Neues vom Betzenberg

 

"Für jeden von uns der sportlich schlimmste Tag"

Aus und vorbei: Der 1. FC Kaiserslautern ist abgestiegen. Nach dem 2:3 in Bielefeld gaben Christoph Moritz und Phillipp Mwene Einblick in ihr Seelenleben. Martin Bader dachte schon voraus.

Am Ende hatte der FCK noch einmal alles nach vorne geworfen, doch das dritte Tor, welches die rechnerische Chance auf den Klassenerhalt am Leben gehalten hätte, wollte nicht fallen. Stattdessen kassierten die Lautrer das 2:3 in der Schlusssekunde - und waren damit abgestiegen. Auch wenn der Fall in die 3. Liga schon länger abzusehen war, bei einigen FCK-Akteuren liefen nach dem Schlusspfiff die Tränen. "Wenn es endgültig ist, sitzt du da. Keiner sagt was. Jeder hat versucht, damit umzugehen", beschrieb Phillipp Mwene die Stimmung nach dem Schlusspfiff in der Kabine.

Moritz: "Das hat keiner gerne in seiner Vita stehen"

"Das ist wahrscheinlich für jeden von uns der sportlich schlimmste Tag", sagte ein nachdenklicher Christoph Moritz. "Den FCK von der 2. in die 3. Liga zu bringen - das hat keiner gerne in seiner Vita stehen." Ein großes Lob hatte der Kapitän wie Mwene für die mitgereisten Fans übrig, die der Mannschaft zum überwiegenden Teil Applaus spendeten". "Das ist nicht normal. Hätten sie uns ausgepfiffen, hätte ich das verstanden", so Mwene. "Deswegen tut es einem so unendlich leid für die Leute", betonte Moritz angesichts des gut gefüllten Fanblocks und dessen Reaktion nach dem Schlusspfiff.

Glück oder Pech? "Darüber müssen wir nicht mehr reden"

Mit dem Spiel wollten sich beide Akteure gar nicht mehr befassen. Auch wenn das Team lange Zeit eine ansprechende Leistung gezeigt hatte, fehlten am Ende trotzdem die letzten Prozent, um den Sieg davon zu tragen. "Ein Spiegel der ganzen Saison", hatte Moritz gesehen. Die guten Möglichkeiten zum Schluss wollte der Mittelfeldmann aber nicht mit Glück oder Pech erklären. "Darüber müssen wir dann nach 32 Spieltagen auch nicht mehr reden."

"Absoluter Witz" für Frontzeck - Bader: "Müssen jetzt liefern"

Michael Frontzeck sprach von einer "bitteren Stunde". Aufgrund der starken Rückrunde bezeichnete der 54-Jährige den Abstieg als einen "absoluten Witz". "Ich bin erst sei Februar hier", fügte Martin Bader an. "Aber das heute nimmt einen mit. Es fühlt sich an, als wäre ich schon länger hier." Der Sportvorstand dachte schon wenige Minuten nach dem Schlusspfiff voraus. Es gelte nun die Kaderplanung noch weiter zu intensivieren und die kommende Spielzeit gut zu planen, schließlich habe man den Fans gegenüber eine Verpflichtung. "Wir müssen jetzt liefern", so Bader.

Quelle: Der Betze brennt

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