Willkommen bei Der Betze brennt!




AnmeldenRegistrierenPasswort vergessen?Benutzername vergessen?


Quick-Links:

 

Blick in die Kurve

Betze-Fans in Braunschweig: Protest, Pyro, Aufmunterung

30.11.2025, 12:10 Uhr - Autor: Ingo Konrad

Braunschweig ist für die FCK-Fans schon wieder keine Reise wert. Nach dem Protest gegen die Innenminister-Pläne gibt es im Gästeblock zur zweiten Hälfte eine Pyro-Choreo - und am Ende Aufmunterung für die dieses Mal enttäuschende Elf vom Betzenberg.

Titelfoto

Es ist ganz sicher kein Spiel, an das man sich beim 1. FC Kaiserslautern in der Rückschau gerne erinnern wird und erinnern will. Nachdem die 0:2-Niederlage bei Eintracht Braunschweig besiegelt ist, bleibt den rund 2.500 mitgereisten Schlachtenbummlern nur ein aufmunternder Applaus für die bedröppelt vor dem Gästeblock stehenden Spieler. Schließlich folgt bereits am Dienstag mit dem DFB-Pokal-Achtelfinale in Berlin die nächste große Aufgabe. Klar sollte gleichwohl sein: Weitere Auftritte wie der am Samstag an der Hamburger Straße und die Kritik dürfte auch aus den Reihen der mitgereisten Fans schärfer werden.

Rund 2.500 Fans begleiten den FCK nach Braunschweig

Zu Beginn steht das vorletzte Liga-Auswärtsspiel in diesem Jahr erneut im Zeichen der Fanproteste gegen die Pläne der Innenministerkonferenz, bei deren Sitzung es in der kommenden Woche zu verschärften Maßnahmen gegen Fußballfans kommen könnte. Weil die offiziellen Zahlen eigentlich bestätigen, dass der Stadionbesuch in Deutschland sicher ist, richten sich die Aktionen explizit gegen die populistischen Forderungen einiger Hardliner unter den Innenministern.



Exemplarisch für deren Haltung steht vor allem Daniela Behrens in Niedersachsen, die von den heimischen BTSV-Fans vor dem Anpfiff mit einem Spruchband entsprechend direkt angesprochen wird. "D. Behrens: Beenden Sie den populistischen Sicherheitswahn", heißt es auf einem Spruchband über die komplette Heimkurve des Eintracht-Stadions. Die Botschaft der FCK-Fans richtet sich derweil an den rheinland-pfälzischen Innenminister Michael Ebling: "Ebling, nächste Woche liegt es in deinen Händen - keine Stimme für Populismus."

Spruchband:

Spruchband:

Wie schon am letzten Spieltag beteiligen sich beide Fangruppen ab dem Anpfiff an einem zwölfmonatigen Stimmungsboykott. Zu Beginn des zweiten Durchgangs ziehen die Hooligans der "K-Town Reds", die in Braunschweig von befreundeten Stuttgartern unterstützt werden, ein großes Banner am Gästeblock-Zaun hoch. Anlass ist das Jubiläum der Neugründung der "Reds" vor 15 Jahren, im Block gibt es dazu eine Pyroshow mit Bengalos, Blinkern, rotem Rauch und Feuerwerksraketen. Das Spiel wird vom Schiedsrichter für zwei Minuten unterbrochen, kann dann aber ohne weitere Vorkommnisse fortgesetzt werden. Außerdem gibt’s noch eine kritische Spruchband-Aktion zum Thema Preisentwicklung bei Eintrittskarten: "Die Ticketpreise steigen und steigen. Fußball muss ein Sport für alle Klassen bleiben. Kein Zwanni für nen Steher!"

Choreo: 15 Jahre K-Town Reds

Spruchband: Die Ticketpreise steigen und steigen. Fußball muss ein Sport für alle Klassen bleiben.

Bestens ist die Stimmung logischerweise bei den in den vergangenen Wochen nicht gerade erfolgsverwöhnten Braunschweigern unter den insgesamt 20.848 Zuschauern. Als die Blau-Gelben in der 67. Minute traditionell an den Gewinn ihrer Deutschen Meisterschaft 1967 erinnern, zeichnet sich der Heimsieg bereits deutlich ab. Und so müssen die Lautrer ganz zum Schluss auch noch die Häme der Heimfans ertragen, als die Eintracht-Kurve nach ihrem erst vierten Saisonsieg anstimmt: "Gegen Braunschweig kann man mal verlieren."

Heimkurve der Fans von Eintracht Braunschweig

Zur kompletten Fotogalerie vom FCK-Spiel in Braunschweig:

- Fotogalerie | 14. Spieltag: Eintracht Braunschweig - 1. FC Kaiserslautern

Forum:   500 Kommentare