Neuigkeiten und Pressemeldungen zum 1. FC Kaiserslautern.

In Schulnoten: Wie bewertest Du die Verpflichtung von Markus Anfang als neuen FCK-Trainer?

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Beitragvon Thomas » 29.05.2024, 10:34


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Foto: Imago Images

Offiziell: Markus Anfang wird neuer Cheftrainer des FCK

Der 1. FC Kaiserslautern hat einen neuen Cheftrainer gefunden: Der Beirat und die Geschäftsführung des Pfälzer Traditionsvereins haben sich gemeinsam darauf verständigt, Markus Anfang das Vertrauen für diese Aufgabe auszusprechen.

Der 49-jährige Fußballlehrer, der von 2002 bis 2004 bereits als Spieler beim 1. FC Kaiserslautern war und mit den Roten Teufel 2003 im DFB-Pokalfinale stand, war unter anderem als Trainer im Nachwuchsleitungszentrum von Bayer 04 Leverkusen tätig, ehe er erstmalig einen Cheftrainerposten im Profifußball übernahm. Mit Holstein Kiel gelang ihm dabei direkt in seiner ersten Saison der Aufstieg von der Dritten Liga in die Zweite Bundesliga. Im zweiten Jahr führte er die Kieler Störche daraufhin in die Relegation zur Bundesliga, in der sie aber dem VfL Wolfsburg unterlagen. Es folgten weitere Stationen beim 1. FC Köln, dem SV Darmstadt 98 und dem SV Werder Bremen. Zuletzt war Anfang gemeinsam mit seinem Co-Trainer Florian Junge, der mit ihm auch die Arbeit in Kaiserslautern aufnehmen wird, bei der SG Dynamo Dresden beschäftigt.

"Markus Anfang erfüllt das Profil, das wir gesucht haben: Er hat sowohl im Nachwuchs- als auch im Herrenbereich in verschiedenen Ligen sehr viel Erfahrung gesammelt, die ihm bei seiner Aufgabe hier beim FCK sicher sehr helfen werden. Außerdem haben wir ihn ihm einen Trainer gefunden, der den FCK-Weg mitgehen will und gleichzeitig sehr genaue Vorstellungen vom proaktiven Spielstil hat, sodass wir uns auf eine konstruktive und für unseren Verein hoffentlich erfolgreiche Zusammenarbeit freuen", so FCK-Geschäftsführer Thomas Hengen zur Verpflichtung des neuen Cheftrainers.

"Mir war bereits nach den ersten Gesprächen sofort klar, wie sehr mich diese Aufgabe beim 1. FC Kaiserslautern reizt. Ich habe von Anfang an das gegenseitige Vertrauen gespürt. Durch meine Lautrer Vergangenheit weiß ich natürlich ganz genau, welche Bedeutung der FCK nicht nur in der Region, sondern in ganz Fußball-Deutschland hat. Insbesondere die tolle Atmosphäre am Betzenberg und die überragende Unterstützung der Fans waren auch in meinen Überlegungen ein ganz wichtiger Faktor. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir alle gemeinsam mit guter Arbeit den FCK wieder nach vorne bringen können", begründet Markus Anfang seine Entscheidung.

Der 1. FC Kaiserslautern wird den neuen Cheftrainer Markus Anfang im Rahmen des Trainingsauftakts zur neuen Saison offiziell auf dem Betze vorstellen.

Quelle: Pressemeldung FCK

Weitere Links zum Thema:

- Chronologie im DBB-Forum: Wer trainiert den FCK in der Saison 2024/25?


Ergänzung, 21:00 Uhr:

Porträt: Der neue Cheftrainer des 1. FC Kaiserslautern
Markus Anfang beim FCK: Ein Risiko, das sich lohnen kann


Markus Anfang wird neuer Cheftrainer des 1. FC Kaiserslautern. Schon die Reaktionen im Vorfeld zeigen: Die Personalie spaltet. Zurecht? In Gesprächen wird schnell deutlich, der neue Mann lässt sich nicht so leicht einordnen. Unser Porträt versucht's dennoch.

Im Netz schreiben manche sogar, der Klub habe noch nie eine Trainer-Entscheidung getroffen, die auf so viel Ablehnung im Umfeld stieß. Tatsächlich? Naja, auch nach der Entlassung von Marco Antwerpen und anschließender Verpflichtung Dirk Schusters vor zwei Jahren wurden zunächst mal jede Menge negative Stimmen laut. Die sich ein paar Tage später aber schnell verflüchtigten, nach den erfolgreichen Relegationsspielen gegen Dynamo Dresden und dem Aufstieg in die Zweite Liga. Markus Anfang dagegen wird sich keine Gelegenheit bieten, seine Kritiker so schnell zum Verstummen zu bringen.

Impfpass-Skandal? Reden wir lieber über Fußball

Natürlich hält die Personalie ein paar besondere Aspekte bereit. Zuallererst der Eklat um den gefälschten Impfausweis, der Markus Anfang nach wie vor anhängt. Manche sagen, der 49-Jährige könne nun kein Vorbild mehr sein, wie es der Cheftrainer eines Profi-Klubs nun mal sein müsse.

Dazu ist festzuhalten: Markus Anfang ist dafür hart bestraft worden. Vom Amtsgericht zu einer Geldbuße von 36.000 Euro - womit er übrigens knapp nicht als "vorbestraft" gilt, dazu hätten es mehr als die der Berechnung zugrunde gelegten 90 Tagessätze sein müssen. Dazu 20.000 Euro Geldstrafe vom DFB. So weit, so Peanuts für einen Profifußballer. Aber obendrauf kam noch die Sanktion vom Verband: Eine zwölfmonatige Sperre (davon sechs Monate auf Bewährung), also quasi ein Berufsverbot. Anfang verlor seine Anstellung bei Werder Bremen, wobei er seiner Entlassung per Rücktritt zuvorkam. Er hat sich mehrfach entschuldigt, seine Strafen akzeptiert. Was soll ein Mensch noch tun, um nicht ein Leben lang für eine Dummheit geächtet zu werden? Anders kann man es wohl nicht nennen, wenn jemand die für seinen Job gar nicht mal nötige Fälschung - denn im Profifußball gab es keine Impfpflicht - nur einmal wirklich nutzt, nämlich um bei einer Karnevalsfeier reinzukommen. Wer dennoch gerne nochmal tiefer in die Thematik einsteigen möchte: Nach Abschluss seines Gerichtsprozesses stellte sich Anfang im "Aktuellen Sportstudio" den kritischen Fragen von Moderator Sven Voss.

