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Das Fritz-Walter-Stadl (Wochenblatt)

Aktuelles und Historisches zur Heimstätte der Roten Teufel.
Thomas
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Beitrag von Thomas »

Das Wochenblatt hat in seiner aktuellen Ausgabe das komplexe Thema Besserungsscheine unter die Lupe genommen:


Das Fritz-Walter-Stadl
Über „Besserungsscheine, die ihr Papier nicht wert sind“, Verrechnungsmodelle und Steuergelder


Von Andreas Erb

Rückblick. Pressekonferenz im Rathaus. Der Oberbürgermeister atmet tief durch. Puh! Gerade hat Klaus Weichel die Insolvenz der Gartenschau abgewendet. Dann der nächste Härtetest für die Stadt und ihre Stadiongesellschaft: Der FCK vor dem Abstieg in die dritte Liga. Kann sich der Verein die Stadionmiete in Höhe von jährlich 3,2 Millionen Euro noch leisten? „Das könnte den Stadtrat vor schwere Entscheidungen stellen“, prophezeite der Oberbürgermeister beim Pressegespräch 100 Tage nach Amtsantritt. Im Interessenskonflikt zwischen finanzpolitischer Vernunft und fußballverrückter Emotion machte der Stadtrat damals Klimmzüge. 5,3 Millionen Euro erließ er dem 1. FC Kaiserslautern in den vergangenen fünf Jahren an Stadionpacht, um den Club zu retten. Dagegen gab‘s Besserungsscheine: Der FCK versprach, das Geld zurückzahlen. Wenn‘s ihm denn besser geht...

Groß die Erleichterung, als es 2010 mit dem Wiederaufstieg in die Erste Liga klappte. Von nun an sollte die städtische Stadiongesellschaft, die dem Verein die Arena vermietet und damit ihre eigenen Zinszahlungen für den Kauf der Immobilie gerade so bedienen kann, auf Rückzahlungen hoffen dürfen. Jedoch: 2012, im erneuten Abstiegsjahr, musste die Stadt wieder tätig werden, um dem Verein die Ligalizenz zu sichern. Dem Club wurden zusätzlich 1,2 Millionen Euro Miete wiederholt gestundet, zunächst verzinst bis Mitte 2013. Und die zuvor reduzierten 5,3 Millionen Euro sollen nun mit vergangenen Investitionen verrechnet werden - ein Modell, mit dem die Stadiongesellschaft ihre Forderungen gegenüber dem FCK teilweise indirekt schlichtweg abschreibt.

Heute hört sich das so an: „Besserungsscheine sind im Wirtschaftsleben in aller Regel Zahlungsversprechen, die das Papier nicht wert sind, auf dem sie gedruckt wurden“, heißt es auf eine Presseanfrage an die Stadiongesellschaft. Der FCK-Vorstand untermauerte dies unlängst auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung: Man habe den Millionen-Transfer des Torwarttalentes Kevin Trapp zu Saisonbeginn 2011/12 nicht realisiert, da der Gewinn daraus dem Verein nicht genutzt, sondern der Stadt zugegangen wäre. „Wären wir ins riesige Plus gekommen, hätten wir zuerst die Besserungsscheine der Stadt tilgen müssen.“

Also selbst wenn der Club die Möglichkeit hätte, ein positives Ergebnis zu erwirtschaften, lässt er diese Möglichkeit lieber verstreichen, da er sonst seine Mietschuld zurückzahlen müsste. Bei der Stadiongesellschaft hüllt man sich in Diplomatie: „Zu dem Millionen-Transfer des Torhüters Kevin Trapp können wir kein Statement abgeben, weil die Sache nicht in unseren Kompetenzbereich fällt. Im Übrigen ist der FCK völlig autark, wie er seine Bilanz gestaltet. Dies sind ausgesprochen geschäftspolitische Dispositionen des 1. FC Kaiserslautern, auf die die Stadiongesellschaft keinen Einfluss hat.“

Die unbesetzten Posten

Stärkeren Einfluss auf die Vereinsgeschicke könnte jedoch die Stadt ausüben, wenn sie nur wollte. Ebenso könnte sich das Land RheinlandPfalz stärker einbringen, wenn es nur wollte. Schließlich subventioniert auch das Land den Club. Jüngst tat es das mit einem Betrag in Höhe von 360.000 Euro (mit städtischem Anteil von 36.000 Euro), verwendet zum Bau eines Vereinsmuseums samt VIP-Bereich. Das Geld stammt aus dem Investitionsstock des Landes, der Infrastrukturmaßnahmen vorbehalten ist.

