Neuigkeiten und Pressemeldungen zum 1. FC Kaiserslautern.

Beitragvon WernerL » 28.04.2020, 16:02


MatzeW hat geschrieben:
Der Fußball in dieser Form kotzt mich einfach nur noch an und ich werde einen Teufel :teufel2: tun mir auch nur ein verschissenes Geisterspiel irgenwdo anzuschauen, auch nicht im Free-TV :!:


Naja, also wenn man viele Nachrichten verfolgt, dann sieht man fast von überall her die üblichen Mitnahmeeffekte. U. a. adidas die keine Miete zahlten wollten (ein Versuch wars Wert).
Auch der FCK möchte evtl. diese Krise nutzen um sich über eine Planinsolvenz gesund zu stoßen.
Die Kommentare in andern Foren dazu waren teils verheerend, gönnen tut uns das niemand!

Der FCK benötigt ein Höchstmaß an Wirtschaftskompetenz um unser "Unternehmen" durch solche Krisen hindurch zu bekommen.
Denn die nächste danach kommt bestimmt!
„Tradition ist eine Laterne, der Dumme hält sich an ihr fest, dem Klugen leuchtet sie den Weg.“ [George Bernard Shaw]



Beitragvon Schlossberg » 28.04.2020, 16:13


Es gab Zeiten, da assoziierte man das Stichwort "Absurdes Theater" mit Namen wie Beckett oder Ionésco. Heute - nun ja.

Das "Konzept" der DFL für die Durchführung von Spielen in den Zeiten der COVID-19 hätte man vor kurzem noch für missglückte Satire gehalten und Tucholskis Verdikt zum Thema "Was darf die Satire" ernstlich in Frage gestellt.
Wo in diesem ausgefeilten Blödsinn tauchen eigentlich fremdgehende (oder, noch viel schlimmer, heimlich Thermomixparties veranstaltende) Schiedsrichterfrauen auf?
Nein, liebe Leute, ein virendichtes Konzept für Veranstaltungen mit bis zu 210 Teilnehmern gibt es nicht.

Unser AR-Vorsitzender ist "nur" gelernter Zahndoktor. Da weiß er unter Garantie über Infektiologie eine ganze Menge, und damit viel mehr als der Durchschnitt der Leute, die über die Saisonfortführung entscheiden.
Er hätte auf rein medizinischer Basis durchaus für einen Saisonabbruch seine Stimme erheben können. Dass er das nicht getan hat, gibt zu denken. Vor allem deswegen, weil dem FCK der Abstieg droht.
Anscheinend lässt die Pandemie den Verantwortlichen des FCK nur die Wahl zwischen Pest und Cholera.

Der FCK wird seinen 120sten Geburtstag wohl noch erleben, aber so trostlos (im wahrsten Sinn des Wortes) haben wir uns das gewiss nicht vorgestellt.



Beitragvon Rheinteufel2222 » 28.04.2020, 16:31


MatzeW hat geschrieben:Diese Sonderstellung die hier beansprucht wird widerd mich an. Wenn ich sehe (da bin ich jetzt nah dran) wieviele Kleinbetriebe (egal welcher Branche) derzeit ums Überleben kämpfen und wieviele Jobs hier dranhängen, dann ist die Anzahl der Betroffenen im "Profi"Fußball im Verhältnis doch sehr gering.


Es wäre ganz sicher ein völlig falsches Signal, dem Fußball ab Mitte Mai wieder grünes Licht zu geben, den restlichen Betrieben, Geschäften und Unternehmen aber weiterhin die Ausübung Ihrer Tätigkeit zu untersagen.

Ich finde es dennoch richtig, wenn man den Fußball wieder erlaubt, wenn es nicht anders geht meinetwegen und schweren Herzens auch ohne Zuschauer. Aber selbstverständlich muss man dann auch für alle anderen die Maßnahmen weiter lockern.

Mittlerweile weiß man ja, dass in Deutschland die Covid-Reproduktionszahl alleine aufgrund des freiwilligen Verhaltens der Bevölkerung bereits vor dem Lockdown auf unter eins gesunken war. Man darf daher schon sehr bezweifeln, ob die Verbote wirklich nötig waren oder ob ausreichende Information der Bevölkerung nicht ausgereicht hätte. Österreich beispielsweise öffnet jetzt bis Mitte Mai wieder alle Geschäfte und hebt all Ausgangsbeschränkungen auf, lediglich die Abstandsregeln bleiben. Das ist nach meinem Dafürhalten genau der richtige Weg.