Widmen wir uns nun lieber dem Sportlichen. Auch da gibt es fraglos Punkte, die irritieren. Und die gerade deswegen eines genaueren Hinsehens bedürfen.

Keine guten Erinnerungen an Kaiserslautern

Markus Anfang beendet seine Spielerkarriere 2010 bei Eintracht Trier. Als Aktiver war der gebürtige Kölner unter anderem bei Fortuna Düsseldorf, MSV Duisburg und in Innsbruck unterwegs, mit dem FC Tirol wurde er dreimal Österreichischer Meister. Zwei Jahre spielte er auch beim 1. FC Kaiserslautern, wo der zentrale Mittelfeldspieler allerdings nur auf 27 Einsätze kam.

Zu Beginn der Rückrunde 2003/2004 wurde er im Zuge einer von Trainer Erik Gerets angestrebten Kaderverkleinerung unter bis heute nicht ganz aufgeklärten Umständen suspendiert, zusammen übrigens mit dem heutigen FCK-Geschäftsführer Thomas Hengen und Ex-Nationalspieler Steffen Freund, der mittlerweile als Europa-League-Kommentator bei RTL im Einsatz ist. Vielleicht treffen die Drei sich irgendwann ja vor laufenden Fernsehkameras wieder, um ihre gemeinsame Vergangenheit aufzuarbeiten.

Erste Erfolge in Leverkusen, dann Kiel

Anfang macht seinen Trainerschein, und nach einer ersten Station beim SC Kapellen-Erft, den er in die Oberliga Niederrhein führt, wechselt er ins Nachwuchsleistungszentrum von Bayer Leverkusen. Mit den U17-Junioren des Konzernklubs wird er 2016 Deutscher B-Jugend-Meister. Laut Thomas Hengen war dieses Engagement im Nachwuchsbereich auch ein mitentscheidender Grund für die jetzige Anstellung als Cheftrainer beim FCK - der Geschäftsführer und der Verein möchten künftig mehr auf den Nachwuchs setzen.

Ralf Becker, seinerzeit Sportdirektor bei Holstein Kiel, holt das Trainer-Talent daraufhin in die 3. Liga. Mit den Störchen steigt Anfang in der Saison 2016/17 in die 2. Bundesliga auf, wo ihm ums Haar der Durchmarsch ins Oberhaus gelingt. Als Tabellen-3. scheitern die Schleswig-Holsteiner erst in der Relegation am VfL Wolfsburg.

Diese Kieler Aufstiegssaison ist gleichzeitig auch die Abstiegssaison der Roten Teufel. Diese verlieren in der Hinrunde in Kiel sehr unglücklich 1:2, im Rückspiel behalten sie dank Toren von Brandon Borrello, Christoph Moritz und Osayamen Osawe mit 3:1 die Oberhand.

Fast die gesamte Saison über ist das Kieler Spiel von einem geordnetem, aber doch erfrischend offensiven Stil geprägt, der so gar nicht Aufsteiger-like ist. Ob sich da bereits die Handschrift des noch jungen Trainers herausgebildet hat?

Tolles Offensivspiel - aber Anpassungen sind nicht sein Ding

Matthias Hermann, Holstein-Chefreporter der "Kieler Nachrichten" und Macher des Fanzines "Calio Culinaria", wägt im Gespräch mit Der Betze brennt ab. "Markus Anfang hatte von seinem Vorgänger Karsten Neitzel eine Mannschaft übernommen, die für Drittliga-Verhältnisse fußballerisch außergewöhnlich gut besetzt war. Aber er hat deren Möglichkeiten mit seiner Spielidee weiter perfektioniert. Und einige Spieler wie Dominick Drexler, Alexander Mühling und Rafael Czichos wurden anschließend in der Zweiten Liga erst so richtig gut."

Im Vergleich zum aktuellen Trainer-Überflieger Marcel Rapp, der in dieser Saison den Holsteiner Bundesliga-Traum endgültig Wirklichkeit werden ließ, fällt Hermann eines allerdings auf. "Anpassungen an den jeweiligen Gegner, wie Rapp sie sich immer wieder einfallen lässt, hat man bei Anfang eher nicht gesehen." Der habe eine klare Vorstellung von dem Offensivspiel, das er dem Gegner aufzwingen will, und das sei durchaus attraktiv - so er denn die richtigen Leute an der Hand habe, die seine Ideen umsetzen könnten. Womit sehr schön umrissen ist, was an der Denk- und Arbeitsweise Anfangs sich auf dessen Trainerstationen mal vorteilhaft, oft aber auch nachteilig auswirkte.

Köln: Starker Start - und als Tabellenführer entlassen

Nach der erfolgreichen Saison in Kiel warb der 1. FC Köln Anfang an, für den gebürtigen Kölner natürlich ein Traum. Dort fruchtete seine forschen Ideen zunächst blendend. Nach der Hinrunde stand der "Effzeh" auf Rang 2 der Zweiten Liga, hatte in 17 Partien 45 Treffer erzielt - Holstein Kiel, nunmehr von Tim Walter trainiert, stellte mit 14 Toren weniger die zweitbeste Offensive. Unter anderem fertigten die Kölner Dynamo Dresden mit 8:1 ab und landeten einen 5:3-Auswärtscoup auf St. Pauli. In der Rückrunde aber verkündete Sportchef Armin Veh nach 31 Spieltagen das Ende von Anfang. Die Geißböcke hatten gerade zweimal in Folge verloren, standen jedoch mit sechs Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz immer noch Platz 1.

Es waren jedoch nicht die Ergebnisse oder der Tabellenstand, die Veh zu dieser Entscheidung veranlassten. Der einstige Stuttgarter Meistertrainer sah vor allem keine Entwicklung im Defensivverhalten des Teams, und das bereitete ihm gerade vor dem Hintergrund des bevorstehenden Aufstiegs Sorgen.