Für Stadt und Land sollte es ein Leichtes sein, den Umgang mit öffentlichen Fördermitteln zu überwachen. In der Vereinssatzung heißt es nämlich zur Besetzung des FCK-Aufsichtsrats: „Eine Mitgliedschaft ist dem jeweiligen Oberbürgermeister der Stadt Kaiserslautern und eine weitere dem für Sport zuständigen Fachminister der jeweiligen Landesregierung des Landes anzudienen.“ Beide Posten sind derzeit jedoch unbesetzt.

Der Oberbürgermeister begründete seinen Verzicht auf den FCK-Aufsichtsratsposten bei Amtsantritt mit dem Argument, als Aufsichtsratsvorsitzender der städtischen Stadiongesellschaft einem möglichen Interessenskonflikt zwischen Stadiongesellschaft und Verein ausgesetzt zu sein. Dieser Konflikt wird nun in Verhandlungsrunden um die Stadionpacht ausgefochten - nur mit geringerem Einfluss der Stadt. So kommt es zu dem aktuellen Verrechnungsmodell, der dem Verein mehr nutzt als der Kommune.

Das Verrechnungsmodell

Ausgangssituation: 5,3 Millionen Euro hat die Stadt dem Club in den vergangenen Jahren gegen Besserungsscheine an Stadionpacht nachgelassen. Die Rückzahlung ist zeitlich nicht fixiert, sondern richtet sich nach der Bilanz des 1. FC Kaiserslautern. Erst sobald hier positive Zahlen erwirtschaftet werden, ist das Geld an die Stadiongesellschaft zurückzugeben. Aber: „Der 1. FC Kaiserslautern könnte eine Bilanzpolitik betreiben, die für die Stadiongesellschaft negativ wäre. Es ist nämlich durchaus denkbar, dass der Verein seine Bilanz korrekterweise so gestaltet, dass Bilanzüberschüsse mit den verbundenen Rückzahlungen auf die Besserungsscheine nicht eintreten“, schreibt eine offizielle Beschlussvorlage des Stadtrats im Zusammenhang mit dem Verrechnungsmodell.

Im Klartext: Selbst in der Ersten Liga könnte die finanziell gebeutelte Stadt mit einer Rückzahlung der 5,3 Millionen Euro mittelfristig nicht zwangsläufig rechnen. Stattdessen ist der Verein auf Stadiongesellschaft und Stadtrat zugekommen: Der FCK winkt. Es gibt eine Absichtserklärung, im dritten Quartal 2012 eine Million Euro an die Stadtkasse zu überweisen. „Darüber hinaus erklärt sich der 1. FCK bereit, der Stadiongesellschaft eine weitere Geldzahlung in Höhe von 500.000 Euro einzuräumen. Der Betrag ist nach Wiederaufstieg in die Erste Bundesliga zu zahlen, und zwar im zweiten Jahr der Zugehörigkeit in der Ersten Bundesliga.“ So heißt es in der Anlage zur Beschlussvorlage im Stadtrat. Der Verein winkt also mit 1,5 Millionen Euro.

