Neuigkeiten und Pressemeldungen zum 1. FC Kaiserslautern.

Beitragvon paulgeht » 03.12.2018, 19:48


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Kummt Senf druff
Das Märchen vom schwierigen Umfeld
von paulgeht


Im Zuge der Trennung von Michael Frontzeck beklagten die Verantwortlichen mal wieder das angeblich schwierige Umfeld beim 1. FC Kaiserslautern - eine Ausrede, die bald keiner mehr hören kann.

Einen Tag nach der Trennung von Michael Frontzeck war die Zeit offensichtlich mal wieder reif. Der FCK, diesmal in Person des Aufsichtsratsvorsitzenden Patrick Banf, kritisierte die angeblich so ungeduldigen Fans der Roten Teufel: "Wir haben ein schwieriges Umfeld in Kaiserslautern, da bekommst du nicht die Zeit, die du normalerweise bräuchtest", beklagte er via "Rheinpfalz".

Das schwierige Umfeld - in den vergangenen Jahren, vor allem gegen Ende der Amtszeit von Stefan Kuntz, galt das häufig als eine willkommene Ausrede. Nun also auch unter der rundum erneuerten Vereinsführung im Dezember 2018.

Ausgliederung und volles Stadion: Viel Vertrauen in die Verantwortlichen

Vor ziemlich genau einem Jahr, nach einem trostlosen 0:0 gegen den VfL Bochum, waren die Emotionen im Umfeld, bei den Fans, das letzte Mal so richtig hochgekocht. Einige Anhänger stellten die Mannschaft damals unter der Nordtribüne und verlangten Erklärungen für die schwachen Leistungen. Es war bis zum Knall nach dem Wehen-Spiel im November 2018 das letzte Mal, dass die Fans so richtig aus der Haut fuhren. In den rund zwölf Monaten dazwischen hat der FCK eine Zweitliga-Hinrunde desolat abgeschlossen, Schlüsselspiele verloren, ist zum ersten Mal in seiner Geschichte als Tabellenletzter in die 3. Liga abgestiegen, kassierte eine 1:6-Demütigung im Pokal und verliert den Wiederaufstieg so langsam aus den Augen.

Auf den Rängen blieb in den vergangenen Monaten trotzdem ruhig, vielmehr noch: Die Mannschaft wurde nach dem letzten Zweitligaspiel in Ingolstadt beklatscht, im Sommer kamen 1.500 Anhänger zum Trainingsauftakt, über 40.000 Zuschauer sahen das erste Heimspiel gegen 1860 München, knapp 7.000 reisten zur ersten Auswärtspartie nach Großaspach mit. Rund 12.500 Dauerkarten wurden verkauft, die neuen Trikots in wenigen Tagen vergriffen, die Ausgliederung mit über 90 Prozent Zustimmung angenommen - Zahlen, auf die andere Klubs teilweise jahrelang hinarbeiten. Die Verantwortlichen im sportlichen und im administrativen Bereich haben mehrmals einen riesigen Vertrauensvorschuss bekommen.

Wehen-Spiel: Erster Frust nach 16 Spielen

Bei welchem vergleichbaren Traditionsklub wäre der Absturz, die anhaltende größte Krise der Vereinsgeschichte, von Fans und Mitgliedern so moderat hingenommen worden?

Und nun brach der Frust zum ersten Mal nach langer Zeit wieder so richtig nach dem 0:0 gegen Wehen Wiesbaden hervor, als die Roten Teufel den nächsten Rückschlag im Rennen um den angepeilten Aufstieg einstecken mussten. Nach 16 Spielen!

Ex-Trainer Michael Frontzeck ordnete die Pfiffe und Rufe auf seine Art ein: Er forderte, die alten Erfolge endlich hinter sich zu lassen und sich mit der 3. Liga zu identifizieren. Aber welcher Fan träumt bei einem 0:0 gegen Wehen Wiesbaden oder bei einem 0:5 gegen Unterhaching noch von der Bundesliga oder gar von Meisterschaften? Sind die Anhänger, die seit Jahren und Jahrzehnten ihrem Verein die Treue halten, der immer kleiner werdende Rest im riesigen Fritz-Walter-Stadion, so vermessen?

Fan-Wut: Es sind keine Träumereien, es ist die blanke Angst

Es ist eine Fehlannahme, die sich seit Jahren hält: Ärger, Frust und Wut entstehen nicht, weil der so stolze FCK in der 3. Liga umherdümpelt. Pfiffe und Trainer-Raus-Rufe gibt es nicht, weil es etwa unter der Würde eines FCK-Fans ist, sich Spiele gegen Lotte oder Münster anzusehen. Es ist die blanke Angst, dass dieser Verein seine Talfahrt nicht mehr aufhalten kann, dass der Tag X näher ist, als jeder noch so schöne Traum von besseren Zeiten. Frontzeck selbst betonte schließlich auch, dass der FCK unabhängig von handelnden Personen nicht mehr viele Chancen habe - um sich dann zu wundern, dass den Fans nach dem x-ten enttäuschenden Spiel der Kragen platzt?

Es geht immer mehr Identifikation verloren. Persönlichkeiten, an denen sich auf dem Betzenberg irgendjemand aufzurichten vermag, gibt es schon lange nicht mehr. Die Vereinsführung hat sich in den vergangen zwei Jahren nahezu komplett verändert. Mit jedem neuen Spielplan gibt es eine fast komplett neue Mannschaft. Wer erreicht noch die Leute in der Kurve? Die Fans geben ihrem Verein seit Jahren viel. Der Verein gibt ihnen seit Jahren immer weniger - und erhebt dann noch Vorwürfe gegen sie?

Quelle: Der Betze brennt


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Biada: "Als Fan wäre ich genauso aufgebracht"

Die Rolle der Fans wird beim 1. FC Kaiserslautern mal wieder kritisch diskutiert. Julius Biada brachte nach dem 0:5 bei der SpVgg Unterhaching allerdings viel Verständnis für den aufgebrachten Anhang auf.

Nach den zwei vergangenen Spielen des FCK gegen Wehen Wiesbaden und Unterhaching gab es zwischen Mannschaft und Fans viel Redebedarf. Während Ex-Trainer Michael Frontzeck die Fan-Wut einerseits als nachvollziehbar abtat und sie andererseits auch als Begründung für den schwachen Auftritt in Haching anführte, wurde "das Umfeld" an anderer Stelle mal wieder für dessen angebliche Ungeduld kritisiert.

