LDH hat geschrieben:Und hier gleich um alle Plätze zu buhlen find ich ein bissl übertrieben.
Nun, das ist ein Artikel der "Perspektive FCK" und dementsprechend sind diese auch aufgelistet. Auf einem Wahlplakat der CDU wird ja auch nicht der Kandidat der SPD aufgeführt. Deshalb sicherlich auch "unser" Eigensinn
Am Ende wird über die Verteilung der Stimmen sicherlich eine Mixtur der Bewerber in endgültigen Satzungsausschuss herrschen, so dass man sich sicherlich keine Gedanken darüber machen muss. Schön wäre es natürlich, wenn alle sechs Bewerber, die sich seit 2008 in dem vorgestellten Satzungsentwurf eingearbeitet haben und zahlreiche Stunden mit Recherche und Hintergrundarbeit versehen haben, am Ende dann auch am Tisch des Satzungsausschusses sitzen könnten.
Die Frage nach der Wahlauszählung wurde, neben einer Frage zum Wahlgeheimnis, an den Aufsichtsrat gestellt. Wir werden die Antwort, wenn sie denn eintrifft, auf der Webseite der
Perspektive FCK veröffentlichen.
@bybybonn
Zuerst einmal wird eine neue Satzung sicherlich nicht in der kommenden Mitgliederversammlung eingebracht werden. Bei dem Gespräch über den Kompromiss der Mitgliederzahl während der letzten Hauptversammlung hatte ich deshalb auch vorgeschlagen (wurde auch angenommen), dass es für die Vorstellung und Verabschiedung einer neuen Satzung eine außerordentliche Mitgliederversammlung geben sollte. Aus diesem Grund wurde der Antrag auf der JHV auch von "Jahreshauptversammlung" auf "Mitgliederversammlung" geändert. Je nachdem wie weit auseinander die Meinungen bei den ersten Sitzungen des Satzungsausschusses liegen, wird diese aoMV wohl ein bis zwei Jahre von heute an gerechnet in der Zukunft liegen. Alleine der
Satzungsentwurf der "Perspektive FCK" hat schon einiges an Zeit gekostet. Deshalb darf man nicht unterschätzen wie aufwändig dieses Thema ist.
Nun zur Gewichtsverteilung:
Das oberste und wichtigste Organ ist und bleibt die Mitgliederversammlung. Kein Mensch kann und will daran rütteln oder irgendwas ändern. Auch wenn die Abstimmungsverhältnisse nicht immer so sind, wie man sie sich wünscht so ist es ein demokratischer Prozess dem man sich zu unterwerfen hat. Woran gearbeitet werden kann sind die Freiheiten beim Rederecht. Hier ist es sicherlich recht ungleich, wenn der Vorstand eine bis eineinhalb Stunden vortragen kann, sämtliche Medien einsetzt inklusive dramaturgischer Elemente und das Mitglied lediglich zwei Minuten am Mikrofon zur Verfügung gestellt bekommt. Ob und wie man so etwas ändern kann und will, wird sich zeigen. Meine 25 Fragen der letzten JHV wurden jedoch als "Vereinsschädigend" in der Hinsicht betrachtet, dass ich ja schließlich mit diesen Fragen den Vorstand blockiere. Hier gibt es offenbar Tendenzen, die Redezeit und die Fragemöglichkeiten einzuschränken. Demgegenüber tendiere ich natürlich in die andere Richtung. Denn ich vertrete die Auffassung, dass Fragen zur Klärung von Unklarheiten gestellt werden sollen, um eben Dinge aus der Vergangenheit in der Zukunft zu vermeiden.
Neben der Mitgliederversammlung ist der Aufsichtsrat das Kontrollorgan für die Zeiten zwischen den Mitgliederversammlungen. Der Aufsichtsrat soll und darf die Arbeit des Vorstands kontrollieren und regulieren. Er sollte nicht in das operative Geschäft eingreifen, es sei denn (!) es gilt Schaden vom Verein abzuwenden. Aus genau diesem Grund war der Antrag des Vorstands bei der letzten JHV unbedingt zu verhindern. Es geht nicht darum, dass der AR den Kauf von Kaffee reguliert. Aber Dein Beispiel mit den 10.000 T-Shirts ist da unter Umständen schon etwas anderes. Bei den 5 Euro Einkaufspreis ist die heutige Grenze zur Genehmigung auch nicht überschritten. Deshalb wäre die Genehmigung des AR nicht erforderlich. Erinnert man sich aber an die Vergangenheit und die Aktion mit T-Shirts, Bestellung, Lieferung und so weiter, so sollte hier ein gesundes Misstrauen herrschen und vielleicht mal die Lieferantenliste des Vereins von Zeit zu Zeit vom Aufsichtsrat überprüft werden. Fallen dann Lieferanten auf, die als "Haus- und Hoflieferant" gelten und es gäbe keine alternativen Angebote, dann darf sicher der Aufsichtsrat mal Fragen dazu stellen und der Vorstand bzw. die Geschäftsleitung sollte Antworten liefern. So sehe und verstehe ich die Kontrollmechanismen.