Die Stadt winkt zurück: Als Vermieterin der Immobilie rechnet die Stadiongesellschaft dem Verein nun Investitionen in das Stadion aus der Vergangenheit auf die Besserungsscheine an. Dazu zählen Ausbau von Gastronomie, Fanshop, Kiosk, Kartenservice, Clublounge oder Geschäftsräumen in Höhe von 1,8 Millionen Euro. Ein weiterer Bonus: Der 1. FC Kaiserslautern beabsichtigt, ein Energiesparprogramm für das Fritz-Walter-Stadion aufzulegen und dafür 500.000 Euro in Energiesparmaßnahmen zu investieren. Diese zukünftige Investition schlägt sich nun nieder. Denn sie soll ebenfalls mit den Besserungsscheinen verrechnet werden. In der Anlage zur Beschlussvorlage des Stadtrats heißt es: „Wird der Betrag von 500.000 Euro nicht bis zum 30. Juni 2013 für den vorgenannten Zweck investiert, so ist er als Geldzahlung an die Stadiongesellschaft zu entrichten.“

Insgesamt sollen demnach 3,8 Millionen Euro (1,5 Millionen Euro beabsichtigte Zahlungen des Vereins an die Stadt, 500.000 Euro beabsichtigte Energie-Investitionen des Vereins ins Stadion und 1,8 Millionen Euro aus Investitionen der Vergangenheit etwa in Kioske oder Gastronomie) mit den Besserungsscheinen verrechnet werden. Damit wird die Schuld des Vereins von 5,3 Millionen auf 1,5 Millionen Euro gedrückt. Für den Verein ein gutes Geschäft, verringert er doch seine Zahlungsverpflichtungen. Für die Stadiongesellschaft unterm Strich allerdings wenig komfortabel.

Das vereinsfremde Vermögen

Denn während sich die mit den Besserungsscheinen verrechneten Investitionen des Vereins in das Stadion, beispielsweise in Kioske oder Gastronomie, für den Wirtschaftsbetrieb des FCK positiv auswirken, profitiert die Stadiongesellschaft als Vermieterin des Stadions mitnichten von diesem Effekt. An eine im Mietverhältnis durchaus übliche, entsprechende Beteiligung der Stadt an diesen Gewinnen, beispielsweise in Form einer adäquaten Mieterhöhung, hat im Verrechnungsmodell niemand gedacht.

Außerdem: In welche Maßnahmen konkret investiert wurde, ist der Stadtratsvorlage nicht zu entnehmen. Auch die Stadiongesellschaft verweigert aus „rechtlichen Gründen“ die Aussage. Man beteilige sich an „werthaltigen“ und „sinnvollen“ Investitionen, heißt es auf Anfrage. „Die Aufwendungen werden zurzeit vom Wirtschaftsprüfer der Stadiongesellschaft anhand der vom 1. FC Kaiserslautern vorgelegten Unterlagen, Konten und Belege geprüft, um eventuell eine Anerkennung aussprechen zu können. Ein Ergebnis der Prüfung liegt noch nicht vor“ - obwohl der Stadtrat das Thema längst behandelt hatte. Damit kommt der Wirtschaftsprüfung eine große Verantwortung zu, könnte diese einen Beschluss des Stadtrates, der in Verbindung mit der Lizenzerteilung der Deutschen Fußball-Liga an den FCK steht, möglicherweise nachträglich kippen.

Auch die Pressestelle der Stadtverwaltung schweigt auf Anfrage zum Verrechnungsmodell und der konkreten Verwendung der öffentlichen Mittel. Bemerkenswert überdies, dass bislang bauliche Maßnahmen im Umfeld des Nachwuchsleistungszentrums Fröhnerhof durch den Club ausblieben - mit dem Argument, der FCK könne ja nicht in vereinsfremde Immobilien investieren. Eine eben solche Investition ins vereinsfremde Stadion jedoch soll nun die Besserungsscheine mindern.

Die Millionen-Abschreibung

Darüber hinaus ermöglicht das Verrechnungsmodell der Stadiongesellschaft eine Abschreibung der Vereinsschulden und bedeutet so für den Steuerzahler eine Millionenbelastung. Wie‘s funktioniert? In dem Moment, in dem die Stadiongesellschaft Summen aus den Besserungsscheinen als Investitionen in das Stadion verrechnet, erhöht sich zunächst der bilanzielle Wert der Immobilie. Denn die Stadiongesellschaft verzichtet ja auf Forderungen, die ihr aus den Besserungsscheinen zustehen; dafür wächst der Stadionwert im Anlagevermögen der Gesellschaft, und es entsteht ein Ertrag. Mittelfristig wird das Stadion allerdings nach gängiger Praxis abgeschrieben, da es sich im Laufe der Jahre „abnutzt“. Folglich wird damit auch die entsprechende Summe der Besserungsscheine, die als Wertsteigerung des Stadions verbucht ist, schlicht abgeschrieben - ohne dass der FCK die Mietreduzierung faktisch monetär zurückzahlt.

