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Trainersuche beim FCK: Kommt ein harter Hund?

Nach der nun auch offiziell bestätigten Entlassung von Sascha Hildmann läuft beim 1. FC Kaiserslautern die Trainersuche. Eine bestimmende Rolle spielt dabei Investor Flavio Becca. Zu den im Blick befindlichen Kandidaten gibt es bis jetzt nur vage Spekulationen, in den Medien werden drei Namen genannt.

Nach Informationen von Der Betze brennt favorisiert Flavio Becca einen Trainer der Marke "harter Hund" für die von schwächelnder Mentalität gezeichnete FCK-Mannschaft. Und der Luxemburger ist bei den Roten Teufeln die entscheidende Figur im Hintergrund, während im Vordergrund offiziell Sport-Geschäftsführer Martin Bader mit der Suche nach dem neuen Coach betraut ist.

Der Anteilskauf Beccas ist zwar bürokratisch-juristisch noch nicht vollständig abgewickelt, aber seit dem 20. August fest vereinbart und in die Wege geleitet: Becca gibt drei Millionen Euro Eigenkapital und erhält dafür rund 6,7 Prozent der FCK-Aktien (siehe ältere DBB-Meldungen). Weitere Millionen sollen in den kommenden Jahren fließen - wenn sie denn aus Sicht des Investors ordentlich und erfolgsversprechend verwendet werden.

Beccas Trainer im Vergleich: Dino Toppmöller und Emilio Ferrera

Mit Blick auf die Trainersuche bietet sich also ein Blick auf die anderen Vereine von Flavio Becca an: In den letzten Jahren wurden bei F91 Düdelingen (Luxemburg) große Erfolge mit Dino Toppmöller (38) gefeiert. Der Sohn von FCK-Legende Klaus Toppmöller wurde mittlerweile zum aufstrebenden belgischen Zweitligisten Royal Excelsior Virton transferiert und absolviert parallel dazu seine Fußball-Lehrer-Ausbildung beim DFB. Ein harter Hund ist Dino Toppmöller allerdings nicht. Seine Stärken als Trainer liegen in anderen Bereichen, so dass er schon alleine aus diesem Grund zum jetzigen Zeitpunkt nicht für den FCK in Frage kommt.

Schon deutlich eher trifft das gesuchte Profil auf den neuen Trainer von Düdelingen zu: Emilio Ferrera (52) kam im Sommer als Co-Trainer von Standard Lüttich (Belgien) zum F91, verschaffte sich dort mit eiserner Disziplin und sturem Kopf schnell Respekt. Trotz eines großen Umbruchs im Spielerkader schaffte er erneut die sensationelle Qualifikation für die Europa League - womit aber auch schon der Grund genannt ist, weshalb Ferrera für ein sofortiges Engagement beim FCK nicht in Frage kommt. Zudem, das ist der zweite Grund, spricht der Belgier nicht deutsch.

Spekulation der Medien: Marco Antwerpen, Markus Anfang, Jeff Strasser

Wer wird nun also der Nachfolger von Sascha Hildmann beim 1. FC Kaiserslautern? Die Medien stochern noch weitgehend im Dunkeln. Folgende Namen wurden bisher genannt, aber allesamt noch unkonkret:

Marco Antwerpen (47) arbeitete zuletzt von 2017 bis 2019 bei Lauterns Drittliga-Konkurrent Preußen Münster und kennt somit die 3. Liga. Am Samstag saß er - laut eigener Auskunft rein zufällig - schon in Meppen auf der Zuschauertribüne. Sein Punkteschnitt lag bei 1,53 Zählern pro Spiel. Antwerpen wird von "Bild", "SWR" und "Rheinpfalz" als möglicher FCK-Kandidat genannt.

Markus Anfang (45) war Anfang der 2000er für anderthalb Jahre als Spieler beim FCK aktiv und führte als Trainer zuletzt seinen Heimatverein 1. FC Köln zurück in die Bundesliga. Seine Arbeit bei den Rheinländern wurde aber trotzdem kritisch beurteilt und er musste zum Saisonende seinen Stuhl räumen. Zuvor feierte Anfang bundesweit beachtete Erfolge mit Holstein Kiel, das er von der 3. Liga bis in die Relegation zur Bundesliga führte. Anfang wird von "SWR", "Rheinpfalz" und "Sport1" als möglicher FCK-Kandidat genannt.

Jeff Strasser (44) war der Vor-Vorgänger von Sascha Hildmann beim FCK und musste seine Arbeit im Januar 2018 aufgrund von Herzproblemen abgeben. Damals holte er im Zweitliga-Abstiegskampf zehn Punkte aus zehn Spielen. Strassers Gesundheit ist mittlerweile wieder voll hergestellt und er trainiert in seiner luxemburgischen Heimat wieder den Erstligisten Fola Esch (zurzeit Tabellenplatz 3). Ein über Bekanntschaft hinausgehender guter Kontakt zu Flavio Becca ist allerdings nicht gegeben. Strasser wird von "SWR" und "Sport1" als möglicher FCK-Kandidat genannt.

Bis ein Nachfolger für Sascha Hildmann geleitet ist, wird das Training von Hildmanns bisherigem Assistenten Alexander Bugera geleitet.

Diskutiere mit anderen FCK-Fans im DBB-Forum: Welches Profil sollte der neue Cheftrainer der Roten Teufel erfüllen? Wer sollte den Hildmann-Nachfolger aussuchen? Und wie sollte es auf den anderen relevanten Positionen beim FCK weitergehen?

Zusammen mit FCK-Sportchef Martin Bader auf Trainersuche: Investor Flavio Becca, hier mittig zwischen den Beiratsmitgliedern Patrick Banf und Bruno Otter
Zusammen mit FCK-Sportchef Martin Bader auf Trainersuche: Investor Flavio Becca, hier mittig zwischen den Beiratsmitgliedern Patrick Banf und Bruno Otter

Quelle: Der Betze brennt

Weitere Links zum Thema:

- Sascha Hildmann vor dem Aus - und Martin Bader? (Der Betze brennt)
- Offiziell bestätigt: FCK trennt sich von Sascha Hildmann (Pressemeldung FCK)

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