"Im Endeffekt bekommen sie eine Hand voll gar nichts"

Viel Verständnis brachte dagegen Angreifer Julius Biada auf. "Die Fans sind verständlicherweise aufgebracht. Viele von denen nehmen öffentliche Verkehrsmittel und reisen hierher nach Unterhaching und sehen dann, wie ihre Mannschaft 0:5 auf den Sack bekommt. Dafür geben sie auch noch ihr eigenes Geld aus", sagte der Sommer-Neuzugang nach dem Debakel am vergangenen Freitagabend. "Im Endeffekt bekommen sie eine Hand voll gar nichts."

Die Mannschaft habe eine gewisse Verantwortung, so Biada weiter, weshalb sie den Dialog mit den Fans am Zaun auch ernst nehme: "Es ist zwar nicht immer schön, aber eine Aussprache ist das einzige, was hilft. Wir wollen da zusammen rauskommen", betonte der 26-Jährige. "Wir sind in einer Branche tätig, in der es durch die Fans auch um viel Geld geht. Und die Menschen zahlen viel Geld, um von uns etwas zu sehen. Ich glaube, wenn ich hinter dem Zaun stehen würde, wäre ich genauso aufgebracht."

"Würde ich hinter dem Zaun stehen, wäre ich genauso aufgebracht"

Daran müssten sich auch die jungen Spieler gewöhnen, die noch keine vergleichbaren Situationen erlebt hätten. "Emotionen gehören zum Sport dazu. Wenn man damit nicht umgehen kann, ist man hier leider falsch", sagte Biada, der abschließend einen "Riesendank an die Fans" richtete, "dass sie trotzdem noch so weite Wege auf sich nehmen".

Quelle: Der Betze brennt
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Beitragvon Farbenfutzi69 » 03.12.2018, 20:07


Einfach kämpfen, ordentlich Fußball spielen , gewinnen und nicht immer nur reden.



Beitragvon Lonly Devil » 03.12.2018, 20:11


Farbenfutzi69 hat geschrieben:Einfach kämpfen, ordentlich Fußball spielen , gewinnen und nicht immer nur reden.

Das wäre schon mal ein guter Anfang.
Wenn es darüber hinaus nicht zuviel verlangt ist, dann bitte noch geschlossen als mannschaftliches Kollektiv.
Zitat: "Sie verbergen ihr Unwissen so geschickt, dass es schon fast wie Intelligenz wirkt".
Eine glaubwürdige, aber noch nicht vernommene Aussage: "Wir haben keinen Plan mehr und wissen nicht was wir machen sollen"



Beitragvon SEAN » 03.12.2018, 20:14


Es ist fast immer das gleiche. Stammspieler wie Sternberg können mit der Kritik kaum leben, Spieler die oft aus der zweiten Reihe kommen, wie jetzt ein Biada oder zuvor Bergmann, sehen das völlig anders.
Selbstkritik ist eine gute Sache, wenn sie von ALLEN UND EHRLICH gemeint ist. Nicht nur reden, sondern handeln.
Ich erwarte von der Mannschaft nix anderes wie in den letzten 3 Spielen vor der Winterpause durchweg überzeugende Leistungen, Gras auf den Zähnen und mindestens 6-7 Punkte.
Und vom Vorstand einen guten Trainer und zumindest einen schnellen Innenverteidiger. :wink:
Abseits der Werte des Vereins stellt sich jeder, der sich stattdessen aus reinem Selbstzweck einer Fankultur verpflichtet fühlt, in der einzelne Gruppierungen und Personen wichtiger sind als der gesamte Club, in der aus diesem Selbstverständnis heraus Straftaten begangen werden.



Beitragvon immer_für_dich_da! » 03.12.2018, 20:15


Ist ja ganz nett von ihm dass er so viel Verständnis hat aber was können wir uns davon kaufen??? Wir wollen Taten sehen und ja es war wichtig dass der Trainer gewechselt wurde aber er war bei Leibe nicht das alleinige Übel. Die Mannschaft muss sich jetzt solange bis die Arbeit des neuen Trainers fruchtet zerreißen.
Jedes Ende ist ein neuer Anfang!



Beitragvon betzeopa » 03.12.2018, 20:17


Das ist genau das Problem. "Als Fan wäre ich auch wütend!"
Ich wäre als Teil dieser Mannschaft und Spieler über die Leistungen und Ergebnisse wütend und würde mir den Allerwertesten aufreißen endlich Leistung zu bringen und die Fans und mich zufrieden zu stellen.

Die Mannschaft kommt viel zu gut weg und nicht wegen ihrer Leistungsfähigkeit sondern wegen ihrer Leistungsbereitschaft. Diese tendiert gegen 0. Die Mannschaft müsste Fronzek noch 2 Jahre das Gehalt zahlen so wie sie den Trainer im Stich gelassen hat. Schämt Euch ihr Sölner!
FCK-Bayern 7:4; FCK-Real 5:0; KSC-FCK 3:5; FC Köln-FCK 2:6; FCK-Werder 3:2; FCK-Barcelona 3:1;... unvergessen!



Beitragvon cruzeiro » 03.12.2018, 20:18


Hoffen wir mal, dass die Mannschaft jetzt "liefert".
Dass Frontzeck immer noch das Umfeld verantwortlich macht, ist unfassbar. Die Fans haben sehr lange still gehalten (die meisten jedenfalls, kaum Pfiffe trotz Grottenkick) und haben Liga 3 angenommen, weil man den Verein unterstützen möchte: Siehe erstes Training, Spiel gegen 60. Woanders wäre das gefeiert worden, aber für Herrn Frontzeck machen wir zu viel Druck? Wie lange hätten wir noch Geduld mit dem neuen Kader haben sollen? Immer noch einer der höchsten Etats in der Liga und zur Erinnerung: Durch den frühen Abstieg hatte man auch als erster den Kader zusammen zum Trainieren.
Ich verstehe absolut, wenn man nach den Chaos-Jahren im Verein Ruhe will. Aber das öffentliche Auftreten des Herrn Frontzeck war hämisch und unprofessionell. Möge dies seine letzte Station im Fussball gewesen sein.
Zu Biada: Liebe Mannschaft, Generationen vor Euch wurden unterstützt wie kein anderes Team in Deutschland. Wir für Euch, Ihr für uns. Bringt Euch voll ein und Ihr habt die geilsten Fans der Welt hinter Euch, egal wie das Spiel ausgeht.



