Archiv für Threads zu nicht mehr aktuellen Spielen.

Beitragvon lehrer pöppl » 19.05.2019, 10:08


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Spielbericht: 1. FC Kaiserslautern - SV Meppen 4:2
Kollateralschaden


Der 1. FC Kaiserslautern beendet seine Saison zum Vergessen mit einem 4:2-Heimsieg gegen den SV Meppen. Die Fans feiern sich selbst, die Stimmung ist gut. Aber es ist zu viel Negatives hängen geblieben von den Querelen der letzten Tage und Monate. DBB-Autor und FCK-Chronist Dominic Bold sagt Tschüss.

- Fotogalerie | Fanfotos: 1. FC Kaiserslautern - SV Meppen
- Fotogalerie | Spielfotos: 1. FC Kaiserslautern - SV Meppen

Es ist ein Bild aus besseren Zeiten. Fritz Walter sitzt da in geselliger Runde am Tisch mit Hannes Bongartz, Andreas Brehme, Reiner Geye und Wolfram Wuttke. Drei Stunden vor dem letzten Heimspiel der Saison stehe ich im Sportheim des NMB Mehlingen, starre auf diesen tollen Schnappschuss und das Kopfkino startet.

Bongartz, Brehme und Geye. Drei Spieler aus der ersten FCK-Elf, die ich im Januar 1983 live auf dem Betze anfeuere. 3:2 gegen den 1. FC Köln. Und Wuttke, dieser verrückte Hund, das Synonym für die dramatischen Abstiegskämpfe Ende der 1980er Jahre, die aus dem kleinen Kind einen echten Fan machten und meine ganz persönliches Definition von diesem Verein mehr prägten als alle großen Erfolge des folgenden Jahrzehnts.

"Pull my strings and I'll go far"

Die Szene trifft mich an diesem Morgen ins Mark. Das sportlich völlig bedeutungslose Duell mit dem SV Meppen ist ein ganz besonderes: Nach 36 Jahren ist es mein vorerst letztes als Stadionbesucher. In der schmutzigen Schlacht um diesen Verein, der mir so viel bedeutet, zähle ich zu den Kollateralschäden.

Ich kann mich nicht mehr einhaken im von der Choreo propagierten Schulterschluss, mit dem die FCK-Fans sich selbst und ihren Verein feiern, aber längst nicht mehr die Spieler oder die anderen Protagonisten. "Pull my strings and I'll go far", denke ich nur, während die Lücken auf der Westkurve den optisch und inhaltlich gelungenen Aufheller einer trüben Situation konterkarieren. "Wir sind (doch) der FCK", das sind genau die Worte meines Kollegen, als ich ihm erzähle, dass ich meine Dauerkarte gekündigt habe. Um Missverständnissen vorzubeugen: Ich freue mich über jeden einzelnen Fan, der weiter macht und das am Leben hält, was das "Wir", zu dem ich mich immer noch zähle, unter den drei Buchstaben FCK versteht.

Es hat nur leider nichts mehr mit dem zu tun, was die Leute damit anstellen, die auch mit meiner Stimme gewählt wurden und mit meinem Geld dafür bezahlt werden, um diesen Verein anständig zu führen. Aber da der Schuldige für eine sportlich katastrophale Saison jetzt zum Glück gefunden und abgestraft wurde (es geht nichts über eine fundierte und selbstkritische Analyse!), kann die goldene Zukunft endlich beginnen.

Vorne hui, hinten naja

Passender als der SV Meppen hätte ein Gegner kaum sein können. Unter dem Motto "Von Meppen in die Champions League" hat der FCK schon einmal ein gelungenes Comeback gefeiert. Und in der ersten Halbzeit dieses Spiels fühlte man sich tatsächlich erinnert an das muntere Scheibenschießen anno '97. Sechs Tore in einer Hälfte, davon vier für den FCK, bringen noch einmal Leben in die Bude. Mit etwas mehr Platz und Raum, als ein konzentrierter Gegner ihr geben würde, kann auch die Lautrer Offensivabteilung glänzen.

