Diskussionen zu fanpolitischen Themen, wie z.B. von ProFans oder dem B.A.F.F.

Beitragvon Thomas » 28.02.2018, 16:45


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Im Blickpunkt: Diskussion um die 50+1-Regel
Die Zukunft des Fußballs: Wir müssen sie gestalten!


Hannovers Präsident Martin Kind will die 50+1-Regel kippen und spaltet damit nicht nur seinen eigenen Verein. Aber worum geht es eigentlich genau? Die "Fanszenen Deutschlands" haben einige Fragen und Antworten zum Thema aufbereitet.

Die Zukunft des Fußballs beginnt jetzt - und wir müssen sie gestalten!

Was ist passiert?

Nach dem offiziell von Martin Kind ruhend gestellten Antrag auf Ausnahme der 50+1-Regel für sich und Hannover 96 soll die 50+1-Regel nun von allen DFL-Clubs "modifiziert" werden. Für eine solche Modifizierung werden 24 von 36 Stimmen, also eine 2/3-Mehrheit, aller DFL-Mitglieder (=Clubs) benötigt. Martin Kinds Problem wird somit zum Problem aller Fans und Vereine.

DFL und DFB haben nichts verstanden!

Die Grundsatzdiskussion zur 50+1-Regel wurde nach jahrelangen Diskussionen mit 36:0 Stimmen aller DFL-Clubs 2014 zum Abschluss gebracht. Seit 2014 ist eigentlich überhaupt nichts passiert, schon gar nicht seit August 2017, wo es noch von DFB und DFL großmäulig hieß: "Wir haben verstanden". Nur Martin Kind konnte man nicht wie erwartet durchwinken. Ein Erfolg aller Fans-bundesweit! DFL-Geschäftsführer Christian Seifert will das Fass jetzt wieder öffnen und initiiert eine "Grundsatzdebatte zur 50+1-Regel", um nicht nur Kind, sondern allen Investoren eine Übernahme zu ermöglichen, ob sie nun Kind, Kühne, Ismaik oder sonst wie heißen. Damit steht fest: Seifert, Grindel & Co haben überhaupt nichts verstanden. Sie glauben ernsthaft, die Fans verarschen zu können, indem sie Wasser predigen und Wein saufen!

Was ist das Ziel der angestrebten Modifizierungen?

Im Klartext: nichts weiter als das faktische Ende von 50+1 in Deutschland durch die Hintertür. Denn jetzt wollen natürlich auch andere Investoren die Diskussion nutzen, mit Hilfe williger Club-Bosse (wenn nicht eh identisch) "ihre" Clubs von der vermeintlichen 50+1-Geißel zu befreien und dafür nicht erst 20 Jahre lang eine erhebliche Förderung nachweisen zu müssen. Eine 5-Jahres-Frist, wie sie in der freien Wirtschaft für Heuschrecken-Investoren üblich ist, wurde bereits ins Spiel gebracht.

Die neuerdings gerne gebrauchte und harmlos klingende Aussage, es solle doch jeder Verein selbst über 50+1 entscheiden, bedeutet letztlich nichts anderes. Wenn ein Verein selbst und nicht mehr die DFL entscheiden, ob ein Investor übernehmen darf oder nicht, sobald sich der Verein als gefördert "ansieht", sind nicht nur Kind und Ismaik am Ziel ihrer Träume. Stehen dabei lästige Vereinsmitglieder im Weg, wird man schon dafür sorgen, dass die Abstimmungsergebnisse passend gemacht werden, und sei es durch Geschenke an Einmal-Wähler (Trikot für Stimme) wie in Hamburg und Stuttgart unlängst geschehen. Wie es bei 1860 München aktuell ohne eine ernsthaft gelebte 50+1-Regel aussehen würde, kann sich jeder selbst ausmalen.

Wieso ist das jetzt wichtig für alle Fans und Fanszenen in Deutschland?

Die jetzt schon offensichtliche Schere zwischen arm und reich im Fußball würde noch größer werden als ohnehin schon. Investoren würden sich naturgemäß zuerst für die großen Clubs interessieren. Für Traditionsclubs, Zweitligisten oder gar noch niedriger spielende Clubs, die sich dem Ausverkaufswettbewerb nicht anschließen wollen, würde das letztlich bedeuten, dass es für sie noch unmöglicher würde, zur Spitze aufzuschließen.

Wenn die Großen noch größer werden und die Ab- und Aufstiegsplätze mehr denn je schon vor Saisonbeginn feststehen, werden sich die kleinen, oft überschuldeten Clubs in Ihrer Verzweiflung dann doch mit dem arabischen, amerikanischen, russischen oder chinesischen Teufel ins Bett legen, um die Abkürzung zu nehmen. RB Leipzig lässt grüßen. Dass dadurch auch Eintrittspreise steigen oder Trikotfarben den Hauptsponsoren angepasst werden ist so klar wie die damit verbundenen Veränderungen für die Fanszenen, die oft beschworene Fankultur und das soziale Mengengefüge im Stadion. Die billigste Dauerkarte bei Arsenal London kostete schon 2013 über 1.000 EUR. Nicht umsonst pilgern jedes Wochenende Hunderte Fans aus dem Ausland wegen bezahlbarer Eintrittskarten und guter Stimmung in Deutschlands Stadien.

