige, dem ich die Kompetenz zuspreche seriös mit den Problemen und Lösungsmöglichkeiten im Finanzbereich umzugehen.

MB hat die Rolle des Sprecher der GF in der Runde an sich genommen und schlüssig vorgetragen.
Und es war auch richtig, dass der AR sich weder aktiv, noch nach Aufforderung geäußert hat.

Mir persönlich sind institutionelle Investoren aus USA oder britischem Raum lieber als solche aus Russland und arabischen Ländern.
Das ist jedoch Geschmacksache.
Und wenn man dies mit einer Zwischenfinanzierung, die MK
heute etwas genauer dargelegt hat, als bisher bekannt, vor allem in Bezug zur Laufzeit, ist gewinnen von Zeit legitim.

Fakt ist, dass die Wahrheit der Vorwärtsentwicklung des Images auf dem Platz liegt.
Und dann schiesst Geld vielleicht wirklich irgendwann wieder Tore.

Ich jedenfalls vertraue seit dem Trainerwechsel und Beobachtungen des Trainings vorher-nachher und dem Trainingslager MB und SH.
Wir können zur Zeit nichts anderes tun als ins Stadion zu gehen und die Mannschaft zu unterstützen, so wenig das auch erscheinen mag.

Das müssen wir aushalten.



Beitragvon babsack » 20.01.2019, 23:55


Ich bin mittlerweile der gleichen Meinung von MK, Zwischenfinanzierung über 4 Jahre fertig machen und damit die Lizenz sichern.
Wenn es diese Lösung gibt, darf sich der FCK nicht selbst unter Druck setzen einen Investoren zu nehmen, den man eigentlich gar nicht will.
Man muss nur aufpassen, das man am Ende überhaupt jemanden Findet, der investieren will.

Auch die Position von Banf finde ich richtig, er hat selbst auch für die Ausgliederung geworben und den Mitgliedern dazu ein Modell vorgestellt. Zu versuchen sich weitestgehend auch daran zu halten ist richtig.
Würde er einem Investoren zustimmen der mit 15 Mio eine Stimme bekommt wäre das ganze Vorhaben gefährden.

Was ich nicht verstehe, warum wird die Anleihe nicht verlängert, neu aufgelegt oder in Anteile ( Aktien ) umgewandelt, da hätten doch längst klärend Gespräche stattfinden können, damit hätte man sich können auch etwas Luft verschaffen.



Beitragvon SEAN » 21.01.2019, 09:14


babsack hat geschrieben:Ich bin mittlerweile der gleichen Meinung von MK, Zwischenfinanzierung über 4 Jahre fertig machen und damit die Lizenz sichern.

12 Millionen zum Zinssatz von 10% bei der Bodenseebank? Das wären alleine im Jahr 1,2 Millionen an Zinsen! Wie soll das den finanziert, geschweige den zurückgezahlt werden? Wir bekommen ja nichtmal die Anleihe zurückgezahlt, ohne das man "Fremdgeld" generiert. Und das wäre nur die Hälfte.
Ich bin der Meinung, das würde uns das Genick entgültig brechen, den keinem Investor würde das gefallen. Ein Investor will Erfolg und Geld generieren. Das geht nur, wenn man sportlichen Erfolg hat. So müsste er erstmal ganz viel Geld in die Hand nehmen, damit man überhaupt weiter lebt, statt in die Mannschaft zu stecken. Das wird so schon schwer genug!
Abseits der Werte des Vereins stellt sich jeder, der sich stattdessen aus reinem Selbstzweck einer Fankultur verpflichtet fühlt, in der einzelne Gruppierungen und Personen wichtiger sind als der gesamte Club, in der aus diesem Selbstverständnis heraus Straftaten begangen werden.



Beitragvon Hellboy » 21.01.2019, 13:29


SEAN hat geschrieben:
babsack hat geschrieben:Ich bin mittlerweile der gleichen Meinung von MK, Zwischenfinanzierung über 4 Jahre fertig machen und damit die Lizenz sichern.