Ruhende Bälle zu verteidigen bleibt für die Abwehr aber immer noch ein Problem. (Wem man das anhängen kann, jetzt, wo der Aufsichtsrat gesäubert ist, kann leider erst auf der nächsten Beiratssitzung geklärt werden. Es wird sich bestimmt ein Schlauberger finden, der es der Öffentlichkeit in großen Buchstaben mitteilt). Schmerzlicher als zwei Gegentore könnte allerdings die Verletzung von Torwart Lennart Grill werden, denn mitten in diesem freundschaftlichen Kick fällt einem ein, dass nächste Woche noch ein viel wichtigeres Pflichtspiel ansteht.

Dick, Dick, Dick

Nach dem kleinen Exkurs in den kurzweiligen Fußball folgt nach der Pause sportlich und stimmungstechnisch die Rückkehr in die harte Drittligarealität anno 2019. Emotional wird es nur noch bei der Einwechslung von Florian Dick, dem es noch zehn Minuten vergönnt ist, Abschied auf dem Rasen zu nehmen. Auf den Schultern seiner Kollegen wird er vor die Kurve getragen und holt sich seinen Applaus ab.

Auch ich muss mich jetzt diesem Moment stellen, den ich frühestens in 30 Jahren erwartet habe. Kein Betze mehr. "Du wirst es eh nicht aushalten", geben mir meine beiden Freunde mit auf den Weg, ein Ehepaar mit dem ich die letzten 20 Jahre zusammen ins Stadion gegangen bin. Ich befürchte schon. Die schöne neue FCK-Welt, sie ist nicht meine. Ruhe und Stabilität als oberstes Gebot, das kommt mir als Englischlehrer irgendwie bekannt vor. Aber ein paar gepumpte Scheine sind kein Somaersatz. Die Alternative ist das Exil im Reservat.

Die letzten Augenblicke auf der Tribüne fühlen sich sehr unwirklich an. Ich tröste mich selbst damit, dass es kein Abschied für immer ist. "Diese Geschichte ist noch nicht zu Ende", war schon vor sechs Jahren meine These. Sie gilt unverändert. Das nächste Kapitel werde ich schweren Herzens überspringen.

Quelle: Der Betze brennt


Noten FCK-SVM: Torschützen stechen heraus

Christian Kühlwetter, Carlo Sickinger und Christoph Hemlein haben sich beim 4:2-Sieg gegen den SV Meppen gute Noten verdient. Die DBB-Leser huldigen mit ihrer Bewertung aber auch den Leistungen Florian Dicks im Trikot des 1. FC Kaiserslautern.

Während die DBB-User Kühlwetter durchschnittlich eine 1,7 geben, bewertet die "Rheinpfalz" dem Angreifer mit einer 2. Timmy Thiele kann da notentechnisch nicht mithalten. Der Sturmpartner Kühlwetters ist der am schlechtesten benotete Akteur, erhält von den DBB-Lesern eine 3,3, von der "Rheinpfalz" sogar eine 4.

Auch die beiden anderen Torschützen des Meppen-Spiels, Carlo Sickinger (DBB: 2,1 / "Rheinpfalz": 2) und Christoph Hemlein (2,3 / 2,5), erhalten gute Bewertungen und heben sich von ihren Mitspielern, die überwiegend mit "befriedigend" beurteilt werden, ab. Bemerkenswert: Florian Dicks Kurzeinsatz wird bei DBB mit 1,4 benotet. Dabei geht es den Fans aber wohl eher weniger um die Leistung Dicks gestern, sondern eher um eine Würdigung für dessen jahrelangen Einsatz für den FCK.

» Zur kompletten Notenübersicht: 1. FC Kaiserslautern - SV Meppen

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Die DBB-Noten zum Heimspiel gegen Meppen können noch bis heute, 15:15 Uhr abgegeben werden: Zur Notenabgabe FCK-SVM. Die Bewertungen des "Kicker" folgen am Montag.

Quelle: Der Betze brennt


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Stimmen zum Spiel
"Dankbar": Emotionaler Abschied von Florian Dick


Mit einem 4:2-Sieg gegen den SV Meppen hat sich der 1. FC Kaiserslautern aus einer enttäuschenden Drittliga-Saison verabschiedet. Emotional wurde es vor allem zu Beginn und am Ende des Spiels.