Wie soll das Ziel erreicht werden, 50+1 abzuschaffen?

Namhafte und weniger namhafte Persönlichkeiten wie Christian Seifert, Christoph Schickhardt (umtriebiger Fußball-Anwalt vieler Clubs), Alfred Draxler (Bild) und Rainer Franzke (Kicker) sowie diverse Club-Funktionäre werden ihre aufgehübschten alternativen Ansichten von 50+1 massiv bewerben. Mit wertlosen Brotkrumen, die größtenteils eh selbstverständlich sein sollten und auch problemlos ohne eine Diskussion um 50+1 festschreibbar wären (z.B. Verbote zur Änderung von Vereinsfarben oder ein Umzug von Clubs in eine andere Stadt), wird man dabei versuchen, die Fans zu blenden. Ziel ist es, die de facto Abschaffung von 50+1 salonfähig zu machen.

Was muss man tun, um dem entgegenzuwirken?

Es ist eindeutig der sportpolitisch wichtigste Kampf der Fans in naher Zukunft, da deren Ausgang zwangsweise Einfluss auf unseren Fußball in zehn, zwanzig, dreißig oder vielleicht auch schon zwei Jahren haben wird und auf unsere Mitbestimmungsmöglichkeiten in den Vereinen (noch) mit Bindung zu den Profis.Wird 50+1 ausgehöhlt, öffnet sich die Büchse der Pandora. Es ist dann keine Frage mehr ob, sondern wann englische/spanische/französische Verhältnisse im deutschen Fußball einkehren. Der Gegenwind der Fans muss massiv und dauerhaft sein, um Wirkung zu zeigen. Augen zu und durch - das gelingt vielleicht im Kleinen, aber nicht, wenn der Gegenwind alle Stadien in irgendeiner Form erfasst und damit das gesamte "Premiumprodukt" der DFL. Bleibt der Gegenwind dagegen aus, haben die 50+1-"Putscher" freie Hand. Den Verantwortlichen bei DFB und DFL sowie in besonderem Maße auch in den (ausgelagerten) Clubs und Vereinen muss klar werden, dass sie massiver Widerstand erwartet, wenn sie sich auf das durchschaubare Spiel einlassen. Parallel dazu sollten alle Fanszenen dafür sorgen, Einfluss in ihren Vereinen zu erlangen und dort Verantwortung zu übernehmen. Wer kein Vereinsmitglied ist, kann keinen Einfluss nehmen und wer keinen Einfluss nehmen kann, gibt seine Mitbestimmungsrechte auf.

Das Wichtigste jetzt:

Keine neue Grundsatzdebatte zu 50+1!

Die 50+1-Regel und die Kriterien für eine Ausnahmegenehmigung sind nicht verhandelbar!


Quelle: Fanszenen Deutschlands

(Anmerkung: Dieser Text erschien in Kaiserslautern zuerst auf der Website des "Pfalz Inferno" und wurde ursprünglich von Fans von Hannover 96 verfasst)
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)



Beitragvon Seb » 28.02.2018, 17:02


Es ist gut, dass sich die aktiven Fans dieses Themas annehmen. Aber speziell mit Blick auf den FCK darf es in den verbleibenden Spielen nur eine Marschroute geben: "100% Konzentration auf den Klassenerhalt". Es darf keine Aktionen (Stimmungsboykotts, Blocksperren etc.) geben, die auch nur ansatzweise negativen Einfluss auf den eigenen Support in Richtung der Mannschaft haben. Auch wenn es sehr wichtige Themen sind, so muss das Ganze während der 90 Minuten doch hinten anstehen.



Beitragvon Hephaistos » 28.02.2018, 17:16


Gerade Clubs in niedrigeren Ligen haben oft Investoren. Natürlich muß man da weniger investieren, als bspw. in der Bundesliga, aber stört trotzdem keinen. Bei den Bayern bezahlen Sponsoren mehr, als halbe Bundesliga zusammen jährlich bekommt. BvB verkauft Aktien in Millionenbereich, interessiert auch keinen. Und HSV96 wäre jetzt ohne Kind wahrscheinlich gar nicht im Profifußball. Es ist leicht über etwas zu diskutieren, was man schon hat. Wenn man aber finanziell angeschlagen irgendwo in der 3.Liga rumpimmelt, der würde die Sache wohl anders sehen. Jahn Regensburg gehörte zu 90% einem Investor, als sie noch in der 3. Liga gespielt haben. Wieso hat es denn keinen interessiert? Solche Beispiele gibt es genug. Diese 50+1 Regel gibt es wirklich nur noch in De, wodurch man ggü. anderen europäischen Ligen nur Nachteile hat. Wenn DE mal auf den 10. Platz in der Ranking rutsch und keine CL- Plätze mehr hat, wird auch in DE diese Regel fallen und zwar ganz schnell.