Da klingt es schon verzweifelt, wenn es in der Beschlussvorlage des Stadtrats im Hinblick auf die vom Verein winkend in Aussicht gestellte Zahlung von 1,5 Millionen Euro an die Stadiongesellschaft heißt: „Regelmäßige Zinseinnahmen aus den Geldzahlungen von 1,5 Millionen Euro könnten zu einem verbesserten Status der Stadiongesellschaft beitragen und die Rückzahlung des Darlehens in Höhe von 65 Millionen Euro erleichtern.“ Ein optimistisches Vorhaben, mit den Zinserlösen einer 1,5-Millionen-Euro-Anlage ein Darlehen in Höhe von 65 Millionen Euro zu bedienen...

Was diese Passage in der offiziellen Beschlussvorlage des Stadtrats außerdem übersieht: Von den in Aussicht gestellten 1,5 Millionen Euro sollen ja nur eine Million Euro in 2012 fließen. Wohingegen 500.000 Euro für den Fall eines Erstliga-Aufstiegs erst im zweiten Erstliga-Jahr fällig wären. Im Worst Case also niemals.

Sowieso: Während man an dieser Stelle gerne auf die Zugehörigkeit des Vereins in der Ersten Bundesliga verweist, scheint man an anderer Stelle in Punkto Stadionwert nicht zwingend mit dem Wiederaufstieg zu argumentieren. Beispielsweise, wenn es um den Ausbau des Logenturms Nord-Ost und ein geplatztes Kompensationsgeschäft mit einem Handwerkernetzwerk geht, das den Stadionwert erhöht und weder Verein noch Steuerzahler belastet hätte. Der Verein bezweifelt allerdings die Vermarktbarkeit der Loge in der Zweiten Bundesliga - als würde er mittelfristig mit der Zweitklassigkeit planen - und begründet damit seine Abwehr-Haltung bezüglich des kostenneutralen Logenturm-Ausbaus.

Auch hierzu hält sich die Stadiongesellschaft bedeckt. Dies falle genauso wenig in ihren Kompetenzbereich wie die verflossenen TrappMillionen. So klingt die Prophezeiung des Oberbürgermeisters noch in den Ohren: „Das könnte den Stadtrat vor schwere Entscheidungen stellen...“

Nach-gefragt

„Mit den Maßnahmen zu Gunsten des 1. FC Kaiserslautern wurde der Handel zwischen den Mitgliedsstaaten der EU nicht beeinträchtigt. Darüber hinaus stellen die Investitionszuschüsse, die bisher geflossen sind, sogenannte Infrastrukturmaßnahmen dar, die nach der bisherigen Praxis in der gesamten Bundesrepublik als zulässig erachtet werden. Andere Hilfen an den 1. FCK dienten dazu, eine Überschuldung des Vereins abzuwenden beziehungsweise eine Insolvenz zu vermeiden und gleichzeitig den Verbleib des 1. FCK in der Bundesliga zu sichern.“ Antwort der Stadiongesellschaft auf die Frage, ob auf übergeordneter Ebene nicht wettbewerbsrechtliche Bedenken bezüglich der öffentlichen Subventionen des 1. FC Kaiserslautern auftreten, da der Club im bundesweiten bis internationalen Wettbewerb mit privatwirtschaftlichen Aktiengesellschaften und GmbHs konkurriert, die nicht ohne weiteres auf öffentliche Förderung zurückgreifen können. (ae)

(Der Artikel ist erschienen in der aktuellen Ausgabe des Kaiserslauterer „Wochenblatts“. Abdruck mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.)

Quelle: Wochenblatt KL (Artikel nicht online verfügbar)
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)
Schlossberg
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Beitrag von Schlossberg »

Der FCK hat nicht nur Freunde.
Der OB hat nicht nur Freunde.

