Neues vom Betzenberg

 

Banf und Littig: "Der Gewinner ist der FCK"

Kein wackeliger Burgfrieden, sondern ein echter Konsens: So beurteilen die beiden Hauptakteure Patrick Banf und Michael Littig den heutigen Beschluss, mit dem sie den monatelang schwelenden Streit innerhalb der FCK-Führung beigelegt zu haben hoffen. Auch zu den potentiellen Investoren Michail Ponomarew und Flavio Becca äußerten sich die Aufsichtsratsmitglieder.

"Es ging nie um Verlierer oder Gewinner in unserer heutigen Diskussion. Sondern wir haben uns zusammengesetzt und gesagt: Was bringt den FCK weiter voran?", betonte Patrick Banf am Donnerstagabend nach sechsstündiger Marathonsitzung im Fritz-Walter-Stadion. Im Abschlussgespräch mit regionalen Medienvertretern, darunter Der Betze brennt, pflichtete dieser Sichtweise auch Michael Littig bei: "Deshalb ist heute der FCK der Gewinner."

Banf: "Das ist kein Burgfrieden" - Littig: "Sondern die beste Lösung"

Dem öffentlichen Schulterschluss vorangegangen waren ausgiebige Diskussionen, die statt mit den befürchteten Rücktritten mit folgendem Kompromiss endeten: Patrick Banf bleibt Beiratsvorsitzender der ausgegliederten Kapitalgesellschaft, zu der auch die Fußballmannschaft gehört. Michael Littig übernimmt derweil das Amt als Aufsichtsratsvorsitzender des eingetragenen Vereins; Banf bleibt als einfaches Mitglied in diesem Gremium.

Beide Beschlüsse seien in einer "sehr sachlichen" Sitzung einstimmig gefallen. "Ich bin froh, dass wir der Gesamtkomplexität, die die Aufgaben beim FCK mit sich bringen, eine kooperative Verantwortungsteilung finden konnten", so der neue Aufsichtsratsvorsitzende Michael Littig. Dazu ergänzte der Beiratsvorsitzende Patrick Banf: "Mit diesem Konsens soll auch ein Signal nach außen gegeben werden. Das ist kein Burgfrieden, sondern jeder soll seine Kompetenz mit diesem Beschluss optimal in den Verein einbringen." Und nochmals Littig: "Von allen Möglichkeiten, über die wir heute diskutiert haben, haben wir die beste Lösung ausgewählt."

"Der FCK ist ein großer Verein und hier ist genug Platz für alle"

Zu den als Sponsoren im Hintergrund die Strippen ziehenden Harald Layenberger und Dieter Buchholz äußerten sich die beiden Vorsitzenden diplomatisch: "Alle Personen hier sind absolute Fans, die für ihren Verein kämpfen. Jeder hat dabei seine eigene Art, wie er seine Liebe zum FCK zum Ausdruck bringt. Aber es ist ein großer Verein und bei uns ist genug Platz für alle, die sich einbringen wollen."

Als Sachthemen wurde in den heutigen Sitzungen unter anderem über die bevorstehende Lizenzierung, über die Finanzierung mit Fremdkapital sowie über die andauernde Akquise von Investoren gesprochen. Zu letzterem sagte Banf: "Wir kämpfen alle um die Investoren. Jeder im Aufsichtsrat, jeder im Vorstand, jeder in der Geschäftsführung gibt dafür sein bestes. Und das wird durch unsere heute gefundene Regelung sogar noch verstärkt." Littig ergänzte: "Die Ansprache der regionalen Investoren läuft auf Hochtouren und unser gemeinsames Ziel ist es, diese noch weiter zu intensivieren."

Ponomarew kein Thema mehr - Becca hingegen schon

Kein Thema mehr ist den beiden Aufsichtsratsmitgliedern zufolge ein Einstieg des Russen Michail Ponomorew ("Der Name Ponomarew ist heute kein einziges Mal gefallen"). Die Gespräche mit dem Luxemburger Flavio Becca sollen hingegen intensiviert werden - möglicherweise auch mit einem anfänglichen Einstieg unterhalb der Ebene des sogenannten "Ankerinvestors", für den ein zweistelliger Millionenbetrag erforderlich wäre.

Patrick Banf (l.) und Michael Littig

Quelle: Der Betze brennt

Weitere Links zum Thema:

- Aufgaben innerhalb der FCK-Gremien neu verteilt (Pressemeldung FCK)

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