OWL-Teufel hat geschrieben:Diese kann man nur durch Ignorieren strafen,sich darüber ärgern ist Zeitvergeudung.
Das mit der Medienpräsenz ist ein zweischneidiges Schwert und selbst wenn es nur die Sendung in einem Unterprogramm eines Regionalprogramms war, das Image des FCK und seine Darstellung in den Medien ist nicht nur für die eigenen Fans eine enorm wichtige Sache.
Unser großer Marketingstratege Fritz ist ja immer noch auf der Suche nach dem Markenimage des FCK, zur Zeit macht er auf Nostalgie, da richtet er den Focus eher auf die Vorbundesligazeit mit der Oberliga Südwest, aber mit dem Revival der 80er werden wir im nächsten Jahr sicher wieder 3-Streifentrikots mit Schulterpolstern haben. Selbst wenn er globaler denkt, wird ihm im Kampf um die Medienpräsenz in RLP die Darstellung des FCK nicht egal sein.
Wir als Fans können uns ja noch bequem zurücklehnen, nach dem Motto: "was störts die Eiche, wenn das Schwein sich kratzt", aber die Berichte des SWR gehen schon irgendwie an die Substanz, wenn man die Bedeutung der öffentlichen Hand für die Etats der DFL-Vereine in RLP sieht. Die Pfälzer konnten sich mit dem Kunstgebilde RLP ja nie so recht anfreunden und sehen Mz ja wohl eher als das, was es eigentlich seit dem Spätmittelalter immer war, eine Kappesbauerfestung der rechtsrheinischen Restauration auf dem vorgelagerten linken Rheinufer. So wie Mainz eine traditionslose Landeshauptstadt in einem traditionslosen Bundesland ist, so ist auch der Fußballverein M05 ein eher lokales Gebilde, das im Rhein-Main gebiet, neben Traditionsvereinen wie der Eintracht, den Kickers oder den Lilien, selbst gegenüber Aschaffenburg weit abfällt.
Es ist schon bezeichnend, wenn sie ihre "Derbytradition" mit einem Pokalspiel aus dem Jahr 1989 begründen, da könnte man ja eher eine Tradition mit Spielen gegen Sinzig, Haiger oder Stahl Brandenburg eröffnen. Das nächste offizielle Spiel beider fand erst 96/97, beim Zweitligaausrutscher des FCK statt.
Doch all die Geschichtsklitterung hilft, wenn es um die Imagebildung geht und da stehen die Deppen, nach den desolaten Vorstellungen eines Wieschemanns oder Bauckhage leider, trotz der Bemühungen eines Stefan Kuntz zwei Schritte vor dem FCK, Tradition hin oder her.
Steini, sicher hast du recht, wenn wir uns da erhobenen Hauptes aus dem Mischpoken-Dunstkreis absetzen, aber leider sind die Geldtöpfe in Kaiserslautern nur dünn gesäht und der FCK muss ja schon in sein westliches Umfeld ausweichen und bei der saarländischen "buckligen" Verwandschaft, die sicher auch nicht reich gesegnet ist, die Gelder akquirieren. (Pirania würde ja sagen in den französisch anektierten Pfälzer Westgebieten)
Nur mit "Atsche" wird der Betze nicht gefüllt, ebensowenig wie die Bruch-weg-bude mit Deppen und da sind so Typen wie der Karnevalspräsi aus Rheinhessen und dem Alzeyer Land heiss umworben.
Will M05 nicht langfristig unterklassig werden und wie Unterhaching, Wuppertal oder Blau-Weiss 90 Berlin als temporäre Randnotiz in die Analen eingehen, müssen sie sich wenigstens auf regionaler Ebene behaupten.
Da kommt die Rufschädigung des SWR, die gestern mal wieder versucht wurde, aber wohl systemimanent in der Sportredaktion verknüpft ist, gerade recht. Das hat schon Propagandacharakter, wie das geschieht.
Sicher hat der FCK und auch wir dazu beigetragen, das es leicht fällt, solch peinliche Bilder, wie der notgeilen Kuntzverehrerin auszugraben, aber mehr als 10 Jahre zurückzugreifen, um einen Pornobalken tragenden Stefan und seine Verehrerin als Lautrer Fankultur darzustellen, ist schon ein starkes Stück.