Ich denke wir sind uns alle einig, dass das gestern offensiv ein absoluter Offenbarungseid war. Trotz dessen seh ich natürlich NOCH nicht schwarz für diese Saison. Wir haben einen Kader mit guten Spielern die auch Fußball spielen können.
Es wird nur JETZT schleunigst Zeit das man sich auf ein System festlegt und die dafür noch nötigen 2-3 Spieler holt. Dabei jedoch darf man nicht mal einen weiteren Tag verlieren.
Übrigens keinerlei Kritik an unseren Offensivkräften gestern. Das gestern war rein dem System und den für dieses System aufgestellten Spielern geschuldet. Trotz allem halte ich TL für keinen schlechten Trainer. Nur auch er muss sich hinterfragen was er denn eigentlich genau spielen will. Wenn ich mal aufzähle: es spielten mit Krahl Gyamfi Sirch Elvedi Asta + Redondo (ich denke jeder konnte gestern sehen das der Fokus der Schienenspieler ganz klar auf der Defensive lag) und Kunze 7 reine Defensivspieler. Dazu Sahin als Bindeglied und nur 3 wirkliche Offensivkräfte, von denen einer bekanntermaßen kein Laufwunder ist (Ritter) und einer eigentlich ein klassischer 9er (Prtajin). Da kann nach vorne einfach nix gehen. Da können die handelnden Personen jetzt erzählen was sie wollen. Mit diesem System und den gestern dafür aufgestellten Spielern werden wir auch in den kommenden Spielen weitere desolate Offensivleistungen sehen und nur durch Standards und Zufallsprodukte für Torgefahr sorgen können.
Was sich meiner Meinung nach ändern muss:
Möglichkeit 1: wir behalten dieses System bei und holen die dafür geeigneten Spieler.
Das wären:
Schienenspieler: für mich übrigens die wichtigsten Positionen in diesem System. Sie müssen helfen hinten dicht zu machen und gleichzeitig mit nach vorne spielen sonst kommen wir dort schnell in massive personelle Unterzahl.
Das heißt laufstark, zweikampfstark, können 1 gegen 1, können Flanken, sind fusballerisch stark so dass man sie ins Kombinationsspiel und ins Aufbauspiel mit einbinden kann. Ich weiß das sind viele Anforderungen und der ein oder andere wird jetzt vielleicht schreiben wie soll man solche Spieler bekommen.
Wie bereits geschrieben, in diesem System sind die Schienenspieler für mich die wichtigsten Positionen. Entsprechend braucht es, wenn man oben mitspielen will, und das wollen wir ja anscheinend, auf diesen Positionen überdurchschnittliche Spieler. Hier nehme ich die sportlich Verantwortlichen in die Pflicht. Ich geh doch davon aus (oder hoffe es zumindest) das unsere Verantwortlichen (Lieberknecht, Klos und Hengen) vor der Transferphase klar miteinander besprochen haben welches System man spielen will und dafür die entsprechenden Transfers getätigt wurden bzw. noch getätigt werden.
Sollte dies nicht geschehen sein wär das natürlich amateurhaft.
Zusätzlich benötigt es noch ein 10er: steinigt mich jetzt nicht aber Ritter ist in diesem System der völlig falsche Mann. Hier braucht es einen Mann mit einem komplett anderen Skillset. Dynamisch, schnell, flexibel (kann auch mal auf die außen ausweichen) stark im 1 gegen 1, stark im verteilen der Bälle. Leider geht das meiner Ansicht nach Ritter, bis auf den letzten Punkt, alles ab, so sehr ich ihn auch mag.
Möglicherweise hat man diesen Spieler mit Skytäa schon gefunden das kann ich leider (noch) nicht beurteilen.
Möglichkeit 2:
Man stellt das System um: 4-1-2-1-2, 4-2-3-1, 4-3-3.
Vorteile:
-hier wäre man nicht so angewiesen auf die Schienenspieler und man hätte mehr Personal im Mittelfeld / Sturm.
- Kunze als absolute "Holding 6" müsste wirklich nur noch abräumen
- die Stärken von Ritter würden hier wahrscheinlich mehr zum Tragen kommen
- auch Asta wäre wohl eher für dieses System geeignet. Sehe ihn persönlich deutlich mehr als klassischen RV denn als rechten Schienenspieler.
- selbst den LV hätte man vllt schon im Kader ( Kleinhansl), wobei man hier natürlich noch über eine qualitative Verbesserung nachdenken kann.
