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60 Jahre nach Bern: Erinnerung an Werner Kohlmeyer (Allgemeine Zeitung)

Fragen, Antworten und Anekdoten zur Geschichte des FCK.
rm_fussball
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Beitrag von rm_fussball »

60 Jahre nach dem WM-Triumph: Erinnerung an Werner Kohlmeyer

„Auf der Torlinie gerettet! Noch mal auf der Torlinie gerettet. Das erste Mal Posipal. Das zweite Mal Kohlmeyer. Rettet. Rettet. Rettet!“ Wohl jeder, der ein Herz für Fußball hat, kennt die Radio-Reportage von Herbert Zimmermann vom 4. Juli 1954. Sie endet mit den Worten: „Aus, aus, aus, aus! Das Spiel ist aus! Deutschland ist Weltmeister.“

Somit ist der Freitag ein besonderer Tag, und dies nicht nur, weil sich am Abend Deutschland und Frankreich im WM-Viertelfinale gegenüberstehen. Zugleich jährt sich zum 60. Mal das „Wunder von Bern“. Einer war bei diesem legendären Spiel dabei, der seine letzten Lebensjahre in Mainz verbrachte: Werner Kohlmeyer, die tragische Figur der WM-Mannschaft von 1954. In diesem Jahr wäre der FCK-Abwehrspieler 90 Jahre alt geworden. Sein Leben endete aber bereits 1974. Gerade 49 Jahre alt war er da, verarmt und alkoholkrank. Zu spät kam Kohlmeyers letzter Versuch eines Neuanfangs – als Pförtner bei der AZ. Er starb, allein in seiner Mombacher Wohnung, an Herzversagen. (...)

Mehr in der AZ: http://www.allgemeine-zeitung.de/lokale ... 288160.htm
Hans-Peter Brehme
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Beitrag von Hans-Peter Brehme »

Er wird für immer unser Kohli sein und bleiben. .
"Go to where the puck is going to be!" (Wayne Gretzky)
Kohli32
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Beitrag von Kohli32 »

Ruh in Frieden, Opi.
Wir vergessen Dich nicht!!!!!
ceterum censeo Mogontiacum esse deprimendam
Hajoe
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Beitrag von Hajoe »

Und es gibt nicht einmal mehr einen Grabstein oder ein Grab.
Das ist skandalös und eine Schande für den 1 FC Kaiserslautern.
Die paar läppische Euros für das Grab von Kohlmeyer hätte man allemal bezahlen können und müssen. Das wäre verdammte Pflicht und Schuldigkeit gewesen für einen Menschen welcher gewiss großes für Stadt und Verein geleistet hat.
Wenn ich denke wieviel Geld die Rumpelkicker in den Ar... geblasen bekommen.
suYin
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Beitrag von suYin »

Hier noch ein Artikel:
"Hätte ich doch nie Fußball gespielt"

Die Jubiläumsgeschichte ist der tragischsten Figur Werner Kohlmeyer gewidmet, von dem niemand zu wissen scheint, wo er begraben liegt.

Sechzig Jahre „Wunder von Bern“: Am 4.Juli, also am heutigen Freitag, wird man der besonderen Helden gedenken, Fritz Walter, Helmut Rahn, Toni Turek, Max Morlock. Von den beiden noch Lebenden des 54er Kaders ist Horst Eckel ein gefragter Mann und viel unterwegs, während sich Hans Schäfer (86) lieber zurückzieht. Diese Jubiläumsgeschichte ist aber dem tragischsten Helden gewidmet. An Werner Kohlmeyer erinnert nicht einmal mehr ein Grabstein.

Die Urnengrabstätte 60 auf dem Feld 26 des Kaiserslauterer Hauptfriedhofs wurde vor Jahrzehnten eingeebnet. Der linke Verteidiger der Berner Wunderelf ist schon seit vierzig Jahren tot. Am Kauf des Grabes über die Vierteljahrhundertfrist hinaus hatte niemand Interesse. „Kohli“, wie er zu Lebzeiten liebevoll genannt wurde, ist so gut wie vergessen. Niemand scheint zu wissen, an welcher Stelle er begraben liegt, seit der Grabstein entfernt wurde. Auch Horst Eckel nicht. Er wisse es nicht und wüsste nicht, wer es wissen könnte. So seine ehrliche Auskunft, wie sie auch der 1. FC Kaiserslautern auf Anfrage mitteilte. Im übrigen sei dies Privatsache. Immerhin hat sich zwischen dem 50. und dem 60. Jubiläum eines geändert: Im Fritz-Walter-Stadion gibt es ein Werner-Kohlmeyer-Tor.

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Quelle: Frankfurter Neue Presse
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