Als der FCK-Sieg längst unter Dach und Fach war, schenkte Sascha Hildmann Publikumsliebling Florian Dick noch einmal ein paar Einsatzminuten. Unter donnerndem Applaus kam der Routinier ins Spiel. "Wahrscheinlich war es mein letztes Spiel. Ich bin dankbar, dass ich heute nochmal vor der Westkurve auflaufen durfte", sagte der 34-Jährige, der lachend anfügte: "Ich habe den Jungs gesagt: 'Bitte regelt es bis zur 80. Minute."

Auch von seinen Mitspielern wurde Dick gefeiert. Christoph Hemlein, der schon gemeinsam mit ihm in Bielefeld gespielt hatte, hielt nach seinem Tor - ausgerechnet in der 23. Minute - Dicks Trikot hoch. "Diesen Sieg waren wir ihm einfach schuldig", sagte der Torschütze zum 3:1 später.

Für sein wohl letztes Profispiel hatte Dick extra noch einmal das Paar Schuhe von seinem ersten Profispiel vor 16 Jahren angezogen. Wie es nun für ihn weitergeht, weiß er noch nicht. Denkbar sei eine weitere Saison in der zweiten Mannschaft parallel zu anderen Aufgaben im Verein. Klar ist nur, dass Dick in Kaiserslautern bleibt: "Wir fühlen uns hier wohl."

Hildmanns Gänsehaut-Moment: "Die Fans waren fantastisch"

Dicks Einwechslung und Verabschiedung waren an diesem 38. Spieltag nicht der einzige Gänsehaut-Moment. Zum Spielbeginn hatte der FCK-Anhang eine große Choreographie gezeigt und damit nicht nur Hildmann beeindruckt. "Die Fans waren fantastisch. Es hat mich wirklich berührt, das Banner, die Sprüche. Es war sehr ergreifend", sagte der FCK-Coach, der sich über einen gelungenen Punktspiel-Abschluss freute - sogleich aber den Blick auf das noch anstehende Verbandspokalfinale am Samstag (16:15 Uhr, Sportpark Husterhöhe in Pirmasens) gegen Wormatia Worms erinnerte. "Da wollen wir den Pokal gewinnen!"

Torwart Grill: Verdacht auf Nasenbeinbruch

Unklar ist noch, ob dann auch Lennart Grill im Tor stehen kann. Der 20-jährige hatte sich bei einem Zusammenstoß in der ersten Hälfte an der Nase verletzt. Es besteht Verdacht auf Nasenbeinbruch - am Sonntag soll nach weiteren Untersuchungen Klarheit herrschen. "Ich hätte gerne weitergespielt, aber der Schiedsrichter meinte, dass ich wegen der Blutung vom Platz muss", so Grill. Mit Blick auf die Partie gegen Worms fügte er an: "Es gibt ja auch Masken, mit denen man spielen kann."

Quelle: Der Betze brennt


Blick in die Kurve
"Wir sind der FCK": Die Fans feiern sich selbst


Zum Abschluss einer Katastrophen-Saison haben die Fans des 1. FC Kaiserslautern noch mal große Bilder geliefert: Mit einer Choreo über die gesamte Westkurve stellten sie sich selbst und ihren Verein in den Mittelpunkt. Von den Spielern wurde trotz des 4:2-Sieges gegen den SV Meppen keiner mehr gefeiert - bis auf eine Ausnahme.

"Wir sind der FCK", stand in riesigen Lettern auf dem großen Spruchband am Fuß der großen Choreographie, welche mit über die ganze Saison gesammelten Pfandbecher-Spenden finanziert wurde. "Egal in welcher Liga, egal mit welchen Sorgen: Gemeinsam für ein besseres Morgen!" Sinnbildlich für den geforderten Zusammenhalt wurden im Zentrum der Kurve vier übergroße Abbilder von Lautrer Fans, Ultras, Kuttenträgern und Hooligans nach oben gezogen - eingerahmt von roten und weißen Fahnen.

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Abseits dieser lange geplanten Choreographie war das heiß diskutierte Thema im und um das Stadion an diesem Samstag natürlich die Auseinandersetzungen und Streitereien rund um den Einstieg des Investors Flavio Becca sowie den erzwungenen Rücktritt des Aufsichtsratsvorsitzenden Michael Littig. Die "Devil Corps" in Block 7.2 präsentierten dazu ein Spruchband mit einer Abwandlung eines berühmten Fritz-Walter-Zitats: "1. FCK GmbH & Co. KGaA: Der Schlüssel zum Erfolg sind Intrigen und der Wille alles für den eigenen Profit zu geben!???"