- Sirch würde ich in diesem System übrigens auch auf die 8 vorziehen ( glaube persönlich auch hier das würde seinen Stärken zugute komme) neben Sahin und dahinter Kunze als Abräumer
Transfers die hier noch zu tätigen wären:
- Ein Leader für die Innenverteidigung, also ein klassischer Abwehrboss (da Sirch nach vorne gezogen wäre)
- Ein flexibler Offensivspieler der die 10 und außen kann, ein Yokota 2.0. Skillset wie oben geschrieben (wie gesagt vllt ist Skytäa genau dieser Spieler)
- Unter Umständen noch ein klassischer Linksverteidiger ( falls man Kleinhansl das nicht zutraut bzw. man sich verbessern möchte)
Es gibt noch mehrere Optionen, wie ich finde, um tatsächlich oben dabei zu sein diese Saison, mit einigen Personal- bzw. Systemkorrekturen.
Diese sollten jetzt allerdings schleunigst stattfinden, sofern dies noch nicht geschehen ist. Aktuell ist dies für mich leider jedoch weder Fisch noch Fleisch.
Zudem sollte man bitte großteils weg von diesem "wir haben Spieler die das auch spielen können".
Wir brauchen Spezialisten auf den jeweiligen Positionen. Alles andere sollte nur für den Notfall sein.
Gibt natürlich auch noch die 3. Option:
Wir spielen weiter das aktuelle System mit dem aktuellen Personal. Dann werden wir jedoch (ich hoffe ich täusche mich) oftmals sehr schwere und hart anzusehende Kost erleben und (so mein Tipp) die Saison auf Platz 10-14 beenden.
Zuletzt geändert von NurderFCK89 am 04.08.2025, 13:17, insgesamt 1-mal geändert.
Bis der Tod uns trennt, bis die Welt untergeht, für immer FCK!
Ich verstehe die ganze Aufregung nicht, nach den 4 Spielen in der letzten Saison und das Testspiel gegen Rom muss doch jedem klar gewesen sein welchen Fußball wir in der neuen Saison erwarten können. Nämlich Terror Fußball, was Lieberknecht schon immer spielen lassen hat. Das schlimme ist nur das Hengen gerne immer wieder betont es soll offensiv Fußball gespielt werden. Aber Hauptsache TL ist Pfälzer, stand schon in der West und kennt das Pfalzlied. Sein Moto Hoch und Weit bringt Sicherheit.
christeufel hat geschrieben: 04.08.2025, 10:07
Was mich seit Jahren ganz arg aufregt, dass wir gefühlt die einzige Mannschaft im Profifußball sind, die bei Einwürfen um den 16er keine Gefahr ausstrahlt. Es gibt keinen Spieler, der den Ball in den 16er werfen kann. 90% der Einwürfe gehen nach hinten und wir sind wieder weg vom Tor. Die anderen 10% sind Ballverlust und Konter vom Gegner. Hier muss sich unbedingt was tun.
Danke dass du es ansprichst! Das ist ein Punkt den ich schon seit mindestens 2 Jahren in jedem Spiel ankreide, es ärgert mich wirklich. Unsere Einwürfe sind ausnahmslos völlig nutzlos. Entweder gehen sie direkt zum Gegner oder über die Linie nach vorne und prallen dann vom eigenen Mann ins Aus, weil sich nicht vernünftig angeboten wird - also die absoluten Basics. Wir sprechen hier von X Ballverlusten in jedem Spiel. Wenn man das mal behebt, kann man vielleicht auch über Varianten direkt in den 16er sprechen.
Das ist aktuell vielleicht nicht unser größtes Problem, aber mit Sicherheit eines das man echt mal angehen muss, der Aufwand wäre überschaubar. Wirkt unprofessionell auf dem Niveau.
Datenleak hat geschrieben: 04.08.2025, 11:27
Man hat vermutlich einfach gehofft das es mit ein bisschen Pfälzer Sprüchen und Woisoß dazu 2 "Königstransfers" schon irgendwie klappen wird und das Momentum zuschlägt.
Das hat es in den letzten 4 Spielen nicht und jetzt am ersten aber ebenfalls nicht. Es gab bisher kein einziges Spiel unter TL was komplett überzeugt hat.
Vielleicht wird das jetzt am Samstag beim Topspiel mit Flutlicht live auf RTL usw. wieder anders aussehen und wir hauen Schalke 4:0 aus dem Stadion. Wundern würde mich die Achterbahnfahrt auf jeden Fall nicht.
Ganz haarscharf analysiert.
Wir Pfälzer mit unserer eigenartigen Harmoniesucht und dieser putzigen Arroganz, dass uns keiner was kann, sind schon ein sehr lustiges Völkchen.
