Zwei Szenarien
Kaiserslautern droht Überschuldung
Dem 1. FC Kaiserslautern droht heute Abend eine unruhige Mitgliederversammlung. Der Vorstandschef und Finanzexperte Erwin Göbel wird in seiner mit Spannung erwarteten Rede darstellen, wie der Fußball-Zweitligist eine drohende Überschuldung abzuwenden gedenkt. Das bestätigte Göbel gestern Abend auf Anfrage der Frankfurter Rundschau.
Zwei Szenarien würden dem auf einem Abstiegsplatz der Zweiten Bundesliga rangierenden Pfälzer Traditionsklub, der am Montag beim 1. FC Köln antritt, unmittelbar helfen: Entweder die in mehreren dringenden Gesprächen bislang ablehnend reagierende Stadiongesellschaft als Besitzer des Jugendleistungszentrums Fröhnerhof wäre bereit, dem 1.FCK entgegenzukommen, um zu vermeiden, dass eine Wertberichtigung auf das Gelände vor den Toren der Stadt vorgenommen wird. Oder der Klub findet zeitnah den vom neuen Vorstandsmitglied Hans-Artur Bauckhage (FDP), angekündigten Investor, der unmittelbar frisches Kapital in den Verein pumpt. Göbel sagte gestern: "Einige Gespräche laufen, die ich jedoch nicht öffentlich machen will. Wir sind relativ weit, aber die Unruhe, die zuletzt in den Verein hineingetragen wurde, hat nicht dazu geführt, dass unsere Position gestärkt wurde."
Ab 18.30 Uhr werden heute Abend zahlreiche Mitglieder ihren Unmut über die nicht nur im Abstiegsfall drohende Insolvenzgefahr zum Ausdruck bringen. Mittlerweile ist die finanzielle Lage des Klubs - der die jährlichen Belastungen für die Miete und Bewirtschaftung des Stadions in Höhe von rund fünf Millionen Euro kaum mehr verkraften kann - bedrohlicher als bislang angenommen. (...)
Quelle und kompletter Text:
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/ ... nt=1258231
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Und noch ein ähnlicher Artikel von der Kölnischen Rundschau hinterher (jeder der rund schaut, schaut scheinbar heute auf den FCK...):
Frostige Stimmung in der Hölle
Kaiserslautern - Früher war der 1. FC Kaiserslautern nie ein beliebter Gegner. Zu Hause nicht, und auswärts schon gar nicht: Hoch oben auf dem Betzenberg peitschten die fanatischen Zuschauer die Mannschaft nach vorne und steckten damit oft auch noch den Schiedsrichter an. Nirgendwo sonst war ein Auswärtsspiel so sehr ein solches wie in Lauterns „Hölle Betzenberg“. Wer auch immer den Begriff „Heim-Schiedsrichter“ erfand - man kann sich zumindest denken, wo er es getan hat.
Doch von dem Ruf ist rund um das Fritz-Walter-Stadion nicht viel übrig geblieben. Eine Hölle ist der 1. FC Kaiserslautern nur noch für seine eigenen Fans. Vor dem Spiel in der 2. Fußball-Bundesliga beim 1. FC Köln am Montag (20.15 / live im DSF) steht der Traditionsverein sportlich und finanziell am Abgrund.
Heute Abend (18.30 Uhr) haben die Verantwortlichen um Vorstandsboss Erwin Göbel allerdings eine fast noch schwierigere Aufgabe zu lösen als am Montag in Köln. Dann verlangen die Mitglieder auf der Jahreshauptversammlung nach Antworten. Antworten auf die finanzielle Schieflage und die sportliche Misere, in der sich Lautern vor dem Hinrunden-Finale am Tor zur Drittklassigkeit wiederfindet. (...)
Quelle und kompletter Text:
http://www.rundschau-online.de/html/art ... 3580.shtml