Daher Fußball mit Geisterspielen und Isolation der Mannschaften bis Saisonende ja, aber gleichzeitig bitte auch Lockerungen für den Rest der Gesellschaft.
"Ein Verein gehört nicht einem Menschen - er gehört den Menschen und Mitgliedern, die sich mit ihm identifizieren."
Christian Streich



Beitragvon slminnie » 28.04.2020, 16:46


Wenn man überlegt, dass die DEL die erste Liga war, die die Saison annuliert hat ohne einen Meister zu krönen. Und das obwohl quasi eine komplette Saison gespielt wurde, weil jede Mannschaft viermal gegeneinander spielte, mit je zwei Hin und zwei Rückspielen. Und trotzdem haben die annuliert. Dann kann es doch in der 3.Liga nur zwei Möglichkeiten geben. Entweder man spielt die Liga mit Geisterspielen zu Ende oder aber man bricht ab, ohne Ausfsteiger und Absteiger zu küren. Nochmal, die Saison ist noch nicht vorüber und die bisherige Saison zeigte, dass jeder jeden schlagen kann. Es ist also damit zu rechnen, dass durchaus noch etwas passiert. Also kann ich nach einer unkompletten Runde nicht einfach sagen wir brechen ab und die aktuelle Tabelle entscheidet wer auf und absteigt. Und wenn man weiter spielt, bin ich mal gespannt, wie reagiert wird, wenn ein Spieler positiv getestet wird. Wird dann die ganze Mannschaft abgemeldet? Und was passiert dann mitd er Tabelle? Also, wenn wir mal bei Gerechtigkeit bleiben und den Fussball nicht noch mehr kaputt machen wollen, dann kann es nur Abbruch und Annulierung geben. Respekt vor der DEL (dort geht es auch um Geld).

Achja und Rosinenpicken geht nun wirklich nicht. Entweder man entscheidet sich, die aktuelle Tabelle und der Verlauf der Liga ist ausreichend einen Aufsteiger und Meister zu küren, dann ist es sicherlich auch ausreichend Absteiger zu benennen. Auch das ist eine Frage der Gerechtigkeit. Inzwischen fängt der ganze Fussball an nur noch zu nerven, Buli schaue ich schon ewig nicht mehr und in der 3. Liga geht es inzwischen auch schon los.



Beitragvon shaka v.d.heide » 28.04.2020, 17:51


@Rantanplan
@MatzeW
:daumen:

Und obwohl die Lage zur Zeit so bescheiden ist werden (speziell bei den Top-Klubs)wieder Toptransfers mit Abermillionen an Ablösesummen geplant.
Wer denkt dass die Verbände/Vereine aus der momentanen Krise irgendwas lernen liegt voll daneben.

Es geht darum dieses inzwischen abgehobene,weltfremde,pervertierte Finanzkonstrukt schnellstmöglich wiederzubeleben.

Ohne mich.
Fussballspiele nur mit FCK und/oder FKP Beteiligung.
Ansonsten scheiss ich auf CL,EL,BL,2.BL. oder andere Ligen.
Magenta,Sky,DAZN,Eurosport oder ähnliches bekommen für Fussball von mir keinen Cent.
Schon vor Corona nicht und zukünftig erst recht nicht!

Und auch für mich war Fussball (der Sport) mal die schönste Nebensache der Welt,bis daraus Fussball (das abartige Geschäft) gemacht wurde.



Beitragvon Michael aus Zypern » 28.04.2020, 18:03


Die französische Liga wird nicht fortgesetzt,also abgebrochen.

https://cyprus-mail.com/2020/04/28/fren ... ot-resume/



Beitragvon scheiss fc köln » 28.04.2020, 19:16


shaka v.d.heide hat geschrieben:Und auch für mich war Fussball (der Sport) mal die schönste Nebensache der Welt,bis daraus Fussball (das abartige Geschäft) gemacht wurde.


Und der BVB Watzke heult rum. Als wäre das nicht sowieso schon längst passiert. Der Arme. Wird demnächst von ´nem Büro in Peking ersetzt
R.I.P Herr, vergib ihnen nicht - denn sie wissen was sie tun



Beitragvon Talentfrei » 28.04.2020, 19:51


Das ganze hat doch die Politik zu entscheiden . Wenn man sagt keine Fussballspiele vor September, gibst keinen Fussball vor September. Das haben ja die Vereine nicht zu entscheiden. Die Vereine wollen lediglich spielen wie die Restaurants und Gaststätten gerne öffnen möchten. Sollte die Politik jetzt Fussball erlauben, wird das sehr schwierig es anderen Berufsgruppen, die dies nicht dürfen,zu vermitteln. Ich glaube nicht das Fussballspiele vor September stattfinden. Damit ist das Thema für diese Saison beendet.