Kommt jemand mit Oppauer Dampfnudeln und Woisooß ist alles gut.
pisano96 hat geschrieben: 04.08.2025, 07:26
Wieso fehlt bei Hengen angeblich der "lange Plan"? Es wurde doch nach dem Aufstieg offiziell immer wieder gesagt, dass man sich langsam und kontinuierlich hocharbeiten will. Seitdem verbesserte man sich Jahr für Jahr bis man in der letzten Saison am letzten Spieltag mit viel Glück sogar noch hätte aufsteigen können.
Unterm Strich kann man bei Hengens Bilanz nicht meckern - das schreibe ich ja auch immer wieder. Er hatte schon oft ein Händchen für erfolgreiche Entscheidungen im richtigen Moment, auch wenn diese manchmal ungewöhnlich sind.
Die Frage nach dem Langzeitplan bezüglich der sportlichen Ausrichtung darf man aber m.E. trotzdem stellen. Wenn man es runterbricht, wechseln wir halt gefühlt seit drei Jahren immer zwischen "modernen Konzepttrainern" (Grammozis, Anfang) und "Old-School-Handwerkern" (Schuster, Funkel, Lieberknecht). Das stellt halt unterschiedliche Ansprüche an die Kaderplanung. Und bei der Frequenz, in der wir zuletzt die Trainer gewechselt haben, hinkt man halt mit der Kaderplanung dann immer irgendwie hinterher. Der letzte Trainerwechsel, der ad hoc geklappt hat, war der von Ante auf Schuster - eben weil die beiden ähnliche Spielideen vertreten haben, und Schuster relativ problemlos auf das aufbauen konnte, was Antwerpen hinterlassen hatte.
Ich fürchte einfach, dass es auf Dauer nicht gut gehen wird, wenn ein Teil des Erfolgs auf knalligen, affektlastigen Trainerwechseln basiert. Das war menschlich hier und da schon absolut fraglich, sportlich hat das oft geklappt, ist aber z.B. in der vorletzten Saison gerade noch so gut gegangen.
Dann sind wir wieder bei der berüchtigten "Kontinuität". Diese sollte man, wenn wir sie schon bei der Person des Trainers nicht hinbekommen, wenigstens im zugrunde liegenden Konzept finden. Da müssten wir uns halt mal entscheiden, was wir wollen, und das bei der nächsten Trainerwahl mal berücksichtigen. Wenn wir uns jetzt einen "Lieberknecht-Kader" basteln, um dann in einem halben Jahr Titz zu verpflichten (nicht als ernsthafter Vorschlag, sondern besipielhaft, weil er hier genannt wurde), haben wir wieder den falschen Kader für den falschen Trainer.
Daher verstehe ich die Fragen bzgl. Hengens Gesamtkonzept schon. Ich hoffe sehr, dass Klos bei der Gestaltung der konzeptuellen Planung ein wenig mehr Linie reinbringt.
Dazu hätte ich mal eine konkrete Frage.TL hatte in Darmstadt doch die gleichen Vorgänger nämlich die "Konzepttrainer" Grammotzis und Anfang gehabt. Also ziemlich gleiche Vorraussetzungen und völlig unterschiedliche Spielphilosophien und Spielertypen von den gleichen Vorgängern übernommen.Im ersten Jahr ist er knapp am Aufstieg gescheitert und im 2.Jahr aufgestiegen.Da hätten doch die gleichen Probleme auftreten müssen das es nicht richtig passt.Aber ganz im Gegenteil.Wie war das möglich? oder ist das Äpfel mit Birnen verglichen?
Wenn ich die ganzen Kommentare hier lese, dann bekomme ich ein sehr ungutes Gefühl… meine Einschätzung bezüglich TL könnte sich weiter verfestigen, er ist der richtige Trainer zur falschen Zeit bei uns.
Das zeigen viele Kommentare hier. Der Trainer ist schon nach einem Spiel angezählt, und eigentlich war er es schon davor. Finde ich sehr bedenklich, auch wenn ich die Sorgen teile und verstehe. Auch wenn es sich nach Durchhalteparolen anfühlt, so wünsche ich mir, dass wir noch ein paar Spiele abwarten bevor wir hier alles tiefschwarz sehen. Wie bei Anfang bekommt Lieberknecht seine 6-10 Spiele, bevor ich die Situation bewerte.
Aber ich denke, diese Zeit bekommt er (besonders hier) nicht. Habe schon mal gesagt, dass ich davon ausgehe, dass der Start holprig wird und wir Ruhe bewahren sollten, aber um ehrlich zu sein: da sehe ich schwarz. Beim FCK hat man keine Geduld, keine Zeit, um etwas aufzubauen. Ich wünsche TL für die nä. Spiele wenigstens die nötigen Punkte, um in etwas ruhigere Fahrwasser zu kommen.