Beitragvon fckmatze » 03.12.2018, 20:49


betzeopa hat geschrieben:Das ist genau das Problem. "Als Fan wäre ich auch wütend!"
Ich wäre als Teil dieser Mannschaft und Spieler über die Leistungen und Ergebnisse wütend und würde mir den Allerwertesten aufreißen endlich Leistung zu bringen und die Fans und mich zufrieden zu stellen.

Die Mannschaft kommt viel zu gut weg und nicht wegen ihrer Leistungsfähigkeit sondern wegen ihrer Leistungsbereitschaft. Diese tendiert gegen 0. Die Mannschaft müsste Fronzek noch 2 Jahre das Gehalt zahlen so wie sie den Trainer im Stich gelassen hat. Schämt Euch ihr Sölner!


So ei Quatsch...die Mannschaft war genau wegen dem Trainer voll neben der Spur. Kein Plan, keine Taktik, keine Fitness., keine Messer zwischen den Zähnen.
Glaub mir bei einem Trainer der die Jungs einen Plan gibt und sie auch motivieren kann wird das alles ganz anderes aussehen.
Ich bin von der Mannschaft eugentlich voll überzeugt und steht schlechter da als sie eigentlich ist.



Beitragvon King_st » 03.12.2018, 20:57


Frontzek hin, frontzek her. Es reicht auch mal. Er ist weg, dass was wir alle wollten. So, dann is jetzt auch mal gut und man muss nicht 10000 post täglich lesen, für was er alles verantwortlich is, das wissen wir oder denken es zumindest.

Mund abbutze und weiter, jetzt gibt es keine alibis mehr, jetzt kann man sehen was passiert. Aber lasst den Namen mf jetzt doch mal den Namen weg, er ist Geschichte, und wir dir ausging wissen wir alle.

Samstag will ich Taten sehen, ich schätze die Mannschaft wird 110 Prozent geben! Vollgas Jungs
"Der Schlüssel zum Erfolg ist Kameradschaft und der Wille, alles für den anderen zu geben." (Fritz Walter)



Beitragvon Olamaschafubago » 03.12.2018, 20:58


Das ist doch schon recht viel Selbstreflexion. Bleibt zu hoffen, dass jemand wie Biada seine Erfahrung mit den jüngeren, momentan verunsicherten Spielern auch so teilt. Und danach auf dem Platz bald eine klare Antwort zu sehen ist...

Hoffe, der neue Trainer vermittelt allen Spielern, dass man diesen Erwartungsdruck der FCK-Fans gar nicht so negativ sehen muss, darin liegt ja auch eine Chance:

Liebe Mannschaft, Generationen vor Euch wurden unterstützt wie kein anderes Team in Deutschland. Wir für Euch, Ihr für uns. Bringt Euch voll ein und Ihr habt die geilsten Fans der Welt hinter Euch, egal wie das Spiel ausgeht.


Dem kann man eigentlich nichts mehr hinzufügen :daumen:



Beitragvon Hellboy » 03.12.2018, 21:00


Jetzt schlägt sich also die überbewertete Mannschaft auf die Seite der überanspruchsvollen Fans. Is ja‘n Ding.

Bader täte gut, diesen abstrusen Graben, auf dessen böser Seite die Fans und die Mannschaft, und auf dessen guter Seite die Führungsetage und der Michael stehen, schnellstmöglich wieder zuzuschütten.
"it‘s been a long time comin‘..."



Beitragvon roterteufel81 » 03.12.2018, 21:02


Noch jemand gerade Rostock- Osnabrück gesehen? DAS war mal ein Fußballspiel. Hätte locker n Spitzenspiel in Liga 2 sein können. Spielerisch auf gutem Niveau und jeder einzelne geil auf ein Tor. Da wurde um jeden Ball gegrätscht, auch abseits der heißen Zone. Da war Leidenschaft drin.

So wünsch ich mir das mal von unseren „Schlafmützen“.

Hoffe Biada hat es auch gesehen und gut zugeguckt !
"... denn Kellogg's Frosties schmecken sooo, die wecken den Tiger in dir (UND DIR!)"



Beitragvon Teufel51 » 03.12.2018, 21:19


Beim Nächsten Spiel können Sie ja zeigen ob Sie KÄMPFEN (SIEGEN ) können.
Bin auf eine Reaktion der Mannschaft gespannt.
Hoffentlich werden Sie egal wie auch über 90 Minuten unterstützt.
Danach kann es Beifall oder Pfiffe geben.



Beitragvon FCK-Ralle » 03.12.2018, 21:46


SEAN hat geschrieben:Es ist fast immer das gleiche. Stammspieler wie Sternberg können mit der Kritik kaum leben, Spieler die oft aus der zweiten Reihe kommen, wie jetzt ein Biada oder zuvor Bergmann, sehen das völlig anders.
Selbstkritik ist eine gute Sache, wenn sie von ALLEN UND EHRLICH gemeint ist. Nicht nur reden, sondern handeln.
Ich erwarte von der Mannschaft nix anderes wie in den letzten 3 Spielen vor der Winterpause durchweg überzeugende Leistungen, Gras auf den Zähnen und mindestens 6-7 Punkte.
Und vom Vorstand einen guten Trainer und zumindest einen schnellen Innenverteidiger. :wink:


Unterschreib ich dir genau so!
FCK 4-life
"Sieger zweifeln nicht und Zweifler siegen nicht!" (Gerry Ehrmann)



Beitragvon AlterSack » 03.12.2018, 23:10


Mein allererstes Spiel uffem Bersch habe ich gegen die Offenbacher Kickers gesehen.Ich war 13 oder 14 es war saukalt und ich stand mit meinem 'großen' Bruder in der West Block 8,so wie es sich gehört.
Es war kein gutes Spiel und endete nach Rückstand 1:1,aber ich merkte dass da unten auf dem Platz 11 Spieler im roten Trikot rannten,grätschten und die Linie rauf und runter liefen bis sie kotzten.
Ich kam wieder und immer wieder und das Stadion war immer voll auch wenn 'wir' verloren hatten und es waren viele oftmals bittere Niederlagen dabei.Warum ?? Weil die FCK-Fans ein feines Gespür hatten,weil es sie begeisterte wie spielerisch bessere Mannschaften beackert,bekämpf - und geschlagen wurden und wenn nicht dann hatte 'unsere' Mannschaft wenigstens gekämpft bis zu umfallen.
Und genau das ist das Problem-ich habe heute das Gefühl dass einem Großteil der Spieler im roten Trikot der Ausgang des Spiels arschgelecktscheißegal ist und die Fans die oft hundert Kilometer und mehr anreisen,Urlaub nehmen oder Stunden abfeiern um 'ihren' FCK zu sehen,auch.
Das zu sehen tut weh und irgendwann bleibt auch der größte FCK-Fan einfach dehäm :x
Kämpft,beackert den Gegner,saut Euch ein im dicksten Regen und die Menschen uffem Betze werden Euch lieben-so und nur so laaft die Geschichd :( :(



Beitragvon paulgeht » 03.12.2018, 23:43


Ich habe mich noch einmal mit der Aussage, der FCK habe ein schwieriges Umfeld, auseinandergesetzt.