"41 Gegentore sind schon jetzt mehr als doppelt so viele wie unter Peter Stöger im Aufstiegsjahr 2013/14", pflichtete auch Marc L. Merten von der Onlinezeitung "Geissblog" dem Sportchef bei. "Beim FC gab es in dieser Saison nur alles oder nichts: Sieg oder Niederlage, viele Tore, viele Gegentore, kein Verwalten, keine Sicherheit, keine Balance. Anfang wurde bereits perspektivisch nicht mehr zugetraut, die Mannschaft in der Bundesliga zum Erfolg zu führen."

Der Kollege aus Köln betont aber auch, dass das Anfang-Ende aufs Konto der Mannschaft gehe, die trotz des guten Tabellenstandes "eine Ansammlung an Grüppchen, Einzelkämpfern, und Spielern" gewesen sei, die zwar individuell die Zweite Liga überragen, jedoch sportlich wie mental Nehmerqualitäten an den Tag legten wie ein Boxer mit Glaskinn. Der krasse Kaderumbau, den die Kölner im Sommer 2019 mit der Übergabe des Traineramts an Achim Beierlorzer vornahmen, deutet zumindest darauf hin hin, dass auch das Management des FC Mertens Einschätzung teilte.

Darmstadt: "Ein Top-Trainer, mit dem wir sehr zufrieden sind"

Danach sicherte sich Darmstadt 98 die Dienste Anfangs. Hier dauerte es ein wenig, bis sein Offensivkonzept griff. Platz 12 nach der Hinrunde, Platz 5 am Ende der Saison 2019/20. Die Rückrunde hatten die Lilien als drittbestes Team gestaltet.

Mit den Erfolgen köchelten direkt wieder Gerüchte um den Trainer hoch. Angeblich baggerte Fortuna Düsseldorf an Anfang, und Werder Bremens Werben wurde alsbald konkret. "Wir haben hier einen Top-Trainer, mit dem wir sehr zufrieden sind”, versuchte Lilien-Präsident Rüdiger Fritsch die Unruhestifter zu verscheuchen. Was nicht mehr als frommer Wunsch blieb. Nach einem zähen Ringen, das sich über Wochen hinzog und am Böllenfalltor einen ziemlich faden Nachgeschmack hinterließ, erhielt der Coach schließlich die Freigabe. Zur Höhe der Ablöse kursieren verschiedenen Gerüchte. Einige sprechen von einer Millionen Euro.

Weshalb Anfang für Bremens Sportchef Frank Baumann so viel wert war? "Er war in Köln, Kiel und zuletzt auch in Darmstadt erfolgreich", erklärt Stefan Schölzel vom Werder-Fanzine "Grober Schnitzer" gegenüber Der Betze brennt. Zudem galt Anfang als absoluter Kenner der Zweiten Liga. Außerdem suchte man an der Weser nach dem Bundesliga-Abstieg bewusst einen Typen, der nicht aus der "berühmt-berüchtigten Werder-Familie" stammte. Es sollte ein neues Gesicht her, einer, der den Laden umkrempeln und möglichst schon im kommenden Jahr den Wiederaufstieg realisieren sollte."

Nur 13 Spieltage in Bremen - Bilanz durchwachsen

Nach 13 Spieltagen wurde dann Anfangs mittlerweile sattsam bekannte Impfpass-Fälschung im Kölner Karneval publik. Die Konsequenzen folgten auf dem Fuß. Werder hatte gerade 2:1 in Nürnberg gewonnen. Ansonsten war die Bilanz des Trainers bis dahin durchwachsen. 19 Punkte, Platz 8, zudem war Werder im DFB-Pokal schon in der ersten Runde gegen Drittligist Osnabrück rausgeflogen.

Ob der Trainer seinen Stil im Lauf der Runde noch erfolgreich hätte etablieren können? Werder-Experte Schölzel hat da so seine Zweifel. Anfang habe stets mit dem gleichen System spielen wollen, "das zwei schnelle und möglichst torgefährliche Außen braucht. Die hatten wir zu dieser Zeit allerdings nicht." Auf den Zurückgetretenen folgte Ole Werner, der sofort sieben Spiele gewann und den SVW zurück in die Bundesliga führte, wo er bis heute aktiv ist.

Nach seiner Sperre war es Ralf Becker, der Markus Anfang eine neue Chance in Dresden gab - der Mann, der ihm seinerzeit in Kiel die Tür in den Profifußball eröffnet hatte. Mit den Sachsen, die bekanntlich gerade vom FCK in die 3. Liga geschossen worden waren, schloss Anfang die Saison 2022/23 auf Platz 6 ab. Nach einem engen Aufstiegsrennen, das bitter endete: Drei Runden vor Schluss stehen Anfangs Jungs noch auf Platz 1, ehe sie mit einem 1:4 beim späteren Absteiger Meppen von Aufstiegsrängen gestürzt werden. Am Ende fehlen nur ein Punkt und ein Tor, um Relegationsplatz 3 zu erreichen.

Dresden: "Unbestritten ein sehr guter Trainer", aber ...

In die gerade abgelaufene Saison 2023/24 startet Dynamo Dresden als Aufstiegsfavorit. Eine Rolle, der die Sachsen zunächst vollauf gerecht werden. In der Hinrunde stehen sie an zwölf Spieltagen auf Platz 1. Im Februar, am 25. Spieltag, gelingt ihnen gegen Lübeck nochmal ein 7:2, danach reißt der Faden. In fast allen restlichen Partien treten die Sachsen dominant auf, aber es wollen keine Tore mehr fallen. Die Zu-Null-Niederlagen häufen sich. Die Ursachen? Manche werfen dem Trainer wieder mal mangelnde taktische Flexibilität vor, manche sagen, der Kader lasse gar nicht zu, taktisch variieren. Wieder andere sind einfach nur ratlos.

Noch am 3. April schreibt Tino Meyer, Sportchef der "Sächsischen Zeitung": "Anfang ist unbestritten ein sehr guter Trainer. Nicht wenige halten ihn sogar für überqualifiziert in der 3. Liga. Dennoch oder gerade deshalb stößt er in Dresden derzeit offensichtlich an Grenzen. Eine Lösung für die zentrale Aufgabe im Fußball, das Toreschießen, sucht er seit Monaten vergeblich." Dennoch gebe es gute Gründe, am Coach festzuhalten.

