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Wenigstens stimmte mit 3 roten Karten die Einstellung zum Derby.

Das waren wohl leider eher zwei ziemlich hirnlose Aktionen der Spieler Below und Holzweißig sowie vom Schiedsrichter völlig überzogene gelbe Karten im Fall Heintz.
Die jungen Roten Teufel machten ihrem Namen zweifelhafte Ehre und schmorten nach drei Platzverweisen am Ende einer lange ausgeglichenen U 19-Bundesliga-Partie in der blauschwarzen Hölle. Der SVW-Meister am Grill hieß Ioannis Mys-takidis, der den Gästen gleich drei heiße Dinger einschenkte. Dabei hielt Kaiserslauterns mehr als eine Stunde löwenmutig dagegen. Und das, obwohl FCK-Innenverteidiger Dominique Heintz bereits in der 28. Minute nach einem dummen Foul am Mittelkreis schon früh zum Abkühlen unter die Dusche geschickt worden war.
Ein leidenschaftlicher SVW-Fan auf der üppig besetzten Haupttribüne im Stadion am Alsenweg kommentierte die beiderseitigen Leistungen nach dem zähen und zerfahrenen Anfangsdrittel mit einem inbrünstigen Stöhnen: „Alles Flickwerk!“ In der Tat kam so etwas wie ein Spielfluss selten zustande. Der in Ehren ergraute SVW-Trainer Stephan Groß, wie sein FCK-Pendant Gunther Metz einst erfolgreich für den KSC am Ball, verlieh seiner Unzufriedenheit mit dem unkonzentrierten Auftritt der Waldhof-Buben durch eindringliche Gesten und Appelle lebhaften Ausdruck.
Im ersten Durchgang sind eigentlich nur vier Minuten erwähnenswert. Die aber hatten es fast schon spielentscheidend in sich. 25. Minute: FCK-Mittelfeldspieler Nico Steeck schlägt eine fein dosierte Flanke hoch Richtung Elfmeterpunkt. Doch SVW-Keeper Dennis Broll, jederzeit Herr seiner Beziehungskiste, kann den strammen Kopfball von FCK-Zehner Jan-Lukas Dorow mit einem Panthersprung gerade noch über die Querlatte lenken. 26. Minute: Die coole Antwort der Waldhof-Schüler. Dem Griechen-Jüngling Ioannis Mystakidis gelingt aus kurzer Distanz die Führung für den SVW. 28. Minute: Schiedsrichter Thorsten Braun muss den enthemmten Pfalzknappen Dominique Heintz wegen dessen zweitem dummen, weil in der unerogenen Mittelfeldzone praktizierten Fouls mit gel-brotem Ticket vom Platz.
Wie sagte „Uns Uwe“ Seeler, der frisch gebackene 75er?: „Also, ein normales Foul ist für mich nicht unfair.“ Das konnte man von der nächsten Körperattacke der von der drohenden Niederlage frustrierten Roten Teufel allerdings nicht behaupten. Kaum hatte der SVW in der 68. Minute durch seinen umtriebigen An-greifer Aytgunc Önerler auf 2 : 0 erhöht, rastete der nächste FCK-Junior aus. Mit einem klassischen Frustfoul erwies Noel Below seinem personell bereits ge-schwächten Team den nächsten Bärendienst. Dem tadellosen, jederzeit die Ruhe bewahrenden Schiedsrichter Thorsten Braun blieb nichts anderes übrig, als die rote Karte zu zücken (71.).
Nun erst konnte der SVW seine numerische Überlegenheit auch in ein adäquates Ergebnis umsetzen. Mit einem Doppelschlag (80./86.) vollendete Joannis Mysta-kidis seinen dinoysischen Dreierpack. Kein Zweifel: Dieser junge Grieche machte den SVW-Fans Spaß. Herkules Joannis hätte ein Referendum unter den nach anfänglichem Hadern doch reichlich versöhnten Zuschauern mit überwältigender Mehrheit gewonnen. Dass zwischendrin (84.) ein weiterer Juniorteufel die rote Karte sah, wunderte hingegen keinen mehr. Der in der 70. Minute eingewechselte Niklas Holzweißig schaffte es innerhalb einer Viertelstunde, als dritter und letzter böser FCK-Bube nach diabolischem Hardcore-Einsteigen seinen Platz auf dem Rasen zu räumen.
