FCK-Startelf verändert sich
Beim Fußball-Zweitligisten kämpfen die Spieler um die Stammplätze
Vom 09.01.2007
ALICANTE In Spanien absolviert der 1. FC Kaiserslautern seit Sonntag sein Trainingslager und bereitet sich auf die Rückrunde der Zweiten Fußball-Bundesliga vor. Eine Halbserie, für die sich der FCK ein klares Ziel gesetzt hat: Den Aufstieg in die Erste Bundesliga.
Von
Bardo Rudolf
So begeistert haben Beobachter Wolfgang Wolf schon lange nicht mehr erlebt: "Sensationell. Die Bedingungen hier sind hervorragend", sagte der Trainer nach der Ankunft in Alicante. Mit frischem Wind im Kader geht der Coach die Verwirklichung des Ziels an. Während sich andere Klubs auf dem Winter-Transfermarkt schwer tun, konnte der FCK gleich fünf Zugänge unter Vertrag nehmen. Die Stammelf der Pfälzer wird ein deutlich anderes Gesicht als in der Vorrunde haben.
Nicht im Tor, in dem sich Jürgen Macho als solider Schlussmann gezeigt hat und seinen Platz gegen Florian Fromlowitz verteidigen dürfte. Doch schon in der Abwehrkette wird es Veränderungen geben. Grégory Vignal (vom RC Lens) wurde verpflichtet, um die linke Abwehrseite nach der schweren Verletzung von Fabian Schönheim zu stabilisieren. Für eine gute Integration des Franzosen wird sein Landsmann Mathieu Beda sorgen, der als Abwehrchef ebenso unumstritten ist wie auf der rechten Seite Sven Müller. Umkämpft wird folglich nur die Position des zweiten Innenverteidigers sein, um die neben IsmaDl Bouzid und Moussa Ouattara auch der vom Stürmer umgeschulte Azar Karadas streitet.
Im Mittelfeld hat Zugang Silvio Meißner (VfB Stuttgart) beste Karten auf einen Platz als "Sechser". "Ich erwarte von Silvio, dass er unser Spiel gestaltet und dominiert, aber auch bei Standards seine Torgefahr ausspielt", sagt Wolf. Sollte der Coach eine Taktik mit zwei defensiven Mittelfeldspielern wählen, sind Steffen Bohl und Balasz Borbely erste Kandidaten auf diesen Posten.
Für die linke Außenbahn plant Wolf fest mit Axel Bellinghausen, der in der Vorrunde häufig als linker Verteidiger aushelfen musste. Auf der rechten Seite werden sich Sebastian Reinert und Stefan Lexa wieder abwechseln. Und Tamas Hajnal als Spielmacher ist völlig unumstritten. Schließlich präsentierte er sich in der Vorrunde als Führungsspieler, glänzte als Vorbereiter und Torschütze und wurde vom "kicker", wie übrigens auch Müller, zum besten Zweitliga-Spieler seiner Position gekürt.
Einen spannenden Kampf um die Plätze gibt es im Angriff. Dort erhält der siebenfache Torschütze Noureddine Daham gleich dreifache Konkurrenz. Vor allem von Heimkehrer Benjamin Auer erhofft sich Wolf Hilfe beim Sturmproblem. "Er soll vor allem im gegnerischen Strafraum seine Stärken ausspielen", meint der Trainer, der beim Ex-FCK-Jugendspieler überhaupt keine Integrationsprobleme Ex-Bochumer befürchtet. Bei dem Nigerianer Emeka Opara (wechselte aus Tunesien) ist hingegen offen, wie lange er braucht, um seine Stärken voll zu entfalten. Und Christoph Werner ist zunächst einmal als Perspektivspieler verpflichtet worden. Doch die jüngste Vergangenheit hat gezeigt, wie schnell Talente beim FCK ins erste Glied rücken können. Wie der zur Zeit verletzte Daniel Halfar. Auch die zu Beginn des Trainingslagers angeschlagenen Josh Simpson und Ricardo Villar versuchen, sich in den Vorbereitungswochen für einen Platz in der Startelf anzubieten. Was bei dieser Konkurrenz nicht leicht ist. "Ich denke, unser Kader ist mit den Neuverpflichtungen gut gerüstet, um am Ende der Saison einen der ersten drei Plätze zu belegen", glaubt Wolf an den Aufstieg.
Gestern bestritt der FCK sein erstes Testspiel. Gegen den RSC Anderlecht gab es einen 1:0 (0:0)-Erfolg. Das Tore markierte Bouzid (32.).
Quelle:
http://www.allgemeine-zeitung.de/meldun ... id=2666827