Drei Spieltage später, nach einem 0:2 gegen Viktoria Köln, wird Markus Anfang entlassen. Von seinem Mentor Ralf Becker hatte sich der Verein schon im Februar getrennt. "Als Trainer und Menschen stets die Werte der SGD gelebt! Danke Markus Anfang und Florian Junge", flaggen nicht selbstverständlich die Dresdner Fans im nachfolgenden Heimspiel in Richtung des Trainers und seines Co, der übrigens auch in Kaiserslautern mit Anfang anfangen wird. Und nein, in Dresden sind nicht alle Querdenker und Coronaleugner, es gibt auch dort viele klare Köpfe in der Fangemeinde.

Fazit: Ein Risiko - aber die Voraussetzungen sind gut

Dieser bewusst ausführliche Abriss verdeutlicht hoffentlich: Mit Markus Anfang holt Thomas Hengen einen Trainer, der für das steht, was der FCK-Boss zuletzt auch von den Trainern Dirk Schuster und Dimitrios Grammozis einforderte, diese aber nicht mit den gewünschten Ergebnissen zu liefern vermochten: dominanten Offensivfußball, der für den Betze mal charakteristisch war und es wieder werden soll.

Der aber ist mit einigen Risiken verbunden, und die ergeben sie sich nicht nur aus der Spielanlage auf dem Rasen. Dazu braucht es entsprechendes Personal, das dem höheren fußballerischen Anspruch gerecht wird - und damit ein besseres Händchen auf dem Transfermarkt als das, was Hengen und sein Sportdirektor Enis Hajri zuletzt vor allem in der Winterpause bewiesen haben.

Anfang braucht allerdings auch Zeit, seine Spielidee zu etablieren - und Geduld ist in der Pfalz nicht gerade Kernkompetenz. Und er muss nachweisen, ein Team formen zu können, das nicht nur attraktiv nach vorne spielt, sondern auch wirksam nach hinten abzusichern vermag. Das ist ihm bislang nur an wenigen Stationen gelungen, und es stimmt auch nicht gerade optimistisch, dass die Abwehr in der abgelaufenen Saison Lauterns größtes Sorgenkind war. Über Anfangs menschliche Qualitäten zu urteilen, sollte sich dagegen, wer ihn nicht persönlich kennt, auch nicht erlauben.

Gute Voraussetzungen sind auf jeden Fall: Durch die Zusatzeinnahmen im DFB-Pokal und die fantastischen Zuschauerzahlen in dieser Saison ist Lauterns Kriegskasse gut gefüllt. Und es werden genug Kaderplätze frei, so dass nicht nur gezielt, sondern auch genug eingekauft werden kann, ohne den Personalbestand über die Maßen aufzublähen.

Quelle: Der Betze brennt / Autor: Eric Scherer


Ergänzung, 17.06.2024:

FCK-Trainer Markus Anfang wird am Mittwoch vorgestellt

Der 1. FC Kaiserslautern wird seinen neuen Cheftrainer Markus Anfang am Mittwoch im Rahmen einer Pressekonferenz offiziell vorstellen. Los geht's um 12:00 Uhr.

Diesen Termin gab der Klub vor wenigen Augenblicken bekannt. Die PK wird live auf YouTube gestreamt. Der Betze brennt wird vor Ort sein und wie gewohnt ausführlich berichten. Die ersten auch für Fans zugänglichen Auftritte des neuen FCK-Trainers mit seiner Mannschaft folgen dann am Wochenende: Am Samstag (Uhrzeit noch offen) findet am Fritz-Walter-Stadion der Trainings­auftakt statt, am Sonntag folgt in Gau-Odernheim mit großem Rahmenprogramm das erste Testspiel gegen eine Fanauswahl (Veranstaltungsbeginn: 11:00 Uhr, Anstoß: 14:30 Uhr).

Quelle: Der Betze brennt


Ergänzung, 19.06.2024:

"Aktiven Fußball spielen": Markus Anfang stellt sich vor

Markus Anfang ist beim 1. FC Kaiserslautern angekommen. Drei Tage vor dem Start der Vor­bereitung stellte sich der neue Cheftrainer offiziell vor - und sprach über seine Phi­lo­so­phie und seine Ziele.

"Ich freue mich riesig, dass ich jetzt hier Trainer bin", sagt der gerade 50 Jahre alt gewordene Anfang, der als ehemaliger Spieler auf den Betzenberg und als Übungsleiter in die 2. Bundesliga zurückkehrt. Zusammen mit Co-Trainer Florian Junge hat er einen Zweijahresvertrag bis 2026 unterschrieben, wie er auf Nachfrage von Der Betze brennt verrät. "Ich weiß natürlich, was auf mich zukommt. In meiner Trainerhistorie sehen sie viele Traditionsvereine, irgendwie ziehe ich das magisch an. Es ist aber auch eine Ehre, solche Vereine zu trainieren. Da steckt wahnsinnig viel Power dahinter und ich sehe vor allem die Chance darin."

Und was sind seine Ziele mit den Roten Teufeln? Vor allem erfolgreicher Fußball, lässt Anfang wissen: "Wir wollen den nächsten Schritt machen. Ob das dann ein einstelliger Tabellenplatz ist? Klar, da gehe ich definitiv mit. Aber nichts ist in Stein gemeißelt. In erster Linie geht es darum, die Mannschaft weiterzuentwickeln, und da sind wir auch schon bei unserer Idee von Fußball: Wir wollen sehr aktiv Fußball spielen. Wenn der Gegner den Ball hat, wollen wir bestimmen wo und wie er den Ball hat. Unser Spiel soll aggressiv, aber nicht unfair sein. Wir wollen nach vorne spielen und Torraumszenen generieren. Das war auch bei meinen vorherigen Stationen überall der Fall. Natürlich wollen wir auch defensiv gut spielen, zu Null spielen. Aber unsere Idee ist es, dass wir vor allem Lösungen nach vorne finden wollen. Und wenn wir Chancen kreieren, dann nimmst du auch das Stadion mit. Das weiß ich auch aus meiner Zeit als Spieler hier, und als Trainer ist es genauso: Der Fan hat ein gutes Gespür dafür, ob die Jungs alles dafür tun, Spiele zu gewinnen. Das wollen wir transportieren. Und wenn das ankommt, wird auch mal ein nicht so gutes Ergebnis verziehen. Dabei versuchen wir uns aber sowieso nicht nur durch ein Ergebnis zu definieren. Wir wollen auch Spieler entwickeln und guten Fußball bieten. Es wird ein Prozess."