Beitragvon WernerL » 28.02.2018, 17:18


Der FCK täte gut daran, gut daran sich seine eigenen fortschrittlichen Gedanken darüber zu machen.
Der Kern dieser Gedanken sollte sein:
Was macht Sinn für den FCK??
Dies unter Berücksichtigung unserer eigenen Situation und nicht die der anderen, denn die haben zum Teil 150.000 Mitglieder und Dax-Unternehmen als Sponsor und müssen daher auch keine Anteile verkaufen.
(In Spanien sind z. B. ALLE Teams Aktiengesellschaften bis auf Real+Barca, weil die einfach nicht müssen bei ihren unrechtmäßigen TV Einnahmen die den Wettbewerb dort ebenfalls völlig zerstört haben).

Es bringt uns null Komma null weiter uns mit anderen zu solidarisieren die bereits - insgeheim - lange den Laden ausgegliedert haben, die 50+1 lange umgangen haben aber evtl. noch Tradition heucheln.

Fussball ist in allen Ligen in erster Linie ein Verdrängungswettbewerb, hier gibts keine Fair-Play-Punkte extra. Früher waren wir selbst nie zimperlich unfaire dreckige Punkte gerade zu Hause mitzunehmen um als Underdog über Wasser zu bleiben.
Und jetzt machen wir auf solidarisch?
Vor allem mit wem?
Quasi alle 1. Ligisten sind bereits mit Investoren besetzt oder sind gerade dabei ihren Betrieb umzubauen.
Alle versuchen mit enormem Geld sich weiter ganz oben zu halten und im Falle des Abstiegs mit hohem Etat natürlich direkt wieder aufzusteigen.
Der BVB-Fan boykottiert Montagsspiele die der eigene Vorstand bereits lange in der DFL mit beschlossen hat um weitere Einnahmen auch in Zukunft zu generieren :applaus:

Diese Diskussion ist voller Heuchelei und Fehlinformationen.

Ich bin übrigens gespannt auf die Aussagen unserer Retorten-Teams wie RB, Wolfsburg oder Hoppenheim. Denn die haben 50+1 ja bereits umgangen, profitieren davon und haben einen absolut unfairen Wettbewerb dadurch erst hergestellt.
Deren Interesse ist es natürlich den Rest aller anderen Teams dumm und klein zu halten und daran zu hindern sich eben auch zu verkaufen um diese wiederum mit ebenso viel Geld zu verdrängen.
Ich warte förmlich auf Aussagen von RB man stünde auch zu 50+1 und schätze diese Tradition.
Zuletzt geändert von WernerL am 28.02.2018, 17:35, insgesamt 3-mal geändert.
„Tradition ist eine Laterne, der Dumme hält sich an ihr fest, dem Klugen leuchtet sie den Weg.“ [George Bernard Shaw]



Beitragvon SEAN » 28.02.2018, 17:19


Wenn wir mal ganz ehrlich sind, die Diskussion darüber ist, auch, bzw. gerade hier in KL, schon ein kleines Stückchen scheinheilig. Wir selbst beten, das wir einen Investor an land bekommen, der unseren geliebten FCK "rettet". Auf der einen Seite A, auf der anderen Seite B funktioniert nicht.
Ich weiß auch, das es hier um mehr geht als das, was bei uns mit dem Säulensystem vorgesehen ist. So wie wir es uns "erträumen", so funktioniert es aber auch nur bei Clubs wie Bayern, da gehen 8,3% für 100 Mios über den Tisch und der Investor macht damit immer noch Kohle. Sportlich erfolgreich, und die Rahmenbedingungen stimmen. Alles das haben wir nicht. Ein Investor will was in der Hand haben, entweder sportlichen Erfolg und damit auch finanziell, oder Macht. Für den Punkt "sportlicher Erfolg und damit auch finanziell", dafür gibt es in Deutschland neben den Bayern vielleicht noch den BVB und Schalke, der Rest fällt für mich nur unter den Punkt "Macht".
Abseits der Werte des Vereins stellt sich jeder, der sich stattdessen aus reinem Selbstzweck einer Fankultur verpflichtet fühlt, in der einzelne Gruppierungen und Personen wichtiger sind als der gesamte Club, in der aus diesem Selbstverständnis heraus Straftaten begangen werden.



Beitragvon Westkurvenalex » 28.02.2018, 17:54


Die Büchse wurde leider schon mit Red Bull Leipzig geöffnet, die faktisch zu 100% Red Bull gehören. DFL und DFB haben mit der damaligen Zustimmung, im Wissen, dass Red Bull alleine das Sagen hat, die 50+1 Regel schon einmal verraten. Der schon lange schwelende Konflikt mit Kind und den Fans in Hannover zeigt, was allen drohen kann. Eine Atmosphäre im Stadion wie bei einer Beerdigung.
Das Argument "Nachteile gegenüber den anderen europäischen Ligen auszugleichen", das auch schon ein User hier gebracht hat, ist an Scheinheiligkeit nicht zu überbieten. Es nutzt mehr oder weniger nur wenigen Bundesligisten, die dann einen noch größere Ungerechtigkeit in der Liga hervorrufen.
Die Attraktivität der Bundesliga bei den Menschen liegt nicht darin, dass die Meisterschaft unter 1-2 Clubs ausgemacht wird oder an den internationalen Dauergästen, sondern an der (früheren) Ausgeglichenheit der Liga. Diese Ausgeglichenheit wird immer mehr ausgehöhlt, weshalb auch die Zuschauerzahlen stocken und sich mittlerweile viele "alte" absetzen. Das Beispiel in England spricht Bände! Dort schauen die aus den Stadien vertriebenen Fans neidisch auf die Vereine in Deutschland, wo noch Mitglieder und nicht Eigentümer das Sagen haben.
Erst wird die 50+1 Regel gekippt, dann Stehplätze abgeschafft, Preise deutlich erhöht und am Ende haben wir englische Verhältnisse.
Der Protest ist ein MUSS und ich unterstütze diese Kampagne voll und ganz! Alles andere bedeutet mehr denn je der sichere Tod der meisten Vereine.

