Neuigkeiten und Pressemeldungen zum 1. FC Kaiserslautern.

Beitragvon Ingo » 03.12.2017, 16:15


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Rechtsanwalt Dr. Röder von der Frankfurter Kanzlei Greenfort

Gutachten: Keine Klage gegen Ex-Vorstände

Eine vom Aufsichtsrat des 1. FC Kaiserslautern in Auftrag gegebene Untersuchung von Vorgängen aus der Ära von Stefan Kuntz und Fritz Grünewalt sieht keinen Anlass für eine Klage gegen die beiden Ex-Vorstände. Dieses Ergebnis stellte ein Anwalt der Frankfurter Kanzlei Greenfort auf der Mitgliederversammlung vor.

Wie der scheidende Aufsichtsratsvorsitzende Nikolai Riesenkampff betonte, handelte es sich bei der Untersuchung nicht um ein Gutachten zur Amtszeit Kuntz/Grünewalt per se, sondern um die Überprüfung einzelner Sachverhalte wie etwa die Verwendung der Betze-Anleihe oder der geplante Ausbau des Nachwuchsleistungszentrums auf dem Fröhnerhof.

Hinsichtlich der Verwendung der Gelder stellte Rechtsanwalt Dr. Daniel Röder von der Frankfurter Kanzlei Greenfort fest, dass keine strikte Formulierung des Verwendungszwecks gegeben sei. Die Verwendung der Gelder für das Nachwuchsleistungszentrum sei lediglich beabsichtigt gewesen. Entsprechend endete eine Klage eines Private-Placement-Anlegers auch mit einem Vergleich. Ein Urteil wurde in diesem Fall nicht gesprochen. Das Recht des FCK, möglicherweise in Zukunft doch noch juristisch aktiv werden zu können, sei dadurch aber nicht beeinträchtigt.

Pflichtverletzung und entstandener Schaden müssten vorliegen

Weitere überprüfte Sachverhalte waren der Verkauf einer Immobilie in der Malzstraße und womöglich zu ambitionierte Planungskosten für den Fröhnerhof. Wie der Anwalt berichtete, lag beim Verkauf durch Nichteinbindung des Aufsichtsrats tatsächlich eine Pflichtverletzung seitens des Vorstands vor. Ein wirklicher Schaden sei unter anderem aufgrund des Zustands der Immobilie jedoch nicht entstanden. Bei den Planungen für das NLZ sei zu berücksichtigen, dass für den FCK zu diesem Zeitpunkt der Aufstieg in die Bundesliga möglich war. Die Überlegungen des Vorstands zum Fröhnerhof lägen im unternehmerischen Ermessen.

In anderen Punkten wie dem Unterschlagungsfall einer Mitarbeiterin im Ticketing oder der Insolvenz des Bezahlkartendienstes “Just Pay” sehe der Sachverhalt etwas anders aus. Hier sei zwar jeweils ein Schaden entstanden. Eine Pflichtverletzung des Vorstands sehe man in diesen Fällen aber nicht. (Im Fall von “Just Pay” wurde auch die Amtszeit des aktuellen Vorstands untersucht. Anm. d. Red.). Alles in allem erkennt die Kanzlei zwar kleinere Verfehlungen, aber keinen Anlass für den Verein, eine Klage zu erheben. Zumal deren Kosten etwa wegen schlechter Publicity deutlich höher sein könnten als ein potentieller Streitgewinn. Für die Zukunft sei dem FCK die Möglichkeit einer Klage aber ungenommen.

Zum Teil heftige Kritik

Im Rahmen der Aussprache zu den Berichten gab es anschließend heftige Kritik. Unter anderem wurde daran Anstoß genommen, dass die Mitglieder keinen Einblick in das Papier nehmen können. Die Nichtoffenlegung sei mit der Kanzlei abgesprochen, entgegnete Riesenkampff. Der neue Aufsichtsrat werde aber Einsicht bekommen. Der frühere Aufsichtsratsvorsitzende Dieter Buchholz erklärte, die Mitglieder seien jahrelang über die Verwendung der Betze-Anleihe belogen worden. Insofern sei zumindest ein immaterieller Schaden für den Club entstanden. Der direkt angesprochene Anwalt Röder wollte das nicht bestreiten. Einen solchen immateriellen Schaden könne man juristisch aber nicht untersuchen.