Die Höhe der Zustimmungsnotwendigkeit für Geschäfte des Vorstands durch den Aufsichtsrat ist ein ständiger Streitpunkt. Alleine aus den Sitzungen bei der "Perspektive FCK" weiß ich, dass es hier extreme Unterschiede in den Auffassungen gibt. Hier einen tragfähigen Kompromiss zwischen der Vorstellung des Vorstands ("alles im Rahmen des Finanzplans") bis zu "alles was 500.000 Euro übersteigt oder eine Laufzeit von mehr als drei Jahren besitzt" kommt darin vor. Es darf aber eben nicht dazu kommen, dass der Vorstand lediglich einen Etat vorlegt, der abgesegnet wird und anschließend wird keine Genehmigung mehr erforderlich. Das ginge zuweit. Alleine die Vertragslaufzeiten und die Laufzeiten der Etatpläne unterscheiden sich. Wie also soll ein solches "Freilos" funktionieren?
Auch hier noch einmal zur Verdeutlichung: Wer sich zur Wahl des Aufsichtsrats stellt kennt die Satzung und die daraus resultierenden Notwendigkeiten. Wem das zuviel ist, der sollte sich nicht bewerben. Kleinscheiß ist das definitiv nicht. Es geht um das Geld des Vereins und das sind wir Mitglieder, das dort vom Vorstand eingesetzt wird. Deshalb "entlasten" wir den Vorstand und im Grunde auch den Aufsichtsrat. Wir, als Mitglieder, übernehmen die Last und zeichnen gemeinsam für die ordnungsgemäße Mittelverwendung wenn wir "Entlasten". Damit erhält der Vorstand das OK für die eingesetzten Mittel. Dafür haben wir den Aufsichtsrat als Kontrollorgan eingesetzt und gewählt. Wenn also Fragen offen sind, dann dürfen "wir" nicht entlasten. So gesehen ist der Vorgang, den mancher als simplen Tagesordnungspunkt auf einer Mitgliederversammlung betrachtet, schon ein sehr entscheidender.
Zurück zum Thema ...
Der Spruch "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser" ist der Schlüssel zum Umgang mit jedem Vorstand - aber eben auch dem Aufsichtsrat. Hierzu bedarf es aber der Möglichkeit der Kontrolle und die fehlt, meiner Ansicht nach, bei dem einen oder anderen Gremium - insbesondere dem Aufsichtsrat.
Zur Satzung noch: Mir sind in der aktuellen Satzung - selbst in dem vorgelegten Entwurf - die Themen unserer Traditionen noch nicht genügend gewürdigt. Hier würde ich gerne eine Veränderung in den Mehrheitsverhältnissen bei Abstimmungen zum Thema "Vereinsname", "Vereinsfarben", "Stadion" sehen. da reichen mir einfache Mehrheiten nicht bzw. die 2/3 Mehrheit bei Satzungsänderungen in diesen Artikeln.
Ansonsten ...
Die Satzung soll unbedingt deutlicher werden, so dass solche Interpretationskriege wie bei der letzten aoMV wegen der Abgabetermine von Anträgen oder auch der Terminierung der Mitgliederversammlung an sich nicht mehr vorkommen können. Wenn es Diskussionen darüber gibt, ob eine Mitgliederversammlung nach 24 Uhr noch innerhalb des in der Satzung definierten Zeitfensters liegt, wenn die Mitgliederversammlung am letzten Tag des Zeitfensters beginnt, dürfen nicht dazu führen, dass solche Termine nicht genutzt werden obwohl sie eindeutig günstiger für die Mitglieder wären.
Solche Dinge und Diskussionen über Abteilungen (z.B. Museumsabteilung, Fanabteilung) verursachen unnötige Reibungen und führen eher in Missverständnisse als das man miteinander arbeiten kann.
In diesem Sinne hoffe ich, einiges Deiner Fragen zumindest berührt zu haben.