
Herzprobleme: Längere Pause für Jeff Strasser
FCK-Trainer Jeff Strasser wird aufgrund einer ärztlich verordneten Ruhepause den Roten Teufeln in den kommenden Wochen leider nicht zur Verfügung stehen.
Der 43-Jährige, der nach acht Spieltagen der laufenden Spielzeit das Traineramt beim 1. FC Kaiserslautern von Norbert Meier übernommen hatte, musste in der Halbzeit des Auswärtsspiels beim SV Darmstadt 98 am 24. Januar 2018 aus gesundheitlichen Gründen in ein Darmstädter Krankenhaus gebracht werden. Das Spiel wurde daraufhin abgebrochen. Nach zahlreichen Untersuchungen, unter anderem im Westpfalz Klinikum in Kaiserslautern, wurden bei Jeff Strasser vorübergehende Herzrhythmusstörungen in Zusammenhang mit einer verschleppten Grippe festgestellt. Die Ausübung seiner Tätigkeit als Cheftrainer des 1. FC Kaiserslautern ist aufgrund einer ärztlich verordneten Ruhepause in den kommenden, voraussichtlich 4 bis 6 Wochen, leider nicht möglich. Über die künftige Besetzung der Trainerposition wird der FCK zeitnah informieren.
"Das ist eine schwierige Situation für mich. Ich würde am liebsten schon heute wieder trainieren, aber ich muss auf die Ärzte hören und akzeptieren, dass dies derzeit nicht vernünftig ist. Das ist nicht einfach für mich, schließlich bedeutet mir der FCK und diese Aufgabe sehr viel und ich bedauere es sehr, dem FCK in den nächsten Wochen nicht helfen zu können. Aber ich habe auch eine große Verantwortung gegenüber meiner Frau, meinen Kindern und meiner Gesundheit. Erfreulich ist, dass die Ärzte sehr zuversichtlich sind, dass ich nach einigen Wochen wieder vollständig genesen bin und ich nach der mir verordneten Zwangspause sicherlich meinen Weg als Trainer weitergehen werde. Für mich ist wichtig, dass ich wieder zu 100 % gesund werde und dieser Vorfall keine bleibenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen nach sich zieht. Ich möchte mich an dieser Stelle nochmals für die vielen Genesungswünsche bedanken, die mich in den vergangenen Tagen erreicht haben. Auch wenn mein Ausfall glücklicherweise nicht lang andauern wird, so ist jeder Tag Abwesenheit zu lang. Der FCK muss deshalb die Interessen des Vereins wahren und eine zeitnahe Lösung für die Trainerposition finden. Gerne werde ich mich mit dem neuen Trainer austauschen, wenn dieser das wünscht. Wichtig wird sein, dass alle, auf dem Spielfeld und daneben, in den nächsten Wochen und Monaten alles geben, damit der FCK die Klasse hält", erklärt Jeff Strasser.
"Das Wichtigste für uns ist, dass Jeff Strasser wieder komplett gesund wird. Gerne hätten wir ihn möglichst schnell wieder als FCK-Trainer an der Linie gesehen, doch seine Gesundheit steht in diesem Fall natürlich über allem. Wir waren die ganze Zeit in enger Abstimmung mit Jeff Strasser und treffen diese Entscheidung gemeinsam mit ihm. Wir werden zeitnah eine Entscheidung über die Folgeregelung treffen", so FCK-Sportdirektor Boris Notzon.
Quelle: Pressemeldung FCK
Weitere Links zum Thema:
- Chronologie im DBB-Forum: Gesundheitsprobleme bei Jeff Strasser - Rückkehr noch offen
Ergänzung, 23:15 Uhr:

Kommentar zum Trainerwechsel
Leider ohne Alternative
Wegen vorübergehender Herzrhythmusstörungen steht Jeff Strasser dem FCK in den kommenden Wochen als Trainer nicht zur Verfügung. Der FCK hat sich bereits nach einem Nachfolger umgeschaut. Angesichts der sportlichen Situation hat er keine andere Wahl.
Das Wichtigste vorab: Jeff Strasser dürfte wieder vollständig gesund werden. Das prognostizieren dem 43-Jährigen die Ärzte nach dessen Herzproblemen, die in der vergangenen Woche zum Abbruch der Partie des 1. FC Kaiserslautern beim SV Darmstadt 98 geführt haben. Dass Strasser auf Anraten der Mediziner eine Erholungspause einlegen muss, hatte sich in den vergangenen Tagen schon abgezeichnet. Seit diesem Mittwoch ist es offiziell.
Überflüssig zu erwähnen, dass dieser Schritt für den Luxemburger alternativlos ist. Aber auch der 1. FC Kaiserslautern hat keine andere Alternative, als zügig einen Vertreter bzw. einen Nachfolger zu präsentieren. Würde die Mannschaft die im Sommer angepeilte "sorgenfreie Saison" spielen, könnte man womöglich mehrere Wochen auf den Cheftrainer verzichten und die Zeit mit einer internen Lösung überbrücken. Angesichts der mehr als prekären Tabellensituation kann dieses Szenario aber nicht infrage kommen.
Viel hängt am Ausgang des Abstiegskampfes
Für Strasser ist sein erstes große Engagement in seiner noch jungen Trainerkarriere nach nur rund vier Monaten vorerst beendet. Darüber, wie es mit dem 43-Jährigen und dem FCK weitergeht, braucht man im Moment nicht zu spekulieren. Während sich Strasser in seiner luxemburgischen Heimat die notwendige Auszeit nimmt, müht sich "seine" Mannschaft - und die wird es trotz allem auch weiter bleiben - schon am Sonntag bei Eintracht Braunschweig wieder um den Anschluss an das rettende Ufer. Vor allem vom Ausgang dieses Abstiegskampfes hängt es dann wohl ab, wie es auf der Trainerbank der Roten Teufel mittelfristig weitergeht.
Quelle: Der Betze brennt
