
Vorbericht: SV Sandhausen - 1. FC Kaiserslautern
Den Bann endlich brechen
Es ist eigentlich wie immer: Wenn der 1. FC Kaiserslautern beim SV Sandhausen antritt, erwartet die Schuster-Elf ein akustisches Heimspiel. Mit den Fan-Massen im Rücken soll am Sonntag der erste Sieg am Hardtwald gelingen.
Tobias Sippel, Markus Karl, Chris Löwe, Mitchell Weiser, Florian Dick, Jan Simunek, Marc Torrejon, Alexander Baumjohann, Ariel Borysiuk, Albert Bunjaku, Mohamadou Idrissou. Diese Startelf versuchte am 31. März 2013 erstmals in einem Liga-Spiel drei Punkte in Sandhausen zu holen. Trotz Minusgraden und Schneetreiben machten sich an diesem Morgen sogar rund 400 FCK-Fans mit dem Fahrrad auf ins Hardtwaldstadion. Am Ende fuhren aber auch sie enttäuscht nach Hause. Der Aufsteiger aus der Kurpfalz hatte dem damaligen Bundesliga-Absteiger und Favoriten FCK, der insgesamt von rund 8.000 Anhängern unterstützt worden war, ein 1:1 abgetrotzt. Auch in den folgenden fünf Gastspielen gelang den Roten Teufeln kein Sieg, sondern nur ein weiteres Unentschieden, dazu gab es vier Niederlagen. Rund zehn Jahre nach dem ersten Duell haben sich die sportlichen Vorzeichen verändert: Der SVS spielt bereits seine elfte Zweitliga-Saison in Folge, während Lautern nach vier Jahren in der 3. Liga erst seit Sommer wieder zurück im Unterhaus ist und seit dem 16. September 2017 erstmals wieder in Sandhausen antritt. Anpfiff der Partie im Hardtwaldstadion ist am Sonntag um 13:30 Uhr.
Was muss man zum 7. Spieltag wissen? Hier kommen die wichtigsten Vorab-Informationen:
Der FCK: Ausgangslage und Personal
Nach dem 4:4-Spektakel gegen Magdeburg steht der FCK mit elf Punkten nach sechs Spielen immer noch im ersten Tabellendrittel und auf einem passablen 6. Platz. Der Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang beträgt erstmal beruhigende sieben Zähler. Nach zwei schlechten ersten Halbzeiten in Fürth und gegen Magdeburg muss in Sandhausen vor allem die Defensive endlich mal wieder von Beginn an auf der Höhe sein. So ist es auch nicht auszuschließen, dass Coach Dirk Schuster auf die bereits im Magdeburg-Spiel in der zweiten Halbzeit praktizierte Dreier- beziehungsweise Fünferkette setzt, auf der Doppelsechs aber trotzdem wieder Marlon Ritter und Philipp Klement aufbietet.
Linksverteidiger Hendrick Zuck steht nach abgesessener Rot-Sperre wieder zur Verfügung. Der neuverpflichtete Flügelstürmer Aaron Opoku muss dagegen noch vier Spiele aussetzen und ist ebenso wie Anas Bakhat (Muskelfaserriss), Ben Zolinski (Aufbautraining nach Knieverletzung) und Angelos Stavridis (Knöchelbruch) noch keine Option. Die im Profikader zurzeit chancenlosen Jonas Weyand, Max Hippe und Aaron Basenach spielten am Freitag beim 3:0-Sieg der U21 gegen den TuS Mechtersheim.
Der Gegner: Ausgangslage und Personal
Nach sechs Punkten aus den ersten drei Partien gab es für die Mannschaft von Alois Schwartz zuletzt drei Niederlagen in Folge. In der Tabelle wurde der SVS bis auf Tabellenplatz 14 durchgereicht und steht im Heimspiel am Sonntag schon etwas unter Zugzwang. Denn der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt aufgrund der Negativserie nur noch zwei Punkte. Abzuwarten bleibt, welche taktische Formation Schwartz gegen den FCK wählt. Beim 0:1 in Kiel vergangenes Wochenende agierte der SVS in einem 4-4-2-System mit Raute, in den Spielen zuvor ließ der Coach sein Team in einem 4-2-3-1 auflaufen.