Hätte mit dem fang- und stellungssicheren Torwart Marius Müller nicht der alle überragende FCK-Spieler mehrfach so bravourös reagiert: Der SVW-Sieg gegen den Erzrivalen aus der Pfalz wäre am Ende noch demütigender für den FCK aus-gefallen. Mit diesem wichtigen Erfolg stabilisiert die U 19 des SV Waldhof Mannheim mit nunmehr 13 Punkten ihre Mittelfeldposition in der A-Junioren-Bundesliga.
Der Vorjahres-Vizemeister 1. FC Kaiserslautern hingegen ist wieder Zweiter. Aber nur, wenn man die Tabelle dreht. Die Mannschaft von Trainer Gunther Metz, einst selbst kein blauer Engel auf den Bundesliga-Schlachtfeldern, rangiert wohl auch nach diesem Spieltag auf dem vorletzten Platz der A-Junioren Bundesliga Süd. Joseph Weisbrod (SpoWo)
Quelle:
http://www.waldhof-mannheim.de
U19: Deutliche Niederlage bei Waldhof Mannheim Die A-Junioren-Bundesligamannschaft des FCK musste am Samstag, 05. November 2011, eine deutlich 0:4-Niederlage gegen den Lokalrivalen Waldhof Mannheim hinnehmen. Dabei kassierte das Team von Gunther Metz drei Platzverweise.
"Die Jungs haben sich ihre Leistung nicht belohnt", kommentierte U19-Trainer Gunther Metz nach dem Spiel. Seine Mannschaft kämpfte von der ersten Minute an, doch legte auch Auswahl aus Mannheim ein flottes Tempo an den Tag, sodass sich von Beginn an eine kampfbetonte Partie
entwickelte. Der Wille der jungen Roten Teufel ein Tor zu schießen war groß, sie drückten stark in Richtung gegnerischen Strafraum, wurden dort jedoch von der tief aufgestellten Mannschaft der Gastgeber ausgebremst. Nach einem Foul kam es an der Mittellinie zum Freistoß für die Kurpfälzer, die den Ball lang nach vorne brachten, wo Mannheims Ioannis Mystakidis bereit stand und das runde Leder zur 1:0-Führung verwandelte (25.). Angespornt durch das Gegentor gingen die Jungs vom Betze noch intensiver in den Zweikampf, was nur zwei Minuten später zum umstrittenen Platzverweis für Dominique Heintz führte, der wegen wiederholtem Foulspiel Gelb-Rot sah. "Ich finde die Entscheidung überzogen, die AKtionen von Heintz waren nicht gelb-rot-würdig", kommentierte U19-Coach Metz die Entscheidung des Unparteiischen.
Die Schockmomente der ersten Hälfte überwunden, gingen die FCKler noch motivierter in die zweite Halbzeit und setzen alles daran, das Spiel trotz Unterzahl zu drehen. Der Druck nach vorne war enorm, doch mangelte es einmal mehr im Abschluss. Im Gegenzug setzen auch die Mannheimer immer wieder Akzente nach vorne und belohnten sich in der 68. Spielminute mit dem 2:0 durch Aytunc Önerler. Dem zweiten Gegentor zum Trotz kämpften die FCK-Junioren weiter, doch agierten die Jungs viel zu übermotiviert, sodass die U19 innerhalb von zehn Minuten zwei weitere Platzverweise hinnehmen mussten. So sah sowohl Verteidiger Noél Below wegen einer Tätlichkeit (72.), als auch Mittelfeldspieler Niklas Holzweißig wegen grobem Foulspiel glatt rot (82.). Letztere Feldverweis hatte kaum mehr Einfluss auf das Spiel, da sich die Lautrer U19 schon zu neunt extrem schwer tat und in der 73. Minute das 0:3 und wenig später sogar einen weiteren Treffer zum 0:4-Endstand einstecken mussten (80.).
"Waldhof Mannheim hat sich das Ergebnis mit großem Fleiß verdient. Wir haben spielerisch eine starke Leistung gezeigt, Druck gemacht, aber von dem, was wir gegen Mainz gezeigt haben, hat heute einfach etwas gefehlt", kommentierte Metz die bittere Niederlage gegen den kurpfälzischen Lokalrivalen.
Quelle:
http://www.fck.de