» Zum Video: Pressekonferenz zur Vorstellung von FCK-Trainer Markus Anfang

Eine ausführliche Zitatesammlung und weitere Eindrücke der Vorstellung von Markus Anfang folgen heute Nachmittag auf Der Betze brennt.

Quelle: Der Betze brennt


Ergänzung, 19.06.2024:

Im Blickpunkt: Vorstellung des neuen FCK-Trainers Markus Anfang
"Leidenschaft, Aggressivität und harte Arbeit"


Markus Anfang hat einen bis 2026 gültigen Vertrag als neuer Cheftrainer des 1. FC Kai­sers­lau­tern unterschrieben. Heute stand der 50-Jährige erstmals Rede und Antwort auf dem Betzenberg.

Markus Anfang kommt mit Co-Trainer Florian Junge (38) zum FCK. Im Rahmen einer Pressekonferenz stellte sich der neue "Teufelsbändiger" am Mittwochmittag vor. Am Samstag folgt der Trainingsauftakt am Fritz-Walter-Stadion, am Sonntag das erste Testspiel mit großen Rahmenprogramm in Gau-Odernheim. Wir haben die wichtigsten Aussagen der heutigen Vorstellungsrunde zusammengefasst:

Der neue FCK-Cheftrainer Markus Anfang über ...

... seine Rückkehr zu den Roten Teufeln: "Ich freue mich, dass ich hier sitzen darf und Trainer vom 1. FC Kaiserslautern bin. Thomas Hengen (heutiger FCK-Geschäftsführer und früherer FCK-Mitspieler von Anfang; Anm. d. Red.) hatte mich angerufen und gefragt, ob ich mir das vorstellen könnte. Unsere Wege haben sich in all den Jahren natürlich immer wieder mal gekreuzt, das ist im Fußball so. Ich finde es ist eine große Herausforderung, eine schöne Aufgabe - und ich freue mich drauf."

... seine Fußball-Philosophie und sein (Saison-)Ziel mit dem FCK: "Unser grundsätzliches Ziel ist, erfolgreich Fußball zu spielen. Wir wollen den nächsten Schritt machen. Ob das dann ein einstelliger Tabellenplatz ist? Klar, da gehe ich definitiv mit. Aber nichts ist in Stein gemeißelt. In erster Linie geht es darum, die Mannschaft weiterzuentwickeln, und da sind wir auch schon bei unserer Idee von Fußball: Wir wollen sehr aktiv Fußball spielen. Wenn der Gegner den Ball hat, wollen wir bestimmen wo und wie er den Ball hat. Unser Spiel soll aggressiv, aber nicht unfair sein. Wir wollen nach vorne spielen und Torraumszenen generieren. Das war auch bei meinen vorherigen Stationen überall der Fall. Natürlich wollen wir auch defensiv gut spielen, zu Null spielen. Aber unsere Idee ist es, dass wir vor allem Lösungen nach vorne finden wollen. Und wenn wir Chancen kreieren, dann nimmst du auch das Stadion mit. Das weiß ich auch aus meiner Zeit als Spieler hier, und als Trainer ist es genauso: Der Fan hat ein gutes Gespür dafür, ob die Jungs alles dafür tun, Spiele zu gewinnen. Das wollen wir transportieren. Und wenn das ankommt, wird auch mal ein nicht so gutes Ergebnis verziehen."

... die Balance zwischen Offensive und Defensive: "Das Defensivspiel spielt auch bei uns eine große Rolle. Jedes Gegentor, das du wegverteidigst, brauchst du vorne nicht zu schießen. Deswegen wollen wir gut und kompakt gegen den Ball arbeiten. Dafür musst du Leidenschaft und Aggressivität an den Tag legen, die auch hierher passt. Das ist uns bewusst."

... seine Herangehensweise: "Alle wünschen sich grundsätzlich immer, dass es ergebnistechnisch gut läuft, dass die Spieler sich gut entwickeln, dass wir guten Fußball spielen, dass wir das Stadion immer voll haben, dass die Fans immer glücklich nach Hause gehen. Wir wissen aber auch, dass dafür harte Arbeit nötig ist. Wir müssen uns das erkämpfen, wir kriegen es nicht geschenkt. Und das ist grundsätzlich gut. Für alles, was du dir hart erarbeitest, musst du nicht Danke sagen. Das sollte unser Weg sein: Dass die Jungs wissbegierig sind und sich weiterentwickeln wollen. Wir versuchen aber grundsätzlich auch, es nicht alleine über ein Ergebnis zu definieren. Natürlich wollen wir Spiele gewinnen. Aber wir wollen auch Spieler entwickeln. Und wir wollen guten Fußball spielen. Das wird ein Weg, ein Prozess. Da wird es auch das eine oder andere geben, was vielleicht mal nicht funktioniert. Aber auch das dient der Weiterentwicklung."

... den Vergleich zu seiner FCK-Zeit als Spieler vor 20 Jahren: "Ich will es ein bisschen differenzieren, weil ich glaube, dass viele sicher denken: Er hat ja mal hier am Betze gespielt. Aber da war ich Spieler, und jetzt bin ich in einer anderen Funktion hier. Das kann man wirklich nicht miteinander vergleichen. Als Spieler konnte ich auf dem Platz selber Einfluss nehmen, jetzt habe ich ein ganz anderes Aufgabengebiet. Die Herangehensweise als Trainer ist eine andere als als Spieler. Auch wenn die Ziele vielleicht gleich bleiben, dass man erfolgreich sein will, weiß ich trotzdem, dass es als Trainer viel komplexer ist als als Spieler, wo du dich hauptsächlich um dich selbst kümmerst. Aber ich freue mich, zurück in dieser Region zu sein. Ich habe mich hier damals menschlich sehr gut aufgehoben und sehr wohl gefühlt. Meine Tochter ist damals hier auf die Welt gekommen. Ich kann mit Kaiserslautern also sehr viele positive Momente verbinden und ich habe auch schöne Momente als Spieler erlebt. Als Trainer will ich das nun auch erleben."

