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Saisonvorschau 2025/26

Die DBB-Prognose(n): Wo landet der FCK in der Saison 2025/26?

31.07.2025, 19:00 Uhr - Autor: Redaktion

Wo landet der 1. FC Kaiserslautern unter Torsten Lieberknecht und Marcel Klos? Die DBB-Autoren lehnen sich mal wieder mit ihren Saisonprognosen aus dem Fenster und lassen sich gerne später darauf festnageln - aber nur von denjenigen, die im Forum ebenfalls ihren Tipp formulieren!

Titelfoto

Foto: Imago Images

Altmeisters Vorschau:



Vor der letzten Saison tippte ich auf Platz 8 bis 10, am Ende wurde es Rang 7. Dennoch hatte nicht nur ich das Gefühl, dass mehr drin gewesen wäre. Hört man sich um, dann sind sich viele nicht sicher, was die neue Saison tatsächlich bringen wird. Natürlich gab es durchaus schmerzhafte Abgänge wie etwa die von Ragnar Ache oder Filip Kaloc. Aber es kamen auch ein paar interessante Neuzugänge hinzu. In der Abwehr könnte der 20-jährige Jisoo Kim für eine Überraschung sorgen und sich schnell in die Mannschaft spielen, auch wenn man sich noch einen weiteren, gestandenen Abwehrrecken vorstellen könnte. Maxwell Gyamfi wird wohl zunächst eher als Backup eingeplant. Auf die Entwicklung von Mika Haas bin ich gespannt. Als rechter Schienenspieler dürfte sich Simon Asta schnell etablieren. Im Mittelfeld stehen mit Fabian Kunze und Semih Sahin zwei gestandene Zweitliga-Kicker in der Zentrale, die auch schon in der Bundesliga gespielt haben oder dies in näherer Zukunft schaffen könnten. Marlon Ritter bleibt Kapitän und dürfte sich nicht nur angesichts seines auslaufenden Vertrages auch nochmal reinhauen. Das sollte also passen. Vorne bin ich mit der Verpflichtung des klassischen Neuners Ivan Prtajin und Mahir Emreli, der entweder neben oder hinter ihm spielen kann, durchaus einverstanden. Beide könnten jeweils zweistellig treffen. Daniel Hanslik wird vermutlich auch wieder reichlich Einsatzzeiten erhalten.

Fast alle Positionen sind doppelt besetzt, damit kann man doch arbeiten. Torsten Lieberknecht muss es möglichst schnell gelingen, eine Einheit auf dem Spielfeld zu formen und vor allem die Defensive zu stärken. Das traue ich ihm aber zu. Abgesehen davon bezeichnete Thomas Hengen den Kader gerade auch als "noch nicht final". Da könnten also durchaus noch ein bis zwei neue Spieler kommen. Und sicherlich auch noch gehen. Die FCK-Fans bleiben nach fast 33.000 verkauften Dauerkarten sowieso wie immer voll motiviert am Start. Der Gästeblock zum Saisonauftakt in Hannover ist auch schon ausverkauft.

Meine Prognose: Das neue Saisonziel des FCK heißt "besser werden als Platz 7". Das Nebenziel, weniger Gegentore als in der Vorsaison zu kassieren, wird man erreichen. Da nun mein FCK-Lieblingstrainer Torsten Lieberknecht am Start ist, hoffe ich auf einen Aufstieg bis spätestens 2027. Innerhalb von drei Jahren stieg er in Braunschweig zum ersten Mal auf, binnen zwei Jahren in Darmstadt. Warum sollte er das beim FCK nicht auch schaffen? Normalerweise würde ich also jetzt auf Platz 3 bis 6 in der neuen Saison tippen. Da man in meiner Altersklasse "Ü60" aber nicht mehr jahrelang auf Bundesliga-Fußball auf unserem geliebten Betze warten möchte, hoffe ich sogar jetzt schon auf Platz 1 bis 3.

