Thomas hat geschrieben:[...]
Vielleicht kann uns ja eines der Satzungsausschussmitglieder noch genaueres dazu erzählen?
[...]
Nun gut, dann versuche ich es mal zu erklären ...
Nachdem auf der letzten JHV der Beschluss gefasst wurde, "zeitnah" eine aoMV mit dem Tagesordnungspunkt Satzungsänderungen einzuberufen, ruhten alle Aktivitäten bis zum 21. Januar 2016.
Bei Gesprächen nach der JHV war man sich einig, dass noch einmal eine Sitzung des Satzungsausschusses stattfinden sollte, um den Termin für eine aoMV festzulegen und das weitere Vorgehen zu besprechen.
Da seitens des Vorsitzenden des Satzungsausschusses keinerlei Aktivitäten entwickelt wurden, wurde über den Mailverteiler angeregt, mittels einer Doodle-Umfrage einen passenden Termin für dieses Gespräch zu ermitteln.
Dieser Versuch wurde recht schroff mit dem Hinweis auf Kompetenzen, die Geschäftsordnung und die nicht autorisierte Aktion abgewiesen und auf die Entscheidung des Vorstands verwiesen, die abgewartet werden sollten.
Von diesem 22. Januar 2016 an, lag der Ball der Entscheidung beim Vorsitzenden des Satzungsausschusses und offensichtlich auch beim damaligen Vorstand.
Jeder weiß, dass es dann zu einem "Erdbeben" innerhalb des Vereins kam und der Satzungsausschuss sicherlich eher ein "untergeordnetes" Thema war. So blieb es auch bis zum 20. Februar. Dort fand ein "loses" Treffen von Teilen des Satzungsausschuss mit Mitgliedern des Aufsichtsrats statt, um darüber zu sprechen wie es denn weitergehen soll. Es wurde immer noch von einer aoMV gesprochen, jedoch wurde seitens des Aufsichtsrats "gewünscht", möglichst mit einem einvernehmlichen Entwurf in diese aoMV zu gehen. Das bedeutete, dass die kontroversen Positionen, die sich im Beilagenheft zur letzten JHV befinden, möglichst ausgeräumt werden sollten.
Da es hier jedoch erheblichen Gesprächsbedarf gab, wurde am Ende des Gesprächs die Entscheidung über eine aoMV vertagt.
Immer wieder wurde in den folgenden Wochen über die verschiedenen Kontakte versucht, eine möglichst sinnvolle Terminierung zu finden.
So wurde sich, wiederum mit Teilen des Satzungsausschusses im Rahmen eines Heimspiels mit dem AR-Vositzenden getroffen, um strittige Punkte zu besprechen.
Auch hier wurde immer noch versucht, einen Termin für die aoMV zu finden. Wobei das Zeitfenster im Grunde immer enger wurde.
Telefonate wurden geführt und es wurde ein Termin unmittelbar nach Ende der Saison angepeilt. Da zu diesem Zeitpunkt jedoch zahlreiche Mitglieder wohl schon im Urlaub sind (ohne schulpflichtige Kinder) und der Zeitpunkt Juli - der dann angedacht wurde - erst recht durch die Urlaubszeit als ungünstig angesehen wurde, kam das erste spielfreie Wochenende im September in Betracht. Hier jedoch sind Mitglieder des Aufsichtsrats in Urlaub und könnten nicht teilnehmen.
Somit verschoben sich die möglichen Termine immer weiter nach hinten.
Am 7. Juli fand dann die 21. Sitzung des Satzungsausschusses statt bei der seitens des Vorstands und auch vom Vorsitzenden des Satzungsausschusses erläutert wurde, dass man seitens des Vereins beabsichtigt, die Satzung im Rahmen der regulären JHV zu verabschieden, da die DFL auf einen Wunsch des Vereins, am Wochenende 27. / 28. August ein Auswärtsspiel zu erhalten, nicht eingegangen sei und man deshalb kein Wochenende mehr sehen würde an dem sich sinnvoll und möglichst kostengünstig eine aoMV durchzuführen.
Darüber hinaus gab es die Empfehlung des Ehrenrats aus Kostengrünen, die Satzung im Rahmen der JHV 2016 zu verabschieden.
Es gab seitens verschiedener Mitglieder des Satzungsausschusses erhebliche Bedenken, da die Komplexität einer so umfangreichen Satzungsänderung - auch wenn vieles eher kosmetischen Charakter besitzt - nicht im Zuge einer regulären JHV in aller Tiefe besprochen werden könne. Diese Bedenken wurden zu Protokoll genommen und eine Entscheidung - vertagt.
Im Rahmen dieser 21. Sitzung des Satzungsausschusses wurden einige strittige Punkte gelöst. Letztlich verblieben noch zwei bis drei Punkte, bei denen es unterschiedliche Auffassungen gab.
Am 11. August fand dann die 22. und letzte Sitzung des Satzungsausschusses statt. Die letzten strittigen Punkte wurden besprochen und gelöst bzw. zurückgezogen. Somit verblieb ein "einvernehmlicher" Vorschlag des Satzungsausschusses.
