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"Ein Sieg der Leidenschaft": Rote Teufel feiern emotionalen Derby-Erfolg

18.10.2025, 17:05 Uhr - Autor: Ingo Konrad

Das Derby zwischen dem Karlsruher SC und dem 1. FC Kaiserslautern ist am Ende so wild, wie es Trainer Lieberknecht vorhergesagt hat. Matchwinner Ritter bleibt bei der entscheidenden Szene aber ganz cool, ehe es direkt danach im Lautrer Lager kein Halten mehr gibt.

Titelfoto

"Es war ein Derby, wie wir es uns alle vorgestellt haben. Wir haben jetzt eine kurze Rückfahrt, aber auch eine schöne. Hätten wir nur 2:2 gespielt, dann wären wir eher enttäuscht gewesen nach einer 2:0-Führung", beschrieb Matchwinner Marlon Ritter nach einem packenden Südwest-Klassiker die Gefühlslage im Lager der Roten Teufel. Der Kapitän musste das Prestigeduell zunächst von der Bank aus verfolgen und drückte der Partie mit seinem Tor in der Nachspielzeit zum 3:2-Siegtreffer schließlich doch seinen Stempel auf. Mit 2:0 hatten die Roten Teufel durch Treffer von Ivan Prtajin und Naatan Skyttä schon geführt, ehe die Badener ihrerseits zum 2:2 ausgleichen konnten. "Nach dem Anschlusstreffer hat man gemerkt, dass auf einmal auch das Stadion wieder da war. Das war eigentlich schon mucksmäuschenstill. Nach dem Ausgleich wollte der KSC das Spiel noch gewinnen. Vielleicht wollten sie da zu viel und wir haben dann den entscheidenden Konter gesetzt. Am Ende war es einfach ein guter Konter. Die Verteidiger haben immer die Angewohnheit, dass sie einen Schritt machen, um den Ball zu blocken. Und dann ist halt die lange Ecke frei", schilderte Ritter die letztlich entscheidende Szene, mit der er ganz abgebrüht nicht nur die fast 5.000 mitgereisten Betze-Fans in komplette Ekstase versetzte.

Wenn auch mit etwas Glück, ging die Strategie von FCK-Trainer Torsten Lieberknecht somit perfekt auf, der vor der Partie insbesondere auf den Faktor Emotionen gesetzt hatte. "Ich habe immer das Gefühl, wenn der FCK gegen den KSC spielt, gibt es irgendwann ein Spiel ohne Mittelfeld. Derby ist ein hochemotionales Spiel. Und für uns war wichtig, eben diese Emotionalisierung bei der Mannschaft in den Vordergrund zu stellen, die Bereitschaft, alles abzuliefern. Das geht zwar etwas auf Kosten der Balance, Leidenschaft versus ruhigen Fußball sozusagen. Aber letztendlich waren wir der vielleicht auch etwas glückliche Sieger. Es war ein Sieg der Leidenschaft, auch wenn der KSC das Spiel ebenfalls hätte gewinnen können, wenn man die Dramaturgie des Spiels sieht."

Die weiteren Stimmen zum Spiel:



Luca Sirch fühlte sich am Ende zunächst an die Vorsaison erinnert. Umso größer war die Freude nach dem Lucky Punch: "Es war ein sehr anstrengendes Spiel. Ich bin echt tot, aber erleichtert, dass wir das Spiel am Ende noch gewonnen haben. Ich glaube, es war auch mit das schönste Derby. Am Ende war es zunächst ein bisschen wie letztes Jahr hier auswärts, als wir auch 2:2 gespielt haben. Aber wenn man dann noch so gewinnt, dann ist man natürlich erleichtert und es ist schon eine sehr, sehr große Freude da."

Semih Sahin beschrieb seine etwas veränderte Position. Auf das zwischenzeitliche 2:2 hätte er gerne verzichtet: "Wir hätten es jetzt nicht so spannend machen müssen, aber es ist gut, dass wir dann noch den Siegtreffer erzielt haben. Ich habe heute etwas weiter vorne gespielt, das waren taktische Vorgaben. Ich habe versucht, es bestmöglich zu machen. Fabian Kunze war so aber gefühlt alleine im Mittelfeld. Aber am Ende zählt der Sieg, am Ende ist alles richtig gelaufen."

Fabian Kunze geben Derbys immer einen besonderen Antrieb. Gleiches gilt natürlich für den ekstatischen Jubel nach dem 3:2: "Ich finde ein Derby immer geil. Man kommt schon auf den Platz und wird ausgepfiffen, das gibt immer einen Extraschub. Man hat auch gesehen, dass wir den Schub zunächst besser mitgenommen haben als Karlsruhe. Wir müssen nach der Führung aber cleverer sein. Wir hatten ja eigentlich alles im Griff. Das darf uns in der Art und Weise so nicht passieren. Aber ja, natürlich ist es umso schöner, dass wir dann in der Nachspielzeit noch das 3:2 gemacht haben. Wie wir alle ohne nachzudenken sofort hin gesprintet sind, das sind Emotionen pur. Dafür spielt man Fußball. Es gibt nichts Schöneres, als so einen Derbysieg zu feiern."

Julian Krahl beschrieb ebenfalls die Emotionen nach dem Siegtor. Am Umgang mit der 2:0-Führung übte der Keeper aber auch Kritik: "Wenn man hier 3:2 gewinnt, dann ist das eine Riesen-Energieleistung. Wahnsinn, wenn man das so mit den Fans feiern kann, das war unfassbar. Klar, darf man sich beim 2:2 mit einer Führung nicht so auskontern lassen. Das geht nicht, aber umso mehr schmeckt natürlich dann am Ende der Sieg. Im Derby sind viele Sachen entscheidend und ich glaube, die Emotionen, der Kampf und der Wille werden sich immer durchsetzen in so einer Atmosphäre und da hatten wir heute das nötige Quäntchen mehr bei uns."

» Zum Video: Pressekonferenz nach dem Auswärtsspiel beim Karlsruher SC

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