Die Hunde bellen, die Karawane zieht weiter.

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"Fritz-Walter-Stadl" ??
Freundche, dodefor geheern der e paar, wo der kä Dokter mä abnemmt.
An ihren Früchten sollt Ihr sie erkennen.
Block8.1-Fan
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Beitrag von Block8.1-Fan »

Da mag sich mal wieder jemand mit einer Position GEGEN den FCK profilieren. Hauptsache mit Mist um sich geworfen.

Die Investitionen ins Stadion nicht von den Besserungsscheinen abzuziehen wäre von der FCK-Führung grob fahrlässig - da man in fremdes Eigentum investieren würde. So ein Pfosten!
Eigentlich bin ich ein Supertyp. Aber ich kann wohl auch ein richtiger Arsch sein. (Mario Basler)
Bää$cht
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Beitrag von Bää$cht »

Irgendwie erinnere ich mich an den Namen... Erb... Mmmh...

Kann die Scheiße, denn nicht mal aufhören?
Molle
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Beitrag von Molle »

Ich habe nur Überschrift und den Abspann gelesen.... Einfach nur ein Rotz um wieder Unruhe zu bringen...
mms2304
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Beitrag von mms2304 »

Der Herr Erb kommt also mal wieder mit seinem populistischen ...... aus dem Loch gekrochen.....
Bää$cht
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Beitrag von Bää$cht »

M.E. ist das vereinsschädigendes Verhalten... Der Typ is doch Vereinsmitglied oder?
Schlossberg
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Beitrag von Schlossberg »

Bää$cht hat geschrieben:... Kann die Scheiße, denn nicht mal aufhören?
Thomas (von Aquin) sagt, die Erb-Sünde wird uns immer belasten.
An ihren Früchten sollt Ihr sie erkennen.
OWL-Teufel

Beitrag von OWL-Teufel »

Neue Saison, altes Lied.

Freund Erb wählt gezielt schlechtestmögliche Zeitpunkte, um seine Schlaumeierei loszuwerden.

Vermutlich hat er in der Sache Recht (ist offensichtlich eine komplizierte Materie, von der sich das meiste meiner Kenntnis entzieht - dazu warte ich mal kompetentere Stellungnahmen ab), aber seine Klickerkolumne in einem Anzeigen-Gammelblättchen ist doch eine traurige Art, Kritik anzumelden.

Ich weiß, dass es momentan vollkommen utopisch ist, aber das Stadion muss zurück in Vereinshand.
teufelwiesbaden
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Beitrag von teufelwiesbaden »

Naja, in Zeiten leerer städtischer Kassen kann man schon einmal auf ( berechtigte ) Missstände hinweisen.
Andererseits hat unser lieber Kurt gerade 260 Millionen für seine Matchboxsammlung verbrannt.
Aber keine Panik, die Stadt wird dem FCK über die Stadionmiete nie die Luft abstellen.
Wer soll denn sonst auf dem Betze spielen... :teufel2:
"Eines weiß man,wenn du das versuchst, wenn du glaubst in die Sache, wenn du gibst nie auf, dann ist wirklich in Fußball alles möglich."
Milan Sasic am 18.05.2008
TreuesHerz
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Beitrag von TreuesHerz »

na und? VW spart Milliarden Euro beim Porschedeal durch ein Steuerschlupfloch und subventioniert dann Wolfsburg...damit hat also jeder Steuerzahler seinen Beitrag für die Gehälter des Retortenclubs geleistet...und über Lauterns 5 Millionen wird seitenweise geschrieben...
Kuntz muss so handeln..würde er sonst nicht Gelder des Vereins veruntreuen?
In den 80ern Fan geworden, in den 90ern gefeiert....danach treu geblieben ;-)
Pik Sieben
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Beitrag von Pik Sieben »

Thomas hat geschrieben:Das Wochenblatt hat in seiner aktuellen Ausgabe das komplexe Thema Besserungsscheine unter die Lupe genommen:

Von Andreas Erb

..Bemerkenswert überdies, dass bislang bauliche Maßnahmen im Umfeld des Nachwuchsleistungszentrums Fröhnerhof durch den Club ausblieben - mit dem Argument, der FCK könne ja nicht in vereinsfremde Immobilien investieren. Eine eben solche Investition ins vereinsfremde Stadion jedoch soll nun die Besserungsscheine mindern...
Auch wenn ich sonst eher wenig von Herrn Erb als Journalisten halte, muss ich gestehen, dass mir dieser Widerspruch auch schon bei der Rede von Herrn Grünewalt während der AOMV aufgefallen und als nicht nachvollziehbar erschienen ist.
Nicht weise werden, zornig bleiben! - Max Frisch
Thomas
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Beitrag von Thomas »

Molle hat geschrieben:Ich habe nur Überschrift und den Abspann gelesen.... Einfach nur ein Rotz um wieder Unruhe zu bringen...
Also wenn man Kritik an einem Artikel übt und dabei sogar beleidigend wird, sollte man ihn wenigstens vorher komplett gelesen haben. :nachdenklich:

Ohne jemanden verteidigen zu wollen, aber ich lese aus dem Artikel nicht viel schlimmes, geschweige den vereinsschädigendes, eher interessantes: Z.B., dass der FCK in den nächsten Monaten bis zu 1,5 Mio. Euro an die Stadt zurückzahlen will.

Kritisch würde ich es eher sehen, wenn die beiden Politiker tatsächlich ihren Posten im Aufsichtsrat ausüben würden. Diesen Passus in der Satzung halte ich aus Vereinssicht für schlecht.
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)
wernerg1958

Beitrag von wernerg1958 »

Das ist mir so ziemlich schei.....l.
Das Stadion wird nie mehr dem FCK gehören und die Stadiongesellschaft wird den Kredit nie zurückzahlen können, und alle arbeiten mit allen "Tricks" daran, daß sie nicht in Insolvenz gehen- Was sollen sie auch sonst tun?
Hier ist jeder auf den anderen angewiesen, sie sitzen alle in einem Boot.
Hoffen wir, daß es kein Leck bekommt.
SuperMario
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Beitrag von SuperMario »

Lieber Thomas,

oh doch, da stehen durchaus vereinsschädigende Passagen in dem Artikel.

Bsp. 1: "Also selbst wenn der Club die Möglichkeit hätte, ein positives Ergebnis zu erwirtschaften, lässt er diese Möglichkeit lieber verstreichen, da er sonst seine Mietschuld zurückzahlen müsste." Hier unterstellt er Bilanzfrisierungen, damit kein Geld zurückgeführt werden müsse in die Stadiongesellschaft.

Bsp. 2: "In welche Maßnahmen konkret investiert wurde, ist der Stadtratsvorlage nicht zu entnehmen."
Damit wird impliziert, dass der FCK nur scheinbar investiert hätte. Wenn er jedoch Inhalte der AOMV kennt, dann sollte er auch wissen, worin investiert wurde. So weit ich weiß, wurde dort dargelegt, was an Investitionen getätigt wurde.

Aber er äußert sich ja nicht nur vereinsschädigend. Über vielen seiner Aussagen schwebt der Hauch von Verschwörungstheorie, wonach Stadiongesellschaft, FCK, Land und Stadt unter einer Decke steckten und letztlich allein der Steuerzahler das Süppchen auslöffeln muss, was ihm diese vier Protagonisten eingebrockt haben. Was er dabei aber vergisst, das ist das Folgende: geht der FCK pleite, dann gibts gar nix mehr. Wer sollte schließlich das Stadion sonst mieten? Tritt dieser Fall ein, dann stellt sich nicht nur für mich die Frage, wer das 65 Mio.-Darlehen ALLEINE zurückzahlen darf. Kleiner Tipp: das ist dann weder der FCK, noch die Stadiongesellschaft, noch die Stadt und auch nicht das Land. Na, klingelts, Herr Erb?

