
Keine Punkte in Bochum: FCK verliert mit 2:3
Der 1. FC Kaiserslautern ist beim VfL Bochum leer ausgegangen. Nach Führung und zwischenzeitlichem Ausgleich unterlagen die Lautrer mit 2:3 (1:2). Die Tore für die Gäste erzielten Halil Altintop und Stipe Vucur. Osayamen Osawe unterlief ein Eigentor.
Für die fünftletzte Partie der Saison nahm FCK-Trainer Michael Frontzeck gleich fünf Veränderungen vor. Wie schon im Vorfeld der Begegnung bekannt, mussten Christoph Moritz (Bänderdehnung), Leon Guwara (Gehirnerschütterung) und Marcel Correia (Magen-Darm-Infekt) passen. Für Lukas Spalvis reichte es nach einem grippalen Infekt zumindest für einen Platz auf der Bank, wo auch Ruben Jenssen Platz nahm.
Von Beginn an dabei waren dafür Jan-Ingwer Callsen-Bracker, Gino Fechner, Brandon Borrello, Sebastian Andersson und Halil Altintop. Für den Routinier war es nach seiner Rückkehr in die Pfalz der erste Einsatz in der Startelf. Nach monatelanger Pause zum ersten Mal wieder im Kader war derweil Mads Albaek. Das System veränderte Frontzeck vom üblichen 4-4-2 auf ein 4-2-3-1.
Borrello und Spalvis scheitern am Pfosten
Den besseren Start erwischten die von rund 2.500 Gästefans angefeuerten Lautrer. Nach Ballverlust der Bochumer bediente Andersson den in Position gelaufenen Altintop, der zur frühen Führung für die Gäste einschoss (8.). Nach einer weiteren Möglichkeit für Altintop kurz darauf, kam dann aber der VfL immer stärker auf. Lukas Hinterseer (18.) und ein Eigentor von Osayamen Osawe (28.) drehten die Partie, der FCK hatte noch Glück, dass es nur mit 1:2 in die Halbzeitpause ging.
Direkt nach Wiederbeginn meldeten sich die Roten Teufel zurück. Nach einer Ecke von Altintop kam zuerst Benjamin Kessel mit dem Kopf ran, Stipe Vucur brachte die Kugel zum 2:2 über die Linie (48.). In der 65. Minute traf Borrello mit einem Distanzschuss den Pfosten. In dieser Phase waren die Lautrer der Führung näher, ehe zum Ende der Partie dann Bochum wieder präsenter wurde. Den K.o. kassierten die Gäste in der 81. Minute. Der Ex-Lautrer Kevin Stöger traf zum 2:3-Endstand. In der Nachspielzeit scheiterte der eingewechselte Spalvis ein weiteres Mal am Aluminium. Für den FCK geht es am Sonntag, 22. April, mit dem Heimspiel gegen Dynamo Dresden weiter.
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Quelle: Der Betze brennt
Weitere Links zum Thema:
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Ergänzung, 22:10 Uhr:

Frontzeck: "Regenerieren und wieder angreifen"
Ein Traumstart, eine gute zweite Hälfte, aber am Ende nicht mal ein Punkt: "Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen", haderte Halil Altintop nach dem 2:3 in Bochum. Während Michael Frontzeck versuchte, die Köpfe möglichst schnell wieder nach oben zu bringen, zollte selbst VfL-Trainer Robin Dutt dem unterlegenen FCK Respekt.
"Was Kaiserslautern uns in der zweiten Halbzeit abverlangt hat, wie sie alles in die Waagschale geworfen haben, da ziehe ich meinen Hut vor", sagte der Coach der Mannschaft der Stunde, die seit sieben Spielen ungeschlagen ist und den vierten Sieg hintereinander feierte. Auch Dutts Lautrer Kollege Frontzeck hatte "ein ausgeglichenes Spiel gesehen, das beide Mannschaften hätten gewinnen können". Es gebe keinen Grund, die Köpfe hängen zu lassen. "Wir werden regenerieren und gegen Dresden wieder angreifen", sagte Frontzeck.
Ärger über "dämliche" Gegentore
Routinier Halil Altintop, der bei seinem ersten Spiel von Beginn an direkt das frühe 1:0 erzielt hatte, ärgerte sich derweil über das Defensivverhalten. "Dämlich" seien die Gegentore gewesen, sagte Altintop und meinte wohl vor allem den Treffer zum 1:2, den sein Angriffskollege Osayamen Osawe mit einem Eigentor besiegelte. Nach einer Ecke der Bochumer muss man tatsächlich die Frage stellen, wohin der Stürmer die Kugel eigentlich köpfen wollte. Die genaue Gegenrichtung auf Kosten eines weiteren Eckballs wäre wohl die richtige Wahl gewesen. Schon beim Ausgleich sahen die Lauter bei einem Eckstoß nicht gut aus, als Lukas Hinterseer unbedrängt zum 1:1 einschießen konnte. "Standardtore sind immer vermeidbar", sagte Stipe Vucur.
Auch unabhängig von den Gegentreffern sah Altintop die Gastgeber im ersten Durchgang "klar besser". "Da haben wir es nicht verstanden, gegen den Ball zu arbeiten, so der Rückkehrer. "Aber dann sind wir super aus der Pause gekommen und ein Unentschieden wäre gerecht gewesen", so Altintop, der zudem den beiden Pfostentreffern durch Brandon Borrello und Lukas Spalvis nachtrauerte.
Dutt drückt dem FCK die Daumen
Durch die Niederlage ist die Hoffnung auf den Klassenerhalt natürlich nicht größer geworden. "Das ist uns allen bewusst", sagte Altintop. "Je weniger die Spiele werden, desto schwieriger wird es." Einen weiteren Unterstützer für die restlichen vier Saisonpartien haben die Lautrer im Bochumer Trainer Dutt gewonnen. "Es tut jedem Fußballer leid, wenn es so ein Verein nicht mehr schaffen sollte", sagte Dutt. "Wir drücken dem FCK die Daumen."
Quelle: Der Betze brennt