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Daneben präsentierten die Lautrer Ultragruppen noch weitere Spruchbänder wie etwa den Appell aus Block 8.1: "Weiter stabil bleiben, Sektion Stadionverbot!" Das "Pfalz Inferno" schickte unterstützende Grüße an die befreundeten Ultras nach Stuttgart: "Viel Glück in der Relegation VfB. Dietrich raus." Besonders gefeiert wurde vom gesamten Stadion außerdem Florian Dick, der in der Schlussphase eingewechselt wurde und sich nach Abpfiff mit feuchten Augen von den FCK-Fans verabschiedete.

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Großer Betrieb herrschte auch im Gästebereich. Knapp 2.000 Anhänger begleiteten den SV Meppen aus dem Emsland in die Pfalz - viele davon in einem Sonderzug. Trotz der Niederlage feuerten sie ihre Mannschaft über das komplette Spiel lautstark an und feierten nach dem Schlusspfiff gemeinsam mit den Spielern den bereits vor der Partie feststehenden Klassenverbleib. So unterschiedlich können die Perspektiven sein.

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Zu den kompletten Fotogalerien vom Heimspiel gegen Meppen:

- Fotogalerie | Fanfotos: 1. FC Kaiserslautern - SV Meppen
- Fotogalerie | Spielfotos: 1. FC Kaiserslautern - SV Meppen

Quelle: Der Betze brennt



Beitragvon daachdieb » 19.05.2019, 10:17


Ein ausergewöhnlicher Spielbericht in ausergewöhnlichen Zeiten, der zeigt, wie ausergewöhnlich dieser Verein mal war und wie ausergewöhnlich eng die Fans die Werte des Vereins hoch halten und leben.

Ich danke für deine Worte und gestehe, dass bei mir die rote Linie schon damals überschritten war, als man auf der Süd die .4er dicht machte und viele langjährige DK Inhaber vor den Kopf stoß. Man hats damals schon kommen sehen.

Das nächste Kapitel ohne uns, aber das Buch ist noch lange nicht zu Ende geschrieben.
Oderint, dum metuant



Beitragvon SuperBjarne » 19.05.2019, 10:31


Da fällt mir nur der bekannte Satz ein:

"Reisende soll man nicht aufhalten...."



Beitragvon Strafraum » 19.05.2019, 10:36


Hat nun jeder bald sein Senf dazu gegeben und sich beweihräuchert in Selbstmitleid, Selbstdarstellung, Aufruf dagegen zu machen etc.

Ist ja nicht mehr auszuhalten.......
Der Pfad der Gerächten ist von beiden Seiten gesäumt mit Freveleien der Selbstsüchtigen und der Tyranneien böser Männer!



Beitragvon Hellfire » 19.05.2019, 10:38


SuperBjarne hat geschrieben:Da fällt mir nur der bekannte Satz ein:

"Reisende soll man nicht aufhalten...."


Hättest besser geschwiegen.
Eine Abwehr aus Granit - so wie einst Real Madrid -
und so zogen wir in die Bundesliga ein, und wir werden wieder Deutscher Meister sein!



Beitragvon Seb » 19.05.2019, 10:51


Ich finde, wer nicht mehr kommen will, soll zu Hause bleiben. Aber es im Spielbericht zu platzieren, der von vielen Tausenden FCK-Fans gelesen wird, muss nicht sein. Es kann jeder für sich selbst entscheiden, wie er mit dem zukünftigen FCK umgeht, aber man muss nicht noch andere mit runterziehen und es ihnen vermiesen bzw. ihnen ein schlechtes Gewissen machen.

PS: Ich hoffe, diesem Thread bleibt die Becca-Diskussion erspart. In den anderen Threads wurde jetzt wirklich alles zu dem Thema gesagt.

Achso: Tolles Spiel (zumindest in HZ 1), schöne Choreo und toller Abschied für Florian Dick. Ich hoffe man findet eine Lösung, um ihn weiterhin einzubinden, jetzt wo wir hoffentlich bald nicht mehr ganz so klamm sein werden.