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Kummt Senf druff
Das Märchen vom schwierigen Umfeld
von paulgeht


Im Zuge der Trennung von Michael Frontzeck beklagten die Verantwortlichen mal wieder das angeblich schwierige Umfeld beim 1. FC Kaiserslautern - eine Ausrede, die bald keiner mehr hören kann.

Einen Tag nach der Trennung von Michael Frontzeck war die Zeit offensichtlich mal wieder reif. Der FCK, diesmal in Person des Aufsichtsratsvorsitzenden Patrick Banf, kritisierte die angeblich so ungeduldigen Fans der Roten Teufel: "Wir haben ein schwieriges Umfeld in Kaiserslautern, da bekommst du nicht die Zeit, die du normalerweise bräuchtest", beklagte er via "Rheinpfalz".

Das schwierige Umfeld - in den vergangenen Jahren, vor allem gegen Ende der Amtszeit von Stefan Kuntz, galt das häufig als eine willkommene Ausrede. Nun also auch unter der rundum erneuerten Vereinsführung im Dezember 2018.

Ausgliederung und volles Stadion: Viel Vertrauen in die Verantwortlichen

Vor ziemlich genau einem Jahr, nach einem trostlosen 0:0 gegen den VfL Bochum, waren die Emotionen im Umfeld, bei den Fans, das letzte Mal so richtig hochgekocht. Einige Anhänger stellten die Mannschaft damals unter der Nordtribüne und verlangten Erklärungen für die schwachen Leistungen. Es war bis zum Knall nach dem Wehen-Spiel im November 2018 das letzte Mal, dass die Fans so richtig aus der Haut fuhren. In den rund zwölf Monaten dazwischen hat der FCK eine Zweitliga-Hinrunde desolat abgeschlossen, Schlüsselspiele verloren, ist zum ersten Mal in seiner Geschichte als Tabellenletzter in die 3. Liga abgestiegen, kassierte eine 1:6-Demütigung im Pokal und verliert den Wiederaufstieg so langsam aus den Augen.

Auf den Rängen blieb in den vergangenen Monaten trotzdem ruhig, vielmehr noch: Die Mannschaft wurde nach dem letzten Zweitligaspiel in Ingolstadt beklatscht, im Sommer kamen 1.500 Anhänger zum Trainingsauftakt, über 40.000 Zuschauer sahen das erste Heimspiel gegen 1860 München, knapp 7.000 reisten zur ersten Auswärtspartie nach Großaspach mit. Rund 12.500 Dauerkarten wurden verkauft, die neuen Trikots in wenigen Tagen vergriffen, die Ausgliederung mit über 90 Prozent Zustimmung angenommen - Zahlen, auf die andere Klubs teilweise jahrelang hinarbeiten. Die Verantwortlichen im sportlichen und im administrativen Bereich haben mehrmals einen riesigen Vertrauensvorschuss bekommen.

Wehen-Spiel: Erster Frust nach 16 Spielen

Bei welchem vergleichbaren Traditionsklub wäre der Absturz, die anhaltende größte Krise der Vereinsgeschichte, von Fans und Mitgliedern so moderat hingenommen worden?

Und nun brach der Frust zum ersten Mal nach langer Zeit wieder so richtig nach dem 0:0 gegen Wehen Wiesbaden hervor, als die Roten Teufel den nächsten Rückschlag im Rennen um den angepeilten Aufstieg einstecken mussten. Nach 16 Spielen!

Ex-Trainer Michael Frontzeck ordnete die Pfiffe und Rufe auf seine Art ein: Er forderte, die alten Erfolge endlich hinter sich zu lassen und sich mit der 3. Liga zu identifizieren. Aber welcher Fan träumt bei einem 0:0 gegen Wehen Wiesbaden oder bei einem 0:5 gegen Unterhaching noch von der Bundesliga oder gar von Meisterschaften? Sind die Anhänger, die seit Jahren und Jahrzehnten ihrem Verein die Treue halten, der immer kleiner werdende Rest im riesigen Fritz-Walter-Stadion, so vermessen?

Fan-Wut: Es sind keine Träumereien, es ist die blanke Angst

Es ist eine Fehlannahme, die sich seit Jahren hält: Ärger, Frust und Wut entstehen nicht, weil der so stolze FCK in der 3. Liga umherdümpelt. Pfiffe und Trainer-Raus-Rufe gibt es nicht, weil es etwa unter der Würde eines FCK-Fans ist, sich Spiele gegen Lotte oder Münster anzusehen. Es ist die blanke Angst, dass dieser Verein seine Talfahrt nicht mehr aufhalten kann, dass der Tag X näher ist, als jeder noch so schöne Traum von besseren Zeiten. Frontzeck selbst betonte schließlich auch, dass der FCK unabhängig von handelnden Personen nicht mehr viele Chancen habe - um sich dann zu wundern, dass den Fans nach dem x-ten enttäuschenden Spiel der Kragen platzt?

Es geht immer mehr Identifikation verloren. Persönlichkeiten, an denen sich auf dem Betzenberg irgendjemand aufzurichten vermag, gibt es schon lange nicht mehr. Die Vereinsführung hat sich in den vergangen zwei Jahren nahezu komplett verändert. Mit jedem neuen Spielplan gibt es eine fast komplett neue Mannschaft. Wer erreicht noch die Leute in der Kurve? Die Fans geben ihrem Verein seit Jahren viel. Der Verein gibt ihnen seit Jahren immer weniger - und erhebt dann noch Vorwürfe gegen sie?

Quelle: Der Betze brennt
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Beitragvon Mosel94teufel » 03.12.2018, 23:55


…. im labern sind die immer ganz vorne dabei …..
….immer die Fans für ihre …. Ungeduld beschimpfen und für katastrophale Spiele und Aussendarstellungen vom Verein verantwortlich machen ….
...nur 2 Beispiele …. wie viele waren zum Trainingsbeginn da … wie schnell war diese Fananleihen-Verarsche ausverkauft …. ?
...wie weit sind die eigentlich vom Fan und der Realität entfernt .... UNFASSBAR ….