Beitragvon Davy Jones » 29.04.2020, 07:44


Das vergleichsweise wenige Menschen betroffen sind, relativ zur Weltbevölkerung, liegt tatsächlich schlicht und ergreifend an den Maßnahmen.
Was letztlich bereits geringe Unterschiede der Basisreproduktionszahl für Auswirkungen haben können ist enorm und für Laien der Thematik nicht überschaubar.
Die Maßnahmen zu lockern, wird wieder zu einem Anstieg führen. Geschieht dieser, aufgrund einer zu starken Lockerung oder weil die Maßnahmen nicht berücksichtigt werden, zu schnell, dann hat man schnell riesengroße Probleme.
Hätten wir beispielsweise nichts oder nur wenig getan, dann wäre die Basisreproduktionszahl von etwa 3 im März eventuell noch gestiegen oder viel zu langsam gesunken.
Der ganze Text kommt mir arg naiv vor und, da kommt jetzt vielleicht auch ein Vorurteil, was anderes habe ich nach dem ersten Satz kaum erwartet.



Beitragvon Rantanplan » 29.04.2020, 09:52


Das Problem, das viele nicht begreifen: Auch wenn die Symptomatik eine ähnliche ist, gegen das Influenza-Virus gibt es eine Impfung und es gibt Medikamente, die bei einem schweren Verlauf eingesetzt werden und sicher viruzid wirken! Bei Sars Cov2 stützt sich die Behandlung bisher auf die rein symptomatische Therapie, hier und da wird mal ein Malariamittel getestet, woanders Medikament xy, wirklich erfolgversprechend ist das bisher nicht.
Fakt ist: Auch wenn die Virologen aktuell weltweit wie Popstars erscheinen, Keiner kennt dieses Virus zu 100% (im Gegensatz zu den Influenza-Viren!), heißt auch, Keiner hat Stand heute eine adäquate Therapie in Form von Impfstoff oder Medikamenten. Der Vergleich Grippe vs. Sars Cov2 hinkt also immer noch. Jeder der das Gegenteil behauptet, ist entweder naiv und/oder schlichtweg dumm.
Die Tatsache, dass sich die Prognosen nicht bewahrheitet haben, liegt einzig und allein daran, dass die Regierung schnell und richtig gehandelt hat. Mir ist es lieber, dass unsere Intensivbetten leer sind, als das sich zu 90% ausgelastet sind.
Die Maskenpflicht ist für mich ein Pseudo-Sicherheitsgefühl, welches auch genauso schnell wieder in die Gegenrichtung umschlagen kann, wenn die Maskenträger sich wieder zu sehr auf die Pelle rücken. Für den Normalbürger sind die Standard Mund-Nase-Schutz Teile ok, um Mitmenschen zu schützen. Ich sehe aber immer wieder Hobby-Heimwerker, die mit FFP-Masken (die wir im Übrigen auch auf der Covid-Intensivstation tragen!) umherziehen und ihre Ausatemluft schön durch den Filter in die Welt schleudern.
Was den tollen Prof. Krüger angeht: Die Letatlität hat mit dem Begriff so wenig zu tun, wie mein Hund mit Atomphysik. Gehen wir die Definitionen laut Infektionsschutzgesetz und der WHO mal kurz durch:
Eine Epidemie ist ein stark gehäuftes, zeitlich und örtlich begrenztes Auftreten einer Erkrankung.
Eine Pandemie ist eine stark gehäuft, zeitlich begrenzt und örtlich unbegrenzt (also länder- und kontinentübergreifend!) auftretende Erkrankung. Eine Pandemie ist sozusagen eine weltweit auftretende Epidemie.
Was lernen wir daraus? Genau, es ist eine Pandemie.



Beitragvon Thomas » 29.04.2020, 10:49


Hinweis des Moderatoren-Teams:

Unser Diskussionsthema hier ist Fußball und der 1. FC Kaiserslautern. Im aktuellen Fall natürlich auch das Coronavirus und die Auswirkungen auf den gesamten Sport. Nicht relevant für die Diskussionen hier in unserem FCK-Forum ist hingegen, was jemand persönlich von irgendwelchen ausgewählten Politikern hält. Auch eine Grundsatzdiskussion über die gesellschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus können wir hier im FCK-Forum nur bis zu einem bestimmten Punkt führen, aber nicht darüber hinaus - bitte berücksichtigt das. Unser Thema hier bleibt Fußball und der FCK. Unser Diskusionsniveau soll sachlich bleiben. Und abschließend: Wer Verschwörungstheorien oder Fake News verbreitet, fliegt raus!

