Ich arbeite schon immer mit eigenen Zielvorgaben. Sei es bei mir privat, im Job oder eben beim FCK. Es gibt da ein Mininumum, welches ich erreichen
muß und ein Maximum, welches ich erreichen
will. Das wären beim FCK als Minimum der Klassenerhalt und als Maximum 42+ Punkte und ein einstelliger Tabellenplatz. Erreiche ich am Ende das Minimum (Klassenerhalt) ist alles im Lot. Liege ich darüber oder sogar am/ über dem Maximum, dann war´s ein super Jahr.
Dann gibt es da auch noch irgendwelche Zwischenziele, die sich teilweise von Woche zu Woche verschieben oder auch für eine längere Zeit relevant sind. Ein Zwischenziel war, in Hamburg zu Punkten und die Hanseaten hinter uns zu lassen. Das haben wir erreicht. Warum also jammern?
Ein weiteres, mittelfristiges Ziel ist es, noch 10 Punkte bis zur Winterpause zu holen. Wenn ich die Steigerungen und das Potenzial von Mannschaft, Trainer und Umfeld sehe, die restlichen Gegner betrachte und auch deren Probleme berücksichtige, dann ist das machbar. Erreichen wir dieses Ziel wider erwarten nicht - mein Gott was soll´s? Solange wir 18 oder mehr Punkte haben, ist der direkte Klassenerhalt in Sichtweite und der ist maßgebend.
2 kurzfristige Ziele habe ich auch noch. Erstens will ich einen Auswärtssieg beim Dopp. Da wird es nämlich wirklich einmal Zeit. Mindestens aber einen Punkt. Klappt das nicht, ist halt 8 Tage Ärger angesagt, die Gosch werd abgebutzt unn weider gehts.
Mein letztes kurzfristiges Ziel ist die Hertha. Ich habe schon vor 8 Tagen geschrieben, daß ich einen Sieg gegen die Frösche will und das die dann hinter uns stehen werden. Wie wichtig das wäre kann man heute deutlich im Fernsehgelderthread lesen.
Dann gibt´s da ja auch noch den Pokal. Da habe ich Wünsche aber keine Zielvorgabe. Den kannst du nicht kalkulieren. Du hast ein Spiel und du bist weiter oder du fliegst raus. So ist das eben im Pokal.
Alles in Allem gibt es hier eigentlich keinen Grund zum Meckern. Es passt, wir liegen mehr als nur im grünen Bereich und es wird sich noch so einiges bewegen. Vermutlich auch bei Spielerverpflichtungen.
At last but not at least: Wir haben jetzt die 3. Runde in Folge ohne wirklich notwendigen Stress. Wir haben ein paar Steilvorlagen zum Aufstieg nicht genutzt - okay. Es hat aber deutlich sichtbar gepasst. Wir haben im letzten Jahr 2 Duststrecken passiert und trotzdem schwärmt jeder vom 7. Platz. Wir stehen im diesem Jahr besser da als zur vergleichbaren Zeit im Vorjahr
und wir haben nicht gegen die komplette Bundesligaelite hintereinender anzutreten.
Also: Hamburg war nicht schlecht, den Ball flach halten und abwarten, wo wir nach dem 17 Spieltag stehen. Stehen wir da mit 5 Punkten Rückstand auf Rang 15 in der Tabelle, dann könnt ihr gerne anfangen zu mosern.

Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.
Hermann Hesse