FCK-Ralle hat geschrieben:Wie sich doch eine jahrzehntelange nachbarschaftliche Kameradschaft durch die Gehirnwäsche eines vertrottelten Zeitungsfuzzis und von strohdummen halbstarken Asi-Teens, deren Hirn nicht weiter als zur nächsten Bierflasche denkt (geschweige denn einen Tellerrand erblickt) binnen weniger Jahren kaputt gemacht wird. Armes Deutschland!
Na ja. So hoch würd' ich das gar nicht hängen. War denn die "jahrzehntelange nachbarschaftliche Kameradschaft" jenseits der großen Neuendorfer Zeiten real spürbar? Wer war denn für uns Lautrer die TuS Koblenz? Wenn man nicht gerade in Koblenz gewohnt hat oder dort geboren wurde, dann hat mal wohl auch von unserer Seite wenig Zeit darauf verschwendet, die angebliche nachbarschaftliche Kameradschaft zu pflegen. TuS WER???
Die Geschichten von der nachbarschaftliche Zuneigung sind Anekdoten, die sich die alten Männer erzählen, die sich noch an Jupp Gauchel erinnern können. Der Rest ist Schweigen. Wo nichts mehr ist, kann auch Herr Twer nichts mehr kaputt machen.
Seien wir ehrlich: Koblenz war ewig Fußball-Diaspora. Was entsteht in einem solchen Vakuum? Die Interessierten müssen eben ausweichen (Köln, Gladbach, Lautern, S 04 und BvB wegen der geographischen Nähe, dazu die üblichen Erfolgs-Bayern). Jetzt wird das passieren, was damals beispielsweise mit den FC 08 Homburg passiert ist: Sturz in die Bedeutungslosigkeit - letztendlich wieder Fußball-Diaspora. Who cares?
Der Fan mit TuS-Kappe und Lautern-Schal wird nun seine Kappe wieder in den Schrank legen. Mag sein, dass der Kerl nett war. Aber an einem Lautern-Fan akzeptiere ich eigentlich sonst höchstens mal 'nen 60 Schal. Egal, wo man geboren ist: Nur der FCK. Okay, machen wir hier mal ne Ausnahme. Es war ja nur ein Testspiel. Und ein Abschiedsspiel.
Die wahren FCK-Fans in Koblenz haben das Geschreibsel der Rhein-Zeitung gehasst. So leicht kann man keine "gewachsene Bindungen" zerschlagen. Und wie kommt man dazu, Koblenz und die Pfalz als "alten Südwesten" zu bezeichnen?? Die Rhein-Zeitung kann im übrigen schreiben was sie will, der nötige Kitzel stellte sich bei TuS-Spielen bei mir trotzden nie ein. Wenn wir wieder gegen die Eintracht spielen, dann wird da eine ganz andere Intensität herrschen.
Die Teens am Eck werden sich ein anderes Betätigungsfeld suchen, die Älteren werden sich an ihren ehemaligen Lieblingsverein erinnern. Und Kurt Beck wird man auf dem Oberwerth lange nicht mehr sehen. Wär eigentlich 'ne Kolumne wert, Herr Twer.