Kilmister hat geschrieben: 18.10.2025, 13:59
meine TOP 10:
Eine Aufstellung, die ich gut nachvollziehen kann.
Eine Top-10 gibt es bei mir gar nicht, ich schaff das nicht.
Bei den vielen Alben gucke ich mir gerne die einzelnen Phasen an.
* Der Anfang 1975 bis zum offiziellen Erstwerk
Motörhead
Die Alben
On Parole (ersch. 1979) und
The Manticore Tapes (ersch. 2025) als die Ursuppe aus der die Band zum Leben erwachte. Das Manticore-Album, aufgenommen im August 1976 schon komplett mit dem Line-up Lemmy, Eddie, Phil. Klingt alles ordentlich noch mit nach Punk.
* 1976-1982 die Zeit mit Eddie Clarke
Die emotional geilsten Jahre der Band mit ihren Monsterscheiben.
Vom offiziellen Debüt
Motörhead (1977) bis zu
Iron Fist (1982) nur Klassiker. Mit
Overkill,
Bomber,
Ace of Spades und
Iron Fist im Studio, wurde diese Phase noch getoppt vom Livealbum
No Sleep ’til Hammersmith.
Overkill mit all den (Bühnen-)Klassikern.
Bomber mit dem Titelsong, mit
Stone Dead Forever,
Dead Men Tell No Tales und natürlich dem geilen Cover.
Ace of Spades mit dem Superhit, mit
(We Are) The Road Crew ,
Fast and Loose,
Love Me Like a Reptile,
The Chase Is Better than the Catch und eben das Cover mit den drei Pistoleros.
Iron Fist als letztes Album dieses Trios mit dem Titelsong, mit
(Don't Need) Religion und
Speedfreak beendet diese Jahre, die zum Aufstieg der Band und ihrem Kultstatus führten.
Die 40th Anniversary Edition des Hammersmith-Albums enthält die Konzerte aus Newcastle + Leeds, aus denen das Album zusammengestellt ist.
* 1983 mit Brian Robertson an der Gitarre
Nach dem Weggang von Eddie Clarke übernahm Robbo den Gitarrenpart. Es war keine glückliche Liaison, Ende des Jahres war wieder Schluss. Eingespielt wurde einzig das Album
Another Perfect Day. Aber was für eine Scheibe! Ich liebe das Album mit dem mehr melodiöseren Gitarrenspiel darauf. Für mich zählt die Scheibe zu den besten Motörhead-Einspielungen. Mein Ohrwurm darauf natürlich
One Track Mind.
* 1984-1995 Motörhead mit den Gitarristen Philip Campbell und Michael Burston
Motörhead als Quartett, da guckte ich erstmal etwas erstaunt, das war neu. Am Schlagzeug saß zudem Pete Gill statt Animal Taylor. Im Herbst '84 stand plötzlich die 2LP Kompilation
No Remorse in den Regalen. Darauf bekanntes Zeugs aus bisherigen Alben, das Cover ganz in Schwarz, das sah alles irgendwie nach einem Abgesang aus. Doch dann die faustdicke Überraschung: auf dem Album waren 4 taufrische Songs des neuen Line-ups. Und was für welche! Mit
Killed by Death,
Snaggletooth,
Steal Your Face und
Locomotive echte Kracher, ich war wie elektrisiert.
No Remorse hat bei mir einen hohen Stellenwert.
1986 kam dann die
Orgasmatron auf den Markt. @Kilmister, Du hast in deinen Top 10 alles dazu gesagt. Ergänzend noch von mir:
Built for Speed und
Deaf Forever sind weitere bärenstarke Nummern darauf.
Danach das Album
Rock ’n’ Roll, das seinem Namen alle Ehre macht. Eine klasse Scheibe die man rauf und runter spielen kann, und Phil Taylor hockt wieder hinter den Trommeln.
Das anschließende Livealbum
Nö Sleep at All wurde ja schon dieser Tage weiter oben erörtert. Den eingefangenen Sound darauf finde ich einfach genial, für mich steht die LP auf einer Stufe mit
No Sleep ’til Hammersmith. Das einzige was ich bedauere, dass es keine DoLp ist.
1916 hat mit
No Voices in the Sky,
Going to Brazil,
R.A.M.O.N.E.S starke Nummern. Und die beiden Gitarrensoli auf
Love Me Forever kann ich nur empfehlen.
Die weiteren Alben des Quartetts,
March ör Die,
Bastards und
Sacrifice, finde ich ebenfalls klasse. Ab der
March ör Die 1992 trommelt dann Mikkey Dee und bleibt auch bis zum Ende 2015 an Bord. Diese Alben haben alle starke Songs im Gepäck, da gibt es keinen Grund sie nicht zu mögen.
Aus der Phase mit den Vieren stammt auch das 1994 veröffentlichte
Live at Brixton '87. Die Aufnahmen darauf finde ich richtig klasse.
* 1995-2015 Motörhead mit Lemmy, Phil Campbell und Mikkey Dee
Das eingespielte und hochprofessionelle Trio hat in diesen 20 Jahren bis zum Ende der Band hervorragende Alben in Serie rausgebracht. Mich als Fan darf man ja nicht fragen, ich werde keines der Motörhead-Alben schlecht bewerten. Wahr aber ist, dass die Band in dieser Zeit aussergewöhnliche Alben wie
We Are Motörhead,
Hammered, das fantastische
Inferno,
Kiss of Death und
Motörizer eingespielt hat.
An Live-Veröffentlichungen noch erwähnenswert:
- Everything Louder than Everyone Else
- 25 & Alive: Live at Brixton Academy
- BBC Live & In-Session
- Better Motörhead than Dead: Live at Hammersmith
- Stage Fright (DVD, 2004 D'dorf)
Ouh Mann, jetzt hab ich aber genug geschrieben.
