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Stimmen zum Spiel

Lieberknecht: "Ein bisschen, wie wenn man das Herz herausgerissen bekommt"

09.11.2025, 00:05 Uhr - Autor: Ingo Konrad

Ausgerechnet beim Traditionstag gegen Hertha BSC kassiert der 1. FC Kaiserslautern die erste Heimniederlage seit sieben Monaten. Nur allzu gerne hätten die Roten Teufel den Fans etwas für die Gänsehaut-Choreo vor dem Spiel zurückgegeben.

Titelfoto

"Wir waren alle beeindruckt von dem, was unsere Anhänger abgezogen haben. Entsprechend wollten wir den Fans natürlich den Heimsieg schenken und so dieses unglaubliche Erlebnis heute vergolden. Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen, weil sie es bis zum Schluss immer wieder versucht hat", resümierte Trainer Torsten Lieberknecht in der Pressekonferenz nach dem Spiel. "Wir haben in der Pause darauf eingewirkt, die Restverteidigung besser zu organisieren und durch vertikaleres Spiel besser in die gefährlichen Räume zu kommen. Möglichkeiten waren da. Die VAR-Entscheidung nach dem Tor war dann ein bisschen, wie wenn man das Herz herausgerissen bekommt. Da sind wir in den letzten Spielen nicht gerade vom Glück verfolgt."

In der dritten Minute der Nachspielzeit hatte Ivan Prtajin eigentlich zum frenetisch gefeierten 1:1 getroffen. Mitten in den Jubel und die Erleichterung der Lautrer nahm Schiedsrichter Tobias Welz den Treffer nach einer vom VAR festgestellten Abseitsposition aber wieder zurück. Somit entschied ein Tor des früheren FCK-Jugendspielers Luca Schuler in der 20. Minute die Partie. Der FCK hatte vor allem in der Schlussphase ein Übergewicht, aber kein Schussglück und scheiterte immer wieder am starken Hertha-Schlussmann Tjrak Ernst. Besonders bitter verlief der Abend für Mahir Emreli, der wenige Minuten nach seiner Einwechslung wieder verletzt raus musste.

Die weiteren Stimmen zum Spiel:



Daniel Hanslik sah einige gute Dinge trotz der Niederlage und war beeindruckt von der Mega-Choero vor dem Spiel: "Ich glaube, mit dem Ergebnis können wir nicht gut schlafen. Du triffst in der Nachspielzeit und dann wird das Tor zurückgenommen. Das ist halt so ein Tag, an dem du das Gefühl hast, es läuft alles gegen dich. Und trotzdem war nicht alles schlecht. Vor allem der Glaube hat nicht gefehlt, wir haben bis zur letzten Minute alles nach vorne geworfen, viele Abschlüsse gehabt. Die Choreo heute war phänomenal, Gänsehaut pur. Da sieht man, wie viele Menschen der FCK bewegt. Dass dieser Verein mehr ist als ein Verein. Ich habe hier ja schon gute und schlechte Zeiten miterlebt. Die Leute stehen hinter dir. Auch nach dem Spiel heute gab es eigentlich nur positive Rückmeldungen."

Marlon Ritter betonte, wie sich die Mannschaft am Ende gegen die Niederlage stemmte und zollte Hertha-Torwart Tjark Ernst Anerkennung: "Wir waren in der ersten Halbzeit einmal unachtsam. Aber zum Ende hin hat man gemerkt, dass wir unbedingt den Ausgleich machen wollten. Der wurde dann leider wieder aberkannt. Wir hatten besonders in den letzten 20 Minuten viele Abschlüsse, die einfach nicht reingegangen sind. Einmal war der Torwart schon geschlagen, da wurde auf der Linie noch geklärt. Am Ende gegen Mika Haas hält er super. Das muss man anerkennen."

Fabian Kunze sah eine klare Steigerung nach der Pause und haderte mit der fehlenden Fortune: "Ich denke, wir hatten in der ersten Halbzeit sehr viele Abspielfehler und sind dann auch nicht wach beim Gegentor. Nach der Pause war das klar besser. Da fehlte uns einfach auch das Matchglück. Der Torwart hat vieles gehalten, hat sich in jeden Schuss reingeworfen. Heute fehlte einfach das Glück."

Luca Sirch bemängelte ebenfalls die erste Hälfte und fühlte mit Mahir Emreli mit, der kurz nach seiner Einwechslung erst eine gute Chance vergab und dann verletzt raus musste: "In der ersten Halbzeit hatten wir ein bisschen wenig Bewegung drin. Wir wurden auch oft ausgekontert. Am Ende ist dann aber vielleicht auch ein Punkt drin. Die Situation mit Mahir Emreli habe ich gar nicht gesehen. Ich habe ihn nur dann am Boden liegen sehen. Das tut mir natürlich sehr leid für ihn. Er hatte zuletzt keine leichte Phase und wenn das Comeback dann so läuft, dann tut es einem natürlich auch sehr weh."

» Zum Video: Pressekonferenz nach dem Heimspiel gegen Hertha BSC

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