@Hellboy, so sehe ich das auch und deinen Erklärungen kann ich absolut folgen. Ich bin ein Lieberknecht Fan und froh ihn hier als Trainer zu haben, aber die ganzen Trainerwechsel und die verschiedenen Ausrichtungen verstehe ich auch überhaupt nicht. Entweder man möchte Ballbesitzfußball oder sein Spiel eher auf Konter ausgelegt sehen. Dieser teilweise überstürzter Wechsel von und zu den verschiedenen Systemen kann ja nicht nachhaltig sein. Ob wir jetzt die falschen Spieler für das System haben, oder diese nicht bekommen, oder einfach die Spieler noch nicht zusammenpassen, das lasse ich mal so stehen. Ich denke aber, dass wir einen guten Kader haben, der mit noch 2 Transfers oben mitspielen könnte, wenn wir Ruhe bewahren und das Ding mit einem Trainer einfach mal durchziehen.
Aber wie ich es kenne, wird nach dem nä. verlorenen Spiel die Stimmung noch gereizter und ein ruhiges Arbeiten von TL fast nicht mehr möglich…
"Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen, man weiß nie was man kriegt." aus "Forrest Gump"
Also, mit einem Tag Abstand zum gestrigen Saisonsuftakt bin ich schon ein wenig verwundert.
Zum einen darüber, dass man die Offensive offenbar komplett vergessen hat, um die Defensive, die zugegebenermaßen ganz gut agiert hat, zu stabilisieren.
Im Idealfall wären das 34 Spiele die 0-0 enden.Gestern schonmal schief gegangen!
Mit 34 Punkten wird es eng mit dem Erhalt der Liga.
Vielmehr wundert mich allerdings, dass die Verantwortlichen nach dem Spiel feststellen, dass die "Gier" gefehlt hat.
Das lässt mich staunend zurück.
Wenn man das Privileg hat für einen solchen Verein für gutes Geld auflaufen zu dürfen und dann die Frage nach der richtigen Einstellung aufkommt, dann sollte man lieber zu Hause bleiben und die Reisekosten einem karitativen Zweck spenden.
Ich habe fertig!
Mal ne Frage in die Runde. Ich hatte leider nicht die Möglichkeit das Spiel zu verfolgen, bzw. nur im Betze-Radio. Taktik ist da ja Nebensächlich.
Wie haben die Jungs gespielt? Also, in welcher Grundordnung? Lang und weit gibt Sicherheit, rumgeschiebe vor und in unserem 16er?
Wie haben sich Sahin, Asta und Kunze geschlagen? Das von den Stürmern nichts kam, hab ich auch im Radio mitbekommen, die wurden dreimal erwähnt. Aber woran lags? Hat Hannover gut verteidigt? Krahl, Kunze und Gyamfi haben ja ganz gute Noten erhalten, der Rest mehr schlecht als recht. Wenn man sich die Statistik anschaut hatten wir wohl keine Zugriff auf die 96er bei so wenig Ballbesitz. Aber warum?
Sorry, wenns hier schon thematisiert wurde, aber ich habe keine Lust 20 Seiten Forumsdiskussion zu durchforsten, weil hier schon wieder im Spieltags-thread alles und jeder in Frage gestellt wird.
!!!Nur nicht die die auf dem Platz standen.... !!!
Erster Spieltag und so... gegen nen Aufstiegsaspiranten.. Ohne worte. Bin aber froh das die Saison wieder los geht.
Negativ zu erwähnen:
(…)
- Redondo defensiv total überfordert und offensiv auch nicht existent
Redondo leidet unter dem klassischen Problem der umgelernten Aussenbahnspieler. Der Gegner weiß, dass er ein Offensiver ist, also überladen sie seine Seite, womit er defensiv überhaupt nicht zurecht kommt, ein ums andere Mal bricht der Gegner durch, so dass der Spieler vorsichtiger wird, tiefer steht und auch nach vorne nichts mehr geht. Diese Balance auf Außen erlernt man nicht mal eben, weil Lieberknecht eine Idee hat. Redondo ist ein Konterstürmer (und da mag ich ihn sehr) und der komplett falsche Mann auf Außen, wenn man die Absicht hat (wie der Trainer gegen Hannover), sich hinten einzumauern. Klarer Lieberknecht-Fehler.
UFFF.....gerade die Zusammenfassung auf WOW im Urlaub gesehen. Was man hier auf DBB lesen kann bestätigt die Zusammenfassung.
Es macht den Anschein als wären wir Hannover nur hinterhergerannt.
Aber für viele ist das eingetroffen mit dem Bauchgefühl vor dem Spiel.
Hannover ist mit Titz und dem neuen Kader ein Brett.