Ein Rat an Herrn Erb aus der Lauterer Geschäftswelt: anstatt den ganz privaten Kreuzzug gegen OB und Rest der Stadt sowie den FCK oder das Land zu führen, sollte Herr Erb sich wenigstens ab und an damit beschäftigen, was den Einwohnern Kaiserslauterns zu Gute kommt. Auf den Rückruf von ihm auf Anfrage zur Veröffentlichung eines Artikels zu einer besonderen Aktion speziell für Senioren warte ICH z.B. schon seit fast drei Monaten...
Cogito, ergo sum!
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Beitrag von kulak »

wernerg1958 hat geschrieben:Hoffen wir, daß es kein Leck bekommt.
Es leckt schon, es geht nur darum wie schnell die Besatzung schaufeln kann.
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Beitrag von morlautern1971 »

Hab leider grad keine Zeit den Artikel komplett zu lesen, daher kein Statement zum Inhalt. Aber zur Überschrift. Als Wahlbayer kann ich versichern:

Es muss Der Fritz-Walter-Stadl heißen.

Der Heustadl. Der Musikantenstadl. Also auch der Fritz-Walter-Stadl. (Und übrigens auch: Der Butter und der Radio.)

Wenn schon, denn schon.

(Der wortspielerische Flirt mit dem "Stadion", das - sogar im Bayrischen - Neutrum ist, würde dadurch in keiner Weise getrübt.)
wolle
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Beitrag von wolle »

Was soll der Schei.. von diesem drittklassigen Pamphletschreiberling.
Wer wollte denn die blöde WM in Lautern. Beck und Konsorten, die Stadt Lautern und solche Leute wie ein Herr Erb.
Hätte man damals gewußt, was auf den Verein zukommt und das ganze für den Verein ausgeht wären die Fans auf die Barrikaden und die WM wohl nie nach Lautern gekommen. Für ein paar Spiele Kommerz hat der Verein alles verloren.Die Bevölkerung wurde doch damals genauso verarscht wie jetzt beim Nürburgring.
Der Beck erfüllt sich Träume deren Folgen er nicht absehen kann und dann sind Milliarden verbrannt.
Die sollen das Stadion dem Verein für einen symbolischen Euro verkaufen und Stadt und Land tragen die Kosten.
Damit wäre allen gedient.Die Stadt hätte den Klotz am Bein weg und bei dem Schuldenstand wären die paar Millionen auch egal.
Der Verein hätte ein eigenes Stadion und könnte wieder mehr Geld in die Spieler investieren mit der Folge vielleicht auch mal wieder International zu spielen was wiederum eine tolle Werbung für die Stadt Kaiserslautern bringt.
Wer kennt in Europa Kaiserslautern?
kein Schwein.
Wer kennt den 1. Fußballclub Kaiserslautern ? Jeder
Damit wäre allen gedient.
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Beitrag von Südpälzer »

Ah... Wochenblatt... Stadionheft... die Kasper mal wieder.
WernerL
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Beitrag von WernerL »

Wer ist eigentlich der Kollege Erb, dass er uns mit den Weisheiten des Konfuzius beerbt...?

Also beim besten Willen, was will uns der Texter denn hier sagen?
Dass die Situation Scheisse ist?
Dass es finanzielle eng wird, auch weiterhin?
Dass es ein Spiel wird mit der Stadt, dem Land und dem Erfolg des FCK...?
Na super...ganz ganz neue Infos...!

Was der FCK braucht sind wohl Lösungen, wie er aus dem Ganzen wieder rauskommt verdammt...keine Schlaumeier die Aufdeckungs-journalismus betreiben wollen udn doch nur altbeklannte Geschichten ausgraben...fast schon lächerlich... :!:

Der FCK muss den Kredit endlich abbezahlen, muss sein Stadion zurück bekommen...!
Muss Erstliga-tauglich sein und dazu eine Mannschaft kaufen können...!

Schlimm wie es ist...aber diese schlauen Statements bringen NULL für den Verein...!
„Tradition ist eine Laterne, der Dumme hält sich an ihr fest, dem Klugen leuchtet sie den Weg.“ [George Bernard Shaw]
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Beitrag von Ktown2Xberg »

Gerade noch rechtzeitig, um das Thema Fritz-Walter-Stadion im Sog der Nürburgring-Wutwelle zu positionieren...
Thomas
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Beitrag von Thomas »

SuperMario hat geschrieben:da stehen durchaus vereinsschädigende Passagen in dem Artikel.