Beitragvon theoneyoushouldknow » 19.05.2019, 10:53


Strafraum hat geschrieben:Hat nun jeder bald sein Senf dazu gegeben und sich beweihräuchert in Selbstmitleid, Selbstdarstellung, Aufruf dagegen zu machen etc.

Ist ja nicht mehr auszuhalten.......


Kann die Beweggründe ja zu Teilen nachvollziehen. Aber die Schlussfolgerung ist einfach die falsche. Gerade jetzt müsste er seinen Arsch hoch kriegen und dafür kämpfen, dass der Aufsichtsrat im Rahmen der nächsten JHV abgewählt, weitere potentielle Investoren wie die "regionalen" - aber auch wir Fans - die Chance erhalten, zu investieren und dafür, dass Menschen wie Buck dem FCK erhalten bleiben. Kurz: Nicht weglaufen. Sich stellen.

Selbstverständlich kann man sich auch in öffentlichem Selbstmitleid üben - bringt halt niemandem was. Nicht mal ihm selbst, vermute ich.



Beitragvon daachdieb » 19.05.2019, 10:54


Seb hat geschrieben:Ich finde, wer nicht mehr kommen will, soll zu Hause bleiben. Aber es im Spielbericht zu platzieren, der von vielen Tausenden FCK-Fans gelesen wird, muss nicht sein. Es kann jeder für sich selbst entscheiden, wie er mit dem zukünftigen FCK umgeht, aber man muss nicht noch andere mit runterziehen und es ihnen vermiesen bzw. ihnen ein schlechtes Gewissen machen.

Wer mit der Wahrheit nicht klar kommt braucht sich ihr auch nicht zu stellen.

Eure Pipi Langstrumpf Mentalität ist zum speien.
Oderint, dum metuant



Beitragvon Mic » 19.05.2019, 10:55


Seb hat geschrieben:Ich finde, wer nicht mehr kommen will, soll zu Hause bleiben. Aber es im Spielbericht zu platzieren, der von vielen Tausenden FCK-Fans gelesen wird, muss nicht sein. Es kann jeder für sich selbst entscheiden, wie er mit dem zukünftigen FCK umgeht, aber man muss nicht noch andere mit runterziehen und es ihnen vermiesen bzw. ihnen ein schlechtes Gewissen machen.

PS: Ich hoffe, diesem Thread bleibt die Becca-Diskussion erspart. In den anderen Threads wurde jetzt wirklich alles zu dem Thema gesagt.

Achso: Tolles Spiel (zumindest in HZ 1), schöne Choreo und toller Abschied für Florian Dick. Ich hoffe man findet eine Lösung, um ihn weiterhin einzubinden, jetzt wo wir hoffentlich bald nicht mehr ganz so klamm sein werden.


Full quote :daumen:
Klar muss man nicht mit allem zufrieden sein ohne zu hinterfragen, aber niemals meinem Verein den Rücken kehren



Beitragvon FightForBetze » 19.05.2019, 10:59


Schwachsinniger Bericht. Was hätte der Schreiber lieber gehabt. Insolvenz, Spiele in der Landesliga auf dem Erbsenberg. Bitte Hirn einschalten, wenn man die Verantwortung hat so einen Bericht zu schreiben. Durch diese Hinterwald-Denke sind wir erst in der 3.Liga gelandet. Der Profi-Fußball hat sich verändert, es ist nicht mehr wie in den beschriebenen 80er Jahren und er wird auch nie wieder so sein. Fußball ist leider ein reines Geschäft geworden. Becca ist kein Versprechen auf eine bessere Zukunft, aber es ist eine Chance wieder nach oben zu kommen. Nicht mehr und nicht weniger. Jeder kann selbst entscheiden ob er den Weg mitgeht, wenn nicht ist er nicht weniger FCK-Fan aber dann sollte man sich auch bitte konsequent fern halten, denn mit solchen Berichten erstickt man bei vielen den Keim der Hoffnung das es besser wird. So ein Bericht schadet euerm angeblich so geliebten Verein!



