Neues vom Betzenberg
In der Nachspielzeit: Ritter schießt FCK zum Derbysieg in Karlsruhe
Trainer Torsten Lieberknecht veränderte die Startelf im Derby auf einer Position und gab Faride Alidou wieder den Vorzug vor Marlon Ritter. Der FCK-Kapitän nahm ebenso auf der Bank Platz wie Daniel Hanslik, der nach wochenlanger Verletzungspause erstmals wieder zum Spieltagskader gehörte. Im ausverkauften Wildparkstadion - darunter rund 5.000 Betze-Fans - waren die Roten Teufel vom Anpfiff weg torgefährlich. In der 2. Minute war Ivan Prtajin frei durch, scheiterte aber an KSC-Torwart Hans Christian Bernat. Danach ging zwar die Fahne des Schiedsrichterassistenten nach oben, möglicherweise wäre der Torjäger aber nicht im Abseits gestanden. Nur wenig später glückte dem FCK aber doch der Traumstart. Nach Flanke von Paul Joly wurde ein Schuss von Kim Jisoo zunächst geblockt. Den zweiten Versuch von Mika Haas aus dem Hintergrund lenkte Ivan Prtajin per Hacke zum 1:0 ins Netz (11.).
Die Lautrer blieben auch nach der Führung am Drücker und hatten binnen Sekunden durch Haas und vor allem Fabian Kunze weitere Chancen. Bei dessen Direktabnahme fehlten nur Zentimeter zum 2:0 (19.). Die zuletzt enorm heimstarken Karlsruher taten sich zunächst schwer, zu klaren Möglichkeiten zu kommen. Das änderte sich aber in der Schlussphase der ersten Hälfte. In der 35. Minute parierte Julian Krahl einen Schuss von Dzenis Burnic zur Ecke. Noch größer war die Rettungstat des Keepers gegen Christoph Kobald (37.), wobei sich die Roten Teufel vehement beschwerten, dass in der Entstehung der Großchance ein versuchter Seitfallzieher in Kopfhöhe nicht abgepfiffen wurde. Die letzte Gelegenheit vor der Pause gehörte dann wieder dem FCK durch Naatan Skyttä mit einem Abschluss ans Außennetz (45.+1).
Trotz dieser letzten Gelegenheit brauchte der FCK mit Beginn des zweiten Durchgangs dringend Entlastung, wofür Lieberknecht unter anderem Hanslik für Alidou in die Partie schickte. Mit einer seiner ersten Aktionen passte Hanslik zentral vor dem Tor auf Skyttä, dessen Versuch zu einer gefährlichen Bogenlampe abgefälscht wurde, die über Bernat hinweg einschlug - 2:0 für die Lautrer in der 54. Minute. Dieses Mal benötigten die Gastgeber aber nicht lange für eine Reaktion. Einen Abschluss aus spitzem Winkel von Marvin Wanitzek konnte Krahl noch parieren, Fabian Schleusener staubte allerdings ab zum schnellen Anschlusstreffer (58.). Mehr und mehr wurden die Lautrer nun wieder in die eigene Hälfte gedrückt. In der 74. Minute wurde es ganz eng, als Wanitzek am langen Pfosten einschießen wollte, doch Luca Sirch rettete mit einer Monstergrätsche gerade noch so zur Ecke. Knapp zehn Minuten später wurde ein Ballverlust der Gäste dann bestraft. Lilian Egloff schloss einen Gegenstoß mit einem Schuss ins kurze Ecke zum 2:2 ab (83.). Das allerletzte Wort in dem packenden Derby hatten jedoch die Roten Teufel - und wie. Schon in der Nachspielzeit kam der eingewechselte Ritter im Strafraum an den Ball und schoss flach ein zum 3:2 (90.+3). Der Rest war frenetischer Jubel direkt vor dem komplett ausrastenden Gästeblock.
Dank des Last-Minute-Treffers holen die Roten Teufel in dieser Saison ihren zweiten Auswärtsdreier und fügen dem Südwestrivalen gleichzeitig die erste Heimniederlage zu. Mit nun 18 Punkten beißen sich die Lautrer zudem in der Spitzengruppe fest. Am kommenden Sonntag (13:30 Uhr) geht es auf dem Betzenberg weiter mit der nächsten Partie gegen den 1. FC Nürnberg.
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