Zumindest indirekt wurde das Thema auch bei den später folgenden Mitgliederanträgen aufgegriffen. Ein Antrag auf Empfehlung eines internen Untersuchungsausschusses, der sich noch einmal mit der Amtszeit der früheren Vorstände auch unter nicht-juristischen Gesichtspunkten beschäftigen soll, wurde mit hauchdünner Mehrheit abgelehnt.

Quelle: Der Betze brennt



Beitragvon Heinz Orbis » 03.12.2017, 16:46


Ich kann nur an alle FCK´ler appellieren: Lasst es damit gut sein,macht diese Türe zu! Wir müssen uns auf das wesentliche Konzentrieren und die Ära Kuntz ist seit 2,5 Jahren vorbei. Wir können mit diesem Thema nichts gewinnen!
Wohin soll ich denn wechseln, ich bin doch schon beim FCK!



Beitragvon Lautern-Fahne » 03.12.2017, 20:08


Die Mitglieder haben sich für ein Deckel drauf entschieden. Man will die Wahrheit nicht wissen, also muss man das akzeptieren. Das ist ok- man hat sich mit der Rolle des Schaafs abgefunden. Die Wetten, wann der nächste Wolf kommt, dürfen beginnen. :applaus:



Beitragvon WernerL » 03.12.2017, 20:41


Lautern-Fahne hat geschrieben:Die Mitglieder haben sich für ein Deckel drauf entschieden. Man will die Wahrheit nicht wissen,


Welche Wahrheit????????????????????????????????????

Bitte nenne hier einmal welche Wahrheit denn eigentlich im verborgenen schlummert!
Bitte, liste deine Punkte doch hier alle einmal auf die nicht zu Tage getreten sind und welche Auswirkungen diese konkret auf den Tabellenstand des FCK bis heute haben!
„Tradition ist eine Laterne, der Dumme hält sich an ihr fest, dem Klugen leuchtet sie den Weg.“ [George Bernard Shaw]



Beitragvon Lautern-Fahne » 03.12.2017, 21:22


@WernerL
Ich hätte mir einfach gewünscht, dass der AR keinen selektierten Auftrag an den Juristen gegeben hätte. Ich habe mir erhofft, dass das ominöse Gutachten, dass bereits vor 2 Jahren (!!)in Auftrag gegeben wurde, und letztendlich nur 4 Vorgänge thematisierte(!!), alle Kritikpunkte an Kuntz zerschlagen und die Mitglieder geeint hätte.

Stattdessen wurde mit den Gründen "Geld sparen" und "keiner liest einen 50seitigen Bericht" die evtl. einzige Chance vertan, die Gräben endgültig zu schließen. Der Unterschied zwischen Ja/Nein zum Untersuchungsausschuss waren läppische 4 Stimmen. Der Hauptpunkt -Mitverdienen bei Transfers- wurde ausgeklammert. Beim Anleihethema wurde auch nur das wiedergekaut, was der Richter im Februar im Urteil und Ke hier im Forum geschrieben haben. Es ist eine Grauzone, aus der man aber juristisch nichts holen kann, weil man Vertrauensverlust nicht in Geld messen kann.

Letztendlich hätte ich Kuntz einfach lieber als tragischen Helden in Erinnerung behalten als so. Das schlimmste ist aber, dass ich immer mehr beginne dir zuzustimmen, was Mitgliederkompetenz angeht.



Beitragvon potto » 03.12.2017, 21:35


Banker und Sparkassendirektoren sind von Haus aus sehr vorsichtige Menschen. Ein falsches Wort kann große Folgen haben, das ist jedem bewusst.

Wenn dann Hinweise auf etwaige irreguläre Sachen und "Mauscheleien" aus so einem Mund kommen...