Beitragvon daachdieb » 19.05.2019, 11:03


FightForBetze hat geschrieben:Bitte Hirn einschalten

Sagt ein flat-liner.
Oderint, dum metuant



Beitragvon wkv » 19.05.2019, 11:03


@fightforbetze:
Sei mir nicht böse, aber das ist doch alles nur eine Aneinanderreihung von Plattitüden. Standardsätze derer, die sich mit den Vorkommnissen um Becca und die regionalen Investoren nicht auseinandersetzen wollen.
Dear God, grant me the serenity to accept the things I cannot change, Courage to change the things I can,
and wisdom to know the difference.



Beitragvon Gerrys Flugschule » 19.05.2019, 11:08


Danke für diese Worte, Dominic Bold!

Ein Spielbericht ist es ja nicht geworden, aber angesichts der gegenwärtigen Situation unseres FCK gerät Vieles in den Hintergrund - vor allem die gegenseitige Akzeptanz im Fanlager (man lese nur die ersten Antwortbeiträge hier). Totale Entzweiung unter uns Fans: Wenigstens da haben die Entscheidungsträger "saubere" Arbeit geleistet. Großartig!

Ich erkenne mich in dem Bericht wieder. So habe ich auch Anfang der 80er Jahre mein erstes Spiel auf dem Betze gesehen, seit 1990 eine Dauerkarte, bei allen Titeln der goldenen Neunziger dabei gewesen, in Köln, In Hamburg, zweimal in Berlin, in Tottenham, Prag, Bratislava, Lens, gegen Barcelona, leider auch in Leverkusen, Wolfsburg... undsoweiterundsofort.

Es tut mir in der Seele weh, wenn solche Fans wie du sich nun abwenden. Fans, für die der FCK nicht nur Gewohnheit oder Hobby war, sondern Fixpunkt in ihrem Leben. Durch dick und dünn, in guten wie in schlechten Zeiten.
Angesichts des Schmierentheaters, das uns geboten wird und unseren Verein zum Gespött in Fußballdeutschland werden lässt, ist deine Reaktion leider nachvollziehbar und auch konsequent.
Ich behalte meine Dauerkarte und bleibe Mitglied. Zumindest vorerst. Nicht, weil ich mich bewusst dazu entschieden hätte. Vielleicht eher, weil mich ich zu einer konsequenten Entscheidung, wie du sie getroffen hast, nicht imstande sehe.

Es ist unser FCK.
Das Buch ist noch nicht zu Ende geschrieben.
Komm bald wieder!
Von 2012 bis 2018 fehlten mir die Worte für eine Signatur.
Was soll ich dann 2019 sagen?



Beitragvon FightForBetze » 19.05.2019, 11:11


wkv hat geschrieben:@fightforbetze:
Sei mir nicht böse, aber das ist doch alles nur eine Aneinanderreihung von Plattitüden. Standardsätze derer, die sich mit den Vorkommnissen um Becca und die regionalen Investoren nicht auseinandersetzen wollen.


Sei mir nicht böse, aber das Selbstmitleid hier von vielen stinkt zum Himmel. Verdirbt einem den Spaß am FCK und ist alles andere als Werbung für unseren Verein. Ich bin raus für heute. Trefft euch doch alle in der Selbsthilfegruppe und schwelgt in Erinnerung, meins ist das nicht :wink:



Beitragvon Flo » 19.05.2019, 11:16


Als ich den Spielbericht heute morgen Korrektur gelesen habe, war ich wirklich überrascht: Dominic macht mit dem Betze Schluss. Puh! Aber ich kann jeden verstehen, der jetzt geht, aber auch jeden, der seine Dauerkarte verlängert und auf bessere Zeiten hofft.

Trotzdem tut es mir im Herzen, wenn sich altverdiente Lautrer, egal ob Fans oder ein Andy Buck, vom FCK abwenden. Aber daran sind nur die Verantwortlichen schuld. Ohne jetzt zu weit auszuholen (vielleicht machen wir das mal in absehbarer Zeit), was da in den vergangenen Monaten gelaufen ist, war echt unfassbar. Das haben wir hier ja aber alles schon durchgekaut.

