Vorbericht: 1. FC Kaiserslautern - FC St. Pauli

Die letzten Zweifel beseitigen

Die letzten Zweifel beseitigen


Vor wahrscheinlich 35.000 Zuschauern will der FCK mit einem Heimsieg gegen St. Pauli die 40-Punkte-Marke knacken. Dann wäre sogar noch ein versöhnlicher Abschluss dieser enttäuschenden Saison möglich.

Große Erleichterung am Betzenberg: Mit den Siegen gegen München und Karlsruhe hat der 1. FC Kaiserslautern zwei große Schritte in Richtung Klassenerhalt gemacht. Mittelfeldspieler Christoph Moritz scheint dem Braten aber noch nicht ganz zu trauen und sagte in der "Rheinpfalz": "Jetzt haben wir 38 Punkte. Nach der alten 40-Punkte-Regel fehlen uns also noch zwei. Aber 42 Punkte am Ende wären in unserer Situation und nach dieser Saison noch relativ ordentlich."

40 bis 42 Punkte wären am Ende ordentlich? Warum eigentlich? Momentan beträgt der Vorsprung auf Platz 16 fünf Punkte und der Rückstand auf Rang 7 nur zwei Zähler. Schon mit einem Heimsieg am Freitagabend würde dem FCK ein einstelliger Tabellenplatz winken. Mit einem erfolgreichen Endspurt könnte sogar noch ein versöhnlicher Abschluss dieser enttäuschenden Saison drin sein. Zunächst gilt es aber gegen den FC St. Pauli die letzten Zweifel am Klassenerhalt zu beseitigen.

Was muss man vor dem 32. Spieltag wissen? Hier kommen die wichtigsten Vorab-Informationen:

Der FCK: Ausgangslage und Personal

Nicht überzeugend gespielt, aber zwei Mal gewonnen. Nach der erfolgreichen Umstellung auf Dreier-/Fünferkette in der Defensive scheint FCK-Trainer Norbert Meier auch in der Offensive sein Personal für die letzten Spiele gefunden zu haben. Im Angriff werden wieder die Karlsruhe-Torschützen Kacper Przybylko und Jacques Zoua erwartet. Dahinter sollen Christoph Moritz und Daniel Halfar für den nötigen Schwung sorgen.

Allerdings drängt auch Sebastian Kerk zurück in die Startelf und könnte gegebenenfalls Daniel Halfar (muskuläre Probleme) ersetzen, der ebenso wie Osayamen Osawe (Rippenblessur) und Robin Koch (Mandelentzündung) noch nicht topfit ist. Bei allen drei angeschlagenen Spielern geht die Tendenz aber in die Richtung, dass sie am Freitagabend einsatzfähig sind.

Der Gegner: Ausgangslage und Personal

In der Rückrunde ist der FC St. Pauli ein Spitzenteam: Mit bisher 27 Punkten im Jahr 2017 (FCK: 19 Punkte) hat das Team von Ewald Lienen die katastrophale Hinrunde fast vergessen gemacht und steht kurz vor dem Klassenerhalt. Zuletzt sammelte St. Pauli gegen Nürnberg, Würzburg, Düsseldorf und Heidenheim sogar vier Siege in Folge.

Verzichten muss Trainer Lienen auf Außenverteidiger Jeremy Dudziak, der als Stammspieler in der Rückrunde einen nennenswerten Anteil am Aufschwung des FCSP hatte. Besonders Acht zu geben gilt es auf Mittelstürmer Aziz Bouhaddouz: Mit 14 Saisontreffern gehört der Ex-Sandhäuser zu den besten Torjägern der zweiten Liga.

Frühere Duelle

Die Roten Teufel haben überhaupt erst drei Heimspiele gegen die Kiezkicker verloren - alle jedoch seit 2013. Den einzigen Sieg in dieser Zeit gab es am 2. November 2013, als der FCK zu Beginn der Ära Runjaic eine zeitlang wirbelte und St. Pauli mit 4:1 aus dem Fritz-Walter-Stadion schoss. Unter anderem traf Simon Zoller damals doppelt.

Fan-Infos

"Alle in Rot uff de Betze" lautet das Motto der Fanclubs zum vorletzten Saison-Heimspiel. Im Endspurt kann der FCK wieder voll auf seine Fans zählen: 35.000 oder mehr Zuschauer werden am Freitagabend erwartet, darunter etwa 2.000 bis 2.500 Fans von St. Pauli.

Alle regelmäßigen Stadionbesucher sollten ihre justpay-Bezahlkarten mitbringen und möglichst leer machen: Der Anbieter Payment Solutions steht vor der Insolvenz! FCK-Finanzvorstand Michael Klatt geht jedoch davon aus, dass die Fans zumindest am Freitag noch ordnungsgemäß mit justpay bezahlen können - genauere Infos will der Verein rechtzeitig vor dem Spiel bekanntgeben.

O-Töne

FCK-Trainer Norbert Meier: "Die Mannschaft, die gewinnt, kann sich von den unteren Tabellenplätzen verabschieden - das sollte ein Ansporn sein, genauso wie die zahlreichen Fans, die uns auf dem Betze wieder lautstark unterstützen werden."

St. Paulis Coach Ewald Lienen: "Es ist ein Endspiel - für beide Mannschaften. Der FCK hat von seinen 38 Punkten 26 zuhause geholt und nach seiner Systemumstellung zuletzt drei von vier Spielen gewonnen. Das ist eine riesige Aufgabe für uns und wir müssen alles investieren."

Daten und Fakten

Schiedsrichter: Felix Zwayer (Berlin)

Voraussichtliche Aufstellungen

1. FC Kaiserslautern: Pollersbeck - Vucur, Ewerton, Heubach - Mwene, Koch, Gaus - Moritz, Halfar (Kerk) - Przybylko, Zoua

Es fehlen: Mujdza (Aufbautraining), Jacob (Knieprobleme), evtl. Halfar (muskuläre Probleme), evtl. Koch (Mandelentzündung), evtl. Osawe (Rippenblessur)

- Ca. 45-60 Minuten vor Anpfiff auf unserer Twitter-Seite: Die endgültigen Aufstellungen.

FC St. Pauli: Heerwagen - Hornschuh, Sobiech, Gonther, Buballa - Nehrig, Buchtmann - Sahin, Möller Daehli, Sobota - Bouhaddouz

Es fehlen: Keller (grippaler Infekt), Dudziak (Schulter-OP)

Autor: Thomas

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