Janik Bachmann, der von 2019 bis 2021 das FCK-Trikot trug, ist neben David Kinsombi der bisherige Topscorer der Saison und dürfte auch gegen seinen Ex-Verein in der Sandhäuser Startelf stehen. Sicher ist, dass die Kurpfälzer am Sonntag weiter ihren Kapitän ersetzen müssen: Routinier Dennis Diekmeier fällt mit einer Hüftverletzung aus. Zudem sind die Einsätze von Tom Trybull und Erik Zenga noch fraglich.
Frühere Duelle
Nach bisher zwölf Pflichtspielen beider Klubs ist die Bilanz ausgeglichen. Sowohl Lautern als auch Sandhausen siegten fünf Mal. Die meisten Tore fielen dabei gleich im ersten Aufeinandertreffen am 19. Oktober 2012, als der FCK mit 3:1 zuhause gewann.
Fan-Infos
Es wird mit mindestens 6.000 - vielleicht auch mehr - FCK-Fans in Sandhausen gerechnet. Der Gästeblock ist restlos ausverkauft. Es wird dort auch keine Tageskasse mehr geben. Zudem wird in und um den Gästebereich kein Alkohol ausgeschenkt. Insgesamt sind bislang mehr als 10.000 Karten verkauft. Für das Spiel gibt es nur noch Tickets für die Heimbereiche, online findet kein Verkauf mehr statt. Bitte beachtet, dass Personen, die aufgrund ihres Verhaltens oder äußeren Anscheins als Fans der Gastmannschaft angesehen werden können, der Zutritt in den Blöcken A2, A3 und A4 verwehrt wird. Wer noch ein gültiges Ticket sucht oder anzubieten hat, kann die DBB-Kartenbörse mit fairen Preisen von Fans für Fans nutzen. Bei der Rückreise solltet ihr beachten,
dass die A61 zwischen Hockenheim und Speyer kurz vor der Rheinbrücke bis Montagmorgen, 5:00 Uhr gesperrt ist.
Alle sonst noch wichtigen Informationen rund um das Auswärtsspiel in Sandhausen hat der FCK auf seiner Homepage zusammengestellt. Das Stadion öffnet um 11:30 Uhr seine Tore.
O-Töne
FCK-Trainer Dirk Schuster: "Wir müssen auf dem Platz die grundlegenden Dinge ordentlich machen, sauber in die Zweikämpfe gehen und von Anfang an auch körperlich Präsenz zeigen. Das haben wir in den ersten Halbzeiten in Fürth und gegen Magdeburg nicht gut gemacht."
SVS-Trainer Alois Schwartz: "Die Atmosphäre im von Lautern-Fans geprägten Stadion sollte uns anstacheln. In Sandhausen verfügen wir nicht über eine so große Fanbase, damit müssen wir leben. Deshalb freuen wir uns trotzdem auf die vollen Ränge. Die Atmosphäre wird mehr sein als üblich und wird auch uns antreiben, das haben wir in der Vergangenheit in solchen Spielen beweisen können."
Daten und Fakten
Voraussichtliche Aufstellung:
SV Sandhausen: Drewes - Ajdini, Dumic, Zhirov, Okoroji - Zenga (C. Kinsombi), Ritzmaier, Bachmann, D. Kinsombi - Esswein, Kutucu
Es fehlen: Ademi, Ganda (beide Knieprobleme), Diakhite (Knöchelverletzung), Diekmeier (Hüftverletzung), Grawe (Aufbautraining nach Blinddarm-OP), evtl. Trybull (Knöchelverletzung), evtl. Zenga (Sprunggelenksverletzung)
1. FC Kaiserslautern: Luthe - Zimmer, Kraus, Tomiak, Durm - Ritter, Klement - Hercher, Wunderlich, Redondo (Bormuth) - Boyd
Es fehlen: Bakhat (Muskelfaserriss), Opoku (Rot-Sperre), Stavridis (Knöchelfraktur), Zolinski (Aufbautraining nach Knieverletzung)
Quelle: Der Betze brennt / Autor: Florian Reis
Vorherige Meldungen ab 30.08.2022:

Sonntag, 13:30 Uhr: Zeit für den ersten Sieg am Hardtwald
Wenn der 1. FC Kaiserslautern beim SV Sandhausen antritt, war bisher immer eine riesige Fan-Unterstützung garantiert, aber einen Auswärtssieg gab es noch nie. Ersteres wird am Sonntag wieder genauso sein. Zweiteres soll sich unbedingt ändern.