:danke:
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)



Beitragvon Miggeblädsch » 29.04.2020, 11:05


Die verzweifelten Maßnahmen der Profiligen, dieses mutierte Geldball-Konstrukt in seiner pervertierten Form am Leben zu halten, offenbart für mich gerade unverblümt seine hässliche menschenverachtende Fratze.

Anstatt anlässlich dieser Situation zu erkennen, wie fragil und ständig mutierend die "Blase Profifußball", also der "Finanzball" ist, mit all der Korruption und Bestechlichkeit von Fifa bis hinunter in DFB und DFL, um sich dann vielleicht mal Gedanken darüber zu machen, wie man das in Zukunft besser machen könnte, hält man mit aller Gewalt daran fest, eben genau dieses pervertierte System zu erhalten. Einzig darum geht es. Hier will niemand den Fußball retten, im Gegenteil, man will genau jenes System retten, welches den wahren Fußball seit vielen Jahren bereits zerstört. Das ist quasi so, wie wenn man bei einem Krebspatienten den Tumor erhalten will und den Menschen dann entsorgt.

Der Fußballsport ist schon lange auf der Strecke geblieben, einzig die Erhaltung des "Systems" ist wichtig. Schließlich wollen die Megastars auch künftig ihr Fleisch nicht etwa paniert auf den Teller, sondern vergoldet. Man ist ja schließlich Fußballprofi. Da müssen die Steaks und Ferraris natürlich vergoldet sein, man hat ja schließlich Stil.

Verständlich, dass alle Profiteure der Fußballblase ihr Fernsehgeldsystem und somit ihren Lifestyle verteidigen wollen. Auch Ludwig der 16. hätte damals freiwillig das politische System in Frankreich weder kritisiert noch aufgegeben. 8-)

Daher ist es nun an der Politik, den Fußballfunktionären auf die Finger zu klopfen. Ich bin gespannt, wie stark die Lobby der Funktionäre und die Korrumpierbarkeit der Politiker ist.

Spannende Tage also.......
Jetzt geht's los



Beitragvon FCKPersey1962 » 29.04.2020, 11:28


Danke Thomas, mir geht es bei manchen Hobbyviologen auch zu weit.
Ich bin im Übrigen gegen eine weitere Fortführung der Spiele und für eine komplette Annullierung der Spielrunde, ohne Ab-und Aufsteiger.
Hierbei hoffe ich auf die Vernunft der Politik-die Hoffnung stirbt zuletzt.
Dauerkarte Süd 3.1



Beitragvon Rantanplan » 29.04.2020, 14:16


Wenn man heute noch "echten" Fußball sehen möchte, geht man Sonntags am besten auf den Sportplatz im Dorf, aber auch hier fängt es ab einer gewissen Ligahöhe schon an mit dem Gehabe des bezahlten Fußballs. Alternative: Man schaut sich Spiele aus den 80ern und 90ern an, ich hätte gerne mehr von den alten Schinken im SR/SWR oder wo auch immer!



Beitragvon SEAN » 29.04.2020, 14:22


Rantanplan hat geschrieben:Das Problem, das viele nicht begreifen: Auch wenn die Symptomatik eine ähnliche ist, gegen das Influenza-Virus gibt es eine Impfung und es gibt Medikamente, die bei einem schweren Verlauf eingesetzt werden und sicher viruzid wirken! Bei Sars Cov2 stützt sich die Behandlung bisher auf die rein symptomatische Therapie, hier und da wird mal ein Malariamittel getestet, woanders Medikament xy, wirklich erfolgversprechend ist das bisher nicht.
Fakt ist: Auch wenn die Virologen aktuell weltweit wie Popstars erscheinen, Keiner kennt dieses Virus zu 100% (im Gegensatz zu den Influenza-Viren!), heißt auch, Keiner hat Stand heute eine adäquate Therapie in Form von Impfstoff oder Medikamenten. Der Vergleich Grippe vs. Sars Cov2 hinkt also immer noch.

Selten einer Meinung, aber da bin ich gleicher Ansicht. Von daher kann ich auch nicht verstehen (wenn man die Todeszahlen bei der Influenza sieht), das so viele sich schlichtweg nicht impfen lassen. Die Todeszahlen bei der Influenza könnten locker um die hälfte tiefer sein, mit den Maßnahmen wie aktuell wären es nach meiner Einschätzung höchstens noch 10%.
Ich hab letzte Woche mir nach der dritten Chemo-Therapie einen Titer machen lassen, um den Impfstatus für Masern festzustellen. Ergebnis Negativ, also gibt's nächste Woche ne Impfung, auch gleich Hepatitis B.
Tetanus, Diphtherie, Pertussis, Poliomyelitis, Haemophilus, Pneumokokken, FSME, alles schon gemacht. Wenn ich irgendwas davon bekommen sollte, dann kann ich es nicht ändern. Aber ungeschützt durch die Welt zu rennen, ist für mich eben Leichtsinn. Vor allem wenn man Risiko Patient ist.
Davy Jones hat geschrieben:Das vergleichsweise wenige Menschen betroffen sind, relativ zur Weltbevölkerung, liegt tatsächlich schlicht und ergreifend an den Maßnahmen.

