Diplomat im Auftrag des FCK - Pressesprecher Christian Gruber
Hinter den Kulissen der Fußball-Bundesligisten rotieren die Medienabteilungen. Beim 1. FC Kaiserslautern unter der Regie von Pressesprecher Christian Gruber, dessen Job vielfältiger ist als viele ahnen. Impressionen aus dem Fritz-Walter-Stadion:
Es läuft bereits die Schlussminute im Spiel des FCK gegen Borussia Dortmund. Trotz toller Moral, die die Mannschaft in den vergangenen 90 Minuten gezeigt hatte, liegt der 1. FC Kaiserslautern 0:1 zurück. Die meisten der 50000 Zuschauer blicken traurig der erwarteten Niederlage ihrer Roten Teufel gegen den Tabellenführer entgegen. Doch dann fasst sich Jan Moravek an der Strafraumgrenze ein Herz fasste und zimmert den Ball mit einem gewaltigen Schuss in den Torwinkel - 1:1, Traumtor. (...)
hat auch einen interessanten Lebenslauf und wurde damals von SK aus Bochum "mitgenommen". Ich glaube man kann ihm verdanken, dass vor allem der Internetauftritt des FCK "bundesligatauglich" ist.
Und auch die Herzblut-Kampagne ist sicher zu einen großen Teil sein Verdienst.
Hellfire hat geschrieben:Nicht, dass Kuntz vor dieses Vokabular auch ständig parat hätte...
Logisch. Nennt sich Neusprech, heutzutags diskutiert man grundsätzlich ergebnisoffen um dann Entscheidungen zu treffen, die alternativlos sind. Ausserdem ist das Fritz Walter Stadion immer öfter ausreserviert.
Hellfire hat geschrieben:Nicht, dass Kuntz vor dieses Vokabular auch ständig parat hätte...
Logisch. Nennt sich Neusprech, heutzutags diskutiert man grundsätzlich ergebnisoffen um dann Entscheidungen zu treffen, die alternativlos sind. Ausserdem ist das Fritz Walter Stadion immer öfter ausreserviert.
Wenn dann irgendwann noch Beratersprech dazukommt, schau ich lieber kein Fussballfernsehen mehr. Ist jetzt schon manchmal grenzwertig, siehe letzten Sonntag auf Sport1, Doppelpass.
Zuletzt geändert von Hellfire am 24.02.2011, 16:03, insgesamt 1-mal geändert.
Eine Abwehr aus Granit - so wie einst Real Madrid -
und so zogen wir in die Bundesliga ein, und wir werden wieder Deutscher Meister sein!
kulak hat geschrieben:produkt...konsument...dienstleister...
Das war mein erster Gedanke beim lesen des Artikels. Der 2.war dann: "Und wo bleibt der Fußball und der Fan?"
Es wird immer deutlicher, daß wir in Zukunft noch so manche Kröte werden schlucken müssen.
Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.
Hermann Hesse
Hellfire hat geschrieben:Nicht, dass Kuntz vor dieses Vokabular auch ständig parat hätte...
Logisch. Nennt sich Neusprech, heutzutags diskutiert man grundsätzlich ergebnisoffen um dann Entscheidungen zu treffen, die alternativlos sind. Ausserdem ist das Fritz Walter Stadion immer öfter ausreserviert.
Der Begriff "ausreserviert" ist aber in der Tat alternativlos präzise, weil ja zum Zeitpunkt der Bekanntgabe der Meldung "Alle Plätze sind ausreserviert" noch niemand beim FCK wissen kann, wie viele Fans von ihren Reservierungsbestätigungen Gebrauch machen, also tatsächlich eine Karte kaufen. Das Ergebniss ist demnach noch offen.
Begriffsinnovationen haben manchmal wirlich ihre Berechtigung, aber wirklich nur manchmal.
Wie jedes Produkt braucht auch der Fußball seine Konsumenten. Dazu gehören neben den tausenden Stadionbesuchern vor allem die Millionen Fernsehzuschauer und Zeitungsleser.
Also heisst auf gut Deutsch: "Die paar tausend Schreihälse im Stadion sind ja ganz nett, aber in Wirklichkeit sind die TV-Gucker und die Zeitungsleser wichtiger.
Also heisst auf gut Deutsch: "Die paar tausend Schreihälse im Stadion sind ja ganz nett, aber in Wirklichkeit sind die TV-Gucker und die Zeitungsleser wichtiger.
Was natürlich absolut korrekt ist. Vergiss nicht wo der Artikel stand, Herr Gruber orientiert sich da schon an der zu erwartenden Zielgruppe.
FCK58 hat geschrieben:Ich denke eher,daß der Konsument vor der Glotze sitzt. Die im Stadion fallen dann eher unter die Rubrik "schmückendes und erforderliches Beiwerk".
Konsument, Kunde oder Eventie, drei Signaturen für eine nicht mehr aufzuhaltende Fehlentwicklung. Bei uns noch weniger als anderswo, aber auch auf dem Betze ist dieses Krebsgeschwür schon beobachtet worden.
Es kommt darauf an. Ich sitze - zwangsweise - auch meistens vor der Glotze. Weil die Zeit ganz einfach nicht da ist. Als Kunde, Konsument oder Eventie würde ich mich deshalb aber nicht bezeichnen. Frag mal meinen Nachbarn in der Kneipe nach dem Spiel gegen Hannover. Der wird sich in Zukunft sicherlich einen "ruhigeren " Platz aussuchen.
Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.
Hermann Hesse
FCK58 hat geschrieben:Es kommt darauf an. Ich sitze - zwangsweise - auch meistens vor der Glotze. Weil die Zeit ganz einfach nicht da ist. Als Kunde, Konsument oder Eventie würde ich mich deshalb aber nicht bezeichnen. Frag mal meinen Nachbarn in der Kneipe nach dem Spiel gegen Hannover. Der wird sich in Zukunft sicherlich einen "ruhigeren " Platz aussuchen.
Dich meinte ich natürlich auch nicht damit. Eventie kann man übrigens überall sein. Ob man nun im Stadion konsumiert oder vor der Glotze, das ist eigentlich ziemlich egal. Auf die Einstellung, auf den inneren oder besser den emotionalen Bezug zum Verein kommt es letztendlich an. Fan kann man auch in der Ferne sein.