Vorbericht: Karlsruher SC - 1. FC Kaiserslautern

Das wichtigste Spiel der Saison

Das wichtigste Spiel der Saison


In einer erneut bescheidenen Saison kann der 1. FC Kaiserslautern beim Karlsruher SC doch noch mal ein Ausrufezeichen setzen. Dafür gilt es, alles zu geben: Holt den Derbysieg!

Viele FCK-Spiele hätten in diesem Jahr ein Highlight sein können. Vor allem gegen Ende der Saison wären im Aufstiegsrennen noch einige denkwürdige Partien vor gut gefüllten Rängen möglich gewesen, zuhause genauso wie auswärts. So war der Plan. Stattdessen spricht nun der Gegner, Südwest-Kontrahent KSC, im Kampf um die Aufstiegsplätze ein gewaltiges Wörtchen mit, während der FCK bereits 15 (!) Punkte hinterherhinkt und eine erneut trostlose Saison spielt. Und so ist aus Sicht der Roten Teufel das ohnehin brisante Duell am Samstag (14:00 Uhr, Wildparkstadion, auch live im "SWR") zum wichtigsten Spiel der Saison herangewachsen. Wenigstens hier muss den Fans noch mal eine große Freude bereitet werden. Am Samstag zählen keine Tabellenplätze und keine Saisonziele, in diesem Derby zählt nur der Sieg!

Was muss man zum 24. Spieltag wissen? Hier kommen die wichtigsten Vorab-Informationen:

Der FCK: Ausgangslage und Personal

Kein Treffer in den vergangenen beiden Spielen - im Angriffsspiel des 1. FC Kaiserslautern hapert es weiter gewaltig. Gegen Halle stand zumindest die Abwehr wieder ganz gut, was auch mit der defensiveren Personalauswahl von Sascha Hildmann zusammenhing. Ob in Karlsruhe dieselbe taktische Herangehensweise gewählt wird, behält der Trainer noch für sich. Florian Pick, Christian Kühlwetter, Theo Bergmann oder auch Antonio Jonjic könnten Kandidaten für die Startelf sein, falls es zu Änderungen kommt. Wichtig wird aber vor allem sein, ob die Mannschaft die für ein Derby geforderte Mentalität auf dem Platz bringen kann.

Verzichten müssen die Roten Teufel weiter auf Spielmacher Mads Albaek, der sich nach seinem Muskelfaserriss noch im Aufbautraining befindet. Dylan Esmel, dessen Trainingsrückkehr in dieser Woche geplant war, erlitt seinen zweiten Kreuzbandriss binnen sechs Monaten und fällt weitere Monate aus.

Der Gegner: Ausgangslage und Personal

Der Karlsruher SC ist zwar seit elf Spielen ungeschlagen, konnte die beiden vergangenen Spiele auf der "Ost-Tour" aber nicht gewinnen (jeweils 1:1 am Samstag in Jena und am Dienstag Zwickau). Die Mannschaft von Alois Schwartz musste so ein wenig zu Spitzenreiter Osnabrück abreißen lassen, steht aber weiter auf Tabellenplatz 2. In diesem Jahr soll nach der Relegationsniederlage gegen Aue im Mai 2018 die Rückkehr in die 2. Bundesliga gelingen.

Besonderes Augenmerk muss aus FCK-Sicht dem Sturmduo Anton Fink und Marvin Pourié gelten, die 22 der bisher erzielten 38 KSC-Treffer beisteuerten. Verzichten müssen die Karlsruher am Samstag auf Justin Möbius (Beckenverletzung) und Martin Röser, bei dem ein Rippenbruch diagnostiziert wurde.

Frühere Duelle

Vier der letzten sechs Duelle der Südwesten-Rivale endeten 0:0. So auch das Hinspiel im August 2018. Im Wildparkstadion trat der FCK zuletzt im April 2017 an und schoss den KSC durch Tore von Kacper Przybylko, Sebastian Kerk und Jacques Zoua in die 3. Liga (Endstand: 3:1).

Fan-Infos

Mindestens 3.000 bis 4.000 FCK-Anhänger werden am Samstag erwartet, die Gastgeber erhoffen sich ein ausverkauftes Haus. Dann würden 20.500 Zuschauer das Derby im sich im Umbau befindlichen Wildparkstadion sehen. FCK-Fans mit Karten außerhalb des Gästebereichs (Blöck E1 und E2) werden vom Heimverein darauf hingewiesen, dass auffällige FCK-Fanuntensilien dort offiziell nicht erlaubt sind. Stadionöffnung ist um 12:00 Uhr.

Aus Kaiserslautern fährt um 10:07 Uhr ein Entlastungszug mit Zwischenhalten in Neustadt, Schifferstadt und Ludwigshafen. Zurück geht es ab Karlsruhe Hauptbahnhof um 16:55 Uhr. Beachten sollten anreisende FCK-Fans die vom Verein veröffentlichten Auswärtsinfos, auch in Hinblick auf die vielen Baustellen und Straßensperren in Karlsruhe. Die Kapitäne beider Teams haben zudem mit einem gemeinsamen offenen Brief für ein emotionales, aber gewaltfreies Derby geworben.

O-Töne

FCK-Trainer Sascha Hildmann: "Wir müssen immer weiter arbeiten und alles abrufen. Mit viel Wille, Engagement und auch dem nötigen Glück wollen wir dann wieder das Tor treffen."

KSC-Torhüter Benjamin Uphoff : "Von der Stimmung her wird es sicher ein besonderes Spiel. Aber auf dem Platz sollten wir versuchen, das Spiel anzugehen wie jedes andere und nicht nervös zu agieren."

Daten und Fakten

Schiedsrichter: Florian Heft (Neuenkirchen)

Voraussichtliche Aufstellungen

Karlsruher SC: Uphoff - Thiede, Gordon, Pisot, Roßbach - Camoglu, Stiefler, Wanitzek, Lorenz - Pourié, Fink

Es fehlen: Möbius (Beckenverletzung), Röser (Rippenbruch)

1. FC Kaiserslautern: Grill - Kraus, Hainault, Gottwalt - Schad, Löhmannsröben, Sickinger, Sternberg - Hemlein, Thiele, Kühlwetter (Pick)

Es fehlen: Albaek (Muskelfaserriss), Botiseriu (Knie-OP), Esmel (Kreuzbandriss), Spalvis (Knorpelschaden)

- ca. 45-60 Minuten vor Anpfiff auf unserer Twitter-Seite: Die endgültigen Aufstellungen.

Autor: Flo

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