Auch hier bin ich gleicher Meinung. Wo wären die Zahlen, wenn wir die Maßnahmen nicht durchgeführt hätten? Viele jubeln über Schweden. Kaum Maßnahmen, und doch haben sie prozentual ca. die selbe Infektionsrate wie wir. ABER, wir haben auch eine genau 10x so hohe Bevölkerungsdichte. Bei uns ist sie bei 233/km², bei Schweden ist sie bei 23. Bei den Todeszahlen ist es noch krasser. Deutschland 160.000 infizierte Menschen, 6300 Tode. Schweden 20.000 infizierte, 2300 Tode. Das sind bei uns ca. 4% die sterben, bei den Schweden über 10%.
Man kann viel und ausgibig über die Maßnahmen diskutieren. Richtig macht niemand alles. Wir haben in Deutschland aber vieles richtig gemacht. Jetzt müssen wir zusehen, das wir gute Richtlinien für die Gastronomie, Schulen und sonstige stark betroffenen Gruppen finden, damit die Wirtschaft wieder ins Rollen kommt. Das wird eine Herkulesaufgabe.
Abseits der Werte des Vereins stellt sich jeder, der sich stattdessen aus reinem Selbstzweck einer Fankultur verpflichtet fühlt, in der einzelne Gruppierungen und Personen wichtiger sind als der gesamte Club, in der aus diesem Selbstverständnis heraus Straftaten begangen werden.



Beitragvon BTZNBRG » 29.04.2020, 15:34


Der FCK ist so ziemlich der einzige Verein in der 3.Liga der mit seiner Enthaltung gegen die eigenen Interessen gestimmt hat. Aber warum eigentlich? Eine Fortsetzung der Saison bringt dem FCK nur Nachteile. Sportlich kann man nur noch verlieren und in die Regionalliga absteigen und finanziell treiben Geisterspiele - die nur mit Kosten verbunden sind - den Verein erst recht in die (Plan)-Insolvenz.
FCK - The Hunt For Red October



Beitragvon De Sandhofer » 29.04.2020, 18:49


Miggeblädsch hat geschrieben:Die verzweifelten Maßnahmen der Profiligen, dieses mutierte Geldball-Konstrukt in seiner pervertierten Form am Leben zu halten, offenbart für mich gerade unverblümt seine hässliche menschenverachtende Fratze.

Anstatt anlässlich dieser Situation zu erkennen, wie fragil und ständig mutierend die "Blase Profifußball", also der "Finanzball" ist, mit all der Korruption und Bestechlichkeit von Fifa bis hinunter in DFB und DFL, um sich dann vielleicht mal Gedanken darüber zu machen, wie man das in Zukunft besser machen könnte, hält man mit aller Gewalt daran fest, eben genau dieses pervertierte System zu erhalten. Einzig darum geht es. Hier will niemand den Fußball retten, im Gegenteil, man will genau jenes System retten, welches den wahren Fußball seit vielen Jahren bereits zerstört. Das ist quasi so, wie wenn man bei einem Krebspatienten den Tumor erhalten will und den Menschen dann entsorgt.

Der Fußballsport ist schon lange auf der Strecke geblieben, einzig die Erhaltung des "Systems" ist wichtig. Schließlich wollen die Megastars auch künftig ihr Fleisch nicht etwa paniert auf den Teller, sondern vergoldet. Man ist ja schließlich Fußballprofi. Da müssen die Steaks und Ferraris natürlich vergoldet sein, man hat ja schließlich Stil.

Verständlich, dass alle Profiteure der Fußballblase ihr Fernsehgeldsystem und somit ihren Lifestyle verteidigen wollen. Auch Ludwig der 16. hätte damals freiwillig das politische System in Frankreich weder kritisiert noch aufgegeben. 8-)

Daher ist es nun an der Politik, den Fußballfunktionären auf die Finger zu klopfen. Ich bin gespannt, wie stark die Lobby der Funktionäre und die Korrumpierbarkeit der Politiker ist.

Spannende Tage also.......