Bsp. 1: "Also selbst wenn der Club die Möglichkeit hätte, ein positives Ergebnis zu erwirtschaften, lässt er diese Möglichkeit lieber verstreichen, da er sonst seine Mietschuld zurückzahlen müsste." Hier unterstellt er Bilanzfrisierungen, damit kein Geld zurückgeführt werden müsse in die Stadiongesellschaft.
Naja, wenn das vereinsschädigend sein soll, dann aber höchstens die Sache an sich und nicht die Erwähnung in dem Artikel. Die Trapp-Geschichte wurde doch schließlich genau so begründet auf der AOMV.
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)
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Beitrag von Schlossberg »

morlautern1971 hat geschrieben:Es muss Der Fritz-Walter-...
Schade Morlauterer, von dir hätte ich - aufgrund deiner vielen vorangegangenen guten Beträge - Anderes erwartet, als diese bösartige Buchstabenfolge zu zitieren und sogar noch sich Gedanken über deren grammatikalisches Geschlecht zu machen.

Der Herr Erb kann in seinem Wochenblatt bringen was er will, auch über Besserungsscheine, soll sich meinetwegen ein paar kaufen, vielleicht geht es ihm dann besser.
Aber den Namen unseres Idols für respekt- und hirnlose Wortspielchen benutzen, ist eine Riesensauerei und muss als solche angesprochen werden.

@Thomas
Ist sich dbb nicht zu schade dafür, ehrabschneiderische Wortschöpfungen wie die von Herrn Erb weiter zu verbreiten??


Not amused.
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Beitrag von Lestat »

SuperMario hat geschrieben:......
Bsp. 1: "Also selbst wenn der Club die Möglichkeit hätte, ein positives Ergebnis zu erwirtschaften, lässt er diese Möglichkeit lieber verstreichen, da er sonst seine Mietschuld zurückzahlen müsste." Hier unterstellt er Bilanzfrisierungen, damit kein Geld zurückgeführt werden müsse in die Stadiongesellschaft.
...
Nun aber genau der Punkt ist auf der AOMV vom Vorstand bestätigt worden. Einer der Gründe laut Aussage des Vorstands warum man das Schalker Angebot für Trapp abgelehnt hat war die Tatsache das mindestens ein großer Teil der Ablösesumme nicht beim FCK geblieben wäre sondern das man damit dann die Besserungsscheine bedienen hätte müssen.
Auf weitere Nachfragen eines Mitgliedes (welche in die Selbe Richtung wie das Wochenblatt gehen) gab es dann nur noch ausweichende Antworten.
Ja hier stand mal eine Signatur.
Diese wurde nach über 3,5 Jahren von den Moderatoren gelöscht (aufgrund einer Beschwerde) weil sie nicht den Forumsregeln entsprechen soll. Das zu sage ich jetzt besser nichts.
SuperMario
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Beitrag von SuperMario »

Es ist eine Sache zu sagen, dass man Gewinne verstreichen lässt, weil das Geld ohnehin in die Stadiongesellschaft flösse (was, nebenbei angemerkt, auch auf der AOMV ein dämliches Argument war, denn bei einem "Gegentransfer", der Geld kosten würde, wäre der Gewinn ja direkt wieder weg; und der wäre sogar direkt zur Verechnung mit Trapp möglich gewesen <-- damit wollten die Herren Verantwortlichen lediglich den Transferfehler Trapp runterspielen, Leute!!!). Die andere Sache ist aber zu unterstellen, dass Gewinne möglichst klein ausgewiesen werden (=Bilanzfrisierungen), um sie nicht in die Stadiongesellschaft fließen zu lassen. Klingt nach nur Nuancen Unterschied, ist aber tatsächlich eine Unterstellung, dass Bilanzen absichtlich angepasst werden.

Meine Meinung.
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