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Remis im Derby:

Remis im Derby: "Bitter, gefrustet - trotzdem stolz"

Avdo Spahic, Kevin Kraus, Matheo Raab (v.l.n.r.); Foto: Eibner-Pressefoto/Alexander Neis

Trotz Unterzahl kassiert der 1. FC Kaiserslautern erst kurz vor Schluss den Ausgleich im Derby beim favorisierten 1. FC Saarbrücken. Bei den Roten Teufeln ist man über dieses Ergebnis zwiegespalten.

Es hat nicht viel gefehlt zum Sieg im ersten Saar-Pfalz-Derby seit über zwanzig Jahren. Erst in der 88. Minute machte ausgerechnet der Ex-Lautrer Maurice Deville dem FCK einen Strich durch die Rechnung. Zuvor waren die Roten Teufel in der 59. Minute durch Kenny Prince Redondo in Führung gegangen, nach einem Handspiel von Avdo Spahic außerhalb des Strafraums aber auch fast eine halbe Stunde ein Mann weniger auf dem Platz.

Redondo: "Ich bin trotzdem stolz auf die Mannschaft"

Der Torschütze zum 1:0, Kenny Redondo, wollte trotz des späten Ausgleichs nicht allzu unzufrieden mit dem Ergebnis sein. "Natürlich ist es bitter, dass wir den Sieg nicht nach Hause gebracht haben. Ich bin trotzdem stolz auf die Mannschaft, wie sie nach der Roten Karte gefightet hat", so der Flügelspieler am Mikrofon von "Magenta Sport".

Diese Einschätzung teilt auch FCK-Trainer Jeff Saibene nach der Partie. "Unterm Strich ist es sicher ein gerechtes Ergebnis nach 90 Minuten, auch wenn wir etwas gefrustet sind, dass wir den Sieg nicht nach Hause gebracht haben. Saarbrücken war am Anfang besser, diese Phase mussten wir überstehen. Nach 70 Minuten hatten wir das Spiel dann unter Kontrolle, aber durch die Rote Karte ist das Spiel natürlich nochmal gekippt. Und so müssen wir mit dem Punkt am Ende leben."

Debütant Raab: "Können mit dem Punkt leben"

Zu einem etwas unfreiwilligen Liga-Debüt kam Torhüter Matheo Raab, nachdem Avdo Spahic in der 69. Minute vom Platz geflogen war. Der 21-jährige Raab machte seine Sache mehr als ordentlich und war mit seinem Einsatz im Großen und Ganzen auch zufrieden. "Am Anfang ist man natürlich aufgeregt, aber durch den Freistoß war ich eigentlich direkt fokussiert und konnte alles drumherum ausblenden. Natürlich ist es bitter, so kurz vor Schluss den Ausgleich zu bekommen. Aber wenn Avdo am Anfang nicht drei, vier Mal hält, wäre das Spiel vielleicht schon früher entschieden gewesen. Deswegen können wir denke ich mit diesem Punkt leben."

Weil Kapitän Carlo Sickinger auch heute verletzungsbedingt passen musste, rutschte Routinier André Hainault in die Startelf. "Am Anfang war das ein bisschen wild von uns. Wir haben zu viele Chancen zugelassen, am Ende haben wir aber aber besser verteidigt und den Gegner frustriert. Nach der Rote Karte war es natürlich dann schwer, ich finde aber wir haben es ordentlich gemacht, auch wenn wir den Sieg nicht über die Zeit bringen konnten. Doch das Ergebnis ist am Ende fair und wir müssen versuchen, mit dem Punkt zu leben. Auch wenn so ein spätes Gegentor natürlich immer bitter ist", zieht der 34-Jährige ebenfalls ein gemischtes Fazit.

Quelle: Der Betze brennt

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