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Frontzecks Analyse: "Haben noch viel zu lernen"

Fünf Siege, fünf Unentschieden, fünf Niederlagen: Der 1. FC Kaiserslautern steckt auch nach 15 Spieltagen der 3. Liga tief im Mittelmaß fest. Trainer Frontzeck zieht zum Start der nächsten zweiwöchigen Liga-Pause ein Zwischenfazit.

Im Pressegespräch vor dem Pokalspiel gegen Gau-Odernheim war am heutigen Montag noch mal die 1:4-Niederlage in Rostock ein Thema. Zudem äußerte sich Michael Frontzeck über die bisherige Saison, die bevorstehende Länderspielpause und mögliche Transfers im Januar.

FCK-Trainer Michael Frontzeck über ...

... das Spiel in Rostock und die Enttäuschung der mitgereisten Fans: "Wir können nicht beeinflussen, wo wir Spiele gewinnen - ob 200 oder 800 Kilometer entfernt. Man kann der Mannschaft einiges vorwerfen, aber nicht, dass wir nicht bis zum Schluss alles versucht haben. Ich war sehr sauer über die Entstehung der Niederlage, aber auch über die zehn Minuten, wo wir unsere Ordnung verloren haben. Diese zehn Minuten haben Rostock gereicht, um uns auf die Verliererstraße zu bringen. Das sind Dinge, die wir in Zukunft natürlich ändern müssen. Ich bin immer auf der Seite der Fans, wenn ich sehe, dass meine Mannschaft nicht alles bringt. Das habe ich aber bisher noch nie gesehen. Wenn irgendeiner entdeckt, dass in Rostock nicht alles gegeben wurde, dann hätte ich da Verständnis für. Ich sehe das aber vollkommen anders. Natürlich dürfen die Fans aber enttäuscht sein, wenn sie 800 Kilometer fahren und ihre Mannschaft 1:4 verliert. Sie investieren viel Zeit und viel Herzblut, dann ist man enttäuscht. Aber das heißt nicht, dass die Fans der Mannschaft unterstellen, dass sie nicht alles versucht hat."

... die individuellen Fehler in den letzten beiden Spielen: "Das sind Sachen, die wir abstellen müssen. Wenn nicht, wird es schwierig. In Rostock war es extrem ärgerlich, weil wir das umgesetzt haben, was wir uns vorgenommen hatten. Alles war auf einem super Weg. Wir sprechen über Fehler, die macht mal Jan Löhmannsröben, mal der Torwart, dann mal der Stürmer. Für uns ist es aber wichtig, so wenige Fehler wie möglich zu machen, um aus den Fehlern, die wir machen, zu lernen. Löhmannsröben wird zukünftig den Ball sicher nicht mehr so spielen wie vor dem 1:3."

... die bisherige FCK-Saison: "Wir haben schon drei oder vier Spiele in dieser Saison gedreht, am Wochenende hat es nicht gereicht. Ich glaube, dass wir noch viel zu lernen haben, das hat man gerade auch in Rostock gesehen. Man hat aber auch gesehen, dass sich da was entwickeln kann. Wir haben in Halle verdient verloren und gegen den KSC verdient unentschieden gespielt. Gegen Hoffenheim war es ein anderer Wettbewerb. Es wäre möglich gewesen, mehr Spiele zu gewinnen, als wir das tatsächlich gemacht haben. Ich bin kein Freund von Hätte, Wenn und Aber, aber wenn du von den drei Nachspielzeiten zwei gewinnst, sieht das alles schon ein bisschen freundlicher aus. Aber das Leben ist eben kein Wunschkonzert."

... die kommende Länderspielpause: "Diese Pause kommt mir nicht ungelegen. Ich denke, dass wir am Ende dieser Woche mal ganz rausgehen. In den kommenden fünf Wochen haben wir noch ein knackiges Programm und haben das Ziel, nicht abreißen zu lassen. Nach dem Pokalspiel am Mittwoch haben wir noch zwei Trainingstage und werden dann etwas freimachen. Ab Dienstagmorgen haben wir dann eine lange Trainingswoche bis zum Sonntagsspiel gegen Wiesbaden, einen sehr spielstarken Gegner. Dass wir das Spiel aber mit aller Macht gewinnen wollen, darüber brauchen wir nicht zu sprechen."

... eventuelle Transfers in der Winterpause: "Wenn ich ganz ehrlich bin, haben Boris Notzon, Martin Bader und ich uns darüber noch nicht unterhalten. Natürlich muss ein Klub immer schauen, ob was in unseren finanziellen Möglichkeiten machbar ist. Aber ich bin mehr fokussiert auf die letzten Spiele, weil ich glaube, dass sie elementar wichtig sind für die Rückrunde. Wir müssen den Ansatz verfolgen, dass wir nicht zu weit weg sind und mit einer Serie wirklich rankommen können. Mit Lukas Spalvis fällt ein Spieler aus, der auch in so einem Spiel wie in Rostock auch mal die Pike reinhält und auch mal Sachen macht, die man nicht unbedingt auf dem Tableau hat. Er wird wie Dylan Esmel noch länger ausfallen. Daher müssen wir gucken, ob wir was machen. Ich bin aber kein Freund davon, im Winter vollkommen ins Risiko zu gehen, auch finanziell."

FCK-Trainer Michael Frontzeck

Quelle: Der Betze brennt

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