Kuntz und Grünewalt werden wohl mit etwas Glück aus der Nummer rauskommen.

Ich finde übrigens nicht, dass ein sachliches Aufklären etwaiger vergangener Unregelmäßigkeiten einen klaren Blick auf die Gegenwart und Zukunft verhindert wie manche mit "wir schauen nur nach vorne" argumentieren. Im Gegenteil, nur wer sachlich aufklärt, kann sich künftig vor solchen Vorwürfen schützen und Missbrauch verhindern. Zum Wohle des Vereins.



Beitragvon Gute alte Zeit » 03.12.2017, 22:07


Für mich wurde unser Nachwuchs vom betrogen, von den ganz kleinen angefangen.
Sorry, aber das kann ich Kuntz nicht verzeihen!



Beitragvon Hochwälder » 04.12.2017, 08:22


Lautern-Fahne hat geschrieben:Die Mitglieder haben sich für ein Deckel drauf entschieden. Man will die Wahrheit nicht wissen, also muss man das akzeptieren. Das ist ok- man hat sich mit der Rolle des Schaafs abgefunden. Die Wetten, wann der nächste Wolf kommt, dürfen beginnen. :applaus:





Die Wahrheit ist, dass es noch nie so schlecht um den Verein bestellt war wie zur Zeit, vor allen Dingen wegen dem drohenden Abstieg in welche Liga auch immer!



Beitragvon WernerL » 04.12.2017, 08:42


Lautern-Fahne hat geschrieben:Ich habe mir erhofft, dass das ominöse Gutachten, dass bereits vor 2 Jahren (!!)in Auftrag gegeben wurde, und letztendlich nur 4 Vorgänge thematisierte(!!), alle Kritikpunkte an Kuntz zerschlagen und die Mitglieder geeint hätte.

Der Hauptpunkt -Mitverdienen bei Transfers- wurde ausgeklammert. Beim Anleihethema wurde auch nur das wiedergekaut, was der Richter im Februar im Urteil und Ke hier im Forum geschrieben haben. Es ist eine Grauzone, aus der man aber juristisch nichts holen kann, weil man Vertrauensverlust nicht in Geld messen kann.


Für mich ist das Hauptproblem, dass leider der Durchschnitt ganz einfache unternehmerische Handlungen nicht nachvollziehen kann.
Wenn ich etwas nicht verstehe, dann sind die Entscheidungen die dazu getroffen werden ein Buch mit 7 Siegeln und genau das verursacht Spekulationen, genauer gesagt Verschwörungs-theorien!

Wenn ein Unternehmen wie der FCK eine Zahlung tätigen muss, ein Verzug aber weitere Zinszahlungen von 50.000€ nach sich ziehen würde, diese aber logisch vermeiden will, und entsprechend, weil sonst kein Geld zu der Zeit da war auf Mittel einer Anleihe zurückgreift, um eben Geld zu sparen, dann ist das ein ganz logischer unternehmerischer Schritt.
So war das doch im Groben. Nicht mehr und nicht weniger.
Es können gerne weitere Experten hier aufkreutzen und ihre paranoide Aufklärung dazu kundtun.

Wenn du Berichte sehen willst aus der Kuntz-Ära, dann fordere die Wirtschaftsprüfberichte an. Der FCK wurde nach Strich und Faden von Wirtschaftsprüfern, Verbänden, Steuerzahlerbund und Medien permanent unter die Lupe genommen, kein unlauteres Ergebnis wurde ermitteln. Zuletzt musste Kuntz die EU einschalten weil der eigene Fan garnichts mehr glaubte.
Das hat natürlich immense Kosten verursacht, waren es nicht 150T€? Zusammen mit den üblichen Strafen durch sein Verhalten auf Tribünen hat der FCK Fan einiges auf dem Kerbholz was den eigenen Club pro Jahr schadet und zurückwirft.
Das interessiert natürlich niemanden, denn sicher ging es nur bergab weil Kuntz zuviel verdient hatte.

