Der Autor hat aber ein sehr kurzes und beschränktes Gedächtnis. Das ist offenbar einer, bei dem Gechichte mit seiner Geburt beginnt, also ein historischer Analphabet.
Selbst wenn die Geschichte des Fussballs für jemanden erst mit der Gründung der Bundesliga beginnt, fallen mir da noch andere Namen ein, genannte hätte ich nicht für so typisch gehalten. Einer der unbedingt zu nennen ist, ist
Guyla Lorant, der den FCK in der Anfangsphase in der Bundesliga hielt und dann sogar in die vorderen Ränge brachte. Aber der passt nicht in das Vorurteil des Autors vom Treter-Club; denn der hat den deutschen Fussball mit der Raumdeckung ungarischer Prägung bekannt gemacht, einem System, das den deutschen Fussball mehr revolutionierte als z.B. das von Hennes Weisweiler.
Bei dem Namen Lorant kommen wir auch in die Nähe dessen, woraus sich, im Gegensatz zur Meinung des Autors, der Anspruch auf Erstklassigkeit und mehr des FCK herleitet, auf die
fünfziger Jahre. Die
Verteidigung dieses Erbes mit Klauen und Zähnen, das ist es, was den FCK ausmacht. Nicht zufällig sind gestern vor dem Rostock-Spiel so viele am Grab von Fritz Walter gewesen. Diese Geste ist nicht der Sentimentalität geschuldet, sondern sie besagt: Siehste Fritz, wir haben es wieder einmal geschafft. Wir sind auf dem Weg, Dein Vermächtnis zu retten.
Es wird auch für Marco Kurz wichtig sein, die Verteidigung des Erbes mit allen (auch erlaubten

) zu betreiben. Dazu muss er aber sein Defensivspiel und das Mittelfeldspiel sowie die Spielpräzision aus der Abwehr erheblich verbessern.