…. wer hat vor der Saison ganz klar den Aufstiegsfavoriten ausgegeben …. ich hab gar kein Bock mehr , zu diesen realitätsfremden Verantwortlichen , die offenbar keinerlei Bezug zu den seit 15 Jahren ach soooo ungeduldigen Scheiss Fans zu sagen ….


ENDE



Beitragvon Schlossberg » 04.12.2018, 00:47


Danke, Frederik, für den schönen, guten, wichtigen und überfälligen Beitrag.

Never give in, never give in, never, never, never, never

(Winston Churchill)



Beitragvon Rheinteufel2222 » 04.12.2018, 00:54


paulgeht hat geschrieben:"Wir haben ein schwieriges Umfeld in Kaiserslautern, da bekommst du nicht die Zeit, die du normalerweise bräuchtest", beklagte er [Patrick Banf] via "Rheinpfalz".


Wenn man sich die Zuschauerzahlen anschaut, scheint das Umfeld das einzige zu sein, was beim FCK in dieser Saison funktioniert. Von daher in der Tat eine etwas gewagte Aussage von Banf.
"Ein Verein gehört nicht einem Menschen - er gehört den Menschen und Mitgliedern, die sich mit ihm identifizieren."
Christian Streich



Beitragvon Heinz Orbis » 04.12.2018, 01:11


Ich finde den Artikel von @paulgeht sehr gelungen! Hier steckt viel Wahrheit drinn...ergänzen möchte ich noch folgendes:
Die Vereinsführungen machen auch ständig Versprechungen bzw. setzen Ziele, die dann nicht erreicht werden! Wenn die mal realistischer Kommunizieren würden, wäre der Fanwut schon etwas vorgebeugt...Als Musterbeispiel kann man diese Saison heranziehen: Die haben SELBST gesagt, dass man aufsteigen wolle und dass man eine Mannschaft hat, die sofort funktionieren könne...Nach 16 Spielen und Platz 10 kritisieren wir das erste Mal und die machen uns zum Buhmann...Das ist doch unreflektiert, heuchlerisch und unlogisch zum Quadrat!
Die jeweiligen Verantwortungsträger könnten uns doch auch einfach sagen, dass man diese Liga erst kennenlernen muss und dass man erst sehen muss wie sich die neue Mannschaft an die neuen Gegebenheiten (die Gegner spielen körperlicher, die Schiris sind noch schwächer, die Gegner spielen fast alle auf Konter gegen uns, die Spielweise der Liga ist langsamer dafür aber härter usw usw) anpassst. Hinzu könnten sie sagen, dass wir als FCK zwar ein hohes Budget haben, man aber trotzdem weiterhin keine großen Sprünge bei Transfers und weiteren Investitionen machen kann, weil man das Geld für die anstehenden Kosten zurückhalten muss.... Sie könnten sagen, dass man zwar einen verhältnismäßig teuren Kader hat, die Leistungsunterschiede zwischen guten bzw. "teuren" Spielern, in den unteren Ligen, aber nicht so hoch sind wie in der Bundesliga (wo ja das höchste Budget auch meist mit einem hohen Tabellenplatz korreliert)... Sie könnten sagen, dass wir evtl. Jahre oder gar Jahrzehnte brauchen werden, um wieder ein etablierter Club in der ersten oder zweiten Liga zu werden...Sie könnten sagen, dass es zunächst wichtiger ist, sich wirtschaftlich zu konsolidieren, als im "Hau-Ruck" Verfahren nach oben zu wollen...Sie könnten sich ehrlich machen vor den Fans (für die die noch da sind, wäre das sicherlich nicht schlimm, sondern eher ein realistischer Leitfaden um die Situation einordnen zu können und um auch sehr kleine Schritte zu honorieren)...sie könnten uns unmissverständlich sagen, dass man auch noch mindestens ein weiteres Jahr 3.Liga verkraftet, obwohl man die Fananleihe zurückzahlen muss (dieser Punkt macht doch vielen Angst)
Aber NEIN! Es wurde gesagt man will direkt hoch... es wurde gesagt man ist in guten Investorengesprächen... es wurde gesagt man hat eine tolle Mannschaft (inklusive Trainer) und man hat sogar noch Geld übrig aus dem Budget...
nach 3 Monaten will man sich daran nicht mehr erinnern, nein schlimmer noch, den Fans wird vorgeworfen, dass selbige sie an ihren Worten messen...Hammerhart! Ein Kommunikationsdesaster der ersten Güte! Zumindest von Banf hätte ich mir da mehr erhofft (er sollte als Urlautrer die Menatlität einschätzen können)...Uns ist es wichtiger das zu bekommen was draufsteht, als nur die Marke zu kaufen ohne Inhalt!!!!
Wohin soll ich denn wechseln, ich bin doch schon beim FCK!



Beitragvon Schwede87 » 04.12.2018, 01:17


Danke @paulgeht, vielen vielen Dank für deinen zu 100 % zutreffenden Artikel!
Ich kann das Gerede von dem „schwierigen, anspruchsvollen Umfeld“ nämlich auch nicht mehr hören. Wir spielen verdammt nochmal in der 3. Liga und stehen dort richtig beschissen da! Und trotzdem werden viele Fans am Samstag wieder ins Stadion gehen, die Mannschaft anfeuern und sich am Ende hoffentlich über 3 Punkte freuen - und das auch gegen die Würzburger Kickers in Liga 3!
Die Fans nehmen die 3. Liga an, aber sie nehmen zurecht nicht Platz 12 und 11 Punkte Rückstand auf einen Aufstiegsplatz an!
Der Frust der Fans ist nicht mit Ungeduld oder einer zu hohen Erwartungshaltung aufgrund der früheren Erfolge dieses ehemals so ruhmreichen Traditionsvereines zu begründen, sondern mit der Angst, dass die Talfahrt des FCKs (die eigentlich schon seit 2012 stattfindet) auch diese Saison nicht gestoppt werden kann!



Beitragvon playball » 04.12.2018, 02:14


Die Kritik an den Fans hat nur ein Ziel: die Fans fuer die Unfaehigkeit der Vereinsfuehrung verantwortlich zu machen.

Unabhaengig wie man das Sportliche und Wirtschaftliche rund um den FCK beurteilt, so sticht in Interviews oder Kommentaren heraus, dass die Erwartungshaltung der FCK Fans ein Problem sein soll, da diese offenbar ueberzogen sei. Michael Frontzeck setzte noch einmal einen drauf, in dem er kurz vor seinem Ausscheiden sagte, die Fans hatten die Dritte Liga noch nicht angenommen und fuehlten sich wie vor 20 Jahren.