Im Hardtwaldstadion findet regelmäßig sowas wie das 18. Heimspiel der Roten Teufel statt: Bei den sechs Zweitliga-Auswärtspartien zwischen 2013 und 2017 begleiteten immer zwischen 4.000 und 8.000 Fans den FCK zum SVS. Zu feiern gab es dementsprechend einiges, aber leider noch nie einen Sieg: Zwei Unentschieden und vier Niederlagen sind die magere Bilanz aus Lautrer Sicht. Das Ergebnis soll sich dieses Mal natürlich ändern, zumal Aufsteiger FCK mit elf Punkten aus sechs Spielen sehr ordentlich gestartet ist, während Sandhausen sich wie schon in den letzten Saisons direkt im Abstiegskampf einsortiert. Die Mannschaft von Alois Schwartz hat bislang zwei Siege und vier Niederlagen eingefahren, zuletzt gab es drei Pleiten in Folge. Interessant: Alle sechs Partien der Sandhäuser endeten mit nur einem Tor Unterschied, was ähnlich wie die Ergebnisse des des FCK die große Ausgeglichenheit der 2. Bundesliga unterstreicht.
FCK-Fans kaufen Ticketshops leer - Einige Ex-Lautrer bei Sandhausen
Weniger ausgeglichen - das steht schon jetzt fest - wird die Stimmung auf den Rängen sein. Die FCK-Fans haben nicht nur den eigenen, sondern auch den Ticketshop der Gastgeber regelrecht leer gekauft, sodass sogar der Match-Rekord von 8.000 Gästefans aus der Saison 2012/13 wackeln könnte. Genaue Zahlen oder Schätzungen der Vereine sind allerdings noch nicht bekannt. Die offizielle Stadionkapazität liegt bei 15.414.
Die mitreisenden Betze-Anhänger werden beim Gegner einige alte Bekannte sehen, auch wenn sich die frühere "FCK-Filiale Sandhausen" etwas gelichtet hat. Trainer Schwartz ist vor einem Jahr zum SVS zurückgekehrt, den er schon von 2013 bis 2016 gecoacht hatte. Hinzu kommen mit Zentrumsspieler Janik Bachmann ein altes Drittliga-Gesicht des FCK sowie mit Außenstürmer Alexander Esswein und Innenverteidiger Immanuel Höhn zwei ehemalige Nachwuchstalente. Bachmann ist Stammspieler, Esswein wird gerne als Joker gebracht. Verletzungsbedingt verzichten musste der SVS zuletzt hingegen auf Kapitän und Rechtsverteidiger Dennis Diekmeier, Mittelfeld-Stabilisator Tom Trybull sowie auf den erst vor zwei Wochen verpflichteten Mittelstürmer Kemal Ademi.
Zuck nach Rot-Sperre wieder dabei - Welche Positionen ändert Schuster?
Spannend wird diesmal die Frage nach der FCK-Aufstellung. Zum einen stehen mit Innenverteidiger Robin Bormuth und dem zentralen Mittelfeldmann Philipp Klement zwei Neuzugänge im Kader, ein dritter könnte bis Donnerstag noch folgen - Außenstürmer Aaron Opoku vom HSV ist weiterhin im Gespräch. Zum anderen kehrt mit Linksverteidiger Hendrick Zuck nach Rot-Sperre auch noch ein bislang gesetzter Stammspieler zurück. Und dann war da ja auch noch Dirk Schusters Umstellung auf Dreierkette während des 4:4-Spektakels gegen Magdeburg, mit welcher der Trainer die Defensive nach der Halbzeitpause sichtlich stabilisieren konnte. Welche personellen Änderungen wird es also für die Aufgabe in Sandhausen geben? Interessierte Fans können sich am Mittwoch ab 14:30 Uhr beim öffentlichen Training im Fritz-Walter-Stadion einen kleinen Eindruck verschaffen. Endgültig beantwortet wird die Aufstellungsrage allerdings erst am Sonntag, kurz vor dem um 13:30 Uhr stattfindenden Anstoß im Hardtwaldstadion.