Eine hohe Messlatte als Einstieg............
Kann es sein, dass uns wirklich das eine Testspiel fehlt und dewegen noch nicht alles rund läuft?
Eins steht fest, da muss noch ordentlich gefeilt werden.
Ich finde es besonders "lustig" dass man immer wieder betont, dass die Defensivleistung ja viel besser als letzte Saison ist.
Aber das ist sie, wie ich finde, einfach nicht einmal gewesen. Der große Unterschied ist doch nur dass wir gestern versucht haben den Bus vorm Tor zu parken und darauf zu hoffen dass durch Zufall, Glück und den lieben Gott irgendwann was reinfällt. Letzte Saison hat man halt einfach gewusst, dass die Defensive nicht die Qualität hat um die 0 zu halten, wenn man sie nicht möglichst durch Offensivpower entlastet. Frei nach dem Motto: Wer mehr Tore schießt als der Gegner, kann auch mal Gegentore kassieren. Hat in vielen knappen Spielen und einem Torverhältnis +1 geendet. Aber in einer überdurchschnittlichen Saison.
Gestern hat man gesehen: Wenn man versucht auf Teufel komm raus die 0 hinten zu halten, geht das vollständig auf Kosten der Offensive. Da ist dann schlichtweg keine Kapazität mehr vorhanden.
Und da die Defensive NICHT maßgeblich verbessert worden ist, reicht es eben trotzdem nicht aus hinten die 0 zu halten.
Ich finde den Lieberknecht sympathisch. Wirklich. Aber das was er versucht spielen zu lassen macht jeden einzelnen auf dem Platz schlechter. Ich sag nicht dass wir unter Anfang immer Traumfußball gespielt haben. Da waren auch Murksspiele dabei, in denen wenig geklappt hat. Dennoch haben wir unter Lieberknecht nicht nur ein wirklich gutes Spiel gesehen. Es wird eher schlechter und schlechter, was die Offensive angeht.
Die Entwicklung in den letzten vier Spielen war - trotz 7 Punkten - schon sehr alarmierend. Ich war vorsichtig optimistisch. Dachte so eine Vorbereitung hilft. Die Neuzugänge lesen sich okay, wenn auch nicht überragend. Testspiele? Was sagen die schon aus?
Aber nachdem wir gestern so vorgeführt worden sind und wirklich kein einziger Aspekt auch nur ansatzweise positiv gewesen ist (nein, nicht einmal die Defensive - wenn ich so viel in Defensivarbeit investieren muss und der (noch nicht überragend aufgelegte) Gegner so viele Chancen bekommt und letztlich auch trifft) dann muss ich mich über Hengens großmäulige Aussage ob der Zielsetzung "besser als letzte Saison" abschneiden zu wollen, gründlichst hinterfragen.
Ich hoffe ich täusche mich und Lieberknecht und die Mannschaft bessern sich. Aber ich habe bislang gestern überhaupt nichts gesehen, was Hoffnung machen würde. Letztlich war das gestern eine Schande so vor 6.000 Mitreisenden aufzutreten, die den weiten Weg nach Hannover mitgemacht haben. Der Applaus nach dem Spiel vom Gästeblock war eigentlich nicht verdient. Nicht dass ich Auspfeifen und Ausbuhen richtiger gefunden hätte. Aber ich persönlich war gar nicht gut auf irgendjemanden zu sprechen.
Danke übrigens an die zwei arroganten Jüngelchen, die meinten in S5 - Sitzplatzblock und nicht einmal offizieller Gästeblock - über 90 Minuten stehen zu müssen, obwohl sie höflich darauf aufmerksam gemacht wurden, dass hinter ihnen mehrere Leute nur schlecht sehen konnten. Mein Vater beispielsweise ist okay damit auch mal längere Zeit zu stehen. Aber mit über 70 Jahren halt nicht über 90 Minuten. So viel Ignoranz und so wenig Rücksicht anderen Mitfans und Menschen im Allgemeinen gegenüber ist asozial!
Geht in den Stehplatzblock oder an eine andere Stelle, an denen ihr denjenigen, die zumindest teilweise auch mal Sitzen müssen nicht im Blickfeld steht! Mehr verlangt man ja gar nicht.
"I sometimes feel that I'm impersonating the dark unconscious of the whole human race. I know this sounds sick, but I love it." - Vincent Price
Defensiv "befriedigend", offensiv "mangelhaft"? Die Spielernoten zum FCK-Auftakt in Hannover fallen nicht gerade rosig aus. Aber es war auch schon schlimmer. weiterlesen ...
