Die Dauerkartenrekorde sind aber schon ewig her. Wir hatten immer Potenzial MIT BUNDESLIGAFUSSBALL. Viele hatten Bock auf den FCK, weil es Jahrzehnte lang nix anderes gab, weil schon die Großeltern "uff de Betze nuff sinn". Aber was für eine treue Seele muss man bitte sein, dass man für ein Spiel im Januar gegen Sandhausen noch 3 Stunden an und Abreise auf sich nimmt? Solch treue Fans gibt es immer weniger, wenn man aus der Vorderpfalz mit der S-Bahn schneller in die Bundesligastadien kommt.Hatschongelb hat geschrieben:...
Strukturschwache Region. So ein Quark. Auch jahrzehntelang ins Hirn reingequatscht. Was hat das mit Fußball zu tun? Wenn's um den FCK ging, hatten noch alle genug Geld, um es dorthin zu tragen. Stichwort Fan-Anleihe, jahrzehntelange Dauerkartenrekorde.
Viele interessiert der FCK nur noch peripher, weil sie das Gefühl haben, dass die sportliche Relevanz fehlt.
Die Stadt und der Kreis alleine können den Betze nicht füllen. Das ist in Städten mit mehr Einwohnern, mehr Kaufkraft und besserer Infrastruktur doch ganz anders. In Köln oder Berlin setz ich mich 20 Minuten in die S-Bahn und geh mal eben spontan ins Stadion, auch wenn der Fussball nur zweitklassig wäre, einfach weil man mal einen Nachmittag Zeit hat. Aber wenn die Anreise in den Pfälzerwald die Urlaubsplanung und die Familie in gewissem Maße einschränkt, überlegt man sich halt irgendwann gar nicht mehr, ob sich das lohnt.
Wie kann man sich immer wieder selbst einreden, dass die Westpfalz keine strukturschwache Region ist? Schaut man sich irgendwelche Statistiken an zu Arbeitslosenzahlen, pro-Kopf-Verschuldung, etc. ... Pirmasens, Lautern, Kusel ... wird man mit Sicherheit immer ganz oben sehen.
Das sind Kennzahlen die man sicherlich für sich ausblenden kann, wenn man hier gerne lebt und Lautern liebt - Investoren gehen aber lieber dort hin, wo die Kohle auf der Straße liegt.