Quelle: Der Betze brennt
Weitere Links zum Thema:
- Übersicht: Kompletter Team-Status des 1. FC Kaiserslautern
Ergänzung, 21:36 Uhr:
Gegner-Check SVS: Spektakel ist diesmal unwahrscheinlich
Partien beim SV Sandhausen sind meist gefühlte Heimspiele für den 1. FC Kaiserslautern. Die Punkte allerdings blieben meist bei den Gastgebern. Und diesmal? Stehen die Zeichen zunächst auf "Geduldsspiel".
Kein Torjäger? Kein Problem - noch: Neun Abgänge meldete der SVS im Sommer, von diesen war jedoch nur Pascal Testroet wirklich Stammkraft. Drum sind Verantwortliche und Umfeld zuversichtlich, dass sich das 15.000-Seelen-Städtchen auch im elften Jahr hintereinander in der 2. Bundesliga behaupten kann. Nur der FC St. Pauli ist länger am Stück dabei. Allerdings bereitet der Ersatz des Zehn-Tore-Stürmers Testroet die meisten Sorgen. Erst sieben Treffer hat das Team von Alois Schwartz bislang erzielt, lediglich Nürnberg, Regensburg und Braunschweig haben weniger auf dem Konto. Der fürs Sturmzentrum von Sparta Prag verpflichtete Tscheche Matej Pulkrab hat bislang noch nicht gezündet. Zuletzt ersetzte ihn Schwartz durch Ahmed Kutucu, der schon seit Januar von Istanbul Basaksehir ausgeliehen ist. Der bewegt sich vorne gut, hat aber auch erst eine Bude gemacht. Aber: Torjäger verloren hat der SVS schon öfter. In den vergangenen Jahren mussten unter anderem Kevin Behrens und Lucas Höler an Erstligisten abgegeben werden, den Klassenverbleib aber vermochte sich Sandhausen dennoch stets zu sichern. Auch wenn es zuletzt mehrfach knapp war.
Parallelen zum FCK? Auf den ersten Blick macht Schwartz, der als Trainer der Zweiten Mannschaft und mal kurz als Interimscoach der Profis auch eine Vergangenheit am Betzenberg hat, vieles ähnlich wie Lautern-Trainer Dirk Schuster. Zu Saisonbeginn wechselte er seine Startformation nur ungern, die ersten vier Partien begann er stets mit der gleichen Elf. Und grundsätzlich lässt er seine Jungs lieber zurückgezogen gegen den Ball agieren und auf Umschaltspiel setzen. Im Durchschnitt hatte die Sandhäuser Mannschaft bislang nur 39 Prozent Ballbesitz pro Partie, noch weniger als Lautern (43,55 Prozent). Trotz ähnlicher Spielanlage fällt der Ertrag beider Team aber recht unterschiedlich aus. Der FCK hat elf Punkte auf dem Konto und nach Paderborn und Karlsruhe die meisten Tore geschossen. Der SVS weist nur sechs Zähler auf und zuletzt setzte es drei Niederlagen hintereinander. Und in nahezu allen Spielberichten heißt es, dass aufgrund der disziplinierten, aber zurückhaltenden Spielweise des SVS zumindest phasenweise wenig bis gar nichts los war. Das lässt sich über die bisherigen Auftritte des FCK kaum sagen.
Die Familienmenschen: Viele reden davon, in Sandhausen ist es Wirklichkeit: das ruhige Umfeld. Der ehemalige HSV-Kicker Dennis Diekmeier kam 2019, wollte, wie er bei "11 Freunde" verriet, eigentlich nur ein Jahr bleiben, um sich wieder für die Bundesliga interessant zu machen. Ist aber immer noch da, weil er das beschauliche Leben in der Provinz schätzen gelernt hat. Zuletzt fehlte der Kapitän allerdings verletzt. Der Russe Alexandr Zhirov kickt nunmehr im sechsten Jahr am Hardtwald, ist unbestrittener Abwehrchef und war bei der jüngsten 0:1-Niederlage in Kiel auch der torgefährlichste Spieler seines Teams. Im Sommer vereinte Sportchef Mikayil Kabaca das Brüderpaar David und Christian Kinsombi, das in Wiesbaden und Mainz großgeworden ist, im Profi-Geschäft zuvor aber getrennte Wege gegangen war. Die beiden bildeten in den ersten fünf Partien das Flügelpärchen in Schwartz' 4-2-3-1. Der drei Jahre jüngere David war dabei der torgefährlichere Kinsombi (schon drei Treffer) und auf dem Feld auch die größere Spielerpersönlichkeit.
