Kummt Senf druff

Schluss mit den Eitelkeiten!

Schluss mit den Eitelkeiten!


Auch ohne Rücktritte und Vertrauensentzug im Aufsichtsrat steckt der 1. FC Kaiserslautern in einer tiefen Krise. Alle Verantwortlichen müssen nun dringend dem Auftrag der Mitglieder und Fans nachkommen. Für Machtspiele ist keine Zeit mehr!

Es herrscht Gewissheit: Patrick Banf bleibt Vorsitzender des Aufsichtsrats, das Gremium arbeitet trotz offen zu Tage getretener Differenzen in seiner jetzigen Besetzung weiter. Kann das funktionieren? Es muss! Unabhängig von der Entscheidung muss es für alle Beteiligten jetzt dringend heißen: Schluss mit den Eitelkeiten, kommt endlich dem Auftrag Eurer Mitglieder nach.

Der FCK gibt ein trauriges, nicht sehr seriöses Bild ab

Die Ausgliederung im vergangenen Sommer ging bemerkenswert harmonisch über die Bühne. Mehr als 90 Prozent schenkten den handelnden Personen ihr Vertrauen für das vorgestellte Konzept mit den vier Säulen zur Investorengewinnung. Ein nicht unerheblicher Teil dürfte spätestens in diesen Tagen bitter enttäuscht sein. Nicht eingelöste Ankündigungen auf der einen, wertvolle Zeit kostende Machtspielchen auf der anderen Seite - es ist ein trauriges, nicht sehr seriöses Bild, das der FCK momentan abgibt.

Während die Uhr für den Betze tickt, sind die versprochenen Geldgeber noch in weiter Ferne. Vielmehr noch: Die Protagonisten verheddern sich in Streitigkeiten, die zwar auf nachvollziehbare Bedenken über das Wohlergehen des FCK zurückzuführen sein mögen - die aber vor allem mal wieder durch Eitelkeiten, Sturheit und Machtspiele eskaliert sind.

Die Posse um Vereinsvorstand Keßler war nur ein Vorbote

Streit, Diskussionen und Konflikte gehören zur konstruktiven Arbeit. Doch während die Roten Teufel Stück um Stück dem sportlichen und wirtschaftlichen Abgrund entgegen taumeln, treten ein Teil der gewählten und auf der Jahreshauptversammlung entlasteten Verantwortungsträger den Wunsch und das Vertrauen der Mitglieder mit Füßen. Die Posse um Ex-Vereinsvorstand Rainer Keßler war nur ein Vorbote des großen Knalls.

Zu viele Alleingänge und Indiskretionen wären Banf beinahe zum Verhängnis geworden. Das Zerwürfnis der vergangenen Tage geht nicht nur auf die Gedankenspiele rund um Investor Michail Ponomarew zurück, diese waren letztlich wohl nur der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat. Auch Hauptsponsor Harald Layenberger schaltete sich via Facebook in die Debatte ein und erhob schwere Anschuldigungen gegen Banf. Das Chaos ist komplett. Doch nun muss endlich wieder zu konstruktiver Arbeit zurückgekehrt werden - unabhängig von Rang und Namen.

Alle müssen sich endlich klar machen, was die Stunde geschlagen hat: Der FCK steht mit dem Rücken zur Wand. Für Eitelkeiten ist kein Platz mehr! Durch das deutliche Votum bei der Ausgliederung und durch die eindeutige Entlastung bei der Mitgliederversammlung haben die verantwortlichen Personen einen glasklaren Auftrag bekommen. Werdet diesem nun endlich gerecht werden, vertretet Eure Mitglieder. Hört auf, dem Fritz-Walter-Klub nicht zuletzt in seinem Ansehen weiteren Schaden zuzufügen! "Chaoslautern" muss ein Ende haben.

Autor: paulgeht

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