Pressegespräch zum Auftakt der Wintervorbereitung

Schommers:

Schommers: "Den nächsten Schritt nach vorne machen"


Der 1. FC Kaiserslautern ist wieder zurück auf dem Trainingsplatz. Nach der ersten öffentlichen Einheit äußerten sich Coach Boris Schommers und Kapitän Carlo Sickinger zum aktuellen Stand der Dinge - und zu ihren Zielen im neuen Jahr.

Im Rahmen eines Mediengesprächs nach der ersten rund 90-minütigen Einheit im Jahr 2020 standen Schommers und Sickinger den fragenden Journalisten Rede und Antwort. Wir haben die wichtigsten Aussagen der beiden dokumentiert.

FCK-Trainer Boris Schommers über…

… die Ziele für das neue Jahr 2020: "Wir wollen den Weg, den wir angefangen haben, weitergehen. Wir wollen uns weiterentwickeln. Ich werde hier keinen Tabellenplatz ausrufen. Dass wir die letzten sechs Spiele vor der Winterpause ungeschlagen waren, ist nicht das primäre Thema, sondern eher wie die Mannschaft dort aufgetreten ist und sich in diesen Spielen entwickelt hat. Wir wollen jetzt den nächsten Schritt nach vorne machen."

… das anstehende Trainingslager in der Türkei: "Wir haben verschiedene Schwerpunkte, an denen wir arbeiten werden. Ein Beispiel ist, dass wir unsere Standardschwäche abstellen wollen. Da werden wir viel Zeit investieren. Gleichzeitig wollen wir aber daran arbeiten, dass unser Spiel gegen den Ball, das in den letzten Wochen gut war, weiter so gut bleibt. Den 1. FC Kaiserslautern wird jetzt sicher keiner mehr unterschätzen. Ich kann mir vorstellen, dass manche Teams gegen uns jetzt defensiver stehen und die Räume für uns dann weniger werden. Dementsprechend müssen wir es dann spielerisch besser lösen, um uns weiter Torchancen und Tore zu erspielen. Wir werden mit 22 Feldspielern und vier Torhütern ins Trainingslager reisen. Matheo Raab wird als vierter Keeper mitfliegen."

… potenzielle Neuzugänge: "Die Wunschliste ist abgegeben. Wir arbeiten auf Hochtouren. Wir haben vor der Winterpause analysiert, auf welchen Positionen wir uns qualitativ verstärken möchten. Ich bin grundsätzlich guter Dinge, dass wir den einen oder anderen Transfer noch hinbekommen. Das Wunschszenario wäre es natürlich, dass wir diese Woche noch vor dem Trainingslager in der Türkei einen Spieler dazu bekommen. Ob das klappt, weiß man aber nie. Wir suchen Spieler, die die Mannschaft, die sich jetzt gefunden hat, noch weiter verbessern und uns sofort weiterhelfen. Ich spreche aber keine Stammplatzgarantien aus. Wichtig ist, dass die neuen Spieler von ihren Werten und ihrem Charakter in die Mannschaft passen. Wenn das bei einem Akteur nicht der Fall ist, dann werden wir ihn auch nicht verpflichten."

… mögliche Abgänge: "Toni Jonjic wird erstmal bei der U21 anfangen. Ich hatte ein sehr langes und intensives Gespräch mit ihm, in dem ich ihm den Weg offengelegt habe, wie er wieder zurück zu den Profis kommen kann. Die Tür für ihn ist weiter offen. Christoph Hemlein, Janek Sternberg und Jan Ole Sievers werden erstmal keine weitere Rolle in meinen Planungen spielen. Sie trainieren bei der U21. Jo Matuwila war heute mit dabei. Wir werden weiter mit den Spielern sprechen, wer mit seiner Rolle in der Hinrunde nicht mehr zufrieden war. Es ist ja bei Jo ein offenes Geheimnis, dass er für seinen Anspruch zu wenig Einsatzzeiten bekommen hat. Aber man muss immer schauen, was für den Spieler und den FCK Sinn macht. Dann werden wir überlegen, ob wir einen Spieler abgeben oder nicht."

… die kommenden Aufgaben: "Es ist schön, dass wir noch in drei Wettbewerben dabei sind. Wir haben im DFB-Pokal ein tolles Heimspiel hier auf dem Betzenberg vor der Brust. Für uns gilt es, in den kommenden drei Wochen die Basis für eine erfolgreiche Rückrunde zu legen. Dafür werden wir alles tun."

… seine persönliche Winterpause: "Ich glaube, es hat uns allen gut getan, in der Pause und über die Weihnachtstage mal abzuschalten. Da konnte man sich auch mal um die eigene Familie kümmern, die wichtiger ist als Fußball. Natürlich war ich bezüglich potenzieller Neuzugänge aber immer in Kontakt mit Sportdirektor Boris Notzon und Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt."

FCK-Kapitän Carlo Sickinger über…

… seinen Start ins neue Jahr: "Es zwickt nichts. Ich bin gut ins neue Jahr gekommen. Ich war in Spanien im Urlaub, da konnte man teilweise mit T-Shirt rumlaufen. Da konnte ich auch mal ein bisschen abschalten. Ich bin gespannt auf die Vorbereitung, habe Lust auf das Trainingslager und hoffe, dass wir als Mannschaft da anknüpfen können, wo wir 2019 aufgehört haben."

… das anstehende Trainingslager in der Türkei: "Das wird eine intensive Zeit. Aber ich denke, dass es nicht schlecht ist, mal zusammen mit der Mannschaft längere Zeit weg zu sein. In der Türkei werden wir sicherlich bessere Trainingsbedingungen haben als hier heute. Arbeiten würden wir ja sowieso. Ob jetzt hier oder in der Türkei. Deshalb bevorzuge ich dann lieber eine Woche Türkei."

… die sportlichen Ziele für 2020: "Ich denke, jeder weiß, wo der Verein hingehört. Wir wollen als Mannschaft da weitermachen, wo wir letztes Jahr aufgehört haben. Dann werden wir sehen, wo wir rauskommen. Wir sollten aber den Fokus auf uns legen und nicht so viel auf die Tabelle schauen. In den letzten Wochen des alten Jahres hat man gesehen, welche Qualität in der Mannschaft steckt und was wir in der Lage sind zu leisten, wenn Selbstbewusstsein und Kontinuität da sind. Die Stimmung ist gut, auch heute ist in der Mannschaft sehr viel gelacht worden. Wir dürfen aber nicht erwarten, dass wir jedes Spiel gewinnen. Ich bin guter Dinge, dass wir eine gute Rückserie spielen werden."

… die ersten Aufgaben im neuen Jahr: "Im Verbandspokal sind wir noch dabei, den müssen wir gewinnen. Im DFB-Pokal haben wir Mainz und Nürnberg geschlagen, jetzt kommt Düsseldorf. Mal sehen, was da drin ist. Die Liga ist aber natürlich das Wichtigste."

… seine persönlichen Ziele für 2020: "Ich will meine Leistungen von vor der Winterpause weiter stabilisieren. Ich hoffe, dass ich noch ein bisschen aus mir rauskommen kann und noch mehr Einfluss auf das Spiel nehme. Als Kapitän hat man ein bisschen mehr zu tun. Intern und auf dem Platz. Ich will aber sowieso immer die beste Leistung im Spiel erreichen. Egal, ob ich Kapitän bin oder nicht."

Autor: Flo

Weitere Links zum Thema:

- 27 Spieler absolvieren erstes Training im neuen Jahr (Der Betze brennt)

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