@SEAN: natürlich ist die Diskussion um einen Investor in KL in dieser Hinsicht etwas fragwürdig. Aber 1. haben wir keinen und 2. würde dieser eben 49% oder weniger Anteile bekommen. Der Verein und die Mitglieder hätte mit der Mehrheit immer noch das letzte Wort.
Wenn Eigentümer oder Investoren in Deutschland noch mehr Zutritt zu 50+1 bekommen, wars das für mich mit Fussball.



Beitragvon weißbierwaldi » 28.02.2018, 18:23


Für einen Investor sind wir doch mehr als unattraktiv. Warum sollte jemand da sein Geld verschwenden? So sehr mir der FCK am Herzen liegt, aber das jemand der Geld verdienen möchte bei uns investiert man Geld ich nicht glauben.

Ein Gönner oder Mäzen mehr sehe ich nicht.

Wenn ich ein Konzept hätte, würde ich doch nicht in Lautern investieren, da gibt es sicher einfachere Fälle.

Aber vielleicht bin ich ja auch nur zu pessimistisch. Zumindest in dieser Sache.

Ich glaube, dass wir zuerst unsere Stadion Problematik lösen sollten, bevor wir eine Chance haben auf Augenhöhe mit einem Investor zu verhandeln.

Für mich erweckt das immer das Gefühl, dass wir als Bittsteller auftreten (müssen)



Beitragvon Hephaistos » 28.02.2018, 18:41


Westkurvenalex hat geschrieben:...


Ich hoffe, dir ist klar, dass Zuschauereinnahmen mittlerweile als Taschengeld angesehen werden und dass das meiste Geld durch die TV- Vermarktung kommt? Meinst du wirklich, dass Bayern oder Dortmund interessieren würde, ob sie unter 80k Zuschauer spielen oder unter 50k? Diese paar Hundert Tausend sind für uns wichtig, weil wir ständig Haushaltsdefizit haben, aber doch nicht für Vereine in der Bundesliga, die allein TV- Gelder jenseits 20 Mio pro Saison bekommen.

PS: attraktiv ist die Mannschaft, die Erfolg hat.



Beitragvon Betze_FUX » 28.02.2018, 18:53


Wenn man vereinswirksam protestieren will, sollte man Deutschlandweit die Mitglieder dazu aufrufen ihre Mitgliedschaft zu kündigen.
Zum nächst möglichen Termin...das ist glaub der 31.12.
Man kann nach der Bestätigung ja wieder beitreten am 01.01.

So bekommen die Vereine das als direktes. Feedback in Form der mitgliederfluktuation!

Das ist evtl effektiver als 20 Jahre ein "WE dont like mondays" Plakat das keinen juckt (nicht falsch verstehen, ich find die Kampagne gut, aber manchmal ist der stille Protest nicht angebracht)
ES IST NICHT IRGENDEIN VEREIN!!!

Wacken ist nur einmal im Jahr!



Beitragvon Schwebender Teufel » 28.02.2018, 19:46


Ich denke mal das es in Lautern aktuell wesentlich wichtigere und und vorranige Themen gibt als diese 50+1 schei.....
Man sollte sich lieber auf das wesentliche konzentrieren und das kann nur heißen Klassenerhalt.
Sonst kann man bald 5+Willi spielen :teufel2:



Beitragvon screamer » 28.02.2018, 19:54


Ich lese hier eig immer nur, aber das Thema ist ein guter Start.
Hier ist ein sehr guter Artikel über 50+1: http://gegendenball.com/warum-die-501-regel-retortenclubs-produziert/ (nur iwie geht der gerade nicht).

Ich werde wohl niemals verstehen, warum diese Regel immer so krass Verteidigt wird.
Ich bin selbst ein Fußball-Romantiker und Verfechter der Traditionsvereine, und gerade deshalb bin ich gegen 50+1.
Schaut euch doch nur mal die BL an, mit VW, Hopp, Bayer, RB haben wir 4 mehr oder minder Werksclubs, keine andere Europäische Topliga hat mehr, da die 50+1 Regel ja genau das unterstützt.
Deswegen schau ich mittlerweile fast nur noch PL, dort haben alle Verein Geld wie Heu, aber die Liga ist voll mit Traditionsteams.

Dinge wir zu hohe Ticketpreise etc. kann man mit gewissen Regel verhindern, aber dazu brauch ich kein 50+1.