Es zeugt von einer unheimlichen Respektlosigkeit, gepaart mit einem Schuss Ignoranz und Dummheit, so etwas vom Stapel zu lassen. Wer hat es nicht kapiert? Die Fans oder die Vereinsspitze? Es war ja auch schon ein Kuntzsches Mantra, die Fans fuer zu hohe Ansprueche verantwortlich zu machen. War es nicht der Aufsichtsratsvorsitzende Banf, der noch vor Jahresbeginn sinngemaess sagte, man habe in der Vergangenheit wie ein Erstligist gelebt, obwohl man Zweitligist war? Waehrend die Fans es seit Jahren kapiert hatten, wo man angekomment ist, hatte man es gerade von denen im Verein nicht kapiert, die den Vorwurf breit traten. Und auch heute hat man das Gefuehl, dass es den Fans eher bewusst ist, als einigen Leuten im Management.

Muss man denn dem Dauerauswaertsfahrer, der in Unterhaching, dem Inbegriff der Tristesse im deutschen Fussball, unweit von Olympiastadion und Allianz Arena und sogar fast in Wurfnaehe zum legendaeren Gruenwalder Stadion, freitags im Regen steht, klarmachen, dass man Drittligist ist? Muss man dem Fan, der Heimspiele im halbieren Stadion besucht, die nach wie vor zu gewagten Uhrzeiten stattfinden, gegen Gegner, wo die meisten wenn es hochkommt, 2 oder 3 Spieler kennen, klarmachen, dass man weit entfernt von Liga 2 oder gar Liga 1 ist? Und muss man dem Fan, der nicht immer ins Stadion kann, und nun keine Chance mehr hat, die Spiele in der Sky Kneipe, daheim in Sky oder evtl in der guten alten Sportschau zu sehen, beibringen, dass man in Liga 3 ist?

Mitnichten, und keinem ist es doch bewusster als den FCK Fans. Dazu kommt noch, dass man nicht nur die sportliche Tristesse sieht, sondern die dauernd geschuerte Angst verspuert, ein zweites Jahr dritte Liga sei nicht zu stemmen, folglich spueren viele die Angst, dass der FCK zum 01. Juli 2019 Geschichte sein kann.

Etwas verwunderlich nimmt man aber gleichzeitig wahr, dass die Mannschaft per Flugzeug zu Auswaertsspielen reist, ein Trainingslager in suedlichen Gefilden vorgenommen wird, der Verein gefuehlt einen Trainer- und Betreuerstab hat wie ein Championsleague Teilnehmer, dazu sich sonstige Luxuspositionen, wie einen Pressesprecher (nix gegen Rossi, aber wirtschaftlich gesehen, ist das doch das unnoetigste was es gibt) leistet. Ein Park und Ride System und eine Fantrennung fuer 200 Gaestefans gibt es, als ob man auf Heimspielen die Muenchner Bayern erwarten wuerde, der grosse Parkplatz an der Bremer Strasse, der einst fuer Gaestefans reserviert wurde, ist nach wie vor gesperrt, obwohl hier Tausende Fans parken koennten und hoch zum Stadion flitzen koennten. Alles Kleinigkeiten, die ich nicht grossartig bewerten will, die aber doch einigen Fans auffallen, und die bei der ein oder anderen Fachsimpelei unter Anhaengern zur Sprache kommen. Und noch einmal Frage ich hier: wer hat nicht kapiert, dass wir in Liga 3 sind?

Wie kommt es aber zu dem Punkt, dass die Vereinsfuehrung fortwaehrend immer wieder durch Sticheleien gegen Fans auffaellt? Es kann doch nur in Ablenken eigener Unzulaenglichkeiten zu begruenden sein, gepaart mit den eingangs genannten drei Gruenden. Und ich kann nur fuer die Zukunft dem Vorstand und vor allem dem neuen Trainer, egal wie er denn heissen mag, den Rat geben, mit diesem dummen Geschwafel aufzuhoeren und die Fans nicht abzustossen, sondern mitzureissen. Und genau daher kam auch immer mein Wunsch, den ich selbst mantraartig wiederhole, einen Trainer zu holen, der entweder ein Vulkan an der Aussenlinie ist, und der die Emotionen des Stadions zu unseren Gunsten mit der Mannschaft vereinen kann und dadurch 30% aus jedem einzelnen mehr rauskitzelt. Oder einen, der das Umfeld kennt und der weiss, was der FCK Fan sehen will. Ehrlichen Arbeiterfussball, der mit Herz gespielt wird, egal in welcher Liga!

Und zum Thema Verstaendnis. Es gehoert zum Marketingblabla, bei der Vorstellung eines Trainers oder Vorstands, das tolle Stadion, die tolle Kurve und die Tradition zu loben. Macht ja jeder. Aber versteht denn einer wirklich die FCK Fans? Will denn einer verstehen, welche Erfahrungen die FCK Fans die letzten Jahre haben?

Die Antwort ist NEIN! Und das ist doch unser Problem, warum so schnell ein Trainer an Kredit verliert. Gehen wir mal kurz an die Erfahrungen eines FCK Fan.

Wenn man 10, 20, 30 oder gar 40 und mehr Jahre den FCK sieht, so ergeben sich Parallelen, die man ziehen kann und da man bekanntlich aus Geschichte lernt, so tut man das beim FCK. Da war 1995 ein komplettes Stadion, das sah, dass mit Miroslav Kadlec der beste Libero ueberhaupt beim FCK spielt, der Trainer ihn aber im Mittelfeld auflaufen liess, waehrend ein alternder Andreas Brehme den ueberforderten Libero gab. Nicht nur die Mannschaft nahm den Coach nicht mehr ernst, die ganzen Fans. Man sah den Bruch. Ähnliches hatte man schon mal erlebt mit den Personalien Emig/Foda, 1989.

Es gibt dann folglich die Situationen, wenn eine Mannschaft generell nicht mehr mit dem Trainer kann und jeder sieht, dass es irgendwann boese Klatschen setzt. Unabhängig des Liberobeispiels gibt es verschiedene Situationen, wenn jeder merkt, dass es nicht mehr passt. Das war legendaer 1990 in Mannheim, das Ende Roggensacks, das Ende Friedel Rauschs 1996, spaeter das Ende Rehhagels, wenn auch mit einem Unentschieden besiegelt, das Ende Marco Kurz’, das Ende Fodas oder nun das Ende Frontzecks. 100% ige Parallelelen, ein Vorstand oder Praesident, der dem Trainer gute Arbeit assistiert, doch jedem faellt auf, dass ein Trainer die Mannschaft sichtlich verloren hat und die Mannschaft ohne Motivation und ohne Durchschlagskraft auf dem Platz steht.