Das Thema JHV oder aoMV wurde nochmals kurz diskutiert. Dabei ging es mittlerweile auch um das Zeitfenster der Einladung. Im Grunde genommen ist mittlerweile soviel Zeit ins Land gegangen, dass eine fristgerechte Einladung zu einer aoMV nur mit erheblichen Kosten (Briefpost) und fast zeitnah an der JHV durchgeführt werden kann. Nach kurzer, heftiger Debatte wurde sich dann darauf verständigt, die Satzung im Rahmen der kommenden JHV möglichst früh im Zeitablauf der Tagesordnung anzusiedeln.
Da es einen "einvernehmlichen" Entwurf der neuen Satzung gibt, wurde ebenfalls - wie in der Geschäftsordnung nach der JHV 2013 vereinbart - sich darauf verständigt, diesen Entwurf den Mitgliedern zur Abstimmung "en bloc" vorzustellen. Also keine Abstimmung der einzelnen Änderungen bzw. Artikel.
Abstimmungen über einzelne Änderungen bzw. Artikel bergen die Gefahr, dass es zu Löchern in der Abhängigkeit von Artikeln untereinander kommt. So zum Beispiel in der aktuellen Fassung der Satzung in dem es im Grunde eine solche Lücke gibt.
Persönliche Anmerkung
Für dieses Statement werde ich sicherlich wieder in irgendeiner Form "gerügt" werden, da es eine Geschäftsordnung des Satzungsausschusses gibt, wonach Erklärungen nur nach Freigabe des Satzungsausschusses insgesamt gegeben werden dürfen.
Das alles finde ich lächerlich, da es eine Form von Intransparenz offenbart, die mir völlig zuwider läuft.
Meiner Ansicht nach, im übrigen vom ersten Antrag auf einen Satzungsausschuss an gefordert, war und ist eine aoMV für die Satzung unerlässlich. Nur dann ist sichergestellt, dass a) die wirklich interessierten Personen die Zeit und Gelegenheit haben, ausführlich über das Grundgesetz des Vereins zu diskutieren und b) es den normalen, wichtigen JHV Tagesablauf nicht unnötig verlängert und es zu Unmutsbekundungen kommt, wenn es länger Aussprachen bei anderen Tagesordnungspunkten gibt - die es sicherlich dieses Jahr geben soll und wird.
Die Kröte JHV ist, aus meiner Sicht, ein fauler Kompromiss und in erster Linie der klammen FCK-Kasse geschuldet. Es lässt sich schlecht argumentieren, wenn der Finanzchef darauf hinweist, dass die Kosten für eine solche aoMV derb in den Kontor schlagen und der Vorstandsvorsitzende auf besondere Umstände hinweist.
Die andere Kröte die, nicht nur ich, schlucken muss ist die Abstimmung "en bloc". Bei der JHV 2013 wurde das ebenfalls, ohne darüber vorher gesprochen zu haben, seitens des Vorsitzenden des Satzungsausschusses, so verkündet. Es gab damals jedoch Punkte, die - nicht nur - aus meiner Sicht nicht akzeptabel waren.
Jeder wird sich noch erinnern, was anschließend über den Satzungsausschuss und mich im Mitgliedermagazin vom Vorstand und Aufsichtsrat zu lesen war.
In den folgenden Sitzungen des Satzungsausschusses wurde intensiv darüber diskutiert, ob es nur einen Vorschlag des Satzungsausschusses geben soll oder ob durchaus konträre Meinungen vorgestellt und begründet werden können. In der Geschäftsordnung wurde letztlich dieser Vorschlag angenommen. Somit wurde vereinbart, dass die Änderungen die "unstrittig" sind en bloc und die strittigen Punkte einzeln abgestimmt werden sollen.
Waldbewohner hat geschrieben:Dieses tolle unübersichtliche Satzungsänderungsvorschlagsheft auf der letzen JHV mit den gefühlten 10 verschiedenen Vorschlägen zu einem Thema war auch eine Katastrophe.
Was aber offenbar auch nicht jedem recht ist.
Die interessierten Mitglieder können sich in dem, sicherlich bald veröffentlichten, einvernehmlichen Entwurf der neuen Satzung einlesen und die Punkte, die ihnen nicht gefallen, als eigene Satzungsänderung einbringen. Da es dabei um Artikel und Absätze gehen wird, die sicherlich auch in dem Entwurf enthalten sind, ist kein expliziter Änderungsantrag bis zum 30. September zu stellen. Hier kann durchaus auch während der JHV ein Antrag eingebracht werden.
Darüber hinaus gab es ursprünglich auch einen Auftrag an den, vom damaligen Vorstand geforderten rechtlichen Berater - Dr. Masuch -, einen Entwurf zu erstellen, in denen deutlich wird, welche Artikel in sich nur zusammen verabschiedet werden können, da es Abhängigkeiten und Querverweise gibt. Diese Anforderung wurde jedoch nie umgesetzt.
Waldbewohner hat geschrieben:Mich würde mal interessieren woher der Stimmungswechsel im Ausschuss plötzlich herkommt, nachdem es ja auch schon die ein oder anderen öffentlichen Schlamschlacht gab.
Wenn es Dich tatsächlich interessiert was zum Meinungswechsel geführt hat, dann hättest Du mal an den Sitzungen mit dem alten Vorstand und dem mit dem neuen Vorstand teilnehmen sollen. Es wäre Dir dann sehr schnell klar gewesen, was der Unterschied ist.
wkv hat geschrieben:Nicht zu vergessen, der verstorbene Dr. Knecht.
Genau - Klaus Knecht ist unvergessen.