... die turbulente Vorsaison, in der der FCK drei Cheftrainer verschlissen hat: "Natürlich wünscht man sich eine gewisse Kontinuität, aber das ist bei diesen großen Traditionsvereinen oft ein bisschen schwierig in der Umsetzung. Trotzdem sehe ich immer die Chance. Denn du weißt bei so einem Verein auch, was passiert, wenn du hier erfolgreich arbeitest. Ich habe das beim 1. FC Köln gehabt, ich habe das bei Werder Bremen und bei Dynamo Dresden gehabt. Ich finde solche Vereine wahnsinnig spannend, weil da wahnsinnig viel Leidenschaft drin ist. Man muss halt versuchen, das zu kanalisieren. (...) Über meine Vorgänger möchte ich nichts Großartiges sagen, weil jeder seine eigene Art hat, als Trainer inhaltlich zu arbeiten. Das ist auch gut so. Aber ich habe Friedhelm Funkel angerufen, um mir ein paar Informationen zu holen. Das war ein sehr angenehmes Telefonat, auch ein längeres Gespräch, wo ich Friedhelm für seine Empfindungen und für seine Meinung sehr dankbar bin."

... den Ratschlag seines Vorgängers Funkel, der dem FCK einen "Dickkopf" als neuen Trainer empfohlen hatte: "Ich glaube schon, dass ich eine eigene Meinung habe. Aber ich bin nicht beratungsresistent. Es ist auch wichtig ist, dass du Raum dafür lässt, dass dir der eine oder andere auch mal einen Hinweis auf Verbesserungen geben kann. Aber ja, so ein kleiner Dickkopf bin ich schon. Im Sinne davon, dass ich eine Idee habe, die ich gerne durchsetzen möchte, weil ich davon überzeugt bin."

... seine Wahrnehmung des FCK in der vergangenen Saison: "Der Verein hat die Liga gehalten, sprich man ist weiterhin Zweitligist. Und er stand im DFB-Pokal-Finale. Das muss man auch erstmal erreichen. Ich habe natürlich auch die Kritik mitbekommen. Aber wenn ich nur auf das Ergebnis schaue, dann ist das vielleicht auch nochmal eine Parallele zu meiner Zeit hier als Spieler: Da haben wir gegen Dortmund zuhause mit einem Unentschieden die Klasse gehalten (in der Saison 2002/03; Anm. d. Red.). Und sind dann in Berlin gegen Bayern, ich will jetzt nicht sagen unter die Räder gekommen, aber wir haben schon klar verloren. Wir sind aber trotzdem darüber in den internationalen Wettbewerb gekommen, haben die Bundesliga gehalten, trotz aller Unruhe in der Saison. Da könnte man am Ende sagen, es war trotzdem ein gutes Ergebnis. Ich glaube aktuell hat der FCK gerade durch die Finalteilnahme im DFB-Pokal gezeigt, zu was er im Stande ist und was er leisten kann."

... die teils kritischen Reaktionen auf seine Verpflichtung: "Es gibt immer Themen, die kritisch gesehen werden, was auch total in Ordnung ist. Damit muss ich leben. Ich habe mir selbst zwar nichts explizit durchgelesen - aber ich lebe in einer Patchworkfamilie mit fünf Kindern, da bekomme ich natürlich was mit. Der eine sagt "Boah super, dass er kommt!", der andere sagt "Muss der unbedingt zu uns kommen oder kann er nicht lieber da bleiben, wo er ist?". Das sind Emotionen, das gehört zum Menschsein. Wir wollen alles dafür tun, eine gute Mannschaft zu entwickeln, guten Fußball zu spielen und am Ende mit unserer Arbeit zu überzeugen. Vielleicht sagen später dann einige: Ich war am Anfang kritisch, aber er hat mich überzeugt. Das wäre eine schöne Erkenntnis."

... die gemeinsame Spielerzeit mit Thomas Hengen: "Ich glaube, das ist nicht entscheidend. Entscheidend ist, was für eine Ausrichtung man hat, ob man sich versteht, ob man sich auf grundsätzliche Ziele einigen kann. Natürlich ist es gut, wenn man sich kennt. Das bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass man sich nicht auch mal reibt. Ich bin jetzt nicht hier, um Ja und Amen zu sagen. Und Thomas ist auch nicht der Mensch, der Ja und Amen sagt. Wir müssen uns reiben und immer für die Sache denken."

... die bisherige und noch kommende Kaderplanung: "Natürlich bin ich mit Thomas Hengen in Kontakt und wir besprechen uns auch, was die Kaderplanung angeht. Bei den bisher getätigten Transfers bin ich entsprechend mitgenommen worden. Ansonsten haben wir aber gestern Abend erstmal mit dem Trainerteam und Staff zusammengesessen, um uns kennenzulernen. Heute wollte ich die Pressekonferenz machen, um mich offiziell vorzustellen. Und jetzt beginnt der Kontakt mit der Mannschaft. Wir müssen uns erstmal kennenlernen, ehe ich öffentlich über die weitere Kaderplanung spreche. Das wird dann nach und nach kommen, denn wir haben ja eine längere Vorbereitungspause (die neue Saison beginnt erst Anfang August; Anm. d. Red.)."

... sein Privatleben in Kaiserslautern und Köln: "Ich habe noch zu einigen Leuten von früher Kontakt, gerade in Enkenbach-Alsenborn, wo ich damals gewohnt habe. Aber jetzt werde ich direkt in der Stadt wohnen, auch weil ich alleine hierher komme. Meine Familie, mit fünf Kindern, teilweise schulpflichtig, teilweise in Ausbildung, auch meine Frau ist berufstätig - das würde so nicht funktionieren. Und ich brauche hier auch ein bisschen Ruhe für mich, um mich auf meine Aufgaben zu konzentrieren. Aber ich werde Kontakt zu den Leuten haben, auch wenn es mal kritisch ist. Gerade dann muss man sich auch zeigen."

» Zum Video: Pressekonferenz zur Vorstellung von FCK-Trainer Markus Anfang

Quelle: Der Betze brennt
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)



Beitragvon Thomas » 29.05.2024, 10:36


Hinweis des Moderatoren-Teams:

Uns allen ist bewusst, dass der Trainerwechsel große Emotionen hervorruft. Dennoch der ausdrückliche Hinweis, dass wir sachlich, bei Bedarf gerne auch kritisch und vor allem aber konstruktiv diskutieren möchten. Beleidigende, pöbelnde und/oder asoziale Beiträge werden gelöscht und die betreffenden Schreiber gesperrt. Auch ausschweifende Off-Topic-Diskussionen haben hier nichts zu suchen. Also: Auf in die Diskussion und danke vorab für alle interessanten, konstruktiven Beiträge!