Kohlmeyers Vorschau:

Ich bin total zuversichtlich. Insofern, dass ich sage, der FCK gerät diese Saison nicht in Abstiegsgefahr. Wie? Das soll nicht optimistisch sein? Ich meine, doch. Nach einer Spielzeit wie der vergangenen, in der in dieser Liga alles dicht an dicht beinander lag und in der sich zur neuen Saison alle sogenannten Top-Teams zum Teil total umgekrempelt haben, sollte man erstmal drauf achten, nicht hinten rein zu geraten. Das aber sollte möglich sein mit diesen Neuverpflichtungen, von denen die meisten ihre Liga-Tauglichkeit bereits nachgewiesen haben. Die positiven Einschätzungen, etwa von unserem Altvorderen Fritz Fuchs, teile ich, was die Verbesserung der Kader-Breite angeht: Da sehe auch ich unseren FCK besser aufgestellt. Dass die individuellen Fähigkeiten eines Ragnar Ache oder Daisuke Yokota von ihren Nachfolgern adäquat ausgeglichen werden können, glaube ich allerdings erst, wenn ich es mit eigenen Augen gesehen habe.

Zuversichtlich macht mich zudem, dass mit Torsten Lieberknecht jetzt ein Trainer das Zepter führt, der die Idee vom schönen Fußball einem gesunden Pragmatismus unterordnet: Erstmal gucken, ob und was die Jungs überhaupt imstande sind zu spielen. Ich hoffe nur, dass der Betze auch mitzieht, wenn das mal nicht so schön aussieht.

Meine Prognose: Wird der Start nicht vollkommen verkackt, hält sich der FCK auch nach dem ersten Saisondrittel noch von der unteren Tabellenhälfte fern. Bleibt er zudem von schwereren Verletzungsausfällen verschont, dann könnte er in einen Lauf kommen, der bis ganz oben führt. Mein Problem: Exakt diese Prognose würde ich auch für sechs bis acht andere Mannschaften in dieser Liga stellen. Vielleicht auch für zehn.

Tocos Vorschau:

Die unspektakuläre Übergangssaison nach dem Beinahe-Abstieg mit Beinahe-Pokalsieg - ganz nach Betze-Art - liegt hinter uns. Die Personalentscheidungen und Statements der Vergangenheit, nicht erst seit der Entlassung von Markus Anfang, lassen keinen anderen Schluss zu, als dass das Ziel der Saison 2025/26 "Aufstieg" lauten muss. Und ich kann es kaum erwarten, endlich eine Saison zu erleben, in der dieses Ziel nicht nur vom Umfeld, sondern auch ganz offiziell von den Verantwortlichen ausgegeben wird.

In der Offensive geht mit dem Abgang von Ragnar Ache herausragende Durchschlagskraft verloren. Doch im Kollektiv sowie mit den Neuzugängen Ivan Prtajin und Mahir Emreli erleben wir vielleicht keine Schwächung, sondern eine Extraportion Unberechenbarkeit und neue Möglichkeiten im Vergleich zum Vorjahr. Unbedingt verbessert werden muss jedoch die Feinabstimmung in der Defensive, denn genau dort scheiterte der Aufstieg in der vergangenen Saison. Die Abwehrleistung war unterdurchschnittlich, aber mit den Neuzugängen könnte sich ein echtes Bollwerk formen.

Das Transferfenster ist bekanntlich noch einige Wochen geöffnet, und so zuverlässig, punktuell und meist geräuschlos wie der Kader bislang verstärkt wurde, dürfte es auch im August noch weitergehen. Schön, dass auch der neue Sportdirektor Marcel Klos den Kader durchweg mit neuen Facetten bereichert. Ein Fabian Kunze oder Semih Sahin wären in der vergangenen Saison sicher auch schon willkommen gewesen - nun sind sie umso besser aufgehoben. Besser aufgehoben in einem System, das sich mit dem neuen Trainer Torsten Lieberknecht zwar erneut verändert, aber dabei ist, den nächsten Schritt zu machen und vor allem die Fahrlässigkeiten und Flüchtigkeitsfehler der letzten Saison abzustellen.