Ich könnte da noch viel mehr ins Detail gehen, wollte den
den Beitrag aber erstmal kompakt halten.
Ein 4-4-2 ist nicht offensiver als ein 4-2-3-1



Beitragvon diago » 28.02.2018, 22:17


Dieses Thema, so wichtig es auch ist, sollte uns in der aktuellen Situation nicht interessieren. Wir sollten alle nur an den Abstiegskampf und den Klassenerhalt denken. Themen wie 50+1 sind was für die Sommerpause.



Beitragvon Paladin » 01.03.2018, 09:01


weißbierwaldi hat geschrieben:Ich glaube, dass wir zuerst unsere Stadion Problematik lösen sollten, bevor wir eine Chance haben auf Augenhöhe mit einem Investor zu verhandeln.

Für mich erweckt das immer das Gefühl, dass wir als Bittsteller auftreten (müssen)


Der Ansicht bin ich auch. Als Tabellen 15.-18. der zweiten Liga, mit der ganzen miesen Presse die die ganze Zeit ist, über den der Bund der Steuerzahler sich auslässt und der sich auch vereinsintern immer wieder als instabil und unruhig präsentiert, da hab ich eine schlechte Verhandlungsposition. Im Prinzip verhandelt doch der Oberbürgermeister mit einem Investor und indirekt die ADD, denn alles steht und fällt daran wieviel die bereit sind dem Stadion hinterherzuwerfen.

Einen vernünftigen Deal kann man eigentlich nur erreichen wenn die neue Führung Mal 2 oder so Jahre stabil gearbeitet hat, man sieht das da was aufgebaut wird und die Stadiongesellschaft ordentlich ihre finanziellen Verpflichtungen erfüllen kann ohne den Verein dafür ausbluten zu lassen. Ob das realistisch ist das das passiert, keine Ahnung. Aber unter den bisherigen Bedingungen kann man sich eigentlich nur total verkaufen und den Einfluss zu 100% an einen Investor abgeben der ganz genaue Vorstellungen hat wie er den Verein platzieren will. Ob das dann noch der Verein ist den wir kennen? Dann braucht man beim Betzelied aber nicht mehr "... außer Bayern ..." rufen. Denn im besten Fall, wären wir so wie die oder Hoffenheim, im schlechtesten RB und im allerschlechtesten 1860.

Vielleicht wäre eine Möglichkeit vor der Ausgliederung genau festzulegen welche Gesamtsumme man erreichen will/muss und die Anteile die man für Fans und regionale Sponsoren reservieren will schon Mal zu verkaufen. Egal wie, ich will immer noch gerne ein schlüssiges Konzept sehen bevor eine Abstimmung stattfinden kann. Wieviele Anteile werden verkauft und wie ist die Verteilung auf die drei Säulen gedacht. Wie stellt man sicher das nicht nachträglich der Großinvestor die anderen Anteile aufkauft, Wieviel geld braucht man, wie ist das Gesamtkonzept, was wird ins NLZ gesteckt und wie denkt man das das in 5 und in 20 Jahren aussehen soll.

Am liebsten wäre mir, man hätte bis dahin sich mit Stadt und Land auf ein Konzept geeinigt wie langfristig der Verein das Stadion zurück bekommt, die Stadt dadurch davon befreit wird (Zweckehe lösen) und man bis dahin die Finanzierung irgendwie vernünftig gestemmt kriegt.

Träumen darf man, in meinem Traum verpisst sich Bayern, RB und Co allerdings auch in die Champions League die mittlerweile in einer Parallelwelt zur europäischen Liga mutiert ist in der sie am Geld ersticken und die BL wieder Spaß macht. Huch, schon wieder aufgewacht.



Beitragvon FW 1920 » 01.03.2018, 09:22


@Paladin
Du sagst ja selbst, dass das Träume von Dir sind.
Wenn Du wieder aufgewacht bist, holt Dich die verdammte Realität ein.
Die Realität ist schlicht und einfach, dass zwei finanzschwache (vorsichtig ausgedrückt) Partner (Stadt und Verein) sich mit einem Objekt (FWS) beschäftigen, das jährlich Millionen kostet.
Und Investoren, die in diesen Größenordnungen arbeiten, die können mit Sicherheit rechnen und haben nichts zu verschenken.
Unsere existentielle Frage wird nicht 50 plus 1 sein, sondern gibt es den FCK in einigen Jahren überhaupt noch im Profifußball!!!
Wir brauchen jetzt einen solventen und sachkundigen Partner, m.E. kann das nur das Land sein. Wer ein solches Finanzkonstrukt wie das FWS hinstellt, dem traue ich keine guten Lösungen zu (Stadt und FCK)!



Beitragvon jürgen.rische1998 » 01.03.2018, 09:22


Paladin hat geschrieben:
Träumen darf man, in meinem Traum verpisst sich Bayern, RB und Co allerdings auch in die Champions League die mittlerweile in einer Parallelwelt zur europäischen Liga mutiert ist in der sie am Geld ersticken und die BL wieder Spaß macht. Huch, schon wieder aufgewacht.


