Neues vom Betzenberg

 

Lieberknecht schwärmt: "Sinn meiner Existenz"

Wenn die Fans des 1. FC Kaiserslautern in den letzten Monaten über die Trainerfrage diskutierten, fiel immer wieder auch der Name Torsten Lieberknecht. Jetzt hat der gebürtige Pfälzer und aktuelle Duisburg-Coach ein besonderes Bekenntnis zu Traditionsvereinen abgegeben - wie etwa dem FCK.

"Ich habe ein Faible für Klubs mit bewegter und bewegender Historie, die danach lechzen, sportlich wieder besser dazustehen und Erfolge zu spüren", so Lieberknecht in einem Interview mit der "Sport Bild" (Printausgabe). "Da gibt es einige: den MSV kannst Du dazuzählen, Alemannia Aachen zum Beispiel oder den 1. FC Kaiserslautern. Ich habe das Gefühl, das ist der Sinn und Zweck meiner Existenz, sich um solche Klubs, also Traditionsvereine, zu kümmern. Da steckt der Romantiker in mir. Mir sind Tradition, die Herausforderung und das Gefühl für einen Klub wichtiger, als nur zu gucken, ob man in der Bundesliga ist oder nicht."

"Ich möchte für etwas anderes stehen, vielleicht für das Außergewöhnliche"

Trotz früherer Anfragen von Bundesligisten war Lieberknecht vor einigen Wochen überraschend beim damaligen Zweitliga-Schlusslicht MSV Duisburg gelandet. Dort hat der 45-jährige den Klub vorläufig stabilisiert: Aus acht Spielen zuvor hatten die Meidericher nur zwei Punkte geholt, Lieberknechts Zwischenbilanz liegt aktuell bei zwei Siegen, zwei Unentschieden und einer Niederlage. Warum er lieber einen Zweitligisten trainiere als einen "Plastik-Klub ohne Tradition" aus der Bundesliga? Lieberknecht: "Ich habe hier eine Aufgabe gespürt. Ich muss etwas spüren, das ist für mich entscheidend. Da ist es egal, ob der Klub groß oder klein ist und wo er in der Tabelle steht. Es geht nicht um das Streben nach der Bundesliga, sondern um das Gefühl. Ich möchte für etwas anderes stehen, vielleicht für das Außergewöhnliche, mit dem nicht jeder rechnet."

Torsten Lieberknecht

Quelle: Der Betze brennt

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