:danke:
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)



Beitragvon sandman » 29.05.2024, 10:38


Herzlich Willkommen!!

Viel Kraft und Durchhaltevermögen…..
...früher verdunkelten fliegende Feuerzeuge und Kleingeld den Himmel überm Fritz-Walter-Stadion...

„Das ist das einzige Stadion, in dem ich wirklich Angst hatte.“ (Gerd Müller)



Beitragvon fckSCHLUMPF » 29.05.2024, 10:42


Herzlich Willkommen Markus Anfang, meine Unterstützung hat er nun als unser Trainer.



Beitragvon Jocademus » 29.05.2024, 10:42


Überzeug mich bitte mit Leistung!
Vorschusslorbeeren = 0
Vertrauen in Dich als Person = 0

Ich hoffe ich revidiere meine Haltung.

So abbutze...

Alles Gute für den Job!

NUR DER F C K ! ! !
Ei, so een guude Palzwoi,
der laaft ähm in de Hals noi...



Beitragvon Red_Devil » 29.05.2024, 10:45


Na dann, auch wenn es nicht mein Wunschkandidat ist, heiße ich Markus Anfang herzlich Willkommen!

Vielleicht kann er an seine durchaus nachgewiesenen Erfolge anknüpfen und viele von uns eines Besseren belehren.

Ein Risiko besteht definitiv, denn wenn der Start nicht einigermaßen läuft, ist sofort Druck auf dem Kessel.

VIEL ERFOLG!!!



Beitragvon Hardl » 29.05.2024, 10:48


Tja, dann wünsche ich uns allen mal viel Erfolg. Jetzt wird sich ja zeigen, ob die Entscheidung funktioniert oder nicht.



Beitragvon geist » 29.05.2024, 10:49


Herzlich willkommen Markus Anfang, ich wünsche dir und uns viel Erfolg!



Beitragvon Seit1969 » 29.05.2024, 10:50


Ob ich und andere Fans mit der Entscheidung zugunsten des Trainers Anfang aufgrund seiner Vergangenheit einverstanden sind ist erstmal zweitrangig.
Alles was zählt ist die Weiterentwicklung des Vereiens und der Mannschaft. Wenn sich Geschäftsführung zusammen mit Beirat auf einen Trainer geeignet haben, gehe ich davon aus das entsprechend intensive Gespräche geführt wurden und auch die gegen den Kandidaten sprechenden Vorbehalte darin angesprochen und ausgeräumt wurden. Ja, natürlich wird er unter erheblichem Erfolgszwang und Beobachtungen aus allen Richtungen stehen. Das gilt natürlich auch für Hengen, Hajri und den Beirat die diese Entscheidung zu verantworten haben. Deswegen gilt ohne jeden Vorbehalt und zum Guten des Vereins jetzt Anfang unsere volle Unterstützung, dem Grummeln im Unterleib sei trotz.

Also, ein herzliches Willkommen auf dem Betzenberg und vollen Erfolg bei uns in der Pfalz.
Dann kehrt Ruhe ein!
Fly with the eagle or scratch with the chicken



Beitragvon KLKiss » 29.05.2024, 10:55


Herzlich Willkommen und Alles Gute, vor allem viele Punkte für den FCK. :teufel2:

Finde er sollte eine Chance wie jeder andere Trainer bekommen.
Was auch immer vorher war wurde bestraft und Markus Anfang hat nachgewiesen und auch die nötige Erfahrung das er als Trainer sehr gut kann. :daumen:

Hoffentlich bekommen wir auch ein schlagfertiges und gutes Team zusammen und rocken die 2. Liga auf ein Neues :schal:
K-Town we Love you :teufel2:



Beitragvon Gobo » 29.05.2024, 10:56


Die Lunte des Pulverfasses wurde also angezündet. Anfang wird sie nur mit guten bis sehr guten Ergebnissen löschen können.

Hoffentlich geht das gut, alleine deswegen viel Erfolg Markus Anfang und strafe uns (alle) Lügen.



Beitragvon K-Townboy » 29.05.2024, 10:57


Bin zwar kein Fan davon an sich, aber versuche ihm die faire Chance zu geben, die man jedem neuen Trainer/Spieler geben sollte!

Bleibt uns ja ohnehin nichts anderes übrig!

Allerdings stellt sich Hengen damit natürlich zum Teil mit selbst auf die Lichtung, weil wenn Anfang in irgendeiner Form scheitert, kann Hengen sicher mit die Koffer packen!

Wir werden sehen - hoffen wir das Beste im Sinne unseres FCK! :teufel2:
Reden ist silber - Taten sind gold!



Beitragvon StefanBetze69 » 29.05.2024, 10:57


Von Marco Kurz hielt ich am Anfang :lol: auch nicht viel
Der Rest der Geschichte ist bekannt



Beitragvon breisgaubetze » 29.05.2024, 10:58


Nach einer kurzen Gedenkminute: Herzlich Willkommen uffem Betze Markus Anfang und viel Erfolg!!! :teufel2: :daumen:
Der Klügere gibt nach! Eine traurige Wahrheit, sie begründet die Weltherrschaft der Dummheit.



Beitragvon Hothew » 29.05.2024, 10:58


Jetzt ist er ja doch noch aufgestiegen - soll mal einer sagen, er hätte es nicht geschafft :lol:
"Wir haben nur unsere Stärken trainiert, deswegen war das Training heute nach 15 Minuten abgeschlossen.“
(Josef Hickersberger)

Remember '33



Beitragvon Singapfalz » 29.05.2024, 10:59


OK. Na dann. Belehr mich eines Besseren.
Werde Mannschaft und Verein nach wie vor 100%ig unterstützen.
Der neue Trainer bekommt selbstverständlich die Chance sich den Kredit zu erarbeiten den er bei mir nicht hat.
Hab höchste Zweifel, aber lasse sie gerne durch gute Ergebnisse und eine gute Aussendarstellung zerstreuen. Hoffen wir das beste.
"Im Fußball ist es, zumindest bei mir, anders als in der Liebe: Man verliebt sich einmal - und diese Liebe hält. Um wen ich weine? Um den Verein meiner Kindheit, meiner Jugend, meines Lebens, um den 1. FC Kaiserslautern."
Marcel Reif



Beitragvon Pirm » 29.05.2024, 11:00


Herzlich Willkommen Markus Anfang. Ein Typ mit Ecken und Kanten und viel Emotionen passen zum Betzenberg. Auch die Arbeit bei den vorherigen Vereinen liest sich gut.