Das Chamäleon: In seiner kurzen Zeit am Betzenberg war es im Grunde schon zu sehen. Janik Bachmann mag 1,95 Meter groß sein, wurde wohl auch als "Kopfball-Abräumer vor der Abwehr" zum FCK, doch war dies eine Fehleinschätzung der damaligen Sportchefs Martin Bader und Boris Notzon. Der nunmehr 26-Jährige spielt lieber am Boden Fußball. Vergangene Saison funktionierte Schwartz ihn sogar zum Zehner um: "Ich hab ihn einfach mal ein, zwei Position nach vorne beordert, weil er sehr, sehr laufstark und umtriebig ist." Im Sommer stufte der "Kicker" Bachmann auf dieser Position sogar als herausragend ein. Beim letzten Saisonsieg gegen Düsseldorf markierte er den 1:0-Siegtreffer. Aber: Zuletzt in Kiel änderte Schwartz seine Grundordnung in ein 4-4-2 mit Raute. David Kinsombi spielte auf der Zehn, Bachmann halbrechts. Als zweiter Stürmer neben Kutucu agierte mit Alexander Esswein ein ehemaliger FCK-Junior. Der 32-Jährige genießt nun auch schon im dritten Jahr das ruhige Umfeld in Sandhausen, kam aber trotz reicher Erstliga-Erfahrung nie über die Rolle eines Ergänzungsspielers hinaus.
Fazit: Auch wenn solche Prognosen bei Spielen mit FCK-Beteiligung gefährlich sind - ein Spektakel ist am Sonntag in Sandhausen eher nicht zu erwarten. Da beide Mannschaften nicht scharf auf Ballbesitz sind, wird's wohl ein Geduldspiel. Interessant wird sein, wie Schuster seine Doppelsechs formiert, wenn Bachmann wieder auf der Zehn auftaucht. Das Duo Marlon Ritter/Philipp Klement bringt nicht die Physis mit, um dem Hünen zu begegnen. Kehrt daher Julian Niehues zurück? Oder Hikmet Ciftci? Falls die Dreier-Abwehrkette aus der zweiten Hälfte gegen Magdeburg bestehen bleibt, könnte eine Idee sein, es umgekehrt zu machen wie FCM-Trainer Christian Titz zuletzt mit Julian Rieckmann. Bei SVS-Ballbesitz könnte einer der drei Innenverteidiger auspendeln und sich Bachmann annehmen. Gut geeignet für diese Rolle wäre Neuzugang Robin Bormuth.
Quelle: Der Betze brennt
Ergänzung, 31.08.2022:
Training am Betze: Zolinski zurück, Opoku fehlt noch
Der 1. FC Kaiserslautern hat unter den Augen vieler Fans die Vorbereitung auf das Auswärtsspiel beim SV Sandhausen aufgenommen. Aaron Opoku wird morgen erstmals auf dem Trainingsplatz stehen.
Der Andrang vor dem Fritz-Walter-Stadion war gewaltig, der Parkplatz hinter der Osttribüne prall gefüllt. Mehr als 500 Fans hatten sich heute auf der Norbert-Thines-Nordtribüne eingefunden, um das öffentliche Training ihrer Roten Teufel zu begutachten. Mit dabei waren zunächst 23 Feldspieler, unter ihnen auch Ben Zolinski, der die vergangenen Wochen wegen einer Knieverletzung pausieren musste. Nach dem Aufwärmen und der ersten Trainingsphase trainierte er jedoch mit Athletiktrainer Fabian Kobel individuell. Trainer Dirk Schuster ist jedoch optimistisch, dass der 30-Jährige schon bald wieder das volle Pensum Mannschaftstraining absolvieren kann. Auch die vier Torhüter absolvierten ihre Einheit mit Torwarttrainer Andreas Clauß separiert auf Platz 2 neben dem Stadion, erst zum Trainingsspiel kamen sie ins Stadion. Auf dem Programm stand heute wieder überwiegend sicheres Pass- und Aufbauspiel.
Opoku steigt morgen ein: Debüt ausgerechnet gegen den HSV?
