Piranha hat geschrieben:Steini hat geschrieben:
Mir schwant böses...
Mein Beileid...
Der Ahnungen gibt es viele, da bist du nicht allein, auch wenn du es nicht so ernst gemeint haben solltest. Es hat sich leider gezeigt, daß jeder Verlust eines alten FCK-lers, eines der ersten Stunden, unersetzlich war und auch nicht gleichwertig ersetzt wurde. Zum Leidwesen des Vereins.
Mit dem Weggang der Alten geht leider auch der Niedergang des FCK einher. Mit Dr. Pfeiffer geht wieder eine Menge Wissen, Erfahrung und Charakter, von seinen Nachfolgern ungenutzt , dahin.
Um den Betzenberg wird es immer leerer.
Mein Beileid an alle Angehörigen des Verstorbenen.
Ich möchte nicht taktlos erscheinen, in einen Thread, in dem die Nachricht über den Tod eines verdienten Mitglieds der FCK-Familie informiert wird, gehört diese Diskussion nicht recht hin. Aber ich möchte doch kurz darauf antworten:
Natürlich ist es so, dass die älteren und erfahreneren Fans um den FCK manchmal etwas melancholisch werden (können), wenn sie sehen, dass sich die Zeiten so ändern, alte verdiente Leute um den Verein nicht mehr da sind und neue Leute mit neuen (aber vielleicht auch einfach zeitgemäßeren) Ideen in die Strukturen des Vereins drängen. Aber das ist doch gut so.
Ein Dr. Willi Pfeiffer sagt mir, als 22 Jährigen Betze-Gänger, relativ wenig bis gar nichts. Trotzdem habe ich Respekt vor dem, was er wirklich in sagenhaften 75 Jahren für den FCK getan hat.
Das gleiche gilt zum Beispiel für den Namen Thines. Der sagt mir natürlich viel mehr, aber ich weiß, dass seine Zeit als "Macher" beim FCK vorbei ist. Aber das ist doch der Lauf der Zeit, es
muss doch mal was Neues kommen. Die ältere Fraktion in diesem Forum beklagt in ihren Threads, dass der FCK und die alten Werte des FCK den Bach runtergehen, dass alles dem Kommerz ausgerichtet ist und und und... Mit Sicherheit gibt es auch in unserem Verein Entwicklungen, die nicht allen schmecken können, aber was ist dazu die Alternative? Deckel drauf, Kuppel drüber und sein eigenes Paradies aufbauen? Dafür nicht mehr konkurrenzfähig sein, nicht mit der Zeit gehen?
Grade diese Leute prangern (zurecht wie ich finde) die Pfiffe gegen die eigene Mannschaft an, anderseits steht man der Ultrabewegung mit ihrem uneingeschränkten "Teamsupport" auch kritisch gegenüber. Nicht falsch verstehen, aber manchmal habe ich das Gefühl "wir" Jüngeren machen alles nur noch falsch und all das, was der FCK in 111 Jahren Vereinsgeschichte aufgebaut hat, machen "wir" euch jetzt kaputt.
Ich wünsche mir, dass der FCK auch noch in 150 Mio. Jahren lebt, dafür bin ich aber gerne bereit, auch einige Neuerungen im und um den Verein in Kauf zu nehmen.
Denn letztlich geht es mir um die 90 Minuten Fußball, die ich sehen will, in denen ich meine Mannschaft nach vorne brüllen kann, mit ihr feiern darf und auch leiden muss.
Als am Sonntag die Mannschaften eingelaufen kamen und ein Itay Shechter den Blick von der Westkurve gar nicht mehr abwenden konnte und später nach seinem Tor so stolz war, vor diesen Fans ein Tor geschossen zu haben, da sollte doch jedem klar sein, dass die Zeiten sich zwar ändern, aber das Wesentliche nicht verloren geht.
So viele erzählen mir von der alten Westkurve und gerne hätte ich die Stimmung dort auch mal erlebt. Aber deswegen falle ich nicht in Despressionen: wir haben jetzt ein große ( und tolle wie ich finde ) Tribüne und ich will das beste daraus machen.
Mit dem Weggang der Alten geht leider auch der Niedergang des FCK einher.
Dieser Satz macht mich einerseits traurig, anderseits sehr wütend. Traurig, weil ganz offenbar für einige der FCK kein Zuhause mehr ist. Wütend, weil man indirekt anderen abspricht, dass der FCK genau das für diese anderen werden kann, ein Zuhause. Und wenn doch, das ist es sowieso "nicht mehr das richtige".
Das ganze Thema ist so emotional, dass es mir manchmal schwer fällt, es richtig in Worte zu verpacken.
Richtig schön wäre es, wenn man trotzdem für alle, egal wie alt und woher, den FCK als Zuhause haben könnte. Das Haus mag sich verändern, die Familie bleibt gleich.