Ich kann nur jedem raten, weiter genau hinzuhören und nicht jede Floskel, die da rausgehauen wird, zu glauben. Immer schön kritisch bleiben. Egal, ob ihr im Juli wieder kommt oder nicht.
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Beitragvon breisgaubetze » 19.05.2019, 11:20


Dieser Bericht ist doch nur ein Synonym für eine Stimmung, die entsteht, wenn man sich einer Sache zu sehr verschreibt und das mehr oder weniger ausschließlich. Absolut menschlich nachvollziehbar, aber hinter all der Enttäuschung und dem Frust der vergangenen Jahre, lauert die Gefahr des Fan-atismus.
Die "guten alten Zeiten" sind endgültig vorbei und wer das nicht überwinden kann, sollte sich tatsächlich ein neues Hobby, eine neue Leidenschaft suchen, sonst besteht das Risiko engstirnig und verblendet zu werden.
Abgesehen davon ist der FCK viel mehr als dieser kleine Ausschnitt von DBb. Menschen kommen und gehen, so ist das Leben! :teufel2:



Beitragvon wkv » 19.05.2019, 11:20


Es wurden im Verein schon immer diejenigen beschimpft, die nicht auf Kurs lagen.

Bei Atze war jeder, der auf die Geschäfte seines Sohnes hinwies ein Vereinsschädling. Wer hinterfragte, wie man Ottos Großmannsucht bezahlen wolle....Man brauchte Ruhe, um den FCK in das nächste Jahrtausend zu führen.
Ergebnis bekannt.

Bei Jäggi brauchte es Ruhe, um die Sanierung des FCK nicht zu gefährden. Wenn nur Ruhe herrschen würde, würde alles gut.
Ergebnis bekannt.

Bei Göbel...
Ergebnis bekannt.

Bei Kuntz brauchte es nur Ruhe im Verein, und alles würde gut.
Gut, über das Ergebnis wird auch wieder gestritten, über die Brücke will ich gar nicht.

Bei unserem Berliner ARV musste immer Ruhe herrschen, damit man den Erfolg nicht gefährde.
Ergebnis bekannt.

Wir haben den sportlichen Abstieg immer mit stoischer Ruhe begleitet. In den Achtzigern hätte die Hütte gebrannt.

Die Frage ist:
Wem nutzt diese "Ruhe" denn wirklich?
Dear God, grant me the serenity to accept the things I cannot change, Courage to change the things I can,
and wisdom to know the difference.



Beitragvon betze_bu » 19.05.2019, 11:26


Ich habe den Bericht gelesen und mich ganz oft wiedererkannt. Hier geht es nicht um Millionen, Sponsoren oder Investoren, sondern nur darum kopfschüttelnd an der Seite/auf der Tribüne zu stehen. Aus einem kleinen, regionalen pfälzischen Dorf mit einem kämpfenden und zusammenstehenden Verein, einer Mannschaft die über den Willen ihre Punkte erkämpft, wurde irgendwie eine beliebige Truppe auf dem Platz. Das Stadion ist noch an der gleichen Stelle wie früher, aber der Berg ist nur noch ein Hügel für die Gegener.
Spiele die begeistern sind extrem selten in den letzen 5 Jahren und ganz oft bedeuten die Heimspiele nur noch persönliches Ärgern und jede Menge Frust. Ich wünsche mir für den FCK viel Erfolg, Aufstiege und ein solides finanzielles Fundament. Dann werde auch ich vielleicht wieder eine DK haben. Falls ich meinen FCK noch von anderen Profifussballunternehmen unterscheiden kann.
Otto Rehhagel: „Wir spielen am Besten, wenn der Gegner nicht da ist.“ :daumen:



Beitragvon daachdieb » 19.05.2019, 11:29


wkv hat geschrieben:Wem nutzt diese "Ruhe" denn wirklich?

Und die Frage die danach folgt:
Bedingt Ruhe den Erfolg oder ist Erfolg dienlich um Ruhe zu bekommen?
Garantiert Erfolg Ruhe?
Garantiert Ruhe Erfolg?
Oderint, dum metuant



Beitragvon SuperBjarne » 19.05.2019, 11:34


Hellfire hat geschrieben:
SuperBjarne hat geschrieben:Da fällt mir nur der bekannte Satz ein:

"Reisende soll man nicht aufhalten...."


Hättest besser geschwiegen.


Warum denn?

Es ist doch halt heute leider die bekannte Mentalität: "Wenn es nicht so läuft wie ich es will, mach ich nicht mehr mit".

Aber das kann man doch auch im Stillen machen und muss nicht seinem Mitteilungsbedürfnis nachgeben.