:o Den Traum habe ich auch sehr oft. Und ich hoffe immer, dass ich irgendwann aufwache und es stimmt. Wenn die Bayern zum 15. mal in Folge Meister sind und das Interesse immer mehr abnimmt gibt es vielleicht ja die Chance, dasss diese Bande sich zusammen mit RB und der Biene Maja komplett mach Europa verzieht. Es wäre zu schön :love:
Dauerkarte 2018/2019 (Südtribüne)



Beitragvon FCK58 » 01.03.2018, 09:26


Das wird aber nicht passieren, da sie sonst die heimischen Fleischtöpfe verlieren würden. In dieser Hinsicht ist sich die Bande um Hoenes, Rummenige und Co ziemlich einig.
Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.
Hermann Hesse



Beitragvon jürgen.rische1998 » 01.03.2018, 09:57


FCK58 hat geschrieben:Das wird aber nicht passieren, da sie sonst die heimischen Fleischtöpfe verlieren würden. In dieser Hinsicht ist sich die Bande um Hoenes, Rummenige und Co ziemlich einig.


Ach in China oder Quatar findet sich doch sicher ein Sponsor der den Teilnehmern einer solchen Europaliag das fünfache zahlt im Vergleich zu den heimischen TV Geldern. Da muss sich doch ein Weg finden lassen 8-)
Dauerkarte 2018/2019 (Südtribüne)



Beitragvon WernerL » 01.03.2018, 11:20


FCK58 hat geschrieben:Das wird aber nicht passieren, da sie sonst die heimischen Fleischtöpfe verlieren würden. In dieser Hinsicht ist sich die Bande um Hoenes, Rummenige und Co ziemlich einig.



Es gibt für die End-Entwicklung des Fussballs in Europa exakt NUR 2 Lösungen.


1. Alle großen Teams gründen irgendwann eine Eliteliga, weil sie ohnehin bereits von den Budgets+Titeln dem Rest lange enteilt sind und die Spiele mit Kreisliga-Ergebnissen wie 5:0 oder 6:1 aufwarten.

Nur wer wäre da drin? Genau, NUR die Teams aus den großen Ländern Europas!
Länder wie Holland, Belgien, gar Portugal wären nicht vertreten, und schon garnicht alle Staaten ab Polen süd-östlich.
Der Begriff Europapokal stimmt schon lange nicht mehr, es ist ein England-Spanien-Deutschland-Frankreich-Italien-Pokal. Eben die größten Märkte weil dort das Geld sitzt!
Der Rest hat keine Chance mehr!
Aus diesem Grund haben Ländern wie Dänemark bereits ihren Austritt ja mal angekündigt. Zu Recht, ich würde lange nicht mehr bei diesem Spiel mitmachen.


2. In jeder Liga Europas müssen die Gelder analog USA gleich verteilt werden, sogar entgegengesetzt, Bayern bekäme am wenigsten Geld als Serienmeister und hätten Beschränkungen bei Transfers!

Die USA sind eben nicht so unendlich dumm wie wir, denen ist bewusst dass Serienmeister den Markt kaputt machen, weil eben alle dann Fan und Kunde vom Serienmeister, bzw den erfolgreichsten Teams werden.
Und woher kommen die Serienmeister Europas?
Richtig, IMMER aus den größten und reichsten Städten, welche eben auch meist Hauptstädte sind (Lissabon, Madrid, Glasgow, Amsterdam, Brüssel, München, Paris usw).
Von wem sonst sollen Asiaten Fan werden? vom FCK, Setubal, Las Palmas oder dem FC Utrecht?
In Amerika steht das Spiel über allem, in Deutschland steht Bayern über dem Spiel und damit ist das Spiel kaputt.
So einfach ist Kapitalismus!
Übrigens ist ganz Asien Fan von diesen Groß-Clubs. Heisst dass rd. 4 Milliarden Kunden nur Trikots von den 10-12 größten Teams kaufen, der Rest interessiert dort niemanden.
Beobachtet das mal wenn ihr dort Urlaub macht was dort getragen wird. dann weiss man, dass der Markt kaputt ist.
Ein Real Madrid wird künftig 2-4 Milliarden Umsatz machen und dann immer noch gegen Getafe spielen die immer noch mit 40 Millionen Etat herumkrebsen.
Wie mögen solche Spiele ausgehen? 10:1?
Sicher ein spannender Wettbewerb. Ich muss schnell noch das Sky-Abo sichern, das muss ich sehen :nospeakhearsee:


Was ist realistischer, 1. oder 2.???

Klar die Eliteliga, denn die großen Clubs haben lange ein Kartell gebildet, wie G14, indem genau besprochen wird wie der Fussball aus zu sehen hat, natürlich NUR zu Bedingungen der Großen.
Oder haben sich die Bedingungen in den letzten 40 Jahren einmal für kleine Vereine verändert?
Natürlich nicht, weil Unternehmen wie Bayern kein Interesse haben Gelder an andere abzugeben.
Im Gegenteil, es werden immer weitere Bedingungen für die Groß-Clubs gefordert, Setzlisten in der Champ-League. Garantierte Einnahmen aus allen TV Töpfen Europas, denn der Kunde wolle ja nur Bayern sehen, was mittlerweile ja auch stimmt.

