Trainingslager-Tagebuch
Ersatz-Test in Südtirol: Lautrer B-Elf gewinnt 1:0 gegen das A-Team
Zumindest die Laune war am Samstag wieder gut, nachdem am Freitag noch der Stress und der Frust rund um die kurzfristige, behördlich veranlasste Absage des Top-Testspiels gegen Genua spürbar war. Der FCK hatte zusammen mit den herzlichen Gastgebern vom AFC Sterzing gratis Bratwürste spendiert. Schließlich war nicht nur bei den Trainern und Spielern, sondern auch bei den heute noch über 250 mitgereisten Fans die Enttäuschung über die Genua-Absage groß. Statt im 100 Kilometer entfernten Moena wurde ein internes Testspiel der 22 Feldspieler und vier Torhüter unter möglichst ordentlichen Wettkampfbedingungen veranlasst. Im Fußballstadion von Sterzing, wo auch schon die ganze Woche über trainiert wurde, leitete ein professionelles Schiedsrichter-Team aus Südtirol die Partie. Vier mitgereiste Fan-Kinder durften als unvergessliches Erlebnis Balljungen und -mädchen sein. In weißen Auswärtstrikots ohne Novoline-Aufdruck - Glücksspielwerbung ist in Italien verboten - traten mehrheitlich mutmaßliche Stammspieler an. In roten Trainingsshirts mit Catapult-Pulsmessern über dem Novoline-Schriftzug traten neben den Stammkräften Julian Krahl, Luca Sirch und Ivan Prtajin die Spieler aus der mutmaßlichen zweiten Reihe an.
"Phantomtor" von Raschl entscheidet das interne Testspiel
Folgende Akteure standen jeweils im 3-5-2-System in den beiden Startformationen:
Team Weiß: Simoni - Gyamfi, Elvedi, Kleinhansl - Asta, Ritter, Kunze, Wekesser, Redondo - Emreli, Hanslik
Team Rot: Krahl - Ronstadt, Heuer, Robinson, Tachie, Raschl, Aremu, Sirch, Haas - Alidou, Prtajin
Draußen saßen als Ersatzspieler der erst diese Woche voll ins Teamtraining eingestiegene Neuzugang Semih Sahin und der auf der Wechselkandidatenliste stehende Dickson Abiama. Sie wurden später ebenso wie die Ersatzkeeper Avdo Spahic und Enis Kamga eingewechselt. Cheftrainer Torsten Lieberknecht beobachtete die Partie oben auf der Tribüne neben Geschäftsführer Thomas Hengen sitzend und ließ seine Co-Trainer die beiden Mannschaften coachen. Die Spieler gingen engagiert zu Werke und ließen keinen großen Unterschied zwischen Stamm oder Ersatz erkennen. Die erst am Freitagmorgen eingeübten Standardsituationen konnten natürlich nicht optimal getestet werden - schließlich kannten alle Akteure die eingeübten Tricks und Kniffe. Trotzdem hätten Marlon Ritter und Kenny Redondo mit einer Eckball-Variante beinahe die Führung für Team Weiß eingeleitet. Stattdessen war es nach 18 Minuten Tobias Raschl, der das 1:0 für Team Rot markierte. Der Ball kullerte im Gewühl über die Linie - oder auch nicht? Torwart Simon Simoni lief energisch gestikulierend zum Linienrichter und protestierte, aber der Treffer zählte. In der zweiten Halbzeit fielen keine weiteren Tore mehr.
Damit ist der sportliche Teil des Trainingslagers in Sterzing/Südtirol beendet. Morgen früh geht es für die Roten Teufel nachhause.
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