Auf das Du uns in der 2. Liga etablierst.

Viel Erfolg und das nötige Glück wünsche ich Dir. :teufel2:



Beitragvon MarcoReichGott » 29.05.2024, 11:00


Tja, nun ist es tatsächlich Anfang geworden. Ich hab seine Trainer-Stationen nicht im Detail verfolgt.

In den letzten Jahren ist er mir jedoch durch folgendes in der Öffentlichkeit aufgefallen:

- Bei seinen letzten 2 Trainer-Stationen als jeweils DER Top-Favorit in den jeweiligen Ligen gnadenlos unterperformt. In Dresden hatte er jeweils 2 extrem starke und 2 extrem schwache Halbrundenergebnisse.

- Ähnlich wie Antwerpen regelmäßig extrem weinerliche Interviews, bei denen er permanent die Schuld beim Schiri sucht

- Die Impfpassfälschung samt fast 1 jähriger Sperre als Trainer

Sowohl in Dresden als auch in Bremen hat er längere Zeit gebraucht um die Mannschaft ins Rollen zu bekommen. Diese Zeit wird er bei uns in der aktuellen Situation nicht bekommen. Liefert Anfang nicht von Beginn an ab, dann braucht man kein Prophet zu sein um zu wissen, dass es im Herbst zum großen Knall kommen wird.

Da er ab nunmal nun unser Trainer ist, kann man natürlich nur hoffen, dass er bei uns abliefern und Erfolg haben wird. Ich hoffe aber wirklich daneben auch, dass das Trio Hengen, Hahri und Anfang es schaffen wird emotional die richtigen Knöpfe zu drücken. Aktuell bin ich beim FCK innerlich so distanziert wie seit Notzon/Schommers nicht mehr. Ich hoffe wirklich, dass unsere Protagonisten es schaffen mich wieder besser mitzunehmen.



Beitragvon Wuttke73 » 29.05.2024, 11:01


Nicht meine Wunschlösung aber volle Unterstützung meinerseits. Und ja die Impfpassnummer war richtige Scheisse. Dafür hat er aber die Konsequenzen getragen! Man könnte meinen in der West stehen nur Heilige!!Jeder Mensch macht Fehler! Wer aus Fehlern lernt der wächst!!!



Beitragvon Gypsy » 29.05.2024, 11:04


Wir hoffentlich nicht zu lange dauern. Dann haben wir ihn auch überstanden.

Hengen, Hajri, Anfang leiten also nun die Geschicke des Vereins.



Beitragvon mahatma » 29.05.2024, 11:05


Wie kann man sein Image innerhalb kürzester Zeit so in die Tonne kloppen.
Es kotzt mich heftig an, welche Ego-Tour Hengen da fährt.
Vom hengen Fan zum absoluten Kritiker.

Die Worte von Funkel verhallen im Äther. Es wäre so wichtig gewesen, dass dieser verein geeint bleibt/wird.

Es ist mir völlig schleierhaft.

Auf dem Markt sind grade ungewöhnlich vile Kandidaten die in die Kragenweite des FCKS passen würden und sinnig wären. (Runjaic, Reis, Wagner, Letsch usw.). Und wir holen uns diesen Typen.

Geklüngel wie zu besten Zeiten, Aufbruchstimmung adé.

Danke Thomas H.!

:?: :x



Beitragvon MathiasvunNW » 29.05.2024, 11:05


Ja Herzlich willkommen Markus Anfang, meine Unterstützung hast Du als roter Teufel.
Wer auf den Berg kommt muss auch ein zäher Knochen sein wenn er mal brennt.
Zeige uns deine sportliche Vita der vergangenen Erfolge und die Anerkennung ist Dir sicher.

Und jetzt heißt es ran an die Arbeit und auf eine erfolgreiche Saison 2024/2025
Zuhause bist immer nur Du :doppelhalter:



Beitragvon DerRealist » 29.05.2024, 11:06


Gypsy hat geschrieben:Wir hoffentlich nicht zu lange dauern. Dann haben wir ihn auch überstanden.

Hengen, Hajri, Anfang leiten also nun die Geschicke des Vereins.


Wenn wir jetzt noch einen weiteren Verantwortlichen einstellen mit dem Anfangsbuchstaben "A", haben wir ein HAHA-Team. So fühlt es sich auch an.

Haha. :daumen:



Beitragvon diago » 29.05.2024, 11:07


"Insbesondere die tolle Atmosphäre am Betzenberg und die überragende Unterstützung der Fans waren auch in meinen Überlegungen ein ganz wichtiger Faktor."

So macht man sich glaubwürdig.
Ich verstehe nicht wie man Anfang verpflichten kann wenn man Funkel haben kann. Dieser öffentliche Disput zwischen Hengen und Funkel führen nun in diese Situation. Ich bin von Hengen nicht mehr überzeugt, ich gehe davon aus dass es eine chaotische Saison mit massiven Problemen geben wird. Anfang ist da noch am wenigsten vorzuwerfen. Aber Hengens Sturheit und seine fehlende Selbstreflexion sind sehr gefährlich für den Verein. Hoffentlich sieht sich der Beirat nach einem Nachfolger für Hengen um. Wenn es umsonst ist und er wider Erwarten eine gute Saison mit Anfang spielt, umso besser.



Beitragvon Betze14 » 29.05.2024, 11:07


Die Euphorie des Wochenendes ist dahin! Schade, dass Hengen sich gegenüber dem Beirat durchgesetzt hat...
Ich hoffe für den Verein und für Hengen, dass es irgendwie klappt. Anfang ist zum erfolgreich sein verdammt, sonst ist Hengen zeitnah auch Geschichte.

Ich hoffe nur, dass sich die Entscheidung nicht zu sehr negativ auf Sponsorensuche und Spielersuche auswirken wird.




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