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)
Bei einigen Beiträgen hier kann ich mir nur an den Kopf fassen! Es war das erste Spiel, liebe Leute. Es kann noch nicht alles klappen. Die Jungs müssen sich erst kennenlernen und Abläufe müssen sich einspielen. Natürlich hätte ich mir mehr Offensivaktionen gewünscht. Das war leider überhaupt nichts. Aber gute spielerische Ansätze waren in jedem Falle zu sehen. Cool bleiben!
salamander hat geschrieben: 04.08.2025, 13:11
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Redondo leidet unter dem klassischen Problem der umgelernten Aussenbahnspieler. Der Gegner weiß, dass er ein Offensiver ist, also überladen sie seine Seite, womit er defensiv überhaupt nicht zurecht kommt, ein ums andere Mal bricht der Gegner durch, so dass der Spieler vorsichtiger wird, tiefer steht und auch nach vorne nichts mehr geht.
Was Hannover auch gemacht hat.
@m1s1
für meinen teil, seh überhaupt keinen grund da einzelne Spieler zu kritisieren, dafür war zu offensichtlich das der für das gestrige Hauptschuldtragende an der Seitenlinie stand. (und nein, damit forder ich nicht seinen kopf)
@Hellboy, so sehe ich das auch und deinen Erklärungen kann ich absolut folgen. Ich bin ein Lieberknecht Fan und froh ihn hier als Trainer zu haben, aber die ganzen Trainerwechsel und die verschiedenen Ausrichtungen verstehe ich auch überhaupt nicht. Entweder man möchte Ballbesitzfußball oder sein Spiel eher auf Konter ausgelegt sehen. Dieser teilweise überstürzter Wechsel von und zu den verschiedenen Systemen kann ja nicht nachhaltig sein.
Die Idee, hier mit Anfang schönen und erfolgreichen Konzeptfussball zu etablieren, ist halt irgendwie krachend gescheitert. Wahrscheinlich lag das nicht mal an Anfang, sondern einfach an den Rahmenbedingung im Verein.
Ein nachhaltiger Aufbau ist auf dem Papier eine schöne Idee, aber für uns doch gar nicht realistisch. Wir bewegen uns im Spannungsfeld, einem erneuten Niedergang verhindern zu müssen, und gleichzeitig schnellstmöglich in Liga 1 aufzusteigen. Das ist mittelfristig wohl finanziell notwendig, und entspricht den Erwartungen der Investoren - und ehrlich gesagt auch vieler Fans.
Wir haben doch gar nicht die Zeit, im laufenden Betrieb über ein paar Jahre etwas nachhaltiges aufzubauen. Vor allem nicht, wenn wir Spieler wie Ache eh halt nicht halten können. Wir brauchen Effektivität und kurzfristigen Erfolg. Und den erreicht man nun mal besser mit simplem Fußball als mit der aufwändigen Etablierung einer komplexen Spielidee über mehrere Jahre.
Ich denke und hoffe, das Hengen das in der letzten Saison erkannt hat. Das würde für mich nicht nur die Entscheidung für Lieberknecht erklären - sondern auch, dass es zwischen Hengen und Anfang nicht mehr rund lief, weil Anfang genau diesen langsamen Aufbau weiterhin angestrebt hat, während Hengen nicht zulassen konnte/wollte, dadurch die überraschende Chance auf den Aufstieg herzuschenken.
sander75 hat geschrieben: 04.08.2025, 12:42
Ich verstehe die ganze Aufregung nicht, nach den 4 Spielen in der letzten Saison und das Testspiel gegen Rom muss doch jedem klar gewesen sein welchen Fußball wir in der neuen Saison erwarten können. Nämlich Terror Fußball, was Lieberknecht schon immer spielen lassen hat. Das schlimme ist nur das Hengen gerne immer wieder betont es soll offensiv Fußball gespielt werden. Aber Hauptsache TL ist Pfälzer, stand schon in der West und kennt das Pfalzlied. Sein Moto Hoch und Weit bringt Sicherheit.
100% Zustimmung.
TL ist ein netter, sympathischer Mann, dessen Auffassung von Fussball leider ein spielerischer Rückschritt ist.
Hätte ihn im Sommer schon wieder entlassen, weil er nicht zur Ansicht "fussballerischer Weiterentwicklung" passt die TH sehen will.
Die Spieler haben durchaus Potenzial. Aber dazu braucht es einen Trainer, der offensiven Fussball mit Kurzpassspiel praktizieren will und nicht dieses Terrorgebolze.
Hütte1981 hat geschrieben: 03.08.2025, 22:28Zwei Trainer und einen Klassenerhalt später, dann doch der spielerische Ansatz mit Markus Anfang. Hat ein paar Spiele gedauert, aber am Ende sah das doch erst mal ganz vernünftig aus. Leider, ich kann’s bis heute noch nicht verstehen, mussten wir wieder den Trainer wechseln.