:daumen: :daumen: :daumen:
Du hast mir aus dem Herzen und der Seele gesprochen. Super Beitrag @ Migge



Beitragvon Thomas » 29.04.2020, 22:18


Auch aus der Oberliga RPS, wo der FCK II spielt, gibt es jetzt ein Meinungsbild der Vereine:

Oberligisten wollen spielen - aber nur bis 30. Juni

Mit einer 16:2-Mehrheit haben sich die Teams der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar am Mittwochabend in einer Videokonferenz mit Vertretern des Regionalverbandes Südwest dafür ausgesprochen, die derzeit wegen der Coronavirus-Pandemie unterbrochene Saison vorzeitig zu beenden - sollte kein sportlicher Abschluss bis 30. Juni möglich sein. (…)

Quelle und kompletter Text: Rheinpfalz

Weitere Links zum Thema:

- Chronologie im DBB-Forum: Spielabsagen und weitere Maßnahmen wegen Coronavirus
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)



Beitragvon Devil's Answer » 29.04.2020, 23:15


Miggeblädsch hat geschrieben:Daher ist es nun an der Politik, den Fußballfunktionären auf die Finger zu klopfen.

Das wird die Politik nicht tun! Man schmückt sich gar zu gern mit Fussball und den Stars.

FCKPersey1962 hat geschrieben:Hierbei hoffe ich auf die Vernunft der Politik-die Hoffnung stirbt zuletzt.

Politik und Vernunft schließen sich gegenseitig aus!

Miggeblädsch hat geschrieben:Ich bin gespannt, wie stark die Lobby der Funktionäre und die Korrumpierbarkeit der Politiker ist.

Die Lobby ist riesig und die Korrumpierbarkeit der Politiker ebenso (siehe oben).

Es geht um viel zu viel Geld!
Oooooh, Baby, Baby, it's a wild world



Beitragvon WernerL » 30.04.2020, 08:29


Miggeblädsch hat geschrieben:
Verständlich, dass alle Profiteure der Fußballblase ihr Fernsehgeldsystem und somit ihren Lifestyle verteidigen wollen. Auch Ludwig der 16. hätte damals freiwillig das politische System in Frankreich weder kritisiert noch aufgegeben. 8-)


Aber was soll der DFB denn machen?
Was wird denn erwartet was getan werden soll?

Wir erwarten von anderen Betrieben/ Branchen auch nicht die Insolvenz in Kauf zu nehmen wenn die jetzt massiv staatliche Mittel einfordern und auf diese angewiesen sind.
Milliardensummen müssen bereit gestellt werden, alles auf Pump.
Für uns alle, auch im Fussball werden trotzdem Arbeitsplätze verloren gehen.

Hinter deiner Argumentation steckt im Grunde für mich wieder die übliche Anti-Kommerz-Logik.

Ich meine niemand ist gezwungen sich den Fussball anzutun. Jeder hat das Recht darauf zu verzichten!
Ist der Sport zu kommerziell kann man sich seinen Dorfverein anschauen.
Warum macht man das nicht?
Ich kanns dir sagen, weil in Wahrheit Dorfligen uninteressant sind für die allermeisten.

Der Kommerz im Fussball kommt zudem auch nicht weil das irgendwann man in stillen Kämmerlein von DFB und UEFA und anderen Verbänden beschlossen wurde, sondern weil immer mehr Menschen diesen Sport sehen wollen und Geld und Zeit darin investieren.
Machen das immer mehr dann steigt logisch der Marktwert und alle bekommen immer mehr vom Kuchen an, vor allem die Spieler als Hauptdarsteller.
Der obere Leistungssport wird auch in unserem kapitalistischen System immer so bleiben.
Übrigens wird jemand der gerade einen Doktortitel gemacht hat auch nicht das Einstiegsgehalt einer Putzkraft verlangen sondern sich das höher vergüten lassen wollen weil sein Marktwert viel höher ist in unserem System.

Der FCK hat doch ehrlich genau 2 Möglichkeiten, entweder macht man da mit oder eben nicht.
Die Entscheidung mitzumachen haben wir alle durch viele Ausbaustufen des Stadions und spätestens mit der Ausgliederung bereits abgestimmt.
Damit haben wir uns entscheiden mitzumachen.
Und diese Entscheidung ist gut so, denn ansonsten würde der FCK verschwinden und ich würde mir ehrlich gesagt einen anderen Sport ganz oben anschauen.