Wir sind Zeitzeugen dieser Entwicklung die nicht anders voranschreiten kann.
Der Sport Fussball (nicht nur der) ist kaputt, danke an alle Beteiligten, auch den Fan und Kunden der damit leben muss.
Sorry, aber ich schaue lieber NFL!
„Tradition ist eine Laterne, der Dumme hält sich an ihr fest, dem Klugen leuchtet sie den Weg.“ [George Bernard Shaw]



Beitragvon weißbierwaldi » 01.03.2018, 11:36


Und genau deshalb werden wir auch keinen Investor finden. Zumindest keinen dergleichen verdienen will.

Und in Hamburg, Hannover, Munchen(60).....wer hat dort das Sagen?



Beitragvon WernerL » 01.03.2018, 11:51


weißbierwaldi hat geschrieben:Und genau deshalb werden wir auch keinen Investor finden. Zumindest keinen dergleichen verdienen will.


Den Investor findet du wenn du das komplette Unternehmen FCK, also alle Mehrheiten verkaufen würdest.
Der Markt FCK mit samt Fans und Anlagevermögen reicht aus meiner Sicht aus - Nur geht das ja eben nicht weil 50+1 das uns verbietet.

In USA gibt es NFL Teams aus Provinzdörfern wie Green Bay (die sind gar Rekord-Champ) oder Buffalo, und da soll der FCK nichts finden?

Das Problem sind zudem wir selbst, ganz oben ist das 50+1 Plakat gezeigt!
Die Vorstellungskraft reicht doch für die meisten nicht aus, Fan eines Teams zu sein welches einen Besitzer hat.
Wo auch immer dieser her käme.
Dabei hat der FCK aktuell die Stadt als Besitzer, welche von Wirtschaft keinen Plan hat und zudem kein Geld, das wird aber scheinbar als besser gewertet, denn die Politiker kämen ja aus der Region. Nur was wollen wir von denen?
Das sind aus meiner Sicht leider die Fakten.
Und damit hat der FCK eigentlich keine Chance mehr in dem oben beschriebenen Wettbewerb mit unseren Bedinungen.
„Tradition ist eine Laterne, der Dumme hält sich an ihr fest, dem Klugen leuchtet sie den Weg.“ [George Bernard Shaw]



Beitragvon bjarneG » 01.03.2018, 11:57


WernerL hat geschrieben:...denn der Kunde wolle ja nur Bayern sehen, was mittlerweile ja auch stimmt...


Nur in Deiner Welt.
When I'm Liverpool 2017/ 18 -
https://youtu.be/Nn_UXP81-mE



Beitragvon WernerL » 01.03.2018, 12:03


bjarneG hat geschrieben:
WernerL hat geschrieben:...denn der Kunde wolle ja nur Bayern sehen, was mittlerweile ja auch stimmt...


Nur in Deiner Welt.


Das sind die Aussagen von Bayern-München-Verantwortlichen mit denen sie den Markt Fussball zu ihren Gunsten lenken und damit lange ad absurdum geführt haben.
In jeder Talksendung mit Bayern-Vertretern kommen diese Argumente um eigenen Positionen ausbzubauen.
Und diese sind statistisch belegt.
„Tradition ist eine Laterne, der Dumme hält sich an ihr fest, dem Klugen leuchtet sie den Weg.“ [George Bernard Shaw]



Beitragvon screamer » 01.03.2018, 14:39


WernerL hat mit nahezu allem Recht :daumen:

Es gibt für die finanziellen Topclubs der Liga keine schöneres Kartell als 50+1.
Sie selbst sind soweit weg und werden dadurch von potentiellen Angriffen geschützt.
"Gute Arbeit" bringt dir nicht viel wenn andere ihre Verfehlungen finanziell locker ausgleichen können.

Als bsp. der VFL Wolfsburg (muss sich nicht an 50+1 halten), es würde wohl kaum jemand bestreiten, das die in den letzten Jahren ziemlich schlecht gearbeitet haben, aber der finanzielle Airbag hat sie bisher immer gerettet.
Viele wissen gar nicht, das sie in den letzen Jahren häufig einen größeren Etat und Gehaltszahlungen hatten als der BVB.

Um das mal an einem Transfer zu veranschaulichen, es wird ein Spieler für 20mio gekauft:

1. Er schlägt ein und zeigt das was man von so einem Spieler erwartet, alle sind Happy, es sorgt mitunter für eine gute Platzierung und frisches Geld, gut Gearbeitet :daumen:

2. Er schlägt nicht ein, ok ist eig gar nicht so schlimm für den Nichtabstieg reicht es noch, durch das viele Geld tut uns das nicht weh.

Der SC Freiburg dagegen macht super Arbeit mit seinen Mitteln, aber er wird niemals auf der Dauer besser sein als solch Finanzkräftige Clubs, die sind froh wenn sie jedes Jahr buli spielen.

Wolfsburg wird dagegen für eine Vizemeisterschaft abgefeiert, die CL sollte dort aber eher Gewohnheit statt Ausnahme sein.

Die jetzt schon offensichtliche Schere zwischen arm und reich im Fußball würde noch größer werden als ohnehin schon. Investoren würden sich naturgemäß zuerst für die großen Clubs interessieren. Für Traditionsclubs, Zweitligisten oder gar noch niedriger spielende Clubs, die sich dem Ausverkaufswettbewerb nicht anschließen wollen, würde das letztlich bedeuten, dass es für sie noch unmöglicher würde, zur Spitze aufzuschließen.