Nach Neuzugang Aaron Opoku, der erst heute Mittag seinen Vertrag in Kaiserslautern unterschrieben hatte, hielten die Fans dagegen noch vergeblich Ausschau. Er wird morgen das erste Mal mit seinen Kollegen trainieren. Dies hat laut Schuster lediglich versicherungstechnische Gründe. Wenn morgen der neue Monat beginnt, wird er erstmals mit seinen neuen Mannschaftskollegen auf dem grünen Rasen stehen. "Wir sind sehr froh, dass Aaron Opoku jetzt hier ist. Wir sind davon überzeugt, dass er uns sportlich weiterhilft", ist Schuster nach dem erfolgreichen Transfer zufrieden. Spielberechtigt ist der 23-jährige Flügelstürmer am Sonntag in Sandhausen (Anpfiff: 13:30 Uhr) aber ohnehin noch nicht, er muss wegen einer Rot-Sperre noch vier Liga-Partien aussetzten. Sein Comeback könnte er also frühstens am 11. Spieltag geben. Dann ist der FCK - wie könnte es anders sein - ausgerechnet bei Opokus Ex-Verein Hamburger SV zu Gast.
Quelle: Der Betze brennt
Ergänzung, 02.09.2022:

Lautern reist mit vielen Alternativen nach Sandhausen
Der 1. FC Kaiserslautern freut sich vor dem Auswärtsspiel beim SV Sandhausen über personelle als auch taktische Alternativen. Sicher ist: Am Hardtwald werden die Roten Teufel wieder ein gefühltes Heimspiel haben.
"Mit Sandhausen erwartet uns wieder einmal eine gestandene Zweitliga-Mannschaft. Sie werden wieder typisch Sandhausen spielen, mit viel Aggressivität und Kompaktheit. Alois Schwartz hat zuletzt das Spielsystem verändert. Das stellt uns vor die Herausforderung, flexibel reagieren zu müssen. Die kritische Sichtweise, die ich nach dem Magdeburg-Spiel geäußert hatte, war vor allem den vier Gegentoren geschuldet. Aber insgesamt finde ich, dass wir gerade spielerisch große Fortschritte machen. Wir müssen aber unsere Basics wie sauberes Passspiel und Zweikampfführung von der ersten Minute an zeigen, denn es wird uns wieder ein Kampfspiel erwarten", gibt Trainer Dirk Schuster einen Einblick auf die kommende Partie gegen den SVS (Anpfiff: 13:30 Uhr), der die vergangenen drei Ligaspiele allesamt verloren hat.
Zuck kehrt zurück, Zolinski braucht noch Zeit, Trio bei der U21
Mit Spannung darf am Sonntag die Aufstellung der Roten Teufel erwartet werden. Lässt Schuster seine Elf wie meist bisher mit einer Viererkette oder wie in der zweiten Hälfte gegen Magdeburg mit einer Dreierkette antreten? Kehrt Hendrick Zuck nach seiner Rot-Sperre wieder hinten links in eine Viererkette zurück? Schuster wollte sich dahingehend erwartungsgemäß noch nicht in die Karten blicken lassen: "Gott sei Dank haben wir die Qual der Wahl. Wie wir personell auflaufen, weiß ich noch nicht und wie das System aussehen wird, werde ich mit Sicherheit heute nicht verraten", scherzte der 54-Jährige. Sicher fehlen wird dagegen neben Anas Bakhat (Muskelfaserriss) und Neuzugang Aaron Opoku (Rot-Sperre) auch Ben Zolinski, der nach seiner Knieverletzung zwar zuletzt wieder leichtes Mannschaftstraining absolviert hat, ein Einsatz aber noch zu früh kommt. Torhüter Jonas Weyand, Innenverteidiger Max Hippe und Mittelfeldspieler Aaron Basenach werden dagegen heute Abend im Kader der U21 gegen TuS Mechtersheim stehen.
Die Roten Teufel werden in Sandhausen wieder von einem gewaltigen Auswärtssupport unterstützt werden: Weit über 6.000 Schlachtenbummler werden die Roten Teufel begleiten, der Hardtwald wird also fest in Lautrer Hand sein. "Wir werden das Spiel hoffentlich wieder zu einem Heimspiel werden lassen. Wir wollen unseren Fans wieder ein gutes Spiel zeigen, mit hoffentlich einem positiven Ende für uns", freut sich Schuster auf den Lautrer Support.
» Zum Video: Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel beim SV Sandhausen
Alle weiteren Informationen zum FCK-Spiel in Sandhausen folgen morgen im ausführlichen Vorbericht auf Der Betze brennt.
Quelle: Der Betze brennt