Die Entwicklung des Sports ist doch eigentlich auch lange bekannt, jeder von uns sieht wie das alles läuft.
Ich verstehe daher nicht, dass nach Jahrzehnten immer noch darüber geschimpft wird wie es läuft.
Es läuft genau so wie es in der Wirtschaft immer läuft, es gibt ja noch andere Beispiele/ Systeme in denen immer mehr Geld eine Rolle spielt und hinein gepumpt wird, z. B. berühmte Immobilienblasen.
Wer sich das US amerikansiche Sport-System anschaut und rein liest wird vielleicht feststellen, so wie ich, dass ich das als das viel bessere System empfinde weil die dort diese Entwicklungen bereits lange vorausgesehen haben und einen Riegel vorgeschoben haben.
Dort herrscht offener Wettbewerb und geht auch niemand insolvent. Das ist Profitum.
Europas Ligen sind für mich dagegen Amateurhaft durch und durch und zwar vom Grundansatz her!
„Tradition ist eine Laterne, der Dumme hält sich an ihr fest, dem Klugen leuchtet sie den Weg.“ [George Bernard Shaw]



Beitragvon Pinolino » 30.04.2020, 11:14


Miggeblädsch hat geschrieben:Die verzweifelten Maßnahmen der Profiligen, dieses mutierte Geldball-Konstrukt in seiner pervertierten Form am Leben zu halten, offenbart für mich gerade unverblümt seine hässliche menschenverachtende Fratze.

Anstatt anlässlich dieser Situation zu erkennen, wie fragil und ständig mutierend die "Blase Profifußball", also der "Finanzball" ist, mit all der Korruption und Bestechlichkeit von Fifa bis hinunter in DFB und DFL, um sich dann vielleicht mal Gedanken darüber zu machen, wie man das in Zukunft besser machen könnte, hält man mit aller Gewalt daran fest, eben genau dieses pervertierte System zu erhalten. Einzig darum geht es. Hier will niemand den Fußball retten, im Gegenteil, man will genau jenes System retten, welches den wahren Fußball seit vielen Jahren bereits zerstört. Das ist quasi so, wie wenn man bei einem Krebspatienten den Tumor erhalten will und den Menschen dann entsorgt.

Der Fußballsport ist schon lange auf der Strecke geblieben, einzig die Erhaltung des "Systems" ist wichtig. Schließlich wollen die Megastars auch künftig ihr Fleisch nicht etwa paniert auf den Teller, sondern vergoldet. Man ist ja schließlich Fußballprofi. Da müssen die Steaks und Ferraris natürlich vergoldet sein, man hat ja schließlich Stil.

Verständlich, dass alle Profiteure der Fußballblase ihr Fernsehgeldsystem und somit ihren Lifestyle verteidigen wollen. Auch Ludwig der 16. hätte damals freiwillig das politische System in Frankreich weder kritisiert noch aufgegeben. 8-)

Daher ist es nun an der Politik, den Fußballfunktionären auf die Finger zu klopfen. Ich bin gespannt, wie stark die Lobby der Funktionäre und die Korrumpierbarkeit der Politiker ist.

Spannende Tage also.......


Standing ovations für diese Beitrag, liebe Miggeblädsch :daumen:



Beitragvon carpe-diabolos » 30.04.2020, 11:30


Dieses System ist ein sich selbst erhaltender enger Zirkel der Macht - ganz wenige finanziell profitierende Vereine + Werksklubs, Berater, Spieler und v.a. die Funktionäre nicht zu vergessen.
Wollte man darn ernsthaft etwas ändern, hätte man es schon längst tun können.

Seiberts neuester Erguss - Begrenzung der Spielergehälter, Berater beschränken - Populismus, Gut-wetter-Politik und verlogene Lobbyarbeit in Reinkultur.
Qui diabolos odit, odit homines is
Wer die Roten Teufel hasst, hasst die Menschen
Quidquid agis, prudenter agas et respice finem
Was auch immer du tust, handele klug und bedenke das Ende



Beitragvon Miggeblädsch » 30.04.2020, 12:15


WernerL hat geschrieben:......
....Was wird denn erwartet was getan werden soll?
.......
Hinter deiner Argumentation steckt im Grunde für mich wieder die übliche Anti-Kommerz-Logik.
.......
Die Entwicklung des Sports ist doch eigentlich auch lange bekannt, jeder von uns sieht wie das alles läuft.
Ich verstehe daher nicht, dass nach Jahrzehnten immer noch darüber geschimpft wird wie es läuft.
......


@WernerL, dass wir beide diesbezüglich vom Grundsatz her unterschiedliche Meinungen haben, ist bekannt und darüber wollen wir bestimmt beide nicht zum x-ten Mal diskutieren.