Beitragvon ben34 » 19.05.2019, 11:37


Super noch einer der erzählt das der FCK nicht mehr sein Verein ist. Ich freue mich schon auf die Aufstiegsparty in 12 Monaten und hoffe die Leute die jetzt rumjammern bleiben dann auch konsequent zuhause.



Beitragvon jürgen.rische1998 » 19.05.2019, 11:37


:wink: Danke für diese Worte die ich zu 100% unterschreibe. Auch wenn man dafür von dem Pöbel hier noch mit Häme überschüttet wird. Eure Seifenblase platzt irgendwann.
Lautern war der geilste Club der Welt...



Beitragvon TBTM » 19.05.2019, 11:40


breisgaubetze hat geschrieben:Dieser Bericht ist doch nur ein Synonym für eine Stimmung, die entsteht, wenn man sich einer Sache zu sehr verschreibt und das mehr oder weniger ausschließlich. Absolut menschlich nachvollziehbar, aber hinter all der Enttäuschung und dem Frust der vergangenen Jahre, lauert die Gefahr des Fan-atismus.
Die "guten alten Zeiten" sind endgültig vorbei und wer das nicht überwinden kann, sollte sich tatsächlich ein neues Hobby, eine neue Leidenschaft suchen, sonst besteht das Risiko engstirnig und verblendet zu werden.
Abgesehen davon ist der FCK viel mehr als dieser kleine Ausschnitt von DBb. Menschen kommen und gehen, so ist das Leben! :teufel2:


Das ist richtig. In dem Sinne Danke ich dem Autor, dass er Platz macht für modernes Denken. Wir können es uns nicht mehr leisten einen romantischen Traum zu leben, sondern müssen die Realität annehmen, die andern Orts schon Jahrzehnte gelebt wird. Gäbe es mehr von seiner Sorte hätten wir auch keinen Brexit oder Trump. In diesem Sinne danke für deine Fantreue die letzten Jahrzehnte. Die Tür steht dir ja trotzdem immer offen.



Beitragvon FightForBetze » 19.05.2019, 11:43


jürgen.rische1998 hat geschrieben::wink: Danke für diese Worte die ich zu 100% unterschreibe. Auch wenn man dafür von dem Pöbel hier noch mit Häme überschüttet wird. Eure Seifenblase platzt irgendwann.


So Leute wie du erfreuen sich dann noch am Misserfolg des FCK. Was hält dich dann noch hier? Bist du nur noch da um zu stänkern oder Persönlichen Frust abzuladen? Andere Fans mit anderer Meinung, als Pöbel zu bezeichnen, sagt leider auch einiges über das Niveau aus.



Beitragvon roterteufel67 » 19.05.2019, 11:44


Der Profifußball ist schon lange ein Profifußballunternehmen, nur wurde unser FCK nicht als solches Unternehmen geführt! Mir wäre es anders auch viel lieber. Wer aber einen in dieser Zeit erfolgreichen Fußballclub sehen will, dem bleibt nicht viel anderes übrig, sich der Situation zu stellen.
Eine Insolvenz (eigentlich ist Bankrott der bessere Ausdruck) möchte ich nicht für meinen FCK.
Deswegen bleibe ich 1. immer Fan des FCK, solange ich lebe oder der FCK besteht und ich werde auch im nächsten Jahr meine DK haben. Es wird die 35.!
Es ist aber jedem selbst überlassen was er meint tun zu müssen. Man sollte nur aufhören, anderen zu versuchen ein schlechtes Gewissen einzureden oder sie auf die "schlechte/böse" Seite zu rücken und vor allem diese unsäglichen Beleidigungen zu lassen. Das hilft keinem, am wenigsten dem FCK.
Ich bin weder für die eine Seite oder die andere, genauswenig gegen die eine oder andere Seite. ich bin für das, was den FCK wieder zurückbringt in die Erfolsspur und dafür sind die Möglichkeiten äußerst begrenzt. Leider war es mir nicht möglich in letzter Zeit den Euro-Jackpot mit 90Millionen zu knacken, aber ich hab´s versucht. Versuchen wir doch wieder alle gemeinsam für unseren FCK zu stehen! :teufel2: :teufel2: :teufel2:




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