Spielbericht: Bayern München II - 1. FC Kaiserslautern 1:3

Die Serie hält

Die Serie hält


Ist das geil! Auch bei Bayern München II setzt der 1. FC Kaiserslautern seine Siegesserie fort. Beim fünften Erfolg nacheinander stechen Christian Kühlwetter und Simon Skarlatidis aus einer starken Mannschaft heraus.

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Heimspiel in München! Rund 3.000 Fans des 1. FC Kaiserslautern hatten das Grünwalder Stadion im Spiel gegen Bayern München II fest in ihrer Hand. Da der TSV 1860 erst am Montag in Ingolstadt spielt, hatten sich auch viele Anhänger der Löwen eine Karte für den Gästeblock besorgt, der sich dieses Mal in der Westkurve befand.

Trotzdem war es eine merkwürdige Atmosphäre an diesem Samstag. Weil die erste Mannschaft des FC Bayern in der Bundesliga fast zeitgleich zuhause gegen Bremen spielte, fanden sich nur wenige Supporter des Heimvereins auf der Gegengeraden ein. Eigentlich sind die Bayern für ihre gute Amateure-Fangemeinde bekannt, so waren sie aber nur ganz vereinzelt mal zu hören. Die Haupttribüne hatten derweil weitestgehend die FCK-Anhänger in ihrer Hand und stimmten auch von dort wiederholt Fangesänge an. Wenn es im Publikum mal etwas stiller wurde, waren sogar die Anweisungen von Spielern und Trainer bis auf die Tribüne zu hören. Im Verlauf der ersten Halbzeit war zudem der stark wehende Wind ein Faktor für das Spiel. Viele Aktionen der auf dem Platz wurden dadurch beeinflusst.

Rote Teufel spielen voller Selbstvertrauen

Durch die vier Siege in Folge startete der FCK mit einer Menge Selbstvertrauen und hatte die Partie von der ersten Minute an im Griff. Nach 19 Minuten war es dann Christian Kühlwetter, der die Lautrer mit einem abgefälschten Ball in Führung schoss. Der zweiten Mannschaft der Bayern merkte man an, dass sie nicht eingespielt war, auch weil vier Spieler am Freitag in den Kader des Profiteams beordert wurden. Nach 32 Minuten hätte Timmy Thiele den zweiten Treffer für den FCK erzielen müssen, erreichte den Ball aber nicht.

Kurz vor der Pause fiel dann doch der Ausgleich: Nicolas Feldhahn hebelte die Lautrer Viererkette mit einem starken Flugball aus. Leon Dajaku brauchte nur zwei Kontakte und schob die Kugel an Lennart Grill vorbei zum 1:1. Insgesamt war es ein ärgerlicher Halbzeitstand, denn die Roten Teufel waren weitgehend feldüberlegen.

Die Einwechslung von Skarlatidis bringt den Sieg

Nach Wiederanpfiff entwickelte sich dann ein ausgeglichenes Spiel mit vielen Zweikämpfen im Mittelfeld. Die Roten Teufel mussten phasenweise ernsthaft um ihre Siegesserie zittern, doch in den letzten zehn Minuten drehten sie die Partie zu ihren Gunsten. Der eingewechselte Simon Skarlatidis wurde zum entscheidenden Mann des Spiels.

Nach 81 Minuten servierte der Deutsch-Grieche den Ball für Christian Kühlwetter, der zum viel umjubelten 2:1 für die Gäste verwandelte. Und Skarlatidis war es auch, der fünf Minuten später die Lautrer Fans endgültig erlöste. Nach Vorlage von Kühlwetter traf die Nummer 10 zum 3:1. Nun waren die 3.000 FCK-Fans endgültig in Feierlaune. Obwohl Top-Torjäger Florian Pick diesmal nicht traf, gab er nach Abpfiff den Party-Mann und ließ sich mehrfach zur Welle vor dem Gästeblock auffordern.

Der FCK kann jetzt nach oben schauen

Fünf Siege in Folge! Wow! In dieser Form kann sich der FCK in der Tabelle auf jeden Fall weiter nach oben orientieren. Der Rückstand auf Relegationsplatz 3 beträgt nach den Ergebnissen vom Samstag nur noch vier Punkte. Es ist einfach Wahnsinn, was die Schommers-Elf derzeit leistet! Das honorierte auch der mitgereiste Aufsichtsratsvorsitzende Rainer Keßler, der die 90 Minuten mit Frau und Kind auf der Tribüne verfolgte. Am kommenden Samstag spielen die Roten Teufel zum Jahresabschluss bei der SpVgg Unterhaching, einem Team aus den oberen Tabellengefilden. Ein weiterer Sieg scheint in der derzeitigen Verfassung nicht ausgeschlossen!

Autor: Flo

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