12 Millionen zum Zinssatz von 10% bei der Bodenseebank? Das wären alleine im Jahr 1,2 Millionen an Zinsen! Wie soll das den finanziert, geschweige den zurückgezahlt werden? Wir bekommen ja nichtmal die Anleihe zurückgezahlt, ohne das man "Fremdgeld" generiert. Und das wäre nur die Hälfte.
Ich bin der Meinung, das würde uns das Genick entgültig brechen, den keinem Investor würde das gefallen. Ein Investor will Erfolg und Geld generieren. Das geht nur, wenn man sportlichen Erfolg hat. So müsste er erstmal ganz viel Geld in die Hand nehmen, damit man überhaupt weiter lebt, statt in die Mannschaft zu stecken. Das wird so schon schwer genug!

Die Idee ist wohl, dass man überhaupt nur auf den Gedanken kommen könnte, in den FCK zu investieren, wenn man so unglaublich viel Kohle zu verballern hat, dass diese Mehrkosten dann auch egal sind.
Agiter le peuple avant de s'en servir.



Beitragvon sifal36 » 21.01.2019, 16:43


babsack hat geschrieben:Ich bin mittlerweile der gleichen Meinung von MK, Zwischenfinanzierung über 4 Jahre fertig machen und damit die Lizenz sichern.
Wenn es diese Lösung gibt, darf sich der FCK nicht selbst unter Druck setzen einen Investoren zu nehmen, den man eigentlich gar nicht will.
Man muss nur aufpassen, das man am Ende überhaupt jemanden Findet, der investieren will.

Auch die Position von Banf finde ich richtig, er hat selbst auch für die Ausgliederung geworben und den Mitgliedern dazu ein Modell vorgestellt. Zu versuchen sich weitestgehend auch daran zu halten ist richtig.
Würde er einem Investoren zustimmen der mit 15 Mio eine Stimme bekommt wäre das ganze Vorhaben gefährden.

Was ich nicht verstehe, warum wird die Anleihe nicht verlängert, neu aufgelegt oder in Anteile ( Aktien ) umgewandelt, da hätten doch längst klärend Gespräche stattfinden können, damit hätte man sich können auch etwas Luft verschaffen.


Zu Deinen letzten Zeilen zur Anleihe folgendes, da wurde schon einiges darüber geschrieben. Fans haben am wenigsten den Vertrag abgeschlossen und die Mehrheit sind Institionen bzw. auch kleine Gewerke. Ich habe als Fan auch einen vierstelligen Betrag als Anleihe laufen. Mein Vertrauen in den Vorstand und AR ist völlig abhanden gekommen, da alles nur mit Versprechungen und Lügen ausposaunt wird. Ich bestehe auf meine Auszahlung und will nicht irgendwelchen anderen Vereinbarungen auf den Leim gehen. Klar wäre bei einer Insolvenz mein Geld weg, aber damit würde ich mich ev. abfinden, d.h. ein Neubeginn mit komplett neuer Besatzung. Unser Polster -9Pkt. können wir verkraften, da ich einschätze, wir landen zum Saison Abschluss auf Platz 5 oder 6. Die Variante ist besser als einen zusätzlichen Kredit aufzunehmen, der uns dann 2020 gemeinsam mit dem anderen fälligen Kredit von 8 Mio das Genick bringt. Wir können es einfach nicht zurükzahlen , unsere jetzige Führungsetage wird im Sommer 2019 das Feld verlassen und wir haben es auszubaden. Neben der Finanzierung für die fällige Lizenz erdrückt uns auch die Stadion Miete mit den anfallenden Instandhaltungskosten. Ich bin auch gespannt,wie die Debatte heute in dem Maulwurf Team
endet,denn das ist ja auch nicht mehr feierlich.



Beitragvon Betze67 » 21.01.2019, 17:47


Ich fand es schade das auf der Fanversammlung die anstehende Versteigerung des Nachlasses von Fritz Walter kein Thema war.Jeder beruft sich immer auf die Werte und die Bedeutung von Fritz Walter für unseren Verein da sollte es doch wohl kein Problem für die anwesenden Herren der Vereinsführung und Fanvertretung sein darüber wenigstens mal ein paar Worte zu verlieren.




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