Als es sportlich beim FCK lief z. B. zwischen 1998 und 2003 wurde kaum unserer inkompetenten Führung hinterherrecherchiert, dabei wurde zu dieser Zeit der größte Scheissdreck in der Geschichte des FCK produziert. Einem Stadionausbau auf unfassbare 50.000 bei gerade 100.000 Einwohnern wurde von Fans auch zugestimmt, Applaus Applaus Applaus!

Der Fan an sich hat doch immer nur Angst um seine paar Groschen die er investiert hat und fängt mit wilden Spekulationen an, die in der Masse den Club dann massiv schädigen. Das sind für mich schon paranoide Wahnvorstellungen!
Alleine das ist ein Grund für die Ausgliederung, dann kommt das Geld von Unternehmern und Investoren, dann muss sich der kleine Mann nicht mehr aufregen seine Knete würde vergeudet.

Wenn Ismaik 70 Millionen in 1860 verbrannt hat führt das auch zu Gelächter in unserem Forum, dabei ist es SEIN Geld, damit kann er machen was er will. Er gibt 70 Millionen aus, die er in wenigen jahren aber wieder verdient hat. Wir aber leiten daraus das komplette Scheitern von Investoren ab.
Dabei hat dieser Club mehr Perspektiven als wir.

Und selbst wenn zu guter Letzt Kuntz an Transfers mitverdient hätte, wenn dann sicher weil er durch seine Leistung gute Spieler gekauft und verkauft hat, dann ist das nicht unlauter.
Klinsmann hat früher auch an verkauften Trikots mitverdient.
Wäre Kuntz aktuell noch da, wäre sein nächster Schritt auch die Kapitalgesellschaft gewesen.
Es gibt unternehmerisch aus jeder Situation einen Ausweg, es sei denn der oben genannte eigenen Fan steht dem plötzlich entgegen und vereitelt alles, dann geht der Club natürlich insolvent, aber am Ende wars sicher Kuntz weil dieser 2% an Transfers mitverdient hat!
„Tradition ist eine Laterne, der Dumme hält sich an ihr fest, dem Klugen leuchtet sie den Weg.“ [George Bernard Shaw]



Beitragvon FCK-Ralle » 04.12.2017, 10:56


potto hat geschrieben:Ich finde übrigens nicht, dass ein sachliches Aufklären etwaiger vergangener Unregelmäßigkeiten einen klaren Blick auf die Gegenwart und Zukunft verhindert wie manche mit "wir schauen nur nach vorne" argumentieren. Im Gegenteil, nur wer sachlich aufklärt, kann sich künftig vor solchen Vorwürfen schützen und Missbrauch verhindern. Zum Wohle des Vereins.


So sehe ich das auch. Aber wie so oft wird beim FCK die Vergangenheit totgeschwiegen.

"Des isch halt bassiert, awwer es isch rum, mer missen noch vorn gugge."

Das hat schon vielen anderen den A... gerettet, von Atze, Wieschemann und co angefangen, über Jäggi und Göbel zu Kuntz und seinem Ober-Hasardeur.
Da hat WernerL nicht ganz unrecht, man hätte viel viel früher kritisch sein müssen.
Selbst wenn man bei Kuntz und co noch was fände, wäre es ein Bruchteil von dem was die früheren Führungen verbockt haben.
Und ja auch ich hab im ersten Moment gedacht, ok, diese Untersuchungen sehen halbherzig aus, jetzt will man nicht mehr. Komisch, aber ok. Die breite Mitgliedschaft will das so.
FCK 4-life
"Sieger zweifeln nicht und Zweifler siegen nicht!" (Gerry Ehrmann)



Beitragvon Troglauer » 04.12.2017, 12:03


FCK-Ralle hat geschrieben:
potto hat geschrieben:Ich finde übrigens nicht, dass ein sachliches Aufklären etwaiger vergangener Unregelmäßigkeiten einen klaren Blick auf die Gegenwart und Zukunft verhindert wie manche mit "wir schauen nur nach vorne" argumentieren. Im Gegenteil, nur wer sachlich aufklärt, kann sich künftig vor solchen Vorwürfen schützen und Missbrauch verhindern. Zum Wohle des Vereins.