Wenn die Großen noch größer werden und die Ab- und Aufstiegsplätze mehr denn je schon vor Saisonbeginn feststehen, werden sich die kleinen, oft überschuldeten Clubs in Ihrer Verzweiflung dann doch mit dem arabischen, amerikanischen, russischen oder chinesischen Teufel ins Bett legen, um die Abkürzung zu nehmen. RB Leipzig lässt grüßen. Dass dadurch auch Eintrittspreise steigen oder Trikotfarben den Hauptsponsoren angepasst werden ist so klar wie die damit verbundenen Veränderungen für die Fanszenen, die oft beschworene Fankultur und das soziale Mengengefüge im Stadion. Die billigste Dauerkarte bei Arsenal London kostete schon 2013 über 1.000 EUR. Nicht umsonst pilgern jedes Wochenende Hunderte Fans aus dem Ausland wegen bezahlbarer Eintrittskarten und guter Stimmung in Deutschlands Stadien.


Ich finde den gesamten Text schwach, aber der Absatz ist einfach komplett ohne Tiefgang.

Die Schere geht dadurch immer weiter auseinander, das die finanziellen Platzhirsche bei immer mehr Geld im Fußball, immer mehr für sich beanspruchen können, Erfolg macht sexy und bringt dir die Kohle.
Höhere TV-Gelder, CL-Prämien, Asiatischer Markt etc.
Vereine wie Bayern, Redbull haben jetzt praktisch ein Abo auf diese Gelder und können damit ihre Stellung ausbauen.

Ein Blick nach England zeigt, dass das Fehlen von Regeln wie 50+1, einer langweiligen Liga entgegenwirkt, dort haben wir jede Saison 6! Mannschaften die Meister werden können! In DE steht eig vorher schon Fest, wer oben und wer unten ist.

Ich werde auch nie verstehen warum Geld aus DE gut und gesund ist, aber Geld aus dem Ausland böse ist, gute und Schlechte Investoren findet man überall auf der Welt, das ist keine Frage der Nationalität.

RB Leipzig kann man nicht mit der Situation der bedrohten Traditionsclubs vergleichen, den genau die würden vom Wegfall der 50+1 profitieren.
Die Traditionsclubs sind nämlich genau die, welche die Investoren wollen, sie haben eine große leidenschaftlich Fanbase, sorgen für tolle Stimmung und verleihen dem Club Emotionen die sich super vermarkten lassen.
Diese Clubs haben ein enormes wirtschaftliches Potenzial.
Nicht so Wolfsburg oder Leverkusen, die nicht mal ihr Stadion in der CL füllen können, wohlgemerkt in Jahren des Erfolges.

Ich muss einem BVB auch kein rotes Trikot anziehen oder ihn nach Berlin verfrachten, der BVB ist deshalb interessant, weil er ist wie er ist.
Es benennt auch keiner Tempo Taschentücher um, das ist bereits ein erfolgreiche Marke, mit einem Namen.
Zur Sicherheit könnte man das auch durch Regeln festhalten, aber dafür braucht man keine 50+1 Regel.

Schaut man sich die Topteams aus der Premier League an, so fällt auf, das alle auch schon vor dem Einstieg der Investoren eine große Fanbase hatten.

Wir sollten uns deshalb England als Beispiel nehmen, im positiven wie im negativen.
50+1 abschafften, damit die Traditionsclubs durch Gelder Wettbewerbsfähig bleiben.
Ticketpreise und der Erhalt der Fankutur sollten aber durch andere Regeln gefestigt werden!

Noch kurz zum FCK, ich denke auch das wir für einen Investor interessant sind, große Historie, großes Stadion, große Fanbase.
Uns mangelt es nur an Geld um wieder in die BL zu kommen.
Der Vergleich mit Green Bay ist ganz gut, du brauchst keine große Stadt um erfolgreich zu sein.
Wie sagte Patrick Banf: der Fck hatte mal ende der 90er höhere Sponsoren Einnahmen als zb. S04 oder der BvB.
Hier gibt es Potenzial!
Ein 4-4-2 ist nicht offensiver als ein 4-2-3-1



Beitragvon WernerL » 01.03.2018, 14:57


@bjarneG

Mich würde deine Antwort auf screamer interessieren?

Er hat hier auch mit nahezu Allem Recht :daumen:
„Tradition ist eine Laterne, der Dumme hält sich an ihr fest, dem Klugen leuchtet sie den Weg.“ [George Bernard Shaw]



Beitragvon Marc222 » 01.03.2018, 15:32


WernerL hat geschrieben:In USA gibt es NFL Teams aus Provinzdörfern wie Green Bay (die sind gar Rekord-Champ) oder Buffalo, und da soll der FCK nichts finden?


"Rekord-Champ" von was?
Im Duell gegen die Bears?
Aber sicher nicht was die Super Bowl Siege angeht, das ist nämlich Pittsburgh mit 6 Titeln.

Nur mal so am Rande.
Es ist weder New England, die ja in den letzten Jahren ihr Hoch haben, noch die 49ers, wie viele glauben mögen.




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