Meine Prognose: Natürlich wäre es toll, wenn Anspruch und Wirklichkeit Hand in Hand gingen - aber wir sind ja hier am Betze. Mit einer Finte vom Fußballgott muss immer gerechnet werden. Und dann ist da ja auch noch die Konkurrenz. Die größeren Ambitionen und Zwänge zum Aufstieg gibt es historisch bedingt vielleicht woanders, aber die Aufmerksamkeit wird trotzdem über 34 Spieltage hinweg auch auf den Roten Teufeln liegen. Einen Durchmarsch wird es in der Saison 2025/26 nicht geben - weder vom FCK noch von einem der anderen Clubs. Aber am Ende wird die Mannschaft um und mit Torsten Lieberknecht dennoch aufsteigen. Genug der Wechsel auf der Trainerbank.

Thomas' Vorschau:

Bis zum letzten Spieltag um den Aufstieg mitgespielt, mit 32.600 verkauften Dauerkarten am Champions-League-Rekord gekratzt, die Mitgliederzahl verdoppelt auf 37.000 und fast jede Woche geile Stimmung im Stadion, egal ob daheim oder auswärts. Warum haben da eigentlich so viele FCK-Fans im Internet schlechte Laune? Wobei, ich glaube ja gar nicht, dass es wirklich so viele sind, sondern eher eine laute Minderheit. Aber tatsächlich findet man in den letzten Monaten fast kein Diskussionsthema, in dem nicht jemand anmerkt, wie schlimm es um die Roten Teufel bestellt ist oder wie schlimm es erst noch kommen wird. Pessimisten und Optimisten gab es schon immer - kein Thema, so soll es ja auch sein. Dennoch wird auch kommende Saison wieder wichtig sein, dass sich die große Mehrheit der unterstützenden Fans nicht zu schnell von den Internet-Hatern anstecken lässt, wenn mal zwei, drei Spiele nicht gewonnen werden. Das gilt übrigens auch für ein paar der Investoren des FCK, die in den letzten Jahren ebenfalls nicht immer die Ruhe bewahrten.

Ich sehe den FCK für die kommende Saison jedenfalls schon ganz gut aufgestellt und das Ziel "oben mitspielen" (oder in offizieller Sprechweise: "besser als Platz 7") definitiv erreichbar, wenn alle an einem Strang ziehen. Torsten Lieberknecht ist einer der erfolgreichsten Zweitliga-Trainer der letzten zehn, 15 Jahre. Ihm gelang mit No-Name-Teams wie Braunschweig und Darmstadt der Aufstieg. Dies auch mit dem FCK zu wiederholen, bezeichnete er im DBB-Interview jüngst als "Lebenstraum". Mal ein Vergleich für jene Skeptiker, die vom Trainer oder vom aktuellen Spielerkader (noch) nicht überzeugt sind: In Darmstadt gelang Lieberknecht der Aufstieg mit Profis wie Filip Stojilkovic und Frank Ronstadt, die später auf dem Betze keinen Fuß auf den Boden brachten. Es kommt also nicht auf den Einzelnen an, sondern auf das Kollektiv. Dazu gehört auch Thomas Hengen, der vielleicht zu schnell bei seinen Trainerentlassungen ist, aber insgesamt seit viereinhalb Jahren gute Arbeit als FCK-Geschäftsführer leistet. Hengen und Lieberknecht - zwei, die ihr Potential schon bewiesen haben - das passt hoffentlich. Der Dritte im Bunde ist Sportdirektor Marcel Klos, der sein Können mit der Zusammenstellung des Kaders erst noch zeigen muss. Wenn die neue Mannschaft spielerisch und charakterlich zusammen passt, dann gibt es keinen Grund für große Nervosität - selbst, wenn mal drei Spiele in Folge vermasselt werden sollten.

Meine Prognose: Betze Uffstieg!

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