So sehe ich das auch. Aber wie so oft wird beim FCK die Vergangenheit totgeschwiegen.

"Des isch halt bassiert, awwer es isch rum, mer missen noch vorn gugge."

Das hat schon vielen anderen den A... gerettet, von Atze, Wieschemann und co angefangen, über Jäggi und Göbel zu Kuntz und seinem Ober-Hasardeur.
Da hat WernerL nicht ganz unrecht, man hätte viel viel früher kritisch sein müssen.
Selbst wenn man bei Kuntz und co noch was fände, wäre es ein Bruchteil von dem was die früheren Führungen verbockt haben.
Und ja auch ich hab im ersten Moment gedacht, ok, diese Untersuchungen sehen halbherzig aus, jetzt will man nicht mehr. Komisch, aber ok. Die breite Mitgliedschaft will das so.


Wenn es tatsächlich um eine sachliche und neutrale Aufklärung ginge, würde ich euch sofort zustimmen.

Aber nachdem, was hier in den letzten Jahren an haltlosen Unterstellungen, hanebüchenen Theorien und schon an Verleumdung grenzenden Äußerungen stattgefunden hat, kann ich daran nicht mehr glauben.

Es wurde jetzt von vielen Kritikern lange gegraben, es gab juristische Gutachten, noch mehr Gutachten, Berichte von Rechnungsprüfern, Anfragen, Antworten auf die Anfragen, noch mehr Anfragen und am Ende haben sich keine schweren Verfehlungen finden lassen.

Das liegt womöglich gar nicht daran, weil man noch nicht tief genug gewühlt hat, sondern einfach an dem Umstand, dass es diese groben Plichtverletzungen nicht gegeben hat. Das könnte man doch zumindest mal in Erwägung ziehen?

Aber das scheint für einige keine Option zu sein. Lieber zieht man ein juristisches Gutachten in Zweifel, schenkt aber dafür den nebulösen Äußerungen eines Sparkassenmenschen allergrößte Aufmerksamkeit, die dieser in einem Interview getätigt hat, dass womöglich nur unbedacht hingerotzt wurde.



Beitragvon potto » 04.12.2017, 15:50


Troglauer hat geschrieben:Aber das scheint für einige keine Option zu sein. Lieber zieht man ein juristisches Gutachten in Zweifel, schenkt aber dafür den nebulösen Äußerungen eines Sparkassenmenschen allergrößte Aufmerksamkeit, die dieser in einem Interview getätigt hat, dass womöglich nur unbedacht hingerotzt wurde.

Das Gutachten einer Anwaltskanzlei in Frankfurt, wo der DFB seinen Sitz hat, was wollen die konkret recherchiert haben...? Was haben die eigentlich genau geprüft?

Da find ich die Aussagen des Sparkassendirektors, der die diversen Umsätze auf dem Konto einsehen kann, fast interessanter 8-)



Beitragvon Troglauer » 04.12.2017, 16:16


potto hat geschrieben:...
Da find ich die Aussagen des Sparkassendirektors, der die diversen Umsätze auf dem Konto einsehen kann, fast interessanter 8-)


Dielmann geht ja Ende des Jahres in Rente, dann hat er noch mehr Zeit zum Plaudern.



Beitragvon Lonly Devil » 04.12.2017, 18:26


Troglauer hat geschrieben:... ...
Das liegt womöglich gar nicht daran, weil man noch nicht tief genug gewühlt hat, sondern einfach an dem Umstand, dass es diese groben Plichtverletzungen nicht gegeben hat. Das könnte man doch zumindest mal in Erwägung ziehen?


Nö! Das passt nicht in so manches verblendete Weltbild und darf nicht sein.
Troglauer hat geschrieben:Aber das scheint für einige keine Option zu sein. Lieber zieht man ein juristisches Gutachten in Zweifel, schenkt aber dafür den nebulösen Äußerungen eines Sparkassenmenschen allergrößte Aufmerksamkeit, die dieser in einem Interview getätigt hat, dass womöglich nur unbedacht hingerotzt wurde.