Sicher sind wir Fans in der Kurve alles Theoretiker und keine Fussballstudierte, aber viele haben selbst Fussball gespielt, kennen die Emotionen eines Teams – das macht den Fussball uebrigens so legendaer – und sehen, was auf dem Platz los ist. Wenn einem dann ein Trainer ein X fuer ein U vormacht, ja dann muss man sich nicht wundern, dass es einen Riss gibt. Und wir erkennen doch, die Anzeichen, wenn kein Zweikampf mehr gewonnen wird, kein Kopfball, wenn keine 1 zu 1 Situationen gesucht werden und vor allem, wenn keine Steilpässe auf die Stürmer kommen, dass mal wieder der fast schon traditionelle Bruch mit dem Trainer da ist. Und dann kommen 2 oder 3 Fussballstudierte, die 10 oder 20,000 Zuschauern die Geschichte vom Pferd erzählen.

Und wenn gerade aktuell dann ein Frontzeck, ein Bader oder gar ein Banf kommen, und schlichtweg SCHEISSE reden, dann muss man sich mal fragen, ob die Leute nicht ein uebergewichtiges Defizit and Durchblick haben. Oder sie wissen schlichtweg, dass sie mit grossem Mundwerk gescheitert sind, weil sie keine Ideen mehr haben. Die Ausgliederung ist ein halbes Jahr her, ein Ankerinvestor ist weit weg. Dass Frontzeck “Fertig hat” sah selbst der letzte Frontzeck Anhaenger seit 2 Wochen, doch Bader war vollkommen ueberrascht und unvorbereitet. Er weiss nicht einmal, was in der Mannschaft los ist. Es ist soweit, dass die Spieler, die wie es nun langsam rauskommt, schon Bader und Aufsichtsrat informiert hatten, mittlerweile den Weg zu den Fans suchen, weil ihnen im Verein offenbar keiner zugehoert hat und weil man mittlerweile selbst merkt, wie fuehrungslos der FCK ist.

Fuer Bader ist das ein absolutes Katastrophenzeugnis und es wird zwangsläufig die Frage auf, ob er nicht seine Pflichten grob fahrlässig verletzt hat. An der JHV wird es hierzu sicherlich Fragen geben, die emotional werden.

Und mal generell zu den FCK Fans. Auch wenn ich selbst mit meinen Nebenleuten kritisch bin, so muss ich doch mal feststellen, dass man beim FCK mit dem Publikum einen Trumpf hat, den es niergends gibt. Nicht mal in Schalke oder Dortmund, die gerne so hochgepriesen werden. Aber man ist nicht in der Lage, das FCK Publikum zu verstehen, kaum einer macht sich die Muehe im Verein. Sicher ist es auch nicht immer leicht, vor allem, weil wir Meckerhasen einerseits meckern, drohen “nimmi nuff ze gehe”, uns aber gleichzeitig selbst feiern koennen, ohne “die da unten auf dem Platz”. Als Beispiele nehm ich hier das DFB Pokalspiel 2003 in Berlin, als die FCK Fans nach Abpfiff in grossen Teilen weitersangen, einfach um die Kraft des Vereins zu dokumentieren. Da war die Relegation gegen Hoffenheim, verloren mit Schuhen und Struempfen, und die Fans sangen im Stadion noch eine gefuehlte Ewigkeit weiter, so dass manche Oma auf dem Baennjerrueck auf dem Balkon noch Gaensehaut bekam. Dann gibt es Spiele wie in Liga 2 vor 2 Jahren gegen Hannover oder dieses Jahr gegen 1860 Muenchen, auch 2006 gegen Rot Weiss Essen, wenn 40,000 zum Saisonauftakt ins Stadion stroemen, um an einem lauen Sommertag Betzeatmosphaere zu erzeugen und um der Mannschaft Kredit zu geben. Hier ging es nie darum, sich wie in der Champions Leage zu fuehlen, hier ging es darum, auf dem Boden der Tatsachen ein Signal zu geben an Mannschaft und Verein: WIR SIND DA UND WIR GEHEN GEMEINSAM. Leider gingen die Fans oft alleine...

Dazu gibt es diese ganz verrueckten Stories, wie die Tour vor 2 Jahren, als weit mehr als 1,000 FCK Fans nach London zu einem Freizeitkick in Brentford mitreisen, einfach mal, um eine grosse FCK Party zu machen. Frei nach dem Motto: wenn wir Euch schon nicht feiern koennen, so feiern wir uns selbst. Hier hatten sogar Klatt, Gries und Riesenkampff verstanden, was los war, doch Korkut riss die Spieler mit einer Geste von den Fans weg, ein katastrophaler Fehler.

Und auch beim DFB Pokalspielen bei kleineren Vereinen wusste man oft, aus Spielen eine Party zu machen, und was immer wichtig war: einen super Eindruck zu hinterlassen, was Fanscharen aus Frankfurt oder Dresden nicht immer so ganz hinbekamen wenn sie irgendwo auf Besuch gewesen sind.. Ach ja, noch zu erwaehen, wie regelmaessig FCK Fans die Trainingslager besuchen und sogar die Trainingslager zu Events machen.

Ist Euch denn bewusst, was wir für ein positiv verrueckter Haufen sind???

Leider hat man das Gefuehl seit Jahren, dass dieses As im Aermel des Vereins nicht ausgespielt wird. Trainer haben eher Angst, auf diese Kurve zuzugehen, und das As in die Spielkarte mit aufzunehmen. Insbesondere Korkut oder Frontzeck waren hier zwei, die der Kurve gegenueber eiskalt wirkten. Kein Blickkontakt, kein Interesse nach dem Motto: “Was wollt Ihr, ich geb Euch etwas, was Ihr wollt” und daher wird aus einem Vulkan in der Kurve ein gefuehlter Eisberg. Ein Eisberg, der nicht nur laehmt, sondern fuer den Verein gefaehrlich wird. Und Bader ist die nächste Krönung in dem ganzen Spiel.