Nur soviel sei gesagt, als Antwort auf deine oben markierte Frage in Verbindung mit deiner Aussage, dass ja schließlich seit Jahrzehnten bereits alles so läuft im Profifußball:

Ich bin der Ansicht, dass etwas nicht automatisch gut ist, nur "weil es schon seit Jahrzehnten" so läuft, wie es läuft. Ich bin vielmehr der Ansicht, dass jedes System, insbesondere wenn es um Milliardenbeträge geht, einer ständigen Überprüfung und Neubewertung bedarf. Hätte man das damals in den USA im Bereich Immobilienfinanzierungen früher oder gar regelmäßig gemacht, hätte man alsbald festgestellt, dass die Verkehrswerte der beliehenen Immobilien nicht annähernd in Relation zu den aufgeblasenen Immobiliendarlehen standen. Man hätte frühzeitig erkennen können, wohin das führt. Man muss nicht warten, bis die aufgeblähte Blase platzt. Man kann vorher auf's Klo gehen!

Für die Immobilienblase in den USA kam jede Hilfe zu spät, die Auswirkungen sind bekannt. Aber als lehrreiches Beispiel ist es gut geeignet, um sich die Fragilität eines solchen Systems bewusst zu machen.

Übertragen auf den Profifußball bedeutet das für mich, dass es auch dort schlau wäre, ein bestehendes System ständig neu zu bewerten, anstatt blindlings weiterzumachen, nur weil es doch "schon jahrelang" so läuft.

Und da behaupte ich jetzt einfach mal, dass die aktuelle Situation doch ein deutliches Indiz dafür ist, wie einfach das Kartenhaus Profifußball zusammenbrechen kann, ja sogar irgendwann zusammenbrechen muss. Schneeballsystem bleibt eben Schneeballsystem!

Ich bin übrigens nicht für "Anti-Kommerz" und will nur noch Dorfvereine spielen sehen. Dieses Totschlagargument solltest du dir sparen. Profifußball ist ohne Kommerz nicht möglich. Aber der notwendige Kommerz sollte auf seriöser Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit beruhen. Die Mutation der mittlerweile aufgerufenen Geldbeträge sollte beschränkt werden. Die berühmte "Schere" im Profifußball darf nicht noch weiter auseinandergehen, sie sollte sich wieder schließen!

Will man den Fußballsport, und da schließe ich auch den Profifußball mit ein, insgesamt retten, sollte man sich jetzt Gedanken machen. Wenn nicht jetzt, wann dann?
Jetzt geht's los



Beitragvon grasnarbe » 30.04.2020, 12:36


Miggeblädsch hat geschrieben:Die Mutation der mittlerweile aufgerufenen Geldbeträge sollte beschränkt werden.

Interessant ist es ja auch, in diesen Zeiten zu erfahren, dass selbst Topklubs in die Bredouille kommen. Das ganze aufgeblasene System des Spitzenfußballs hat alle Einnahmen immer direkt verpulvert, nie nennenswerte Rücklagen gebildet. TV-Einnahmen, Transfereinnahmen etc. sind zügig fast eins zu eins durchgereicht worden an "Sensations"spieler, deren gierige Berater, an teuere Trainer etc. Und nun wird fleißig gejammert, dass man als "Unternehmen" demnächst ja finanziell auf dem Zahnfleisch geht.
Die Roten Teufel vom Betzenberg



Beitragvon Thomas » 30.04.2020, 14:17


Der SWR beleuchtet das Thema "auslaufende Verträge" aus juristischem Blickwinkel:

Stichtag 30. Juni: Was passiert mit auslaufenden Spielerverträgen?

Der 1. FC Kaiserslautern hat sich bei der Abstimmung, ob die Saison zu Ende gespielt oder abgebrochen werden soll, enthalten. Der Grund: Es herrsche keine juristische Klarheit, was mit Spielerverträgen passiert, wenn die Saison über den 30. Juni hinaus andauert. SWR Sport hat nachgefragt.

Sowohl Anna Klär von der ARD-Rechtsredaktion als auch der renommierte Arbeits- und Sportrechtler Professor Philipp Fischinger von der Universität Mannheim sind sich in ihrer Einschätzung einig: Die Verträge werden wahrscheinlich weiter gültig sein. Grundlage für diese Auffassung ist die "ergänzende Vertragsauslegung".

Dabei muss man sich folgende Frage stellen: Was hätten die Vertragspartner vereinbart, wenn sie vorher gewusst hätten, dass es eine Corona-Krise und deshalb eine Saisonverlängerung geben könnte? (…)

Quelle und kompletter Text: SWR

Weitere Links zum Thema:

- Chronologie im DBB-Forum: Spielabsagen und weitere Maßnahmen wegen Coronavirus
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)




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