Interview mit Christoph Hartmüller (Trainer des TSV Gau-Odernheim)

"Wollen das Spiel so lange wie möglich offen halten"


Am kommenden Mittwoch spielt der 1. FC Kaiserslautern im Verbandspokal gegen den TSV Gau-Odernheim. Im Interview spricht TSV-Coach Christoph Hartmüller über die Marschroute seines Teams und seinen persönlichen Bezug zum FCK.

Der Betze brennt: Christoph Hartmüller, im Viertelfinale des Verbandspokals hat ihr Klub das große Los FCK gezogen. Was bedeutet das für Ihr Team und den Verein?

Christoph Hartmüller (32): Mein Handy explodiert förmlich seit Tagen, ich muss es mehrmals am Tag aufladen. Ich muss Kartenwünsche erfüllen und erhalte jede Menge Glückwünsche zum Los. Außerdem haben die Medienanfragen natürlich stark zugenommen. Als der Vorverkauf für das Spiel in unserem Klubhaus begonnen hat, war ebenfalls der Teufel los. Man kann ganz klar sagen: Es herrscht eine große Vorfreude auf das Spiel.

"Waren mit der kompletten Mannschaft gegen Cottbus im Stadion"

Der Betze brennt: Haben Sie denn einen Bezug zum FCK?

Hartmüller: Ich bin selbst Pfälzer und deshalb natürlich FCK-Fan. Auch in meiner Mannschaft gibt es einige Anhänger der Roten Teufel. Der FCK ist ja auch unser Partnerverein. Am vergangenen Freitag hatten wir deshalb Freikarten und waren mit der kompletten Mannschaft beim Spiel gegen Cottbus im Fritz-Walter-Stadion.

Der Betze brennt: Der TSV Gau-Odernheim ist zweimal in Folge aufgestiegen, von der Bezirksliga in die Landesliga durchmarschiert. Wie lautet das Saisonziel für die aktuelle Spielzeit?

Hartmüller: Nach zwei Aufstiegen in Folge ist das Ziel ganz klar: Wir wollen den Klassenerhalt schaffen. Auch wenn ich nicht leugnen kann, dass es momentan sehr gut läuft (Momentan belegen die Gau-Odernheimer den fünften Tabellenplatz in der Verbandsliga Südwest; Anm. d. Red.).

Der Betze brennt: Wie hoch ist der organisatorische Aufwand für das Spiel am Mittwoch in Worms?

Hartmüller: Der Aufwand ist brutal hoch. Ich bin in ständigem Kontakt mit Andreas Lier aus unserem Organisationsteam. Er hat alles in die Hand genommen. Im Vorfeld so einer Partie müssen so viele Dinge abgeklärt werden, das können Sie sich gar nicht vorstellen. Gespräche mit Polizei, Ordnungsdienst, Wormatia Worms und noch vieles mehr. Das Ganze geht jetzt schon seit einer Woche und wird wohl auch noch in der kommenden Woche anhalten.

"Auch wenn es sich komisch anhört: Ich will das Spiel gewinnen"

Der Betze brennt: Mit welcher Zielsetzung gehen Sie mit Ihrem Team in das Viertelfinalduell gegen den FCK?

Hartmüller: Ich weiß, dass sich das für Außenstehende auf den ersten Blick komisch anhört, aber ich als Trainer gehe in das Spiel und will es gewinnen. Das werde ich auch meiner Mannschaft so vermitteln. Wir wollen die Partie so lange wie möglich offen halten. Ich will keine Floskeln bemühen, aber es ist eben ein Pokalspiel. Wenn unser Torwart überragend hält, wir generell einen Sahnetag erwischen und der FCK uns ein bisschen unterschätzt, dann ist vielleicht etwas möglich.

Der Betze brennt: Setzen Sie für die Partie auf eine besondere Spielvorbereitung?

Hartmüller: Nein, wir machen eigentlich alles wie immer. Ich erarbeite einen Matchplan und am Montag machen wir dann eine Sitzung. Die einzige Änderung, die wir zur sonstigen Spielvorbereitung vornehmen, ist die, dass wir das Abschlusstraining am Montagabend im Wormatia-Stadion absolvieren.

Der Betze brennt: Vielen Dank für das Gespräch und auf ein gutes Spiel!

Autor: Flo

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