Und ohne glorreiche Zeiten glorifizieren zu wollen, mal ein Rueckblick. Erfolgreiche Spieler haben die Kurve mitgenommen. Ein Kuntz sagte, dass er in dem Stadion in der ersten Minute provozierte, gefoult zu werden, damit das Stadion in Wallung kommt. Ein Hotic wusste, dass die Fans immer auf seiner Seite sind und er heizte die Stimmung an. Trotz der Tatsache dass dies Weltklassespieler waren, nutzen sie den Vorteil der Fans entscheidend. Ein Andreas Buck legte den Ball am Gegner vorbei und wusste, dass er umgesenst wird. Ohne Angst suchte er den Zweikampf und als er zu Boden ging, bebte das Stadion ähnlich wie die Erde in Sumatra bei einem der vielen Erdbeben. Hier entstanden Banden zwischen Fans und Spieler, die uns, den Verein, als Einheit stark machten. Auch die “alten Rabauken” wie der gerade verstorbene Schwager, spaeter Briegel, Neues oder auch Dooley erkannten, dass sie mal einen umnieten muessen und das Publikum ihnen hilft, den Schiri zu beeinflussen. Der Spielstil hat ein unerschuetterbare Einheit zwischen Spielern und Fans geschaffen.

Heute hat man das Gefuehl, dass die Entschuldigung schon vor dem Spiel gesucht wird und den Fans eine Niederlage in die Schuhe geschoben wird. Ich erinnere hier an den Rotzloeffel Moritz vor anderthalb Jahren in Aue oder aktuell unsere sportliche Leitung. Unerträglich. Und noch unerträglicher, dass es hier keine arbeitsrechtlichen Konsequenzen gibt.

Daher kann ich nur "an Euch da oben" appellieren: versucht die Fans zu verstehen, vor allem, seht die Fans als unseren Trumpf, seht die Fans als den Turbolader fuer die Mannschaft, wenn sie aufs Gaspedal drueckt. Das muss der neue Trainer vom ersten Tag an verstehen, am besten er versteht es von zu Hause aus…

Und noch etwas. Nicht nur sportlich sollte man mal die Fans mehr wuerdigen. Vor knapp 6 Jahren haben die Fans mit der Fananleihe bewiesen, dass sie dem FCK mehr als sportlich helfen. Man hat von Sponsoren und Investoren geredet, keiner da, also Fananleihe. Die Fans haben gezeichnet. Die Fans haben auf Zinsen verzichtet. DIE FANS.
Auch 6 Jahre spaeter, mehrfachem Wechsel im Management, hat man immer noch keine groesseren Sponsoren, Investor sowieso nicht. Nun wird die Angst vor sich her getragen, der FCK kann am Saisonende die Fananleihe nicht zurueckzahlen, wenn kein Investor da ist. Und hier ist man nicht in der Lage, den Fan zu beruhigen, denn waehrend einerseits von Zwischenfinanzierung die Rede ist (was einige nicht unbedingt verstehen), reden manche Vereinsorgane in direkten Gespraechen von Insolvenz. Ja bravo, welch grosses Kino. Das ist so ähnlich als wenn ein Pilot in schwerem Unwetter anfängt zu beten. Beruhigend für die Passagiere.

ABER: Auch wenn Plan A, B oder C nicht in die Gänge kommen: Man hat einen Plan F, dass wenn es so weit ist, und der Vorstand baut sich diese Bruecke gerade auf, die FCK Fans entweder eine neue Fananleihe zeichnen oder die FCK Fans wie die Wilden Aktien kaufen werden, um IHREM Verein mal wieder zu helfen. Und genau das wird passieren. Man redet von Ankerinvestoren, 4 Saeulenmodellen, usw, doch am Ende hat man nur EINE EINZIGE Saeule. Eine verdammt starke Saeule. Die staerkste Saeule von allen. DIE FANS. Die werden dann wieder zeichnen. Und das wird dann mal wieder mal die letzte Patrone sein. Von der letzten Patrone zur allerletzten Patrone. Und wenn diese Patrone verbraucht ist, dann werden ohne Munition schiessen, notfalls (bildlich gesprochen) Pfeil und Bogen rausholen oder mit den blossen Faeusten kaempfen, um den Verein am Leben zu halten.

Viel mehr Truempfe hat der Verein nicht mehr. Es wird Zeit, dass man das merkt.

Und noch etwas. Die Unruhe wird nicht von den Fans in den Verein gebracht. Die Unruhe wird von Vorstand und Aufsichtsrat hineingebracht, weil sie ihren Aufgaben nicht nachgekommen sind und vor allem die sportliche Situation ignoriert haben und überrascht worden sind.



Beitragvon RFB » 04.12.2018, 02:30


SEAN hat geschrieben:Es ist fast immer das gleiche. Stammspieler wie Sternberg können mit der Kritik kaum leben, Spieler die oft aus der zweiten Reihe kommen, wie jetzt ein Biada oder zuvor Bergmann, sehen das völlig anders.
Selbstkritik ist eine gute Sache, wenn sie von ALLEN UND EHRLICH gemeint ist. Nicht nur reden, sondern handeln.
Ich erwarte von der Mannschaft nix anderes wie in den letzten 3 Spielen vor der Winterpause durchweg überzeugende Leistungen, Gras auf den Zähnen und mindestens 6-7 Punkte.
Und vom Vorstand einen guten Trainer und zumindest einen schnellen Innenverteidiger. :wink:


Genau so ist es. Es gibt jetzt keine Alibis mehr. Wie sagte schon einer mal vor Jahren: "Die Wahrheit liegt auf dem Platz."


cruzeiro hat geschrieben:(....)
Zu Biada: Liebe Mannschaft, Generationen vor Euch wurden unterstützt wie kein anderes Team in Deutschland. Wir für Euch, Ihr für uns. Bringt Euch voll ein und Ihr habt die geilsten Fans der Welt hinter Euch, egal wie das Spiel ausgeht.


Bin jetzt echt mal gespannt ob die Mannschaft zu ihrem Wort steht. Wissen sollten sie es ja, zumindest von Erzählungen von einigen ehemaligen FCK'lern :D


@playball
Deinem Beitrag, super geschrieben :!:, gibt es nichts hinzuzufügen, entpricht dem Ganzen zu 100%. :teufel2:
Just my 2 Cent



Beitragvon Betzehörb » 04.12.2018, 05:00


@playball:
:daumen: Sehr stark geschrieben! Dem gibt es wirklich gar nichts hinzuzufügen! Respekt! :daumen:



Beitragvon Schnullibulli » 04.12.2018, 07:12


Mag sein dass MF viel Scheiß gemacht. Falsche bis keine Taktik etc.
Das Rennen und kämpfen liegt bei jedem einzelnen.
Auch das Team muss liefern.




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