Yess!Kaho hat geschrieben: Man kann doch einfach mal neidlos anerkennen, dass da zwei Dorfvereine bzw. Kleinstadt-Vereine sich über Jahre durch gutes Wirtschaften - vor allem Heidenheim - langsam nach oben gearbeitet haben. [...]
Bedingt durch die Teilnahme am Europapokal.slminnie hat geschrieben: Was mich die Tage wirklich schockiert hat, war ein Interview des Heidenheimer Geschäftsführer, das man bei einem Abstieg den Etat von aktuell 80m€ etwa halbieren muss.
Wenn ich mich richtig erinnere hiess es in KL würden wir die vergangene Saison mit einem Lizenzspieleretat von etwa 14m€ planen (klar ist nicht der Gesamtetat).
. Selbst in KL weiss man dassHatschongelb hat geschrieben:
Und wenn unserer Truppe nicht regelmäßig nach 60 Minuten die Luft ausgegangen wäre, hätten die Elversberger gegen uns kein Land gesehen. Muss man auch mal festhalten.
Sehe ich genau so. Ich habe oft den Eindruck, dass man beim FCK nur im Moment lebt, also keinen mittelfristigen Plan hat, der einen Aufstieg, aber auch eine schlechte Saison oder sogar einen erneuten Abstieg einschließt.BetzePower67 hat geschrieben:System ist das Zauberwort.
Bei uns sehe ich leider bisher kein System, sondern oft nur Aktionismus.
Was in Elversberg geht, ginge bei uns sicherlich auch. Man müsste nur die richtigen Leute mal in Ruhe arbeiten lassen. Langfristiger Erfolg stellt sich nicht ein, wenn man ständig kurzfristig immer wieder die Richtung wechselt.
Statt Weitsicht ist bei uns eher Kurzsichtigkeit angesagt, aus welchen Gründen auch immer.
Heidenheim spielt einen sehr physischen Fußball. Laufintensiv, giftig in den Zweikämpfen und im Pressing, gute Standards. So war es zumindest als sie noch in der 2 Liga waren, die letzten 2 Jahre habe ich sie nur am Rande verfolgt. Technischen Hochglanzfußball sieht man auch dort eher nicht. Mir persönlich gefällt das. Ich hätte nichts dagegen wenn ein FCK-Stil auf einfachen Fußball aufgebaut ist, der eher auf körperlichen wie technischen Elementen basiert. Dann haben es Spieler wie Klement und Raschl schwerer. Dafür aber Leute wie Zolinski, Boyd, Redondo oder Bormuth leichter (zum Beispiel). Damit kann man auch erfolgreich sein, auch langfristig. Aber die Geschäftsführung und der Beirat müssten diesen Stil erstmal festlegen und nicht jedes halbe Jahr eine 180 Grad Kehrtwende hinlegen.PPXVK hat geschrieben:@ChrisW ja genau so ist es. Aber wir suchen ja kaum nach solchen Spielern und wenn wir welche haben, wie Klement, Raschl usw...., dann schaffen die es sich nicht durchzusetzen, weil bei uns ein anderer Fussball gefordert wird. Aber dann sollte man vielleicht mal unsere Ausrichtung hinterfragen, wenn es uns schon kleine Vereine wie Elversberg und Heidenheim vormachen...
Miggeblädsch hat geschrieben:Es ist nicht alleine die individuelle Qualität der Leihspieler, sondern hauptsächlich die Tatsache, dass man in Elversberg ein klares Spielsystem definiert und etabliert hat. Ein System, das von allen Spielern verinnerlicht ist. Ein System, für welches man dann gezielt nach den passenden Spielertypen suchen kann. Ein System, in welches sich schließlich die neuen Leihspieler reibungslos integrieren können und sie von Beginn an wie neue Zahnrädchen in einer ansonsten eingespielten und gut geschmierten Maschine funktionieren. So, als wären sie schon jahrelang dabei.woinem77 hat geschrieben:...Was Elversberg definitiv besser gemacht hat, Spieler gut ausgeliehen.
Die Leihspieler sind der Grund dass die um den Aufstieg spielen, und sonst nichts! ....
Es ist nicht der jeweils einzelne Leihspieler. Es ist das perfektionierte Spielsystem, welches es ermöglicht, Leihspieler gut zu integrieren.
Solange wir als FCK ein solches Spielsystem nicht entwickeln -und zwar über Jahre hinweg- brauchen wir uns nicht zu wundern, dass bei uns Leihspieler eben nicht so gut einschlagen wie in Elversberg.
Das ist unser eigentliches Problem und zwar schon seit langer, langer Zeit.
Mit der Verpflichtung von Anfang hatte ich gehofft, dass man diese Aufgabe endlich mal anpackt und vor allem auch mal durchzieht!
Mit der Verpflichtung von Lieberknecht (den ich sehr sympathisch finde und den ich mir eigentlich immer als Trainer für uns gewünscht hatte) hat man nun aber was die Spielphilosophie betrifft, eine Vollbremsung hingelegt und geht nun wieder in eine ganz andere Richtung...
... es sollte sich also niemand wundern, wenn bei uns Leihspieler nicht so gut funktionieren wie in Elversberg. Selbst bei richtigen Raketen und Ausnahmespielern wie Yokota ist auffällig, dass sie mehr oder weniger Einzelakteure mit individuellen Einzelaktionen sind, und nicht etwa perfekte Teile in einen funktionierenden System.
Ich weiß nicht, ob man sich mit der Definition einer klaren Spielphilosophie überhaupt beschäftigt auf dem Berg. Und damit meine ich eben nicht, dass Hengen sagt, wir wollen hier "Betzefußball sehen, mit Kampf und Leidenschaft, Publikum mitnehmen, Feuer entfachen, bla bla bla". Das sind allgemeine Floskeln, mit einer klaren Definition der sportlichen Linie hat das wenig zu tun.
Ich kann bei der Trainerauswahl eigentlich nur ein Kriterium erkennen, was Hengens Kandidaten verbindet: Es müssen Leute mit FCK-Vergangenheit sein und/oder die früher mal mit Hengen in einer Mannschaft gekickt haben. Wenn sie dann irgendwann mal einen Aufstieg hinbekommen haben, dann muss das ja wohl auf dem Betze auch klappen...
Also bei mir geht das als "sportliche Philosophie" nicht durch, sorry.
Lange Rede, kurzer Sinn:
Es ist nicht Glück, es ist nicht der einzelne Leihspieler, was Elversberg von uns unterscheidet: es ist das große Ganze. Und das sollte man auch einfach mal anerkennen.