Langsam geht mir die Anfangverklärung auf den Sack. NICHTS sah da vernünftig aus. Die ersten 7 Spiele ging es direkt in Richtung Tabellenkeller, weil er stur sein System (für das es nicht die Spieler gab) durchgezogen hat. Dann wurde er, als er zu wackeln anfing, mangels Ergebnissen, quasi dazu gezwungen umzustellen und bisher verschmäht Spieler wie Aremu, Hanslik, Kleinhansl, Sirch einzusetzen. Damit gings dann direkt nach oben in die Aufstiegsplätze. Kaum hatte Anfang wieder Oberwasser, hat er angefangen dieses Erfolgssysten systematisch wieder zu dekonstruieren, indem er ohne Not verdiente Spieler rausrotiert hat. Damit gings dann wieder chronisch nach unten in der Tabelle. Mit ausbleibendem Erfolg wurde auch das Spielsystem immer destruktiver, bis zum absoluten Tiefpunkt und schlechtesten Spiel seit dem Wiederaufstieg gegen Braunschweig.
Hier liest man immer wieder dass sich Antwerpen selbst im Weg steht, weil er immer wieder, trotz Erfolg, freigestellt wird. Langsam sollte man sich auch mal dir Frage stellen, warum auch der andere "MA" nie länger als eine Saison irgendwo Trainer ist.
Im Gegensatz zu den beiden MAs hat TL schon bewiesen, dass er BuLi Aufstieg kann, also durchaus weiß, wie man Aufstiegsmannschaften formt. Das einzige was man ihm aktuell ankreuzen Jannik und muss, ist dass er durch die gesamte Vorbereitung keine "A"-Mannschaft gefunden und hat einspielen lassen. Wenn sich Spieler nicht kennen, klappt das Zusammenspiel halt nicht. Das muss TL jetzt halt leider im laufenden Spielbetrieb machen... sehe ärgerlich, wird viele Punkte kosten. Aber auch dem hier unverständlicherweise immer noch nachgetrauertem MA ist in den ersten 7 Spielen nichts geglückt und es ging Richtung Abstieg... und dann, eine Serie später, standen wir plötzlich oben.
Es ist ein Spiel gespielt, es kommen noch viele. TL ist keine leere Flasche der nicht erkennt, was schief lief. Er muss die erkannten Probleme jetzt schnell abstellen.
Abgesehen davon: Ziel ist es nicht als Tabellenerster aufzusteigen. Also sind Niederlagen und Unentschieden durchaus eingeplant. Und gegen einen Topaufstiegskandidaten knspl zu verlieren, ist nicht ungewöhnlich.
Die zeit die TL in Darmstadt und Braunschweig hatte, bekommt er hier nicht. Momentan habe ich das Gefühl er weiß noch nicht welches System zur Mannschaft passt und hat deswegen noch keine Stammformation, oder er will keinem weh tun.
Das Auftreten der Mannschaft in Hannover gerade in der 2ten HZ war total verängstigt und passiv, da ist auch der TL gefragt.
Wollte ihn nicht und will ihn nicht als Trainer bei uns, hoffe aber er kann lange bleiben und hat Erfolg
Das nach einer Niederlage hier im Forum "Weltuntergangs-Stimmung" herrscht ist ja nichts neues. Alles scheiße, alles schlecht.
Viele sollten einfach auch mal lernen, mit Niederlagen(-serien) richtig umzugehen.
Ja, wir haben ein schwaches Auswärtsspiel gemacht und verdient verloren. Nächste Woche kann das schon ganz anders aussehen. Diese Liga ist extrem ausgeglichen und jeder kann jeden zu jedem Zeitpunkt besiegen. Da bringt es nichts, die Nerven zu verlieren und hier direkt wieder das "große Ganze" in Frage zustellen.
Auch wenn ich mich an dieser Stelle unbeliebt mache: Eines unserer größten Probleme heißt Marlon Ritter.
Ja, er ist unser Kapitän. Ja, er hat auch schon seine Gala-Auftritte gehabt. Ja, er hat die fußballerischen Qualitäten um Spiele alleine zu entscheiden.
Aber wie oft ruft er dieses Können auch tatsächlich ab? Nicht zum ersten Mal wirkt er auch nicht austrainiert. Das können wir uns auf dieser wichtigen Position im zentralen offensiven Mittelfeld eigentlich nicht leisten.
Gerade in Spielen wie gestern, muss halt auch mal ein wendiger, technisch starker Spielmacher mit seiner individuellen Klasse Offensivaktionen für uns einleiten oder auch direkt abschließen. Ich hoffe, dass dies zukünftig von unserem neuen finnischen Neuzugang übernommen.
Man sollte bei aller Kritik an der defensiven Ausrichtung aber auch so fair sein, Lieberknecht zuzugestehen, dass es sicher nicht sein Plan war, dass wir offensiv überhaupt nicht stattfinden. Ich bin auch relativ sicher, dass es nicht die Anweisung war, jeden Ball blind nach vorne zu hauen, oder dass es ein Verbot gab, im Mittelfeld mal ein paar strukturierende Kurzpässe zu spielen.
Wir hatten mit Sahin, Ritter und Emreli drei Leute auf dem Platz stehen, deren Job es ist, Kreativität ins Mittelfeld zu bringen. Und alle drei haben am Sonntag wirklich mal so gar nicht geliefert. Da kann dann ein Trainer auch nur noch bedingt etwas machen, vor allem, wenn die zweite Reihe sehr dünn besetzt ist.
MA hatte kurz vor seiner Entlassung gesagt "... wir sind in der Realität angekommen". Nichts anderes ist auch gestern passiert! Nach viel medialem Geschwafel über die erfolgreiche Vorbereitung und einen ambitionierten Tabellenplatz hat man gestern eins gesehen - es gibt auch mit neuen Spieler keine Entwicklung. Es ist für mich schleierhaft, daß man einfach null (!!) Weiterentwicklung erkennt. An was liegt das? Am Spielsystem, an der Unfähigkeit neue Spieler entsprechend ihren Fähigkeit einzusetzen oder tatsächlich an dem bislang unentdeckten Wegbolz-Virus, der einen strukturierten Spielaufbau durch den "lang-und-weit"-Reflex verhindert?
Seit nunmehr 3 Jahren sind wechselnde Trainer mit wechselnden Mannschaften zumeist nicht in der Lage ...
- spielerisch den Ball nach vorne zu bringen
- die Außenschienen dauerhaft zu stärken
- eine ernst zunehmende Offensive zu etablieren (Hochphase Ache ausgenommen)
DevilDriver hat geschrieben: 04.08.2025, 14:27
Das nach einer Niederlage hier im Forum "Weltuntergangs-Stimmung" herrscht ist ja nichts neues. Alles scheiße, alles schlecht.
Viele sollten einfach auch mal lernen, mit Niederlagen(-serien) richtig umzugehen.
Ja, wir haben ein schwaches Auswärtsspiel gemacht und verdient verloren. Nächste Woche kann das schon ganz anders aussehen. Diese Liga ist extrem ausgeglichen und jeder kann jeden zu jedem Zeitpunkt besiegen. Da bringt es nichts, die Nerven zu verlieren und hier direkt wieder das "große Ganze" in Frage zustellen.
Auch wenn ich mich an dieser Stelle unbeliebt mache: Eines unserer größten Probleme heißt Marlon Ritter.
Ja, er ist unser Kapitän. Ja, er hat auch schon seine Gala-Auftritte gehabt. Ja, er hat die fußballerischen Qualitäten um Spiele alleine zu entscheiden.
Aber wie oft ruft er dieses Können auch tatsächlich ab? Nicht zum ersten Mal wirkt er auch nicht austrainiert. Das können wir uns auf dieser wichtigen Position im zentralen offensiven Mittelfeld eigentlich nicht leisten.
Gerade in Spielen wie gestern, muss halt auch mal ein wendiger, technisch starker Spielmacher mit seiner individuellen Klasse Offensivaktionen für uns einleiten oder auch direkt abschließen. Ich hoffe, dass dies zukünftig von unserem neuen finnischen Neuzugang übernommen.
Meiner Meinung nach ist MR7 auf dem Platz eines unser größten "Probleme" und ich bin wirklich Fan seines Talents. Was er aber daraus macht, ist grausam..
Die 2-3 x im Jahr, in denen er eine Topleistung bringt, reichen nicht.
Er ruft quasi nur 10%-20% seines Potentials ab.
Und dann ist er noch Kapitän und liefert wieder so einen Nachmittagsspaziergang.
Am 1.Spieltag, an dem man normalerweise heiß wie Frittenfett sein sollte.
aber ja, die Gier hat gefehlt... na dann..
Hat sich denn niemand bisher gefragt, warum andere Vereine ihn über die Jahre nicht verpflichten?
Wir suchen den idealen Schienenspieler und haben ihn eigentlich in den eigenen Reihe: Luka Sirch
Zweikampfstark, robust, schnell, hat Kondition, ist torgefährlich UND kann flanken.
Wenn Kim Sirchs Rolle in der Innenverteidigung übernehmen könnte, wäre das die ideale Lösung für die linke Seite.