Das liegt ganz einfach daran, dass diese Gutachter, Juristen und sonstige beauftragte Personen überhaupt keine Ahnung von ihrem Job haben.
Die 0,01%ige Wahrscheinlichkeit, dass an den Gerüchten, Unterstellungen oder Verleumdungen etwas dran ist, ist doch viel höher zu bewerten als solche haltlosen Gutachten.

Das Ganze wird dann noch mit mit dem Recht auf Meinungsfreiheit in die Welt posaunt.
Passt :shock: https://www.youtube.com/watch?v=yB45OYZGvEI

Weiter geht die wilde Fahrt, hart auf Kante zum Abgrund. Möge sie heil überstanden werden.



Beitragvon Fck-Schwabe » 04.12.2017, 19:32


Ich denke gerade diejenigen die Kuntz 2008 als Messias gefeiert haben, sind jetzt so bitter enttäuscht dass Kuntz auch nur ein Mensch ist mit Fehlern. Dass jemand gleichzeitig seine guten Seiten hat (bis zum Schluss das Beste für den FCK wollte) und trotzdem große Fehler macht, passt für sie nicht zusammen. Diese naive Denkweise führt dann zu solcher Wut. Die Betze-Anleihe war ein Pulverfass, so gut es Kuntz damit meinte, so sehr ging das nach hinten los.

Dabei zeigt mir das Wenige das ich von der JHV gesehen habe, dass wir genau einen wie Kuntz jetzt brauchen. Bei Eckel wurde natürlich am meisten geklatscht und selbst bei Strasser, der allein durch seine Art nochmal etwas Hoffnung gibt. Ansonsten kaum Emotionen. Wo wären wir wenn Kuntz 2008 nicht gekommen wäre? Ein heilloses Durcheinander an "Führungskräften" war das davor (wer kennt noch alle Namen?) und dann bekam der FCK endlich wieder ein Gesicht. Diese Energie hat sich dann über 8 Jahre aufgebraucht und muss jetzt aufgefrischt werden. Statt einem versöhnlichen (nötigen) Wechsel, evtl. mit Merk als neuem FCK-Gesicht, gab es dann ewiges Nachtreten und Grabenkämpfe. Selbstzerfleischung. Das Ergebnis haben wir jetzt: Ein führungsloser FCK am Abgrund, noch tiefer als 2008.

Ich habe mich mit der Personalie Buchholz nie so sehr beschäftigt, aber frage mich nun doch was der eigentlich will. Was sollen die Fehden wegen längst Vergangenem mit Fritz Fuchs (öffentlich!), was soll der ewige Rachefeldzug gegen Kuntz? Er hat seine Gutachten. Ich komme nicht umher ihm zu unterstellen, da geht es mehr um persönliche Angelegenheiten, als um den FCK. Der muss jetzt nämlich nach vorne schauen und braucht einen neuen Kuntz.



Beitragvon potto » 04.12.2017, 20:01


12:06 Uhr: Der Frankfurter Anwalt trägt weitere Einzelpunkte aus seinem Zwischenbericht vor. Gesamtergebnis: Es gab hier und da einige Kleinigkeiten, die juristisch nicht optimal gelaufen sind, aber für den FCK ergebe sich hieraus keine Klagemöglichkeit in größerem Ausmaß. Zurückgewiesen wird auch der Vorwurf, dass Stefan Kuntz bei Spielertransfers mitverdient habe.

11:54 Uhr: Zum höchst umstrittenen Umgang mit der Betze-Anleihe sagt der Anwalt: Es gab keine juristisch strikte "Verwendungszweckabrede". Deshalb könne der FCK keine Klage gegen seine ehemaligen Vorstände erheben. Sollten sich noch andere Erkenntnisse ergeben oder später noch ein Schaden aus der Betze-Anleihe entstehen, bestünde eine Klagemöglichkeit aber auch in Zukunft noch.


Das Einzige, was die "juristischen Gutachter" geprüft haben, war ob die teilweise verschollene Fan-Anleihe zweckentfremdet worden ist und ob dies gegen eine streng juristisch getroffene Zusage der Vereinsführung verstoßen hat.

Was unser Sparkassendirektor mit Konteneinblick öffentlich als "Mauscheleien" bezeichnete, hat vielleicht mit was anderem zu tun. Wir werden es nie erfahren, da nicht weiter nachgefragt wird.

Nun ja, lassen wir das Thema. So wie es Menschen gibt im sexuellen Bereich, die sich gern erniedrigen und schlecht behandeln lassen, gibt es auch den einen oder anderen Fan, der sich gern...beim FCK scheinen es sogar mehr zu sein als in anderen Vereinen.

Jeder nach seiner Facon:-)



Beitragvon Fck-Schwabe » 04.12.2017, 20:26


@potto:
Kuntz hätte auch viele Gründe sich schlecht behandelt zu fühlen. Manchmal ist es trotzdem besser es dann auch mal gut sein zu lassen. Er hat verstanden dass es jetzt besser für den FCK ist sich rauszuhalten, obwohl immer noch gegen ihn gewettert wird (darunter sicher auch Unwahrheiten). Wir sollten die Sache endlich ruhen lassen.

Aber eins werd ich nie verstehen, warum man nicht einfach beide Seiten stehen lassen kann: Ja er hat Großes für den FCK geleistet und wollte sein Bestes. Und ja er hat Fehler gemacht und den FCK am Ende seiner Amtszeit vom Kurs abgebracht. Das scheinen Viele nicht auf die Reihe zu bringen beides gleichzeitig anzuerkennen und das führt dann zur Spaltung des Vereins. Wer dann etwas "pro Kuntz" schreibt wird in die eine Ecke gestellt ("lässt sich gerne schlecht behandeln") und wer etwas "contra" schreibt in die andere. Dazwischen gibts nichts.



Beitragvon FCK-Ralle » 04.12.2017, 22:40


[quote="Troglauer]

Das liegt womöglich gar nicht daran, weil man noch nicht tief genug gewühlt hat, sondern einfach an dem Umstand, dass es diese groben Plichtverletzungen nicht gegeben hat. Das könnte man doch zumindest mal in Erwägung ziehen?

[/quote]

Natürlich ist beides möglich. Nichts genaues weiß man nicht. Und endgültige Klarheit wird es wohl auch nicht geben.

Es ist halt wie es ist.

Aber man sollte nicht allein Kuntz sehen, er war zwar der Mann in erster Reihe, aber ihm nahm und nehme ich ab, dass ihm immer was am FCK lag. Bei Grünewald hab ich da ein ganz anderes Gefühl.
FCK 4-life
"Sieger zweifeln nicht und Zweifler siegen nicht!" (Gerry Ehrmann)



Beitragvon Troglauer » 04.12.2017, 23:20


potto hat geschrieben:...
Das Einzige, was die "juristischen Gutachter" geprüft haben, war ob die teilweise verschollene Fan-Anleihe zweckentfremdet worden ist und ob dies gegen eine streng juristisch getroffene Zusage der Vereinsführung verstoßen hat.
...


Das ist doch eigentlich ein perfektes Ergebnis. Die einen können jetzt immer sagen, da war aber noch was und die anderen dürfen erwidern, laut Gutachten war nichts.

Ich könnte damit ganz gut leben.

Denn ehrlich gesagt bin ich inzwischen müde und fühle mich wie Bud Spencer und Terence Hill in den Szenen, wo sie sich gegenseitig eine reinhauen.



Beitragvon potto » 04.12.2017, 23:43


Troglauer hat geschrieben:Das ist doch eigentlich ein perfektes Ergebnis.

Danke. Ein passendes Schlusswort, das auch die "schlauen Füchse" Kuntz, Grünewlt. und Riesenkampff lächelnd oder sogar lachend unterschreiben werden...

Lassen wir es sein. Alles gut. Viel Spaß und